Gelingt ihm endlich der große Triumph in Paris?

Rafael Nadal hat in seiner Karriere so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Australien Open, French Open, Wimbledon, US Open, unzählige 1000er Masters Turniere, aber noch nie die Hartplatzveranstaltung von Paris-Bercy. Sein bisher einziges Finale spielte der Spanier 2007 gegen Daniel Nalbandian, wo er dem Argentinier deutlich mit 4:6 und 0:6 unterlag. Trotz dieser, aus Nadals Sicht, schrecklichen Paris-Bilanz, ist der 31-jährige mit Roger Federer der dominante Spieler in dieser Saison. Eine Sieg-Niederlagen Statistik von 66 zu 10, sowie sechs Titel (Monte Carlo, Barcelona, Madrid, Roland Garros, US Open, Peking) sprechen eine deutliche Sprache. Zudem gewann der 16-malige Grand Slam Champion 17 seiner letzten 18 Spiele. Aufgrund von Knieproblemen musste der Spanier allerdings seine Teilnahme bei den Swiss-Indoors in Basel letzte Woche absagen. Nach der Absage von Dauerrivale Roger Federer ist Nadal nun der absolute Topfavorit auf den Turniersieg. Durch seinen Auftaktsieg über den Südkoreaner Chung steht auch offiziell fest, dass der Spanier die Saison als Nummer Eins der Welt beenden wird. Die Quote für seinen aller ersten Titel in Paris-Bercy steht bei 2.10.

 

Immer ein Kandidat für die großen Titel

Spätestens seit seinem Erfolg bei den US Open 2014 ist Marin Cilic immer im erweiterten Favoritenkreis bei den großen Tennisturnieren im Jahr zu finden. Speziell nach den prominenten Ausfällen von Novak Djokovic, Andy Murray, Roger Federer und Stan Wawrinka ist das „Draw“ frei und der Kroate ein heißer Kandidat auf den Titel beim letzten 1000er Masters der Saison. Die Form des 29-jährigen stimmte in den letzten Wochen. In Tokio, Shanghai und Basel erreichte er zuletzt jeweils das Halbfinale und schrammte nur knapp am Finale vorbei. Hinzu kommen zwei Finalteilnahmen (Wimbledon, Quenn´s) und ein Turniersieg in Istanbul. Im letzten Jahr scheiterte Cilic erst im Halbfinale an John Isner. In der Runde der letzten 16 wartet nun der kampfstarke Spanier Roberto Bautista Agut. Für den ersten Masters Titel des aufschlagstarken Kroaten gibt es eine Quote von verlockenden 11.00.

Der beste Spieler nach den großen Fünf:

Spätestens seit seinem Erfolg beim letzten Masters in Cincinatti zählt Grigor Dimitrov wieder zum engeren Favoritenkreis bei den großen Turnieren. Nach zwei schwachen letzten Jahren ist der Bulgare wieder gut in Form gekommen und zwang, nach seinem Erfolg in Cincinatti, Nadal im Halbfinale von Peking sogar über drei harte Sätze. Dazu kommt der Wohlfühlfaktor, Hard Court, ins Spiel. Der 26-jährige gewann alle seiner drei Titel in diesem Jahr auf Hartplatz. Dazu erreichte er vor zwei Wochen das Finale von Stockholm, wo er sich allerdings Juan Martin Del Potro geschlagen geben musste. Nach seinem souveränen Auftakterfolg über Richard Gasquet bekommt es Dimitrov im Achtelfinale nun mit dem Vorjahresfinalisten, John Isner, zu tun. Für den zweiten 1000er Master Erfolg des Bulgaren in diesem Jahr winkt eine Quote von 10.00.

 

Zurück wo er hingehört:

Dem damals 21-jährigen Juan Martin Del Potro stand nach dem Triumph der US Open 2009 eine große Zukunft bevor. Was danach folgte war eine Leidensgeschichte, die ihresgleichen suchte. Vier Operationen in fünf Jahren am linken Handgelenk, dazu fast zwei Jahre am Stück komplett aus dem Profigeschäft raus gewesen. Nach dieser Saison lässt sich nun festhalten:  „Der Turm von Tandil“ ist wieder zurück. Nach Zwei Halbfinalteilnahmen (US Open, Shanghai), dem Finale von Basel letzte Woche und seinem Turniersieg über Grigor Dimitrov in Stockholm, hat sich Juan Martin Del Potro in den engeren Favoritenkreis für Paris gespielt. Bei seiner letzten Teilnahme 2013 scheiterte der Argentinier im Viertelfinale an Roger Federer. Für den zweiten Turniersieg del Potros steht die Quote bei 15.00.

 

Empfohlene Wette: Nach dem kurzfristigen Verzicht von Roger Federer ist Rafael Nadal der große Favorit auf den Turniersieg in Paris. Auch wenn fraglich ist ob der Spanier, aufgrund von Knieproblemen, in der Lage sein wird seine volle Leistungsfähigkeit abzurufen, wird der Titel nur über ihn entschieden. Hinzu kommt, dass sämtliche Mitfavoriten wie Marin Cilic, Juan Martin del Potro nicht komplett ausgeruht anreisen. Während Nadal nach einer zweiwöchigen Turnierpause auf den Platz zurückkehrt, wird es für die genannten Akteure das dritte Turnier in drei Wochen sein.  

Alle Wetten zum ATP in Paris

October 31, 2017

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Frankreich überzeugt, Belgien kämpfte:

Ohne jeden Zweifel, wer am Ende einer langen, intensiven Saison im Davis Cup Finale steht, hat es sich auch verdient. Jedoch lieferten die Franzosen überzeugendere Auftritte als die Belgier ab. Zum Auftakt der Davis Cup Saison bekam es der neunmalige Champion Frankreich mit Japan zu tun. Richard Gasquet, Gilles Simon, sowie Pierre Hugues Herbert und Nicolas Mahut führten das Team um Kapitän Yannick Noah zu einem souveränen 4:1 Auftaktsieg. Belgien musste gegen die deutsche Mannschaft ran und gab sich, wie die Franzosen, ebenfalls keine Blöße. Nach Siegen von Steve Darcis, Ruben Bemelmans und De Loore stand auch hier ein ungefährdeter 4:1 Erfolg zu Buche.

Nach einem glanzvollen Auftaktsieg wartete im Viertelfinale nun Großbritannien auf den neunmaligen Titelträger. Trotz dreier Veränderungen von Yannick Noah landeten die Franzosen auch hier einen beeindruckenden 4:1 Sieg. Die Belgier gingen in ihr Viertelfinale gegen Italien diesmal mit ihrem Topspieler David Goffin. Wie sich später herausstellte brachte Kapitän Johan van Herck seinen Topmann zum genau richtigen Zeitpunkt zurück ins Team. Mit zwei Siegen hatte Goffin den entscheidenden Anteil am hart umkämpften 3:2 Erfolg gegen die Italiener.

Im Halbfinale war es dann wieder das gewohnte Bild der Davis Cup Saison. Auch gegen die starken Serben setzten sich die Franzosen am Ende durch. Nach der Niederlage von Luca Pouille drehten Jo Wilfried Tsonga, Pierre Hugues Herbert und Nicolas Mahut so richtig auf. Die Folge waren drei Siege am Stück und das erneute Erreichen eines Davis Cup Finales. Die Belgier hatten mit Australien einen ebenfalls namhaften Gegner und mussten bis zum letzten Ballwechsel richtig kämpfen. Am Ende konnte sich Johan van Herck aber auf Steve Darcis und David Goffin verlassen. Goffin gewann seine beiden Partien souverän und Darcis holte mit seinem Sieg gegen Jordan Thompson den entscheidenden dritten Punkt für die Belgier, der ihnen das Tor zum Finale öffnete.

 

 

Noah und van Herck vertrauen ihrem Halbfinalkader:

Gerade der Davis Cup ist dafür bekannt, dass die Teamkapitäne ihre Mannschaft, je nach Gegner und Untergrund, anpassen. Vor allem Yannick Noah mischte seine Truppe in dieser Saison häufig durch und gab mehreren Spielern die Chance sich zu präsentieren. In den drei bisherigen Spielen setzten die Franzosen insgesamt acht Spieler ein. Bei den Belgiern waren es bisher nur fünf. Zumindest in dieser Saison werden keine weiteren Spieler ihre Chance bekommen sich zu präsentieren. Noah und van Herck nominierten den gleichen Kader, der beide Nationen ins Davis Cup Finale brachte. Bei Frankreich sind das namentlich Jo Wilfried Tsonga, Luca Pouille, Pierre Hugues Herbert und Nicolas Mahut. Die Belgier schicken David Goffin, Steve Darcis, Ruben Bemelmans und Arthur De Greef in den Kampf um den größten Nationentitel im Herrentennis.

Der Gastgeber ist Favorit:

Objektiv betrachtet ist Gastgeber Frankreich der Favorit auf den Titel. Warum dem so ist, lässt sich an vielen Dingen ausmachen. Zunächst einmal waren die Ergebnisse der Franzosen immer klar und deutlich. Nicht ein einziges Mal mussten sie in einem Entscheidungsspiel antreten. Im Halbfinale gegen Serbien verzichtete der neumalige Champion sogar auf das letzte Einzel, weil der Ausgang dieses Spiels nichts mehr am Gesamtergebnis geändert hätte. Bis auf das Erstrundenspiel gegen Deutschland, mussten die Belgier immer bis zum Schluss zittern. Gegen Australien konnten sie gerade noch einen 1:2 Rückstand in einen Sieg umdrehen. Dazu kommt, dass die Franzosen eine deutlich breitere Basis an Spielern haben. Neben Jo Wilfried Tsonga und Luca Pouille können auch Spieler wie Gilles Simon, Richard Gasquet oder Gael Monfils problemlos, ohne Qualitätsverlust, im Davis Cup spielen. Ein Luxusproblem welches Johan van Herck nicht besitzt. Belgiens Nummer eins David Goffin und Steve Darcis sind die einzigen Spieler, die ihre Einzelmatches erfolgreich gestalten könnten.

Die Historie spricht ebenfalls für Frankreich:

Auch beim Blick auf die Vergangenheit hat der Gastgeber eine deutlich bessere Bilanz. Die Franzosen waren schon immer eine richtige Davis Cup Nation. Bereits neun Mal konnten sie den Titel gewinnen. Der Erfolg über Belgien wäre der erste Titel seit 2001. Zuletzt standen die Franzosen 2014 im Davis Cup Finale. Damals mussten sie sich allerdings den Schweizern klar und deutlich mit 3:1 geschlagen geben. Die Belgier konnten ihren Namen dagegen noch nicht auf der Trophäe eingravieren lassen. Nach der Finalniederlage gegen Großbritannien 2015 wollen sie nun, in ihrem insgesamt dritten Davis Cup Finale, zum allerersten Mal triumphieren.

Frankreich gegen Belgien bedeutet gleichzeitig Tsonga vs. Goffin:

Nach den Nominierungen von Noah und van Herck steht somit fest, dass es aller Voraussicht nach zum Duell von Jo Wilfried Tsonga und David Goffin kommen wird. Beide Spieler sind die größten Waffen der Teamkapitäne im Kampf um die Krone. Tsonga führte mit seinen zwei Siegen im Halbfinale gegen Serbien seine Franzosen quasi im Alleingang ins Finale. David Goffin erreichte vor wenigen Tagen das Finale der Nitto ATP Finals und schlug auf dem Weg dahin u.a. Rafael Nadal und Roger Federer. Von mangelndem Selbstvertrauen sollte bei beiden Spielern nicht die Rede sein. Der Druck wird allerdings mehr auf den Schultern von Goffin lasten. Denn anders als bei den Franzosen, werden die Belgier mehr auf Goffin und Darcis, als die Franzosen auf Tsonga und Pouille, angewiesen sein. Das Doppel wird aller Voraussicht nach die Begegnung entscheiden. Der Vorteil liegt hier bei den Franzosen. Von drei gespielten Doppelpartien gewann der neunmalige Champion alle - die Belgier dagegen nur eines ihrer drei gespielten Doppelmatches im diesjährigen Davis Cup. Sollten die Doppelspezialisten Bemelmans und De Greef es nicht schaffen das starke Duo Herbert/Mahut zu bezwingen, wird der Titel zum zehnten Mal nach Frankreich gehen.

Ablauf des Davis Cup Finales:

24.November: - zwei Einzelmatches

25.November: - Doppelmatch

26.November: - zwei Einzelmatches (falls die Entscheidung noch nicht gefallen ist)

 

Alle Wetten zum Davis Cup Finale

November 20, 2017

Von 888sport

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Titelverteidiger:                 Roger Federer und Serena Williams

Finalisten des Vorjahres:   Rafael Nadal und Venus Williams

Absagen bei den Herren:   Andy Murray (schwere Hüftprobleme beim fünfmaligen Finalisten)

                                           Kei Nishikori (nach Sehnenriss im rechten Handgelenk noch nicht fit)

Absage bei den Damen:     Serena Williams (konditionelle Defizite nach der Geburt ihres Kindes)

                                           Victoria Azarenka (Sorgerechtsstreit um ihr Kind)

                                           Sabine Lisicki (Knieprobleme bei der Wimbledon-Finalistin von 2013)

                                           Jelena Jankovic (verpasst ihren ersten Grand-Slam seit 14 Jahren)

                                           Timea Bacsinszky (trainiert seit Weihnachten wieder unter voller Belastung)

Preisgeld:                           55 Millionen US Dollar

Neuerungen: „Shot Clock“ – maximal 25 Sekunden dürfen jetzt nur noch von einem beendeten Ballwechsel bis zum nächsten Aufschlag vergehen (1.Überschreitung – Verwarnung, 2.Überschreitung – Punktverlust)

Es geht nicht besser – die eins trifft auf die zwei

Simona Halep und Caroline Wozniacki bestreiten das Damen-Finale bei den Australian Open 2018. Und ganz ehrlich, es geht nicht besser. Die Nummer eins der Welt Simona Halep spielt gegen die Nummer zwei der Welt Wozniacki. Eine Konstellation, die im Tennis nicht gerade allzu häufig vorkommt und viel Spannung mitbringt, denn es geht um mehr als einen Grand-Slam Titel. Es geht darum, den Ruf als ewige Zweite ein für allemal loszuwerden.  

 

Beginnen wir standesgemäß mit Branchenprimus Simona Halep. Die Rumänin steht absolut verdient im Endspiel, nachdem sie Angelique Kerber im besten Damenmatch der gesamten Australian Open niederrang. Zwischenzeitlich musste die 26-Jährige beim Stand von 6:5 im dritten sogar zwei Matchbälle abwehren. Doch die Nr. eins der Setzliste blieb cool, kämpfte sich zurück und dominierte die Begegnung am Ende mit ihrer Vorhand. Halep drückte Kerber immer weiter nach hinten, bis der Druck schließlich zu groß wurde.

Als Lohn für ihre Spiel-, und Nervenstärke wird die Rumänin nun ihr allererstes Finale beim „Happy-Slam“ bestreiten. Gleichzeitig könnte es auch ihr erster Triumph bei einem Major-Turnier werden. Ein Moment, auf den sie so lange gewartet hat. Keine Frage, der Titel wäre absolut verdient. Ohne jeden Zweifel – vor allem wenn man nochmal auf die zwei Wochen von Halep zurückblickt. Gegen Aiava und Bouchard gab sie sich keine Blöße und zog mit 4:0 Sätzen in die dritte Runde ein, wo fast Endstation gewesen wäre. Doch Halep riss sich zusammen, blieb stabil, zeigte gutes Tennis unter maximalem Druck und gewann schlussendlich mit 15:13 im dritten Durchgang.

Nach diesem Krimi gab es wieder zwei „Business as usual“ Vorstellungen, indem sie keinen einzigen Satz abgab. Das Halbfinale gegen Kerber war dann Werbung für den Tennissport. Die zwei derzeit besten Spielerinnen zeigten druckvolles und vor allem taktisch cleveres Tennis. Kein Ballwechsel wurde verloren gegeben. Mit dem drohenden Aus vor der Nase wies Halep nach, dass sie zurecht die Nummer eins der Welt ist. Sie dominierte nun mit ihrer Vorhand das Spielgeschehen und drehte die Partie zu ihren Gunsten - bis es endlich vollbracht war.

 

Im Finale wartet nun mit Caroline Wozniacki die aktuelle Nummer zwei der Welt. Anders als Halep, zog die Dänin mit einem zwei-Satz Erfolg in ihr erstes Major-Finale seit über drei Jahren ein. Natürlich muss dabei auch erwähnt werden, dass die 27-Jährige gegen die ungesetzte Elise Mertens spielte und nicht gegen Angelique Kerber. Nichts desto trotz soll und wird das die Leistung der früheren Nummer eins nicht schmälern. Wozniacki spielte, wie Halep, bislang ein großartiges Turnier. Obwohl, man muss fast schon sagen zwei Turniere. Denn sie war eigentlich schon raus.

Wie gesagt, eigentlich. Nach ihrem glatten Auftaktsieg folgte dann der große Schock. In Runde zwei lag die Dänin im Entscheidungssatz schon mit 1:5 zurück war konnte gedanklich schon ihren Rückflug nach Monte Carlo buchen. Doch dann schaffte sie das Comeback dieser Australian Open. Wozniacki spielte plötzlich fehlerlos, traf die Bälle perfekt und gewann am Ende sechs Spiele in Folge und damit die Partie.

Ein Verlauf, der sich so nochmal nicht wiederholen sollte. Die Dänin zog ihre Lehren daraus und gab bis zu ihrem Finaleinzug nur noch einzigen Satz ab. Ein Sieg über Halep im Finale würde ihrer Karriere die Krone aufsetzen. Es wäre ihr allererster Grand-Slam Titel. Hinzu kommt, dass Wozniacki, bei einem Erfolg, auch wieder Weltranglistenplatz Nummer eins einnehmen würde.

 

Simona Halep (1) – 1.70 vs. Caroline Wozniacki (2) – 2.25

  Der Weg von beiden ins Finale:

Simona Halep (1)

Caroline Wozniacki (2)

R1: 7:6, 6:1 vs. Aiava

R1: 6:2, 6:3 vs. Buzarnescu

R2: 6:2, 6:2 vs. Bouchard

R2: 3:6, 6:2, 7:5 vs. Fett

R3: 4:6, 6:4, 15:13 vs. Davis

R3: 6:4, 6:3 vs. Bertens (30)

R4: 6:3, 6:2 vs. Osaka

R4: 6:3, 6:0 vs. Rybarikova (19)

VF: 6:3,6:2 vs. Pliskova (6)

VF: 6:0, 6:7, 6:2 vs. Suarez Navarro

HF: 6:3, 4:6, 9:7 vs. Kerber (21)

HF: 6:3, 7:6 vs. Mertens

 

Gibt es die Revanche für Wimbledon 2017?

Bei den Herren ist Roger Federer weiter in Richtung Titelverteidigung unterwegs und das obwohl er im Halbfinale nicht mal ein Match bestreiten musste. Gut, offiziell war es ein Match, obwohl der Name hier völlig fehl am Platz ist. Es war mehr eine Trainingseinheit von Federer vor 15.000 Zuschauern in der Rod Laver-Arena. Der fünfmalige Australian Open Champion überfuhr den aufstrebenden Koreaner Hyeon Chung, bis dieser beim Stand von 6:1, 5:2 für den Schweizer aufgab.

Bis zu diesem Zeitpunkt ließ der 36-Jährige seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance. Ein Bild welches man nur allzu gut kennt - auch bei diesem Turnier. Der „Maestro“ gab bislang noch keinen einzigen Satz ab und fertigte jeden seiner Kontrahenten in Rekordzeit ab. Somit hat Federer auch ganz wenig Kraft und Energie bis zum Endspiel gelassen und kann somit mit voller Leistungsstärke seinen 20. Grand-Slam Titel anvisieren. Hinzu kommt, dass der Schweizer in diesem Jahr noch keine einzige Niederlage hinnehmen musste. Beim Hopman Cup holte er sich mit Belinda Bencic den Titel und auch hier ist er unaufhaltsam marschiert.

Was vor allem auffällt ist, dass der Schweizer nahezu unverwundbar bei eigenem Aufschlag ist. Das macht es für den Gegner schwer, denn der „Maestro“ ist dazu auch noch einer der besten Return-Spieler auf der Tour. Doch es ist nicht nur der Aufschlag. Auch sein aggressives Spiel und die Länge in seinen Grundschlägen ist einfach nur phänomenal – genauso wie seine Nervenstärke. Federer schafft es wie kein anderer mit Druck umzugehen. Immer dann, wenn es wichtig wurde, packte der 36-Jährige sein bestes Tennis aus, übernahm die Kontrolle, diktierte die Ballwechsel und holte sich somit die entscheidenden Momente. Im Finale trifft er nun auf einen alten Bekannten.

 

Die Rede ist natürlich von Marin Cilic. Der Kroate steht nach seinem ungefährdeten drei-Satz Erfolg über Kyle Edmund in seinem ersten Australian Open-Finale. Doch er musste dafür deutlich mehr investieren als Federer. In Runde eins gab er sogar einen Satz gegen den Qualifikanten Posposil ab. Mit fortschreiten des Turnieres wurde der 29-Jährige dann aber immer besser. Zwei glatte Siege, anschließend die Nummer zehn der Setzliste aus dem Weg geräumt und dann sogar Rafael Nadal nach zweimaligem Satzrückstand geschlagen.

Im Endspiel hat der Kroate nun die Chance auf eine Revanche und seinen zweiten Grand-Slam Titel. Vor einigen Monaten standen sich beide bereits im Finale von Wimbledon gegenüber. Der Ausgang ist bekannt – Federer gewann. Nun soll es aus der Sicht von Cilic natürlich genau anders laufen. So wie zum Beispiel bei den US Open 2014. Damals standen sich beide im Halbfinale gegenüber, welches der Kroate nach Belieben dominierte und in drei-Sätzen gewann. Nun kommt es also zum nächsten Showdown der beiden. Nur mit welchen Ausgang diesmal?

 

Die entscheidende Komponente wird der Aufschlag sein. Beide servieren extrem stark und lassen kaum Breaks zu. Bedeutet, dass es wohl wenig Aufschlag-Verluste geben wird. Somit steigt natürlich der Druck für die Protagonisten. Der Verlust von einem Service-Game kann auch gleichbedeutend mit dem kompletten Satzverlust sein. Cilic muss zudem versuchen Federer in lange Ballwechsel zu verwickeln, um ihm mit fortlaufender Spieldauer mehr und mehr die Energie zu nehmen.

Denn der Schweizer hat sein Spiel dem Alter angepasst, geht auf kurze Punkte und spielt aggressiver als jemals zuvor. Natürlich kann der „Maestro“ auch weiterhin lange Ballwechsel mitgehen, dominieren und gewinnen – nur er schafft es nicht mehr in der Häufigkeit wie früher. Wenn Cilic es also schafft ihn 30, 40 mal in Rallies mit mehr als 15 Ballwechseln zu verstricken wird der Tank bei Federer den kritischen Bereich erreichen und die Siegchancen des Kroaten werden steigen. Gelingt es ihm aber nicht die kurzen Punkte und Spiele dauerhaft zu verhindern, wird er dem Schweizer am Ende unterlegen sein.

 

Roger Federer (1) – 1.24 vs. Marin Cilic (6) – 4.25    

Der Weg von beiden ins Finale:

Roger Federer (1)

Marin Cilic (6)

R1: 6:3, 6:4, 6:3 vs. Bedene

R1: 6:2,6:2, 4:6, 7:6 vs. Pospisil

R2: 6:4, 6:4, 7:6 vs. Struff

R2: 6:1, 7:5, 6:2 vs. Sousa

R3: 6:2, 7:5, 6:4 vs. Gasquet (29)

R3: 7:6, 6:3, 7:6 vs. Harrison

R4: 6:4, 7:6, 6:2 vs. Fucsovics

R4: 6:7, 6:3, 7:6, 7:6 vs. Carreno Busta (10)

VF: 7:6, 6:3, 6:4 vs. Berdych (19)

VF: 3:6, 6:3, 6:7, 6:2, 2:0 - Aufgabe Nadal (1)

HF: 6:1, 5:2 Aufgabe - Chung

HF: 6:2, 7:6, 6:2 vs. Edmund

 

Empfohlene Wette:

Im Finale sollte man nun mehr denn je mit dem amtierenden Champion Roger Federer (1.24 Quote) gehen. Im Vorfeld des Turnieres präsentierte sich die Nummer zwei der Welt in hervorragender Form. Und auch beim ersten Grand-Slam des Jahres marschierte der „Maestro“ durch das Turnier. In seinen sechs gespielten Partien verbuchte der Schweizer keinen einzigen Satzverlust und hatte dabei kaum größere Probleme.

Immer dann, wenn es wichtig wurde, konnte Federer einen Gang höher schalten und die entscheidenden Punkte für sich gewinnen.In seinem 30. Grand-Slam Finale trifft er nun auf Marin Cilic ( 4.25 Quote) anstatt auf Rafael Nadal oder Grigor Dimitrov. Federer ist in beeindruckender Form, spielt hervorragend und ist der Titelkandidat Nummer eins bei den Herren.

Der Aufschlag ist wie immer herausragend, die Rückhand funktioniert (vor allem sein Paradeschlag - der Rückhand-Longline) und er hat eine sehr gute Länge und Variation in seinen Grundschlägen – dazu spielt er gewohnt aggressiv und gewann die bislang  wichtigen Ballwechsel in jeder einzelnen Partie.

In dieser Verfassung ist der „Maestro“ nahezu unschlagbar. Egal wie der Gegner dann auch heißt.    

 

Bei den Damen sollte man trotzdem weiter auf Caroline Wozniacki (2.25 Quote) setzen. Eigentlich war die Dänin schon so gut wie raus – Runde zwei, 1:5 Satz-Rückstand im entscheidenden dritten Durchgang, dazu zwei Matchbälle gegen sich und das bei Aufschlag der Gegnerin. Trotzdem konnte die 27-Jährige diese Partie noch irgendwie umdrehen und holte sich sechs Spiele in Folge und den Sieg. Man weiß ja bekanntlich wie solche Geschichten enden können. Stichwort Australian Open 2016.

Damals hatte Angelique Kerber in der ersten Runde Matchball gegen sich. Der weitere Verlauf ist bekannt – Kerber wehrte den Matchball ab – gewann die Partie und am Ende das gesamte Turnier. Vielleicht bekommt die Nr. zwei der Welt das ebenfalls hin. Seitdem ist die Dänin jedenfalls durch das Turnier spaziert, spielt solide, setzt ihre starke Rückhand immer wieder super in Szene und gab mit fortlaufender Turnierdauer nur noch einen Satz gegen Carla Suarez Navarro ab.

Wozniacki nutzte das aus ihrer Sicht „leichte“ Draw hervorragend aus und kann jetzt tatsächlich die Australian Open gewinnen. Einziger Wehrmutstropfen: Wo steht Wozniacki denn jetzt wirklich? In ihren sechs gespielten Matches musste sie es mit keiner Spielerin aus den Top zehn aufnehmen. Im Finale wartet jetzt bekanntlich die Nummer eins der Welt – Simona Halep (1.70 Quote)

 

 

Alle Wetten zu den Australian Open

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January 26, 2018

Von 888sport

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Tennisschlacht im Fünften

Andy Roddick, der 2003 mit 20 Jahren noch am Anfang seiner Karriere stand, zog seinerzeit als jüngster Spieler seit elf Jahren ins Halbfinale ein. Doch nicht diese Tatsache, sondern die Art und Weise, ging in die Annalen des Tennissports ein: Als der Amerikaner schließlich den Matchball gegen Younes El Aynaoui verwandelte, waren sage und schreibe fünf Stunden vergangen. Bis zu diesem Zeitpunkt das längste Viertelfinal-Spiel in der Geschichte der Australian Open, seitdem die Tie-Break-Regel eingeführt worden war.

Nach vier gespielten Sätzen und einem 4:6, 7:6, 4:6, 6:4, musste Durchgang Fünf die Entscheidung bringen - traditionell ohne Tie-Break, sodass beim Stand von 6:6 noch längst nicht Schluss war: In einem Kampf zweier völlig ausgelaugter Spieler, entschied Roddick die Partie schließlich mit 21:19 im fünften Durchgang für sich. Größten Respekt zollte Roddick anschließend seinem elf Jahre älteren Gegner Younes El Aynaoui, der trotz des Altersunterschieds seinem Kontrahenten konditionell in nichts nachstand.

Seitdem Roddick seine Karriere 2010 beendete, fehlt dem amerikanischen Tennis der große Star. Bei den diesjährigen Australian Open, geht Jack Sock als höchstgesetzter Amerikaner mit einer Quote von 81.00 ins Turnier.

 

Stühle bei der Siegerehrung

Das längste Finale in der Geschichte der Australian Open fand 2012 statt. Novak Djokovic und Rafael Nadal lieferten sich einen epischen Kampf über fünf Stunden und 53 Minuten. Mit 7:5 im fünften Satz entschied  Djokovic die Partei am Ende für sich.

Später berichtete der Serbe, aufgrund der großen Anstrengungen und der Hitze habe er zwischenzeitlich an Halluzinationen gelitten. Bei der Siegerehrung waren beide Spieler derart ausgelaugt, dass sie sich während der Zeremonie nicht mehr auf den Beinen halten konnten; legendär das Bild, als Rafael Nadal einen Stuhl zugetragen bekam. Legendär auch die Leistung beider Akteure. Experten sind sich einig, dass jenes Finale eines der hochklassigsten überhaupt war.

Nach einer enttäuschenden und von Verletzungen geprägten Saison 2017, will Djokovic bei den Australian Open 2018 wieder angreifen. Er geht mit einer Siegquote von 4.50 ins Turnier.

Australian Open 2018

 

Tränen beim Seitenwechsel

Einen der emotionalsten Momente erlebten die Tennisfans bei den Australian Open 1995. Es ist Viertelfinale, die Fans freuen sich das Duell der aktuellen Nummer eins der Welt Pete Sampras und dem Weltranglisten-Elften Jim Courier.

Sampras ist Titelverteidiger, Courier gewann die zwei Jahre zuvor. Es ist ein tolles Match mit spektakulären Ballwechseln. Mal ist Courier oben auf, dann wieder Sampras. Schließlich muss der fünfte Durchgang die Entscheidung bringen. Doch plötzlich laufen Sampras Tränen über das Gesicht, Millionen Fernsehzuschauer verfolgen, wie der Amerikaner immer wieder von heftigen Gefühlsattacken heimgesucht wird.

Grund dafür ist, dass sein Trainer am Vortag aus Australien abreisen musste, um sich einer Untersuchung zu unterziehen. Sampras ahnte zu diesem Zeitpunkt, was sich später bestätigen würde: Tim Gullikson ist schwer erkrankt. Doch als alles danach aussieht, als ob der von seinen Gefühlen übermannte Sampras die Partie abgeben würde, kommt auf einmal wieder die Kraft zurück.

Mit grimmiger Entschlossenheit dreht der Amerikaner die Partie und holt sich den entscheidenden Satz mit 6:3. Wie Millionen Zuschauer, hat auch seinen Gegner Courier die Situation nicht kaltgelassen: Nach dem Ende fallen sich die Spieler am Netz in die Arme. Ein großer, emotionaler Moment der Sportgeschichte. 

 

Becker macht’s gegen Lendl

96 Jahre mussten vergehen, ehe 1991 mit Boris Becker zum ersten Mal ein Deutscher in „Down Under“ gewann. Doch der Triumph war nicht der einzige Meilenstein, nach dem Turnier stand Becker auch zum ersten Mal überhaupt auf Rang Eins der Weltrangliste. Dabei fing das Finale gegen seinen ewigen Rivalen Ivan Lendl zunächst alles andere als vielversprechend an.

Er gab den ersten Satz ab und musste sich im Zweiten behandeln lassen. Doch dann folgte Becker-typisches Powertennis und eine Netzattacke nach der anderen. Nach vier Sätzen beendete der Leimener mit einem wuchtigen Vorhand-Winner die Partie und stand zum ersten Mal ganz oben in der Tenniswelt. Legendär ist sein Ausspruch nach der Siegerehrung: „Das ist ein unglaublicher Moment für mich. Ich kann nicht viel sagen, es tut mir leid“.

Seit Becker nicht mehr aktiv ist, wartet das deutsche Herrentennis auf einen ähnlich dominanten Akteur. In der Setzliste bei den anstehenden Australian Open ist Alexander Zverev, dem so einige zutrauen in die Fußstapfen von Becker zu treten, am höchsten gesetzt. Seine Quote auf den Turniersieg steht bei 12.00.

 

Kerbers Bad im Yarra River

2016 sorgte Angelique Kerber für den ersten Grand-Slam-Sieg einer Deutschen seit Steffi Graf 22 Jahre zuvor. Die Deutsche bezwang im Finale die haushohe Favoritin Serena Williams. Kaum jemand erinnerte sich da noch an die erste Runde: Kerber stand damals nämlich schon kurz vor dem Aus. Gegen die Japanerin Misaki Doi musste Kerber einen Matchball abwehren - wäre dieser eine Ballwechsel anders verlaufen, so wäre die deutsche Sportgeschichte um ein einschneidendes Ereignis ärmer. 

In drei hart umkämpften Sätzen setzte sich Kerber im Finale schließlich gegen Serena Williams durch. Anschließend löste die Deutsche auch noch pflichtbewusst eine Wette ein: Sie sprang am Tag nach dem Triumph in den Yarra River. Die Wette hatte sie schon Jahre zuvor mit ihrem Trainer vereinbart: Sollte sie einmal in Melbourne gewinnen, dann würde sie in den Fluss springen.

Nicht überliefert ist, ob Kerber die Aktion bei einem erneuten Triumph wiederholen würde: Bei den Australian Open 2018 tritt sie mit einer Quote von 17.00 auf den Turniersieg an. Doch Kerber war nicht die Erste, die das Bad wagte: Schon 1992 war Jim Courier nach seinem Triumph zusammen mit seinem Coach in den Fluss gesprungen. Im Jahr darauf wiederholte Courier seinen Triumph - und das Bad im Fluss.

Er ließ sich auch nicht davon abschrecken, dass die Verschmutzungswerte des Yarra seinerzeit um das 18-fache den Wert überschritten, der gefahrloses Baden ermöglicht hätte. Geschadet hat ihm das Bad jedoch allem Anschein nach nicht: Auch danach holte der Amerikaner noch mehrere Titel. 

Australian Open 2018

 

Wassereinbruch und menschliche Tennisbälle

Neben großen sportlichen Momenten hält die Geschichte der Australian Open auch eine ganze Reihe von skurrilen Ereignissen bereit. Als 1995 das Herrenfinale vorbei war, erwarteten die Zuschauer im ausverkauften Centre Court noch das Finale im Mixed: Doch die Zuschauer mussten einige Geduld mitbringen, denn plötzlich stand das Stadion unter Wasser. 

Ein Defekt in der Entwässerungsanlage sorgte dafür, dass das Wasser knietief auf dem Feld stand. Erst nach mehreren Stunden waren die Probleme behoben und das Spiel konnte doch noch stattfinden.

Legendär ist auch der Einfallsreichtum australischer Fans, wenn es ums Verkleiden geht: Während der zwei Turnierwochen tummeln sich als Tennisbälle verkleidete Fans ebenso wie Anhängerinnen, die sich mit Sombrero-Hüten im XXL-Formal gegen die australische Sonne schützen. Nicht zu Unrecht titulieren sich die Australian Open selbst als „Happy-Slam“, bei dem jeder auf seine Kosten kommen soll. 

Alle Wetten zu den Australian Open

January 12, 2018

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Marsmensch Federer:

Mit 36 Jahren da fängt das Leben an, oder, wie war das nochmal? Wie auch immer. Wenn man Roger Federer in diesem Jahr beim Tennis spielen zusieht, kann man nicht so richtig glauben, dass der Schweizer schon 36 Jahre alt ist. Im Herbst seiner Karriere spielt er das mit Abstand beste Jahr seines Lebens. Vor gut einer Woche gewann der „Maestro“ den Finalthriller von Basel gegen Juan Martin Del Potro und holte sich, neben den Australian Open, Indian Wells, Miami, Halle/Westfalen, Wimbledon und Shanghai, seinen siebten Titel der Saison. Ein riesen Wert, wenn man bedenkt, dass Federer erst elf Turniere, die wenigsten von allen in diesem Jahr, gespielt hat. Hinzu kommen gerade einmal vier Niederlagen bei 49 gespielten Matches in 2017. Nur Alexander Zverev, Tommy Haas, Juan Martin Del Porto und Aleksander Donskoy konnten dem sechsmaligen Champion dieser Veranstaltung bisher eine Niederlage beibringen. Wenn man trotzdem etwas negatives am Schweizer finden will, kann man Federer lediglich vorwerfen die letzten drei Mal den Job nicht zu Ende gebracht zu haben. Trotz dem sechsmaligen Titelgewinn verlor der 19-fache Grand Slam Champion seine letzten drei Finals in der O2-Arena gegen Novak Djokovic. Doch dieser glänzt in diesem Jahr nur durch seine verletzungsbedingte Abwesenheit. Somit ist die Bahn für den 96.Karrieretitel des Schweizers frei. Die Quote für Titel Nummer sieben bei den ATP Finals liegt bei 1.67.

Schon vor dem ersten Ballwechsel geschlagen?

Rafael Nadal hat in seiner Karriere so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Australian Open, French Open, Wimbledon, US Open, unzählige 1000er Masters Turniere, aber noch nie die ATP World Tour Finals. Zwei Mal stand er bereits schon im Finale, verlor es dann allerdings gegen Federer und Djokovic. Trotz dieser, aus Nadals Sicht, schrecklichen London-Bilanz, ist der 31-jährige mit Roger Federer der dominante Spieler in dieser Saison. Eine Sieg-Niederlagen Statistik von 67 zu 10, sowie sechs Titel (Monte Carlo, Barcelona, Madrid, Roland Garros, US Open, Peking) sprechen eine deutliche Sprache. Zudem gewann der 16-malige Grand Slam Champion 18 seiner letzten 20 Spiele. Ob Nadal dennoch zum absoluten Favoritenkreis in London zählen wird ist unklar. Denn der große X-Faktor ist der Körper des 31-jährigen, welcher in den letzten Wochen immer wieder streikte. Nach seiner Finalniederlage in Shanghai musste der Spanier verletzungsbedingt das Turnier in Basel absagen. Letzte Woche kehrte er in Paris auf den Platz zurück, gewann seine ersten beiden Matches und konnte dann sein Viertelfinale, verletzungsbedingt, nicht antreten. Es droht die zweite verletzungsbedingte Absage in Folge. Für den allerersten Titelgewinn Nadals winkt eine 4.50 Quote.

 

Die verlorene Leichtigkeit:

Der deutsche Alexander Zverev hat in diesem Jahr viele erste Male erlebt. Den ersten 1000er Masters Sieg in seiner Karriere, den Sprung unter die Top zehn der Weltrangliste, erstmalig über 50 Siege in einer Saison und, als Lohn seiner guten Leistung, die allererste Qualifikation für den großen Saisonabschluss im Herrentennis. Um voll und ganz auf das letzte große Highlight vorbereitet zu sein, sagte der 20-jährige die ATP NextGen Finals ab. Volle Konzentration wird für Zverev auch nötig sein, um in London mehr als nur eine Randnotiz zu sein. Trotz fünf Turniersiegen in dieser Saison (Montpellier, München, Rom, Washington, Kanada), machte Deutschlands Nummer eins vor allem durch sehr bescheidene Leistungen in der letzten Zeit auf sich aufmerksam. Nach seinem furiosen Turniersieg in Kanada erreichte der Youngster nur noch ein Halbfinale und verpatze dazu die Generalprobe auf London, als er bereits sein Auftaktmatch beim Masters in Paris verlor. Für den Titel bei seinem Debüt lockt eine 9.00 Quote.

 

Thiem will den Negativlauf stoppen:

Neben der Nummer eins, zwei und drei der Welt, hat sich auch die aktuelle Nummer vier der Welt, Dominic Thiem, für die O2-Arena qualifiziert. Zu verdanken hat er das vor allem seiner starken ersten Saisonhälfte. Mit dem Turniersieg von Rio, zwei Final-, und Halbfinalteilnahmen war der Startplatz für London bereits früh gebucht. Wenn man den Österreicher aber die letzten Monate spielen sieht, kann man nicht so richtig glauben, dass dieser Kerl nach der Hälfte der Saison schon qualifiziert war. Bei seinen letzten 12 gespielten Turnieren erreichte der 24-jährige noch ein mageres Viertelfinale und schied zudem fünf Mal in der ersten Runde aus. Von seinen 25 Saisonniederlagen erfolgten allein 18 auf Hartplatz. Um bei seiner zweiten Finals-Teilnahme mehr als wieder nur eine Randfigur zu sein, muss Thiem endlich wieder zu der Form aus der ersten Saisonhälfte finden. Gelingt es dem Österreicher nicht, könnte das Abenteuer London für ihn zum absoluten Albtraum werden. Für einen Triumph des Österreichers liegt die Quote bei 21.00

 

Der Mann für große Titel:

Ja, Marin Cilic ist, hinter Rafael Nadal und Roger Federer, der Spieler mit der meisten Erfahrung in Bezug auf die ATP Finals in London. Der aufschlagstarke Kroate wird zum insgesamt dritten Mal beim elitären Gipfeltreffen mit von der Partie sein. Seine Empfehlung: Der Turniersieg von Istanbul, sowie zwei weitere Finalteilnahmen in Queens und Wimbledon. Anders als Rafael Nadal, Dominic Thiem und Alexander Zverev hat der US Open Champion von 2014 nicht mit Verletzungen oder Formschwäche zu kämpfen. Auch wenn kein Turniersieg heraussprang, war der 29-jährige in den letzten Wochen mit drei Halbfinalteilnahmen (Tokio, Shanghai, Basel), sowie dem Erreichen des Viertelfinals von Paris sehr konstant und stabil unterwegs. Bei seinen ersten beiden Teilnahmen (2014, 2016) scheiterte der Kroate jeweils in der Gruppenphase. Aufgrund seiner Konstanz und der verletzungsbedingten Nicht-Qualifikation von Andy Murray, Novak Djokovic und Stan Wawrinka ist Cilic mehr als nur ein Geheimtipp für das letzte Turnier des Jahres. Die Quote für den perfekten Saisonabschluss des Kroaten steht bei 11.00.

 

Wohlfühloase Hartplatz:

Debütant Nummer zwei kommt aus Bulgarien und sein Spielstil ähnelt dem von Roger Federer. Die Rede ist natürlich von Grigor Dimitrov. Mit drei Turniersiegen (Brisbane, Sofia und seinem aller ersten 1000er Masters Triumph in Cincinatti) hat sich der 26-jährige seine Premiere in London redlich verdient. Trotz einer eher durchwachsenen Sand-, und Rasensaison gilt es die Nummer sechs der Welt sehr ernst zu nehmen. Denn in dieser Saison ist Hartplatz der bevorzugte Untergrund des Bulgaren. Neben seinen drei Turniersiegen (alles auf Hard Court), erreichte Dimitrov vor wenigen Wochen noch ein weiteres Finale in Stockholm, dazu noch ein Halbfinale (Peking) und ein Viertelfinale (Shanghai), wo er jeweils an Rafael Nadal scheiterte. Für Titel Nummer vier auf Hartplatz lockt eine interessante 13.00 Quote.

 

Diesmal Vollzeit statt Teilzeit:

Mit der Teilnahme für die ATP Finals von David Goffin ist damit auch eins bewiesen: Die belgischen Herren können auch konstant gut Tennis spielen. Zum ersten Mal seit Kim Clijsters 2011 ist wieder ein Belgier beim Saisonabschluss mit von der Partie. Neben einer beachtlichen Sieg-Niederlagen Statistik von 50 zu 22, hat die aktuelle Nummer acht der Welt fleißig gute Resultate gesammelt. Der 26-jährige gewann in diesem Jahr zwei Turniere (Tokio, Shenzhen) und stand zudem im Finale von Sofia und Rotterdam. Natürlich alles auf Hartplatz versteht sich. Auch wenn Goffin offiziell als Debütant vorgestellt wird, ist das nur bedingt richtig. Bereits im letzten Jahr durfte er als Ersatzmann den angeschlagenen Gael Monfils in seinem letzten Gruppenspiel ersetzen. Die Partie gegen Novak Djokovic verlor er allerdings. Für einen Überraschungserfolg des Belgiers liegt die Quote bei 16.00.

 

Überraschend aber nicht unverdient:

Das letzte Ticket holte sich der US-Amerikaner Jack Sock auf den allerletzten Drücker und wenn man ehrlich ist, auch etwas unerwartet. Durch seinen ersten 1000er Master Erfolg in Paris letzte Woche darf der 25-jährige als Belohnung noch eine Woche länger arbeiten. Bei seiner Premierenteilnahme in London ist Sock der erste US-Amerikaner seit Mardy Fish 2011, der wieder beim Saisonfinale der Herren aufschlagen wird. Neben seinem Überraschungserfolg in Paris konnte die Nummer neun der Welt zudem die Turniere von Auckland und Del Ray Beach für sich entscheiden. Hinzu kommen drei weitere Halbfinalteilnahmen und ein Arbeitsnachweis von 35 Siegen bei 18 Niederlagen in dieser Saison. Der erste Masters Erfolg eines US-Amerikaners seit Andy Roddick 2010, zum ersten Mal in den Top zehn der regulären Weltrangliste und innerhalb einer Woche über 15 Plätze im „Race to London“ gut gemacht. Dem diesjährigen Überraschungsteilnehmer wird aber nur die Außenseiterrolle bleiben. Unterschätzen darf man den Aufschlagriesen jedoch nicht. In Paris zeigte Sock, dass er an guten Tagen alles und jeden schlagen kann. Für seinen zweiten Turniersieg in Folge liegt die Quote bei interessanten 21.00.

 

Empfohlene Wette: Nadals Einsatz fraglich, Murray verletzt, Djokovic verletzt, Wawrinka verletzt. Der Tennisfan findet das nicht schön, Roger Federer wird sich dagegen wohl ein süffisantes Lächeln nicht verkneifen können. Die wichtigsten Konkurrenten sind schon vor dem ersten Ballwechsel eliminiert oder angeschlagen. Der Schweizer dagegen ist topfit und DER Topfavorit auf die Nachfolge von Andy Murray. Elf gespielte Turniere, sieben Turniersiege, 49 Siege bei nur vier Niederlagen.  Dominant wie noch nie und mit einer derartigen Wucht überrollte der Schweizer seine Kontrahenten in dieser Saison. Die Frage, die sich nun stellt ist, wer diesen Roger Federer stoppen soll und stoppen kann. Die Antwort ist ehrlich gesagt niemand, nicht einmal sein eigener Körper. Der 36-jährige ließ bewusst das Masters von Paris in der letzten Woche aus, um absolut frisch und fit die Mission Titel Nummer sieben anzugehen. 

Alle Wetten zu den ATP Finals

November 7, 2017

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Federer vs. Goffin

Eröffnet wird die heiße Phase der Nitto ATP Finals durch die Partie von Roger Federer der es mit David Goffin aufnehmen wird. Während der Belgier sein erstes Halbfinale bei den ATP Finals spielen wird, hat der Schweizer ein Dauerabo für die K.O. Phase beim Saisonabschluss der Herren. Seit seinem Debüt im Jahre 2002, konnte sich der sechsmalige Finals-Champion, bei jetzt 15 Teilnahmen, sage und schreibe 14 Mal für die Runde der besten vier qualifizieren. Beeindruckend, vor allem wenn man einen Blick auf seine Halbfinalquote wirft. Von bislang 13 gespielten Halbfinals verlor der 36-Jährige nur drei. Eine unglaubliche Bilanz.

Keine gute Bilanz für Goffin gegen Federer

Werte von denen Federers Gegner David Goffin bislang nur träumen kann.  Nach seinem überzeugenden Sieg über Dominic Thiem darf, oder besser gesagt muss der 26-Jährige nun also gegen Roger Federer ran. Wenn man einen Blick auf die Statistiken wirft, dann trifft wohl eher der Begriff muss zu. Denn der Belgier hat eine miserable Bilanz gegen den Schweizer vorzuweisen. Von sechs gespielten Matches verlor Goffin alle. Das letzte Aufeinandertreffen gab es bereits vor wenigen Wochen in Basel als der Belgier mit 6-1, 6-2 unter die Räder kam. Die anderen vorherigen fünf Begegnungen waren allerdings auch nicht sonderlich umkämpfter. Auszumachen ist das vor allem am 26-Jährigen selber. Goffin ist ein sehr solider Spieler, der wenig Fehler macht und den Gegner zumeist über seine Beständigkeit schlägt.

Aufgrund seiner geringen Körpergröße ist die aktuelle Nummer acht der Welt kein Aufschlagmonster und besitzt dazu keine Ausnahmevor-, oder rückhand. Auch wenn David Goffin sich wohl nicht so sehr über seinen nächsten Gegner freuen wird, ist der Belgier für den Schweizer allerdings ein gutes Los. Im Vorfeld hatte Federer bereits verlauten lassen lieber gegen Goffin, als gegen Thiem spielen zu wollen. Nun geht sein „Wunsch“ also in Erfüllung. Chancen sollte man dem Halbfinaldebütanten jedoch einräumen. Trotz Knieproblemen besiegte er die Nummer eins der Welt Rafael Nadal und gewann das Entscheidungsmatch gegen Dominic Thiem klar und deutlich mit 6-4, 6-1. Dem Belgier ist alles zu zutrauen. An guten Tagen kann er alles und jeden schlagen. Nichtsdestotrotz ist Roger Federer der klare Favorit in diesem Match. Alles andere, als ein Sieg des Schweizers, wäre eine große Überraschung. Nachdem Dauerkonkurrent Rafael Nadal bereits nach seinem Auftaktmatch verletzungsbedingt aufgeben musste, ist die Bahn für Federer deshalb so frei wie niemals zuvor. Kein Nadal, Djokovic, Murray oder Wawrinka. Eine derartige Gelegenheit auf Titel Nummer sieben wird der 19-malige Grand Slam Champion nie mehr wieder bekommen. Alle, wirklich alle, erwarten nun vom Schweizer nichts anderes außer den Turniersieg. Nach etwas mühevollen drei Siegen aus drei Spielen will der einzige Spieler mit Halbfinalerfahrung nun also mit aller Macht in sein elftes Endspiel einziehen. Es wäre der perfekte und würdige Abschluss eines unglaublichen Tennisjahres. 

Dimitrov vs. Sock: 

Das zweite Halbfinale der Nitto ATP Finals werden die beiden Debütanten, Grigor Dimitrov und der US-Amerikaner Jack Sock bestreiten. Beim letzten Turnier des Jahres treffen beide zum allerersten Mal in 2017 aufeinander. Ihr letztes Match resultiert aus dem Jahre 2015. Damals gewann Sock, beim 1000er Masters in Kanada, das Match nach drei umkämpften Sätzen mit 5-7, 7-6, 7-5. Im direkten Vergleich liegt der 25-Jährige US-Amerikaner mit 2:1 vorne. Doch das wird alles Makulatur sein, wenn beide das letzte Herren-Halbfinale in 2017 spielen werden. Das Jack Sock für seinen nächsten großen Coup innerhalb von einem Monat bereit ist, hat er bereits deutlich gezeigt. Nach seiner knappen Niederlage im Auftaktspiel gegen Roger Federer, schien das Abenteuer ATP Finals ein sehr kurzes zu werden. Doch nach hart umkämpften, aber verdienten Drei-Satzerfolgen über Marin Cilic und Alexander Zverev, hat sich Sock in Position für seinen zweiten großen Titel in Folge gebracht. Gegner Grigor Dimitrov musste dagegen nicht bis zum letzten Gruppenspiel Vollgas geben um seine Tennissaison zu verlängern. Nach Siegen über Dominic Thiem (6-3, 5-7, 7-5) und dem Zauberauftritt gegen David Goffin (6-0, 6-2) stand der 26-Jährige bereits nach dem zweiten Gruppenspiel sicher im Halbfinale. Somit bekommt es Dimitrov, anstatt Roger Federer, nun mit Jack Sock im Halbfinale zu tun. Trotz des nicht so klangvollen Namens wird die Aufgabe für den Bulgaren nicht leichter. Nach seinen beeindruckenden Leistungen in der Gruppenphase ist Dimitrov der klare Favorit. Ob der amtierende Cincinatti-Masters-Champion mit der Favoritenrolle zurechtkommt, wird sich erst während des Matches feststellen lassen. Fakt ist aber, dass sich der Bulgare gegen den Aufschlagstarken US-Amerikaner schwertut. Neben seiner, wie bereits angesprochen negativen Bilanz gegen Sock, liegt der letzte Sieg gegen den 25-Jährigen auch schon eine ganze Weile zurück. In Stockholm 2014 konnte er seinen Halbfinalgegner das letzte Mal bezwingen. Ihre ersten drei Duelle gegeneinander waren immer hart umkämpft und geprägt von wenigen Breaks und stabilen Service-Games. Beide werden deshalb versuchen das Spiel an sich zu reißen und über ihren Aufschlag zu dominieren. Wer von beiden stabil seine Aufschlagspiele durchbringt und die Partie mit seiner Vorhand diktieren kann, wird bei seiner Premierenteilnahme, ins Finale der Nitto ATP Finals einziehen.  

Alle Wetten zu den ATP Finals in London

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November 17, 2017

Von 888sport

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Nadal in Topform:

Rafael Nadal: Der 31-jährige Spanier spielt 2017 eines der besten Jahre in seiner Laufbahn und strotz, im Moment, nur so vor Selbstvertrauen. Er ist wieder die Nummer eins der Tenniswelt, konnte in 2017 seine GrandSlam Titel Nummer 15 und 16 erringen und reist zudem als frischgebackener Champion aus Peking an. Weiterhin ist der wiedererstarkte Spanier, seit den US Open, ungeschlagen. Die Quote für seinen Auftaktsieg gegen Jared Donaldson liegt bei 1,07.

Der „Maestro“ will den ersten Titel in der zweiten Jahreshälfte:

Roger Federer: Ja, auch in 2017 zählt Roger Federer immer noch zu den Topfavoriten bei den ganz großen Turnieren im Tenniskalender. Und das zurecht. Mit  bisherigen fünf Titeln in der laufenden Saison, darunter zwei GrandSlam Erfolge, und einer Sieg-Niederlagen Statistik von 39 zu 4 spielt der Schweizer mit 36-Jahren eines der erfolgreichsten Jahre in seiner Karriere. Zumal Federer, mit 27Siegen und nur 3Niederlagen, die beste Bilanz von allen Spielern auf Hartplatz vorzuweisen hat.

Wettquoten 2.Runde: Roger Federer (1,16) vs. Diego Schwartman (5,40)

 

Deutschlands Nummer eins hat seinen dritten großen Titel im Blick:

Alexander Zverev: Erst 20Jahre alt und jetzt einer der Topstars der Szene-Die Nummer vier der Welt, und drei der Setzliste in Shanghai, hat in diesem Jahr den endgültigen Durchbruch geschafft. Fünf Titel, davon zwei 1000 Masters Titel in Rom und Kanada, sowie 50 Siege bis zum jetzigen Zeitpunkt der Saison, die zweitbeste Bilanz nach Rafael Nadal. Dazu kommt das sich der Deutsche auf Hartplatz besonders wohlfühlt. Drei seiner fünf Titel gewann er auf diesem Belag und entzauberte, vor einigen Monaten, sogar Roger Federer im Finale von Kanada. Ein erneutes Treffen mit Federer könnte im Halbfinale erfolgen.

 

Das „Dark Horse“ im Feld: Zurück ins Rampenlicht und zu altbekannter Form:

Geheimtipp: Spätestens seit seinem Erfolg beim letzten Masters in Cincinatti zählt Grigor Dimitrov wieder zum engeren Favoritenkreis bei den großen Turnieren. Nach zwei schwachen letzten Jahren ist der Bulgare wieder gut in Form gekommen und zwang, nach seinem Erfolg in Cincinatti, Nadal im Halbfinale von Peking sogar über drei harte Sätze. Dazu kommt der Wohlfühlfaktor, Hard Court, ins Spiel. Der 26-jährige Bulgare gewann alle seiner drei Titel in diesem Jahr auf Hartplatz und ist zudem in der besseren Turnierhälfte. Bis auf Nadal und Cilic sind keine weiteren großen Namen in der oberen Turnierhälfte zu finden.

Empfohlene Wette: Ganz klar, der Turniersieg geht nur über Rafael Nadal. Sechs Titel in 2017, Nummer eins der Welt und seit August ungeschlagen. Wer soll diesen Nadal stoppen? Die Antwort: Roger Federer. Doch dieser könnte frühestens im Finale versuchen dem Spanier, seit langem, wieder ein Niederlage beizubringen. 

Alle Wetten zum ATP in Shanghai

October 12, 2017

Von 888sport

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Kaum eine Verschnaufpause für die Skispringer, kurz nach der Bescherung geht es schon wieder zurück in den Sprunganzug. Vier Springen innerhalb von neun Tagen, willkommen bei der Vierschanzentournee. Deutschland und Österreich testen die Athleten auf ihre Belastbarkeit, schließlich kann man auf bis zu zwölf Sprünge kommen. Nicht nur für den Körper, sondern auch für den Kopf eine unheimliche Anstrengung. Zwar schreibt die Tournee immer wieder ihre eigene Geschichte und nicht immer setzen sich die Favoriten durch, trotzdem stellen wir diese vor.

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Favoriten der 66. Auflage

Richard Freitag (GER):

Der Deutsche ist aktuell in der Form seines Lebens und darf wohl zu Recht als der Top-Favorit bezeichnet werden. Souverän führt er im Gesamtweltcup und konnte schon drei Springen in dieser Saison gewinnen. Allein bei den letzten fünf Wettkämpfen stand er immer auf dem Podest und das nie schlechter als auf den zweiten Platz. In dieser Verfassung wird Richard Freitag um den Tournee-Sieg mitspringen. Er könnte der erste Deutsche seit Sven Hannawald (Sieger 2001/2002) werden, der das Klassement gewinnt. Schon vor drei Jahren konnte er das Event in Innsbruck gewinnen und weiß, wie es sich anfühlt mit dem Druck umzugehen. Auf den Gesamtsieg des Deutschen wartet eine Quote von 2.75.

Kamil Stoch (POL):

Auch der Sieger der letztjährigen Tournee zählt wieder zu den Mitfavoriten. Zwar konnte der Pole in dieser Saison noch kein Springen für sich entscheiden, doch beweist er Jahr für Jahr, dass er immer wieder top vorbereitet ist, wenn die wichtigen Aufgaben anstehen. Er gewann im letzten Jahr die Austragung in Bischofshofen und setzte sich am Ende in der Gesamtwertung durch. Bei der Generalprobe in Engelberg stand er zweimal auf dem Podest und untermauerte damit seine Favoritenstellung. Für die Wiederholung seines Triumphes gibt es eine Quote von 5.00.

Stefan Kraft (AUT):

Natürlich findet sich auch ein Österreicher ganz oben auf der Favoritenliste. Seit Jahren zählen unsere Nachbarn zu den besten Skispringern und haben einige heiße Eisen im Feuer. In diesem Jahr hapert es noch bei den österreichischen Springern. Einzig Stefan Kraft werden Siegchancen eingeräumt. Schon vor drei Jahren konnte er die Tournee gewinnen und im letzten Jahr sicherte er sich das Gelbe Trikot für den Gesamtweltcup. Die Experten sind der Meinung, dass Stefan Kraft zurzeit der einzige aus dem ÖSV-Kader ist, der um das Podest mitspringen kann. Sollte er erneut den goldenen Adler gewinnen wird das mit einer Quote von 5.50 belohnt.

Andres Wellinger (GER):

In diesem Jahr schicken die Deutschen nicht nur einen starken Springer ins Rennen, sondern haben noch einen weiteren Pfeil im Köcher. Mit Andreas Wellinger zählt der Zweiplatzierte in der Gesamtwertung ebenfalls zu den Favoriten. In dieser Saison stand er schon dreimal auf dem Podest und das auch schon einmal als Sieger. Es scheint so, als würde der junge Deutsche in diesem Jahr die richtige Balance finden und seine Absprünge besser treffen. Seine Unbekümmertheit könnte ihm bei der Tournee entgegen kommen, er hat von allen den geringsten Druck und kann frei abspringen. Für den Gesamtsieg durch Wellinger wartet eine Quote von 7.00.

Daniel-Andre Tande (NOR):

Zuletzt sollte man auch den Norweger Daniel-Andre Tande auf dem Zettel haben. Im letzten Jahr konnte er die Springen in Garmisch-Partenkirchen und in Innsbruck für sich entscheiden, doch reichte es nur für den dritten Platz im Gesamtklassement. Im fehlte es an der nötigen Konstanz, die er auch in diesem Jahr noch nicht zeigt. Erst einmal stand er in dieser Saison auf dem Podest, eigentlich zu wenig für seine Ansprüche und sein Talent. Sollte der Norweger noch rechtzeitig zu seiner alten Form finden, dürfte er ein großes Wort um den Gesamtsieg mitsprechen. Die Quote für den Tournee-Sieger Tande liegt bei 8.75.

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December 26, 2017

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Das erste Rennen hatte viele verschiedene Sieger

Seit der Jahrhundertwende findet der Auftakt in den Skiweltcup der Damen und Herren traditionell am Rettenbacherferner in Sölden statt. Jährlich zieht der Startschuss zum alpinen Weltcupwinter tausende Besucher in seinen Bann. Spannung ist geboten, da das erste Rennen immer Fragen nach der Form aufwirft und das Ergebnis nur schwer vorherzusagen ist. In den letzten zehn Jahren gab es bei den Damen neun verschiedene Siegerinnen, einzig die Schweizerin Lara Gut konnte das Rennen zweimal gewinnen. Bei den Männern ist die Vielfalt an Siegern nicht ganz so breit gefächert, aber auch hier gab es verschiedene Gewinner. Der Amerikaner Ted Ligety konnte immer wieder seine Frühform unter Beweis stellen und gewann in derselben Zeitspanne viermal in Sölden.

Weltcuphang Rettenbachgletscher Sölden

Die Rennpiste in Sölden mit ihrem imposanten Steilhang ist jedes Jahr die erste Herausforderung für die alpinen Athleten. Die 1170 Meter lange Strecke hat an den steilsten Stellen eine Neigung von imposanten 65 Prozent. Während des Riesenslaloms überwinden die Athleten einen Höhenunterschied von 370 Metern und erreichen Geschwindigkeiten von maximal 80 km/h. Die Zuschauer werden von dem atemberaubenden Rennen keine Sekunde verpassen, denn vom Zielbereich aus ist die ganze Strecke gut sichtbar.

Diese Rennfahrer mischen beim Auftakt in Sölden mit

Im vergangenen Jahr gab es leider viele enttäuschte Gesichter, denn auf einige Größen des Skisports mussten die Fans verzichten. Auf Grund vieler verschiedener Verletzungen fehlten bei den Herren unter anderem Bode Miller und Aksel Lund Svindal, der sich von seinem Sturz in Kitzbühel noch nicht wieder erholt hatte. Bei den Damen fehlten noch mehr bekannte Gesichter, darunter Gesamtweltcupsiegerinnen wie Tina Maze, Anna Fenninger und das Aushängeschild des Damen-Skisports Lindsey Vonn, die sich noch auf ihr Comeback vorbereitete. In diesem Jahr dürfen sich die Fans auf fast alle Größen freuen. Einzig der Österreicher Marcel Hirscher fällt bei den Herren aus. Bei den Frauen fallen gleich zwei Größen des Skisports aus. Zum einen schweizerische Vorjahressiegerin Lara Gut und die Lokalmatadorin Anna Fenninger. Alle drei Sportler befinden sich noch im Aufbautraining und für sie kommt der Auftakt zu früh. Im weiteren Saisonverlauf werden sie wieder in den Weltcup eingreifen. Somit kann sich die restliche Elite in Sölden duellieren. Auch die deutschen Athleten wollen ein Wort um die vorderen Plätze mitreden, einzig hinter dem Start von Fritz Dopfer steht ein dickes Fragezeichen. Nach seinem schweren Sturz in der letzten Saison, arbeitet er behutsam an seiner Rückkehr und möchte dabei nicht zu früh in die Saison starten. Sowohl Victoria Rebensburg als auch Felix Neureuther standen schon auf dem Podest in Sölden, bei ihnen darf man gespannt sein wie gut sie aus der Vorbereitung kommen.

Die Favoritinnen beim Riesentorlauf der Damen

Wie schon erwähnt gab es in den letzten zehn Jahren neun verschiedene Siegerinnen beim Auftaktrennen in Sölden. Daher ist es schwer DIE Favoritin auszumachen. Die sehr anspruchsvolle Strecke mit ihrem Steilhang birgt ihre Tücken und Schwierigkeiten. Eine kleine Unachtsamkeit, die Linie geht verloren und man ist raus aus den Kampf um die Podestplätze. Es gilt die richtige Mischung aus Risiko und Konzentration zu finden.

In der vergangen Saison lieferten sich die Französin Tessa Worley (Quote: 3.75) und die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin (Quote: 3.25) ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die kleine Kristallkugel im Riesenslalom-Wettbewerb, mit dem besseren Ausgang für die Französin. Die beiden Damen legten eine unglaubliche Konstanz an den Tag und errangen die ersten beiden Plätze mit einem großen Vorsprung. Auch in diesem Jahr werden die beiden wieder als Favoritinnen in dem Wettbewerb angesehen. Das schließt auch das erste Rennen in Sölden mit ein. Dabei konnte die US-Amerikanerin immer wieder ihre gute Frühform unter Beweis stellen. In den vergangenen drei Jahren stand sie jeweils auf dem Podium und konnte dabei zwei zweite Plätze und einen Sieg erringen. Tessa Worley startete auch immer wieder gut in die neue Saison, allerdings gelang ihr der ganz große Wurf noch nicht in Sölden. In den vergangenen Rennen schrammte sie immer wieder knapp am Podest vorbei und musste anderen den Vortritt lassen. Trotzdem sollte man die Französin nicht außer Acht lassen. Gelingt ihr in diesem Jahr der Auftaktsieg?

Geheimtipp: Wenn es um den Sieg in Sölden geht, sollte man Marta Bassino auf dem Zettel haben. Die junge Italienerin ist noch nicht lange im Weltcup dabei, hat dafür schon einige gute Resultate vorzuweisen. Es steht zwar noch kein Sieg im Riesenslalom auf der Habenseite, jedoch wurde sie in der vergangenen Wertung Vierte. Im letzten Jahr für die 21-Jährige auf einen starken dritten Platz in Sölden. Wenn sie erneut so auftritt wie vor einem Jahr, dürfte die Italienerin ein Wort um den Sieg mitreden. Quote: 8.00

Empfohlene Wette: Sieg durch Mikaela Shiffrin (Quote: 3.25)

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Der Dominator im Riesenslalom fällt aus – ein Deutscher und zwei Franzosen streiten um seinen Platz?

Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Marcel Hirscher kann der Favorit der letzten Jahre nicht an den Start gehen. In den vergangenen drei Jahren konnte er jeweils die Wertung im Riesenslalom gewinnen, meist mit einem großen Vorsprung. Für die anderen Athleten ist dies nun die Möglichkeit sich aus seinem Schatten zu lösen und ins Rampenlicht vorzurücken. Davon profitieren möchte unter anderem Felix Neureuther (Quote: 9.00) und um den Sieg in Sölden mitfahren. Welche Erfolge hätte der Deutsche noch feiern können, wenn es seinen österreichischen Dauerrivalen Marcel Hirscher nicht geben würde? Die beiden pflegen eine freundschaftliche Rivalität und respektieren sich gegenseitig. Meist ging das Duell an Hirscher und sein Konkurrent musste die Dominanz anerkennen. Nun da dieser ausfällt, ist der Deutsche gleich der Favorit? Verneinen sollte man diese These nicht, allerdings ist Neureuther nicht der Einzige den man auf dem Zettel haben sollte.   

Dem Franzosen Mathieu Faivre (Quote: 9.00) gelang es im letzten Jahr seine Qualitäten im Riesentorlauf zu zeigen. Er landete im Kampf um die kleine Kristallkugel auf dem zweiten Platz, hinter Marcel Hirscher. Dies lag daran, dass Faivre nicht ganz so risikofreudig an den Start geht wie seine Konkurrenten. Allerdings ist es jetzt auch nicht so, dass der Franzose einfach nur den Berg hinab fährt ohne sein Können unter Beweis zu stellen. Bei seinen acht Starts im vergangenen Jahr kam er immer ins Ziel, davon sieben Mal in die Top10. In Sölden landete er auf dem neunten Rang, kam aber anschließend besser in den Wettbewerb und konnte gleich das nächste Rennen für sich entscheiden.

Die Experten sind der Meinung, dass der Sieg nur über den Vorjahressieger Alexis Pinturault (Quote: 2.75)  gehen wird. Im vergangen Jahr verwies er selbst Marcel Hirscher mit 0,70 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Nicht nur in Sölden konnte Pinturault seine Qualitäten unter Beweis stellen, sondern holte noch zwei weiter Siege. Alexis Pinturault ist absolut in der Lage bei jedem Riesenslalom aufs Podest zu fahren. Er bevorzugt eine riskante Fahrweise, dass belegen drei Ausfälle in der letzten Saison. In Sölden scheint seine Fahrweise mit der Strecke zu harmonieren, denn in den vergangenen vier Jahren landete er dreimal auf dem Podest.

Geheimtipp: Dem US-Amerikaner Ted Ligety scheint die Strecke in Sölden wie aufs Leib geschneidert. Seit 2011 konnte er das Rennen schon vier Mal für sich entscheiden und war auf den Punkt vorbereitet. Zwar ist der 33-jährige schon etwas in die Jahre gekommen, aber von seinem Können hat er kaum etwas eingebüßt. Kommt Ligety erneut hoch konzentriert und motiviert aus dem Startblock? Quote: 12.00

Empfohlene Wette: Sieg durch Alexis Pinturault (Quote: 2.75)

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October 24, 2017

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Beaver Creek – Americas Winter-Opening

Beaver Creek ist das größte US-amerikanische Wintersportgebiet und befindet sich im Vail Valley in Colorado. Im letzten Jahr mussten die Rennen wegen einer negative Schneekontrolle abgesagt werden. Eigentlich verspricht das Skigebiet für den früher Zeitpunkt in der jungen Wintersaison, in der Regel einige der besten Bedingungen der Welt. Doch die Winterbedingungen kamen nicht rechtzeitig und durch die hohen Temperaturen blieb der Schnee nicht liegen. Zur Freude der Rennfahrer und Zuschauer können in diesem Jahr die Wettläufe wieder durchgeführt werden. Begleitet wird das Ereignis von einem vielfältigen Rahmenprogramm und läutet zugleich den US-amerikanischen Winter ein. Auf der legendären Skipiste Birds of Prey (dt. Raubvogel) fahren die Herren der internationalen Ski-Elite auf einer der anspruchsvollsten Strecken im Rennkalender, neben der Streif in Kitzbühel und der Pista Stelvio in Bormio. Zudem ist es die einzige Station der männlichen Rennfahrer in den Vereinigten Staaten. An den Renntagen erleben die Zuschauer das Abfahrtsrennen, den Super-G und den Riesenslalom.

Skipiste Birds of Prey

Die Rennbahn wurde im Sommer 1997 in Erwartung der Alpinen Ski Weltmeisterschaften 1999 gebaut. Sie wurde vom Schweizer Olympia-Abfahrts-Goldmedaillengewinner Bernhard Russi entworfen. Bis auf eine einzige Ausnahme wurde die Piste bisher nur von männlichen Ski-Profis befahren. Allein im Jahr 2011 fuhren auch die Damen auf der Strecke und es gewann die Lokalmatadorin Lindsey Vonn. Doch die FIS befand den Kurs für zu gefährlich und anspruchsvoll für die Rennfahrerinnen. Deswegen wurde für die Damen eine eigene Strecke in Beaver Creek gebaut.

Je nach Wettkampfart variieren die Streckenlänge und der Höhenunterschied, jedoch befindet sich die Zielankunft immer an der gleichen Stelle. Bei der Abfahrt starten die Athleten von 3.483 Metern und überwinden dabei einen Höhenunterschied von 757 Metern. Dies ist auch der höchstgelegene Startpunkt an den Renntagen. Sowohl der Beginn beim Super-G, als auch beim Riesenslalom liegt niedriger. Die Strecke hat ein durchschnittliches Gefälle von 27 Prozent. Bei der Abfahrt beträgt die steilste Neigung sogar imposante 45 Prozent. An diesem Wochenende erreichen die Rennfahrer Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h. Sehen Sie hierzu folgendes Video:

Super-G – Tagesform ist entscheidend

Eigentlich findet der Super-G traditionell erst am zweiten Renntag des Wochenendes statt. Doch dieses Mal wurde das Programm geändert und der Wettkampf vor die Abfahrt gelegt. In den letzten sieben Rennen in Beaver Creek gab es sieben verschiedene Sieger. Dadurch kann man feststellen, dass nahezu jeder Fahrer in der Lage ist diesen Super-G zu gewinnen. Nur der Österreicher Hannes Reichelt schaffte es in den vergangenen vier Jahren dreimal auf dem Podest zu landen. Beim Rennen im Jahr 2014 stand er sogar ganz oben. Ein Favorit ist nur schwer auszumachen und spannender könnte die Suche nach dem Sieger nicht sein. Den letzten Super-G in Colorado konnte Marcel Hirscher (Quote: ) für sich entscheiden. Doch ob der Österreicher nach seiner schweren Verletzung wieder in der Spitzengruppe zu finden sein wird, darf bezweifelt werden. Vor gerade einmal vier Monaten brach er sich den Knöchel. Es gleicht schon einem Wunder, dass er nach so kurzer Zeit wieder auf der Piste ist. Womöglich dürfte der Norweger Kjetil Jansrud vorne mitmischen, immerhin gewann er in der letzten Saison das Klassement und stand auch schon in Beaver Creek auf dem Podest.

Empfohlene Wette: Sieg durch Hannes Reichelt 

Geheimtipp: Kjetil Jansrud 

Abfahrt – Duell der Norweger?

Die Abfahrt in Beaver Creek geriet in den letzten Jahren zu einem norwegischen Zweikampf. Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud duellierten sich auf der Piste um den Tagessieg. Die Sieger der vergangenen drei Austragungen kamen stets aus Norwegen und hießen entweder Svindal oder Jansrud. Svindal konnte das Rennen zweimal für sich entscheiden, doch kommt er gerade erst von einer Verletzung zurück in den Weltcup. Über seine aktuelle Form ist noch nichts bekannt, da er an keinem Rennen teilnahm und nur Trainingsläufe absolvierte. Die Strecke in Colorado scheint ihm sehr zu liegen und wenn er in den Testfahrten Vertrauen zu seinem Körper und seiner Form findet, dürfte er ein Wörtchen mitreden. Jedoch dürfte es naheliegender sein, dass es zu einem Duell der beiden letztjährigen Kontrahenten im Gesamtklassement kommt. Der Italiener Peter Fill (Quote: 12.00) konnte sich knapp gegen Jansrud durchsetzen. Jedoch zählt die Strecke „Birds of Prey“ nicht gerade zu den Lieblingsstrecken des Italieners. Zwar war er schon achtmal in den Top10 platziert, stand dabei aber nur einmal auf dem Podest. Sollte er sich in diesem Jahr nicht besser an die Streckenführung anpassen können, dürfte der Sieg auch diesmal nach Norwegen gehen.

Empfohlene Wette: Sieg durch Kjetil Jansrud (Quote: 6.50)

Geheimtipp: Aksel Lund Svindal (Quote: 6.50)

Riesenslalom – Heimvorteil für Ted Ligety?

Zum Abschluss des Wochenendes steht der Riesenslalom auf dem Programm. Es wird das erste Rennen in dieser Disziplin sein, da der Auftaktlauf in Sölden witterungsbedingt nicht ausgetragen werden konnte. Eigentlich sollte man meinen, dass es zu einem spannenden Rennen kommen könnte. Schaut man sich allerdings die Ergebnisse der letzten Jahre an, dürfte der Sieger schon im Vorfeld feststehen. Fünf der letzten sieben Riesentorläufe in Beaver Creek konnte der US-Amerikaner Ted Ligety für sich entscheiden, einmal wurde er Zweiter und bei der letzten Austragung schied er im ersten Durchgang aus. Die anderen beiden Wettkämpfe in dieser Zeitspanne konnte Marcel Hirscher gewinnen. Doch der Dominator, der vergangenen Jahre in diesem Wettbewerb, steigt erst wieder in den Weltcup ein und dürfte noch keine allzu große Rolle spielen. Wer soll die Vormachtstellung von Ted Ligety nun im Wege stehen? Dazu sollte man auf jeden Fall die beiden Franzosen Matthieu Faivre und Alexis Pinturault zählen. Faivre beendete den Weltcup im letzten Jahr auf dem zweiten Rang im Gesamtklassement, noch vor seinem Landsmann. Bei seinen vier Starts in den USA sprang erst ein Top5-Ergebnis heraus, doch konnte er auch schon in der vergangen Saison viele Experten überraschen. Alexis Pinturault dürfte jedoch der ärgste Widersacher von Ted Ligety werden. Durch seine risikofreudige Fahrweise ist er bei jedem Start in der Lage, um den Sieg mitzufahren. In Colorado kam er stets unter die besten Zehn. Seine Fahrweise scheint mit der Strecke zu harmonieren, zwar stand er erst einmal auf dem Podest, doch könnte er in diesem Jahr auch ganz vorne landen.

Empfohlene Wette: Sieg durch Ted Ligety (Quote: 10.00)

Geheimtipp: Alexis Pinturault (Quote:3.25)

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November 22, 2017

Von 888sport

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