Eine strenge Aufarbeitung wird nötig sein, um diesen Scheiterhaufen wieder aufzubauen. Vor allem mit Blick auf die Heim-EM 2024 bleibt nicht viel Zeit, um die deutsche Nationalmannschaft wieder zu rehabilitieren. Aber was lief bei dieser WM überhaupt falsch? 

Die Spiele

Eigentlich gar nicht so viel, wie man eigentlich meinen könnte. Gegen Spanien hat man ein solides Spiel absolviert und hätte am Ende sogar noch gewinnen können. Gegen Japan hatte man nach der ersten Halbzeit alles im Griff und müsste eigentlich spätestens in der 60. Minuten mit drei Toren führen. 

Hätte, müsste, sollte… Der Konjunktiv ist vielleicht das größte Problem dieser WM gewesen. Denn oft hatte man ja alles im Griff und ließ sich dann durch kleine Unachtsamkeiten oder taktische Kniffe des Gegners aus der Fassung bringen. Selbst gegen Costa Rica lag man nach souveräner ersten Halbzeit zwischenzeitlich zurück. 

dfb

Es fehlt die Selbstverständlichkeit, mit der Deutschland noch vor acht oder zwölf Jahren zu Turnieren gefahren ist. Sobald es schlecht läuft, scheint es in den Köpfen der Spieler mehr zu rattern als noch vor ein paar Jahren. Doch woran liegt das?

Die Mannschaft

Der deutsche Kader hat in den letzten fünf Jahren einen krassen Umbruch durchgemacht. Neuer Trainer, neue Führungsspieler, neue Talente: Es ist nicht mehr viel übrig von dem Team, dass einst in Brasilien triumphiert hat.

Natürlich darf das keine Ausrede sein, denn Eingewöhnungszeit gab es für die meisten jetzt schon mehr als genug. Aber trotzdem müssen diese Spieler erst in ihre neuen Rollen reinwachsen. Ein weiteres Problem, das sich aus dem Umbruch hervorgetan hat, sind die Lücken, die im Kader entstanden sind. 

Eine Topnation wie Deutschland sollte, bei allem Respekt, nicht mit zwei Neuner zur WM fahren, die entweder bei einem Aufsteiger spielen oder noch 17 Jahre alt sind. Genauso wenig wie man einen Rechtsverteidiger mitnimmt, der die ganze Saison verletzt ist oder einen Linksverteidiger, der ein katastrophale Hinrunde gespielt hat. 

hansi

Auch Hansi Flick hat im Nachlauf der WM gesagt, dass sich in der Jugendarbeit im DFB einiges ändern muss. Denn dass solche essentiellen Positionen im Team der deutschen Nationalmannschaft nicht besetzt werden können, darf eigentlich nicht sein.

Was nun?

Zumindest ein paar Lichtblicke hat es bei dieser WM trotzdem gegeben: Jamal Musiala hat gezeigt, dass er der Star dieser deutschen Mannschaft für die nächsten zehn bis 15 Jahre sein kann. Und mit dem ganzen Talent, das jetzt schon in der Nationalmannschaft spielt und sich aus den U-Mannschaften aufdrängt, sollte die Nahe Zukunft erstmal abgesichert sein. 

Aber was passiert mit dem Rest? Was passiert mit Thomas Müller, mit Manuel Neuer - und mit Hansi Flick? All diese Fragen lassen sich wohl noch nicht beantworten. Fakt ist aber, dass es beim DFB einen Umbruch geben muss, der mit dem Rücktritt von Oliver Bierhoff auch schon in die Wege geleitet wurde. 

Ob und wie erfolgreich sich dieser Umbruch gestalten wird, ist unsicher und bleibt abzuwarten. Das nächste Pflichtspiel für die deutsche Nationalmannschaft wird das Eröffnungsspiel der EM 2024 sein und spätestens dann wird abgerechnet.


*Die Rechte an allen Fotos in diesem Artikel liegen bei AP Photos*

December 6, 2022

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Richarlison gegen Serbien

Dass es ein Brasilianer auf diese Liste geschafft hat, wird wohl die wenigsten wundern. Seit jeher steht die „Selecao“ für schönen Fußball, oder auch „Joga Bonito“. Das haben sie auch in Katar bewiesen, und zwar in Person von Tottenhams Angreifer Richarlison.

Im Auftaktspiel gegen Serbien traf er doppelt und sicherte den Brasilianern die ersten drei Punkte. Das Highlight war aber eindeutig sein zweiter Treffer: Er bekommt den Ball halbhoch zentral in der Nähe der Strafraumkante, nimmt den Ball mit links an, dreht sich um die eigene Achse und trifft mit rechts per Seitfallzieher ins Eck – möglicherweise das Tor des Turniers!

Typisch brasilianisch könnte man sagen, manch anderer hätte sich bei solch einer artistischen Einlage vermutlich verletzt. Auch ZDF-Experte und Weltmeister von 2014 Christoph Kramer staunte über den Treffer. Seine Einschätzung: „Ich wäre nicht einmal auf die Idee gekommen, in dieser Situation so etwas zu machen!“

Füllkrug gegen Spanien

Auch ein Deutscher hat es auf unsere Liste geschafft – Niclas Füllkrug von Werder Bremen. Der so formstarke Stürmer durfte zwar nie von Beginn an ran, zeigte aber in seinen wenigen Einsatzminuten gute Leistungen und könnte in Zukunft öfter im DFB-Trikot spielen.

Er war auch für das deutsche WM-Highlight in Katar verantwortlich. Im Spiel gegen Spanien erzielte er den zu dieser Zeit wichtigen Ausgleich für Flicks Elf gegen den Favoriten. Aus halbrechter Position nagelte Füllkrug die Kugel regelrecht ins linke Kreuzeck – wie es sich für einen wahren Mittelstürmer gehört.

Das hat der deutschen Mannschaft oft gefehlt, diese Entschlossenheit vor dem Tor. Laut dem „Expected Goals“-Wert hatte Deutschland die Chancen zu zehn Toren in den drei Gruppenspielen, faktisch schoss man jedoch nur sechs. In Zukunft muss sich etwas tun im DFB-Sturm.

Al-Dawsari gegen Argentinien

Der dritte Torschütze im Bunde ist bei weitem nicht so bekannt wie Richarlison und Füllkrug, hier handelt es sich nämlich um Saudi-Arabiens Salem Al-Dawsari. Er war es, der eine ganze Fußballnation in einen Schockzustand versetzte, nämlich Argentinien.

Im ersten Gruppenspiel schlug Saudi-Arabien sensationell die Südamerikaner rund um Superstar Lionel Messi, der seine letzte Chance auf den WM-Titel hat. Das Siegtor schoss eben Al-Dawsari, und zwar in Messi-Manier!

Der Flügelspieler bekam am linken Strafraumeck den Ball, dribbelte sich mit einer unfassbar engen Ballführung durch drei Gegenspieler durch und schlenzt den Ball ins lange Eck, wo die Kugel im Kreuzeck landet. Damit trug er sich in die Geschichtsbücher seines Landes ein.


Hier findet ihr eine Zusammenfassung der kompletten Gruppenphase!

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December 2, 2022

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Gruppe A:

In Gruppe A setzte sich die Niederlande mit sieben Punkten als Gruppenerster durch. Dahinter qualifizierte sich der Senegal für die KO-Runde. Besonders bitter wurde es für Ecuador mit Kapitän Enner Valencia. Seine drei Tore in den ersten zwei Gruppenspielen reichten schließlich nicht aus. Katar bildet mit 0 Punkten das Schlusslicht der Gruppe und enttäuschte gänzlich.

Gruppe B:

In der englisch angehauchten Gruppe B setzten sich wie erwartet die „Three Lions“ mit Durchstarter Jude Bellingham als Gruppenerster durch. Abgesehen vom müden 0:0 gegen die USA zeigte England vor allem offensiv eine starke Leistung. Platz 2 belegen die Vereinigten Staaten mit einem mageren Torverhältnis von 2 zu 1. Wales und der teilweise stark aufspielende Iran müssen die Segel streichen.

Gruppe C:

Die nächste Gruppe startete mit einem echten Schocker. Saudi-Arabien schlug im ersten Spiel sensationell Argentinien mit 2:1. Anschließend fingen sich die „Albiceleste“ mit Lionel Messi, der seine letzte Chance auf den WM-Titel nutzen will, jedoch wieder und konnten mit zwei Siegen Platz 1 klarmachen. Platz 2 ging an Polen, die sich mit einem minimal besseren Torverhältnis gegen Mexiko durchsetzen konnten.

messi

Gruppe D:

In der Gruppe des Weltmeisters gab es einige Überraschungen. Dänemark, EM-Halbfinalist von 2020, fährt mit einem Punkt nachhause. Tunesien muss trotz eines Sieges gegen Frankreich ebenfalls die Segel streichen. Weiter im Turnier verbleiben Topfavorit Frankreich und Australien mit je sechs Punkten.

Gruppe E:

In der deutschen Gruppe E mussten wir nach 2018 die nächste Blamage der einstigen Turniermannschaft Deutschland hinnehmen. Letztendlich war es die 1:2-Niederlage im ersten Spiel gegen Japan, die entscheidend für das Vorrundenaus der DFB-Elf war. Die Japaner wiederum setzten sich auch gegen Spanien mit 2:1 durch, welches nach der 8:0-Auftaktgala tatsächlich noch von den Asiaten auf Platz 2 verdrängt wurde. 

Der letzte Spieltag hatte es dabei richtig in sich, zwischenzeitlich waren sogar Deutschland und Spanien raus. Letztendlich schaffte Flicks Elf zwar noch das Comeback und gewann gegen Costa Rica, doch die erhoffte Schützenhilfe der Iberer blieb aus. 

 

Gruppe F:

Auch in Gruppe F gab es dicke Überraschungen. Der ewige Geheimfavorit Belgien verpasst es wieder einmal, bei einem großen Turnier abzuliefern und scheidet als Gruppendritter aus der Weltmeisterschaft aus. Ebenfalls abreisen muss Kanada mit Alphonso Davies. Als Gruppenerster setzte sich überraschend Marokko durch, Kroatien folgt auf Platz 2. 

Gruppe G:

In Gruppe G setzte sich erwartungsgemäß der Rekordweltmeister und Topfavorit Brasilien durch. Dabei lieferte die „Selecao“ auch einen wahren brasilianischen Moment in Person von Richarlison, der gegen Serbien wunderschön per Seitfallzieher traf – bisher das Tor der WM! Platz 2 ging an die Schweiz, die sich am letzten Spieltag im direkten Duell gegen Serbien mit 3:2 durchsetzen konnte. Aus Katar abreisen müssen hingegen die Serben und Kamerun, das sich zumindest mit einem Sieg gegen Brasilien verabschieden konnte.

Gruppe H:

Neben Deutschland musste bereits ein weiterer Weltmeister die Heimreise antreten. Uruguay gewann zwar sein letztes Spiel gegen Ghana, jedoch hätte es noch ein weiteres Tor gebraucht, da parallel Südkorea den schon zuvor feststehenden Gruppenersten Portugal sensationell mit 2:1 bezwingen konnte. Somit stehen Ronaldo und Son mit ihren Nationen im Achtelfinale.



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December 2, 2022

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Es geht in die heiße Phase der WM - die KO-Runden stehen an! Werfen wir einen Blick auf die kommenden KO-Spiele der WM 2022 in Katar:

Finale: Argentinien - Frankreich

Am Sonntag kommt es im Lusail Iconic Stadium zum großen Showdown, in dem sich die letzten 4 Wochen zuspitzen. Schafft es Frankreich den WM-Titel zu verteidigen oder beendet Messi seine Nationalmannschaftskarriere als Weltmeister?

Argentinien konnte sich in einem deutlicher als erwarteten 3:0-Sieg gegen Kroatien für dieses Finale qualifizieren. Überragend war einmal mehr Lionel Messi am Dienstagabend, aber auch Julian Alvarez hat gezeigt, dass er endlich der Sturmpartner für Messi sein kann, der ihm zum Titel verhelfen kann. 

Frankreichs Halbfinalpartie lief im Gegensatz dazu weniger rund: Die Les Bleues erkämpften sich ein 2:0 gegen Überraschungshalbfinalist Marokko. Der Schein des Ergebnis trügt, Marokko war über weite Strecken der Partie die aktivere und bessere Mannschaft, Frankreich am Ende die effektivere. 

Effektivität kann auch im Finale ein Faktor werden, denn die Defensiven beider Mannschaften haben bis jetzt im gesamten Turnierverlauf wenig bis gar nichts zugelassen. Es wird wohl auf einzelne Momente ankommen, in denen ein Geniestreich oder eine Unaufmerksamkeit das Spiel entscheidet.

Einen Geniestreich kann man auf Seiten Argentiniens mit großer Sicherheit von Lionel Messi, auf Seiten Frankreichs von Kylian Mbappe erwarten. Die beiden Pariser Teamkollegen stehen bei jeweils 5 Toren und sind Hauptverantwortliche für den Finaleinzug ihrer Nation gewesen. 

Aber auch ein Blick auf die zweite Reihe lohnt sich: Julian Alvarez und Olivier Giroud, die beiden Nebenmänner der Topstars, stehen auch schon bei 4 Toren. Auch sie haben einen maßgeblichen Anteil am Erfolg und dürfen im Finale mit Sicherheit nicht außer Acht gelassen werden. 

Beide Mannschaften sind am Ende verdient in diesem Finale, weil sie zum wichtigsten Zeitpunkt am besten gespielt und in sich als Einheit agiert haben. Allerdings fühlt sich der Teamgeist der Argentinier noch stärker an wie der der Franzosen, was am Ende vielleicht der entscheidende Faktor sein kann.

Unser Tipp: 2:1 n.V. Argentinien  


​Spiel um Platz 3: Kroatien - Marokko

Bevor der Sieger der WM gekürt wird, muss noch der undankbare Dritte des Turniers auserkoren werden. Im Spiel der Unterlegenen Kroatien gegen Marokko werden beide Teams trotzdem alles geben. 

Für so ein Spiel Motivation zu finden muss für jeden Profi schwer sein: Der große Traum ist geplatzt, die Enttäuschung ist groß und jetzt muss man noch einmal alles geben? Genau diese Gedanken dürfen den Spielern jetzt auf keinen Fall in den Kopf kommen.

Schämen müssen sich die beiden Mannschaften auf keinen Fall bis hier her gekommen zu sein, Kroatien hat immerhin den Topfavoriten Brasilien ausgeschaltet, Marokko hat die Gruppenphase dominiert und dann auch noch Spanien und Portugal bezwungen. Beide Teams sind schon alle Erwartungen übertroffen.

Welche Spieler überhaupt am Samstag auf dem Platz stehen werden, ist traditionell eher schwer vorauszusagen. Viele Trainer geben beim Spiel um Platz 3 nochmal den jungen und unerfahrenen Spielern die Bühne, die im bisherigen Turnierverlauf noch keine Minute gesehen haben. Manche Trainer setzen trotzdem auf ihre erste Elf und spielen voll auf Sieg. 

Man kann sich also auf jeden Fall auf ein paar unbekannte Gesichter vorbereiten. Vorbereiten kann man sich auch auf defensiv geprägtes Spiel, das vor allem von Umschaltsituationen leben wird. Beide Teams haben das Halbfinale vor allem über defensive Stabilität erreicht. 

Da würde es nicht überraschen, wenn das Spiel auch nach 120 Minuten noch nicht entschieden ist und sich die Partie erst im Elfmeterschießen entscheidet - eine bekannte Situation für beide Teams. Wer dann das bessere Ende für sich hat, das weiß nur der Fußballgott. 

Unser Tipp: 5:4 i.E. Marokko


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December 2, 2022

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Obwohl am Donnerstagabend alle Augen auf das Spiel Deutschland gegen Costa Rica gerichtet sein werden, sollte man mit einem Auge auch auf diese Partie schielen. Denn Deutschland braucht spanische Schützenhilfe, um noch eine realistische Chance aufs Achtelfinale zu haben. 

Spanien: 

Spanien hat mit 4 Punkten die beste Ausgangslage in Gruppe E und zudem individuell die deutlich stärkere Mannschaft im Vergleich zu Japan. Darauf darf man sich allerdings nicht ausruhen. Deutschland hat gezeigt, was passiert, wenn man gegen Japan zu inkonsequent bleibt. 

Da das spanische Spiel dem Deutschen in seiner Veranlagung mehr ähnelt, als man denkt - spielbestimmend und ballbesitzorientiert - muss Spanien genau die Fehler vermeiden, die Deutschland gegen Japan passiert sind. 

Zum einen muss die Konterabsicherung gegen die schnellen Flügelflitzer der Japaner immer gut organisiert sein, zum anderen müssen leichte Fehler im Aufbau überhaupt erst vermieden werden, damit es gar nicht erst zum Konter kommen kann. Aber wer kann das besser als La Furia Roja?

Japan: 

Japan hat als Ziel vor dieser WM in Katar das Viertelfinale ausgerufen. Heißt also, dass auch für die Japaner am letzten Spieltag noch viel auf dem Spiel steht, weil ein Ausscheiden in der Gruppenphase doch schon eine kleine Enttäuschung für den talentierten Kader wäre. 

japan

Man kann Japan wohl in ähnlicher Ausrichtung erwarten wie schon gegen Deutschland: Defensiv kompakt und offensiv sehr breit und temporeich aufgestellt. Dazu hat Japan gezeigt, dass sie taktisch flexibel sowohl in der 4er als auch in der 3er-Kette agieren können.  

Diese taktische Flexibilität macht die Japaner vor allem gegen individuell bessere Gegner wie Spanien schwer ausrechenbar. Trotzdem ist Japan ganz klar der Außenseiter in diesem Spiel, weil eben diese individuelle Klasse einem am Ende auch um die Ohren fliegen kann. 

Man kann hier auf jeden Fall ein offenes Spiel erwarten, in dem Spanien auf jeden Fall mehr Spielanteile haben wird. Nutzen sie diese aus, sollte dem Gruppensieg nichts mehr im Wege stehen, wenn Spanien aber sorglos mit ihren Chancen umgeht, können die Japaner auch hier für eine Überraschung sorgen. 

Unser Tipp: 2:1 Spanien


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November 30, 2022

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In der Partie gegen Costa Rica wollen die Deutschen den ersten WM-Sieg in Katar einfahren und damit das Achtelfinale erreichen, allerdings ist dafür auch Schützenhilfe aus dem Parallelspiel nötig. Dennoch gilt es erst einmal, die eigenen Hausaufgaben zu erledigen. 

Deutschland:

Mit dem Remis im Duell der Weltmeister gegen Spanien wahrte Deutschland sich die Chance auf das Weiterkommen in die KO-Phase. Zeitweise sah es aber sehr düster aus für die DFB-Elf. Schuld daran war Spaniens Joker Alvaro Morata, der die Iberer eine halbe Stunde vor Spielende in Führung brachte.

Deutschland hatte bis dahin wenig zwingende Chancen. Doch dann kam der Auftritt von Niclas Füllkrug. Der Bremer Strafraumstürmer kam in der 70. Minute in die Partie und somit zu seinem erst dritten Einsatz für sein Land. Wenige Minuten jagte er den Ball unnachahmlich ins Kreuzeck und bescherte Flicks Team den so wichtigen Ausgleich.

In der Folge hatte man sogar noch Chancen, die Partie komplett zu drehen. Doch Leroy Sané scheiterte mit seinem Versuch, den Keeper zu umspielen. Dennoch lässt sich die Leistung gegen Spanien sehen. Sollte gegen Costa Rica eine ähnliche Performance folgen, sind die drei Punkte nur Formsache.

Costa Rica:

Doch auch die Underdogs der Gruppe E konnten am zweiten Spieltag einen Erfolg feiern. Gegen den DFB-Bezwinger Japan schaffte man die Sensation und gewann mit 1:0. Der Siegtorschütze war Keysher Fuller, der den ersten Ball aufs Tor der Japaner in der 81. Minute direkt im Tor versenkte.

Somit stehen die Mittelamerikaner momentan auf Platz 3 der Tabelle, punktgleich mit Japan. Ein erheblicher Nachteil ist allerdings das katastrophale Torverhältnis, das der 7:0-Auftaktpleite gegen Spanien geschuldet ist.

Die Rechnung ist dennoch einfach: Gewinnt Costa Rica, sind sie im Achtelfinale. Bei den Deutschen ist es etwas komplizierter. Flicks Elf muss siegen und gleichzeitig hoffen, dass Japan Spanien nicht bezwingt. Doch wir sind zuversichtlich, dass Deutschlands Turnier noch länger geht!

Tipp:  2:1 für Deutschland


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November 28, 2022

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Das Team von Bundestrainer Hansi Flick muss eigentlich gegen Spanien im Al Bayt Stadion gewinnen, um noch eine Chance auf das Achtelfinale zu haben. Ob das gelingt scheint auf den ersten Blick wie einen Mammutaufgabe, denn die Spanier haben in ihrem ersten Gruppenspiel Costa Rica rekordverdächtig mit 7:0 vom Platz gefegt.

Deutschland: 

Deutschland hat gegen Japan das Spiel in der ersten Halbzeit souverän dominiert, konnte dann aber in der zweiten Halbzeit nicht auf die taktischen Umstellungen der Japaner reagieren und ließ sich so zu leichten Fehlern zwingen. 

Die Aufgabe gegen Spanien muss es also sein, das Spiel immer höchstkonzentriert anzugehen und sich keine Fehler - wie gegen Japan - zu leisten. Vielleicht könnte das auch mit ein paar Wechseln in der Startaufstellung einhergehen: Mit Ginter, Kehrer und Günter hat man auf jeden Fall gute Alternativen, die den Defensivblock besser organisieren können. 

Vorne könnte ein fitter Leroy Sane dem deutschen Team auf jeden Fall gut tun, denn gegen ballbesitzstarke Spanier wird man defintiv häufiger zu Kontermöglichkeiten kommen. Dann könnte das Tempo von Sane und Gnabry ein wichtiger Faktor werden. 

Spanien: 

Spanien agiert im Grunde genau gegenteilig zu den Japanern gegen die deutsche Mannschaft. Viel Ballbesitz, viel Verwaltung um dann über Einzelaktionen, z. B. der beiden Youngstars im Mittelfeld Pedri und Gavi, gefährlich zu werden. 

Es liegt Nahe, dass die Spanier nach dem Kantersieg gegen Costa Rica mit breiter Brust am Sonntag auflaufen werden, allerdings kann sowas auch gefährlich werden, vor allem bei so einem jungen Kader, wie es der Spanische in großen Teilen ist. 

spanien

Angriffsfläche bietet Spanien am ehesten über die Außenverteidiger. Mit Azplilicueta und Jordi Alba spielen hier nicht mehr die Jüngsten - und in Teilen nicht mehr die Schnellsten. Hier wird es wichtig sein immer wieder in die Sprintduelle zu kommen, um über die Flügel torgefährlich zu werden. 

Gegen Spanien bietet es sich für die deutsche Mannschaft an, weniger Verwaltungsfußball zu spielen und immer wieder aus dem tiefen Block heraus mit schnellen Kontern Nadelstiche zu setzten. 

Hier bleibt allerdings die Gefahr, dass man sich zu weit zurück zieht - wie es auch Costa Rica gemacht hat - und den Spanier zu viel Raum und Zeit zum Kreieren gibt. Denn dann sind sie am gefährlichsten und effektivsten. 

Kurz gefasst: Wenn Deutschland gegen Spanien so spielt, wie Japan gegen Deutschland gespielt hat, dann besteht über die individuelle Klasse durchaus die Möglichkeit für einen Sieg.

Unser Tipp: 1:0 für Deutschland


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November 26, 2022

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Spieltag 2 der Gruppenphase der WM steht an, in Gruppe E trifft Deutschland auf Spanien und Japan auf Costa Rica. Wir blicken auf die beiden Außenseiter und deren Aufeinandertreffen.

Japan:

Was war da los am letzten Mittwoch? 0:1 hinten zur Pause gegen Deutschland, alles sah nach einem Pflichtsieg für die deutsche Nationalmannschaft aus. Doch die Japaner hatten eine andere Idee: durch Tore von Doan und Asano drehten sie tatsächlich noch die Partie und schafften die Sensation.


 
Unverhofft haben sie sich damit eine gute Ausgangslage für diese Gruppenphase geschaffen. Während im Parallelspiel die Giganten Deutschland und Spanien aufeinandertreffen, können die Japaner im Außenseiterduell gegen Costa Rica einen Riesenschritt Richtung KO-Phase machen.
 
Dort waren sie bereits dreimal vertreten. 2002, 2010 und 2018 in Russland gelang der Sprung ins Achtelfinale, dort war jedoch spätestens Schluss. Doch mit einer Leistung wie gegen Deutschland können die Japaner rund um ihre zahlreichen Bundesligaspieler in Katar Geschichte schreiben. Dazu kommt, dass man im nächsten Spiel definitiv Favorit ist.
 

japan

Costa Rica:

Auch die Südamerikaner hatten es am Mittwoch mit einem europäischen Schwergewicht zu tun. Im Gegenteil zu Japan, die eine Fußballmacht stürzten, erlebte Costa Rica einen rabenschwarzen Abend. Mit sage und schreibe 7:0 wurde man von Spanien auseinandergenommen und war über die ganze Partie chancenlos.
 
Es war die höchste Niederlage der Verbandsgeschichte (zusammen mit einem 0:7 gegen Mexiko 1975), darum gilt es nun, die eigenen Fans zu versöhnen und sich ordentlich gegen Japan zu präsentieren. Wiedergutmachung ist angesagt – viel schlimmer als das letzte Spiel kann es eigentlich nicht werden.

costa rica

 

Das bisher erfolgreichste Abschneiden von Costa Rica bei einer WM gab es 2014 in Brasilien, als man erst im Viertelfinale an den Niederlanden scheiterte. Um in Katar eine ähnliche Erfolgsstory zu feiern, muss gegen Japan ein Sieg her.
 
Es gab bisher nur wenige Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften, in jüngster Vergangenheit nur zwei Stück. Beide Freundschaftsspiele gingen an Japan (3:0 und 3:1). Wir denken, dass diese Japaner auch dieses Mal zu stark für die Südamerikaner sind.
 
Tipp: 1:0 für Japan


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November 26, 2022

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Brasilien stand in Folge dieser Blamage unter Schock und tiefer Trauer, von der man sich vielleicht bis heute noch nicht erholt hat. So sehr das alle 11 Spieler, die damals in der Startelf standen, bei dieser WM nicht mehr im Kader sind. 

Drei Spieler, Torwart Julio Cesar, Rechtsverteidiger Maicon und Mittelstürmer Fred, haben ihre Karriere bereits beendet. Aber auch die anderen Spieler sind weit entfernt von dem Niveau auf dem sie damals noch gespielt haben:

Der jüngste, der noch Aktiven, ist der 1,64-m Flügelflitzer Bernard. Als einer von wenigen spielt er noch in Europa und zwar bei Panathinaikos Athen, wo er seit diesem Sommer aktiv ist. Ebenfalls in Griechenland spielt heute die Real Madrid Legende Marcelo. In diesem Sommer ist er nach 15 Jahren Real zu Olympiacos Piräus gewechselt.

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Der dritte und letzte noch in Europa aktive Profi spielt in Frankreich, genauer beim OGC Nizza. Dante ist in der Mannschaft von Lucien Favre unangefochtener Abwehrchef und Stammspieler. 

Übrig bleiben noch fünf Profis, die auf dem höchsten Niveau ihre Fußballerkarriere vermutlich beendet haben. Drei von ihnen, Hulk, Fernandinho und David Luiz, spielen aktuell in der heimischen brasilianischen Série A. Die anderen beiden, Oscar und Ex-Bayern Profi Luiz Gustavo, sind dem Ruf des Geldes gefolgt und spielen jetzt in China bzw. Saudi-Arabien.

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Der damalige Trainer Felipe Scolari ist direkt nach der WM zurückgetreten und hat danach nur noch in China und bei mehreren brasiliansichen Clubs gecoacht. Nach dem Ende der letzten Saison hat er seine Trainerkarriere mit 74 Jahren für beendet erklärt und ist nun als technischer Direktor bei CA Paranaense aktiv.

Normalerweise hätten in diesem Halbfinale wohl auch Neymar Jr. und Thiago Silva gespielt, allerdings hatte sich Neymar im Viertelfinale gegen Kolumbien schwer verletzt und Thiago Silva war gelbgesperrt gewesen. Beide werden vermutlich auch bei dieser WM in der Stammelf der Seleção stehen.

Auch im deutschen Kader gibt es noch wenige Gesichter die schon 2014 dabei waren: Manuel Neuer und Thomas Müller haben sich seitdem zu festen Größen in der DFB-Historie gespielt, aber auch ein Matthias Ginter war schon 2014 dabei, genauso wie - natürlich - Mario Götze.

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November 24, 2022

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Wales vs. England

England ist seit Jahren die einzige Mannschaft aus dem Vereinigten Königreich, die konstant bei großen Turnieren dabei ist. In den letzten 10 Jahren haben sich die Waliser allerdings immer mehr zu einer festen Größe im europäischen Fußball entwickelt. 2016 schaffte man es schon bis ins Halbfinale der Europameisterschaft.

Gegen den großen Nachbar soll nun der ganz große Wurf gelingen. Denn obwohl die Bilanz zwischen beiden Teams bisher sehr einseitig ist (Wales kommt in 12 Spielen auf gerade einmal ein Unentschieden), straucheln die Engländer aktuell mehr als ihnen lieb ist. 

Dazu kommt: Die Partie wird das letzte Spiel in Gruppe B sein, Wales und England haben also (womöglich) die Chance sich gegenseitig aus dem Turnier zu werfen. 

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Uruguay vs. Ghana

Uruguay gegen Ghana scheint zunächst von der geographischen Lage her gar nicht so viel Brisanz mit sich zu bringen. Allerdings gibt es in der Geschichte dieser beiden Nationalteams ein Spiel, das vermutlich den fußballerischen Werdegang eines ganzen Kontinents verändert hat.

Im Viertelfinale der WM 2010 in Südafrika steht es in der 120. Minute des Spiels zwischen Uruguay und Ghana 1:1. Die Ecke Ghanas kommt gefährlich aufs Tor, doch ein gewisser Luis Suarez pariert den Ball mit der Hand von der Linie – Es gibt rote Karte und Elfmeter. Asamoah Gyan tritt an und haut den Ball an die Latte. Im Elfmeterschießen gewinnt Uruguay und zieht ins Halbfinale ein. 

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Ghana hätte die erste afrikanische Mannschaft im Halbfinale der Weltmeisterschaft sein können, wurde aber auf dramatischte und wohl auch unfairste Weise um den Sieg gebracht. 12 Jahre später sind die Black Stars auf Revanche aus, weil sie wohl um den größten Triumph eines ganzen Kontinents gebracht wurden.

Serbien vs. Schweiz

Serbien und die Schweiz haben bis jetzt erst ein Mal gegeneinander gespielt, bei der WM 2018. Und schon diese Partie, ein 2:1-Sieg für die Schweizer, sorgte für heftige Auseinandersetzungen zwischen beiden Mannschaften. 

Der Hintergrund: Mehrere Schweizer-Spieler haben albanische oder kosovarische Wurzeln. Die politische Situation zwischen Serbien und dem Kosovo und Albanien ist sehr angespannt, weswegen sie auch keine internationalen Spiel gegeneinander austragen dürfen. 

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Bei den Toren der Schweizer durch Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri jubelten diese jeweils provokant mit der Handgeste des albanischen Adlers, sehr zum Unmut der serbischen Spieler und Anhänger. Die Serben sind nun natürlich auf Revanche aus und auch die Schweizern möchte es sich sicher nicht nochmal nehmen lassen ihre Wurzeln würdig zu vertreten.


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November 22, 2022

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