Magath wurde am 26. Juli 1953 in Aschaffenburg geboren. Einfach war seine Kindheit nicht, seine Mutter war alleinerziehend, da Magaths Vater Soldat war, und hatte als Flüchtling aus Ost-Deutschland nicht viel Geld.
Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, bereits mit sieben Jahren im Heimatverein mit dem Fußball anzufangen. Mit elf Jahren wechselte er nach Aschaffenburg und unterschrieb schließlich mit 21 einen Vertrag beim 1. FC Saarbrücken, welcher zu dieser Zeit in der Zweiten Bundesliga spielten.
Hier blieb er für zwei Jahre, bevor er den nächsten großen Schritt seiner Karriere machte und zum Hamburger SV in die Erste Bundesliga wechselte – hier würde er den Rest seiner Karriere verbringen.
Schnell entwickelte sich Magath mit seinen Qualitäten als Spielmacher zu einem der Leistungsträger der Hamburger, auch wenn die Erfolge der Mannschaft noch etwas auf sich warten lassen mussten.
Nach drei Jahren war es jedoch so weit, dass der Hamburger SV 1978/79 seinen ersten Meistertitel seit über 20 Jahren und Felix Magath damit auch den ersten Titel seiner Karriere gewann. Nur ein Jahr später folgte der nächste große Erfolg seiner Karriere, nachdem die deutsche Nationalmannschaft im Finale der EM 1980 Belgien schlägt, Magath kam während des Turniers jedoch nur selten zum Einsatz.
Dies motivierte ihn anscheinend noch weiter, denn direkt in der nächsten Saison spielte Magath den besten Fußball seiner Karriere – zehn Tore in einer Saison sind für ihn Karrierebestleistung. Auch beim HSV lief es wieder rund, 1982 und 1983 konnte man Meisterschaftstitel fünf und sechs gewinnen und in letzterer Saison sogar in das Finale des Pokals der Landesmeister vorrücken.
In diesem war man gegen den Juventus Turin, welche unter anderem den Weltfußballer Michael Platini ihren Reihen hatten, haushoher Außenseiter, doch davon ließen sich die Hanseaten nicht herunterkriegen. Ausgerechnet Felix Magath schoss in der neunten Minute das erste und gleichzeitig einzige Tor des gesamten Spiels – es sollte bis heute der größte Erfolg des Hamburger SVs bleiben und Magath damit zur ewigen Vereinslegende machen.
Vier weitere Saisons spielte Magath nach dem großen Erfolg noch, bevor er 1987 im sanften Alter von nur 34 Jahren seinen Rücktritt verkündigte.
Dies sollte jedoch, wie die meisten wissen, nicht das Ende seiner fußballerischen Karriere sein, nur sechs Jahre nach seinem Rücktritt kehrte Magath zum Hamburger SV zurück – dieses Mal jedoch als Trainer. Nachdem er erst die zweite Mannschaft trainierte, wurde er 1995/96 nach einem enttäuschenden Saisonstart der Hamburger zum Cheftrainer befördert und erlangte direkt die ersten Erfolge.
Mit Magath kletterte seine Mannschaft in der Tabelle um zwölf Plätze und beendete die Saison schließlich auf Platz 5, in der darauffolgenden Saison erreichte man sogar das Achtelfinale des UEFA-Pokals. Auch wenn die Ergebnisse passten, die Spieler waren aufgrund Magaths intensiven Trainingsstils unzufrieden und sorgten schließlich dafür, dass er beurlaubt wurde.
In den ersten Jahren seiner Trainerkarriere erarbeitete sich Magath bei Mannschaften wie Bremen, Frankfurt und Stuttgart den Ruf eines „Feuerwehrmanns“, der Teams im Aufstiegskampf übernahm und sie sicher ins Tabellenmittelfeld führen würde, jedoch noch keine Titel gewinnen konnte.
Hierzu bekam er in der Saison 2004/05 die Chance, als der FC Bayern ihn als Nachfolger von Ottmar Hitzfeld verpflichtete und er enttäuschte kein bisschen. In den zwei Jahren bei den Bayern gewann er zwei Mal hintereinander das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal – der einzige Trainer, dem dies jemals gelang – und zeigte damit, dass er auch die Qualität zum Titel gewinnen hatte.
2009 konnte er mit dem VfL Wolfsburg überraschend seinen dritten Meistertitel als Trainer einfahren, daraufhin folgten ein zweijähriger Aufenthalt in Schalke, eine Rückkehr zum VfL Wolfsburg und zwei internationale Vereine.
Im März 2022 übernahm Magath die abstiegsgefährdeten Herthaner, die er in der Relegation gegen den HSV vor dem Abstieg in die Zweitklassigkeit bewahrte.
Erfolge
Magath hat sowohl als Spieler als auch als Trainer drei Meisterschaftstitel gewonnen – eine Errungenschaft, die außer ihm sonst nur Jupp Heynckes gelungen ist. Mit seinem Tor im Finale des Pokals der Landesmeister hat er sich außerdem zu Vereinslegende der Hamburger geschossen und im deutschen Fußball gilt er schon lange als ikonische Figur.
Vermögen
Auch wenn Magath als Spieler durchaus erfolgreich war und für seine Zeit überdurchschnittlich gut verdient hat, stammt der Großteil seines derzeitigen Vermögens aus seinen Einnahmen als Trainer.
Dieses bezieht sich derzeit durchschnittlich auf knapp drei Millionen Euro pro Jahr, variiert jedoch stark zwischen den unterschiedlichen Vereinen.
Hinzu kommen Magaths zahlreiche Werbeverträge, weshalb sein Vermögen derzeit auf knapp 25 Millionen Euro geschätzt wird.
Privates
Magaths erste Ehe, aus welcher drei Kinder folgten, ging aus unbekannten Gründen 1997 zu Ende. Sechs Jahre später verlobte er sich mit Nicole Jorde mit welcher er immer noch zusammen ist und inzwischen auch drei Kinder bekommen hat.
Außerhalb vom Fußball hat der Trainer eine große Leidenschaft für Schach, ein Hobby, dass ihm laut eigener Aussage auch schon oft bei taktischen Entscheidungen im Fußball geholfen hat.
In der Öffentlichkeit taucht er eher selten auf. Ab und an findet man jedoch Interviews mit dem ehemaligen Trainer, in denen er hauptsächlich auf die Situation seiner ehemaligen Arbeitgeber eingeht.
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Weltmeister 2006, Deutscher Meister, mehrfacher Torschützenkönig, der „ewige“ Luca Toni war ein einzigartiger Charakter im Fußball. Wie steht es um sein Vermögen?
„Ohrenschrauber“, Il Bomber, der ewige Luca Toni – als Spieler war er ein Stürmer der alten Schule. Aufgrund seiner Körpergröße von 1,96 Metern und einem Gewicht von 94 Kilogramm nannte man Luca Toni auch liebevoll „L’armanio“ (ital.: der Schrank). Seine Spezialität als Spieler war das Kofballspiel und der Abschluss. Doch wie steht es um sein Vermögen? 888sport zeigt’s Euch!
Die Karriere des Luca Toni begann erst spät. Sein erstes Ligaspiel in der Serie A absolvierte er erst mit 23 Jahren, nachdem er zuvor nur in den unteren Ligen stürmte. Luca Toni bezeichnet sich deswegen auch gerne als „Spätzünder“.
Seine erste Station war bei Modena in der dritten italienischen Liga, mit denen er wenig später in die zweite Liga aufstieg. Danach folgten kurze Intermezzos bei Vereinen wie Empoli und Fiorenzuola, die reklamierten, dass Luca unter Motivationsmangel leidet.
Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab mit dem Verein ACD Treviso 1999 in die Serie A aufzusteigen. Danach kam die Karriere von Luca Toni erstmal ins Stocken. Als der damalige Erstligist Brescia Calcio den Stürmer an den Zweitligisten US Palermo verkaufte, dachte man, dass Luca Toni auf höchstem Niveau nicht überzeugen würde.
Jedoch erwies sich dieser Schritt als genau richtig. Bei Palermo startete Luca Toni so richtig durch und verhalf dem Zweitligisten nicht nur mit 30 Toren in 45 Einsätzen zum Aufstieg, sondern erreichte als Aufsteiger in der Folgesaison den 6. Platz.
Mit seinen Erfolgen schaffte er es schließlich auch in die italienische Nationalmannschaft. Für die „Squadra Azzurra“ absolvierte Luca Toni 49 Partien und erzielte 16 Tore. Mit der Nationalmannschaft feierte Luca Toni bei der WM 2006 auch den bis dato letzten Erfolg der Italiener bei einer Weltmeisterschaft.
Diese Leistungen blieben auch dem AC Florenz nicht verborgen, die den Stürmer zur Saison 2005/06 für eine Ablöse von 10 Millionen verpflichteten. Beim AC Florenz überzeugte Luca Toni sofort und erzielte in seiner Premierensaison stolze 31 Tore.
Eine Leistung, die dem deutschen Rekordmeister imponierte, und die deswegen Luca Toni zur Saison 2007/08 für 11 Millionen Euro verpflichteten. In der Bundesliga angekommen zeigte der italienische Stürmer sofort seine Klasse und knippste gleich 24-mal.
Beim deutschen Rekordmeister erlebte Luca Toni seine erfolgreichste Zeit als Spieler. Mit den Münchnern feierte er zweimal das Double aus DFB-Pokal und deutscher Meisterschaft. Zur Winterpause der Saison 2009/10 verliehen die Münchner den Italiener an die AS Rom.
Nach seinem Abgang von den Münchnern zur Saison 2010/11 spielte Luca Toni für viele Klubs wie dem FC Genua, Juventus Turin und der AC Florenz. In der Saison 2013/14 schlug Hellas Verona beim mittlerweile 36-jährigen zu.
Bei Hellas Verona blühte Luca Toni in der Saison 2014/15 nochmal richtig auf und erzielte 22 Tore in der Serie A. Seine Karriere beendete Luca Toni in der Saison 2015/16 im Alter von 38 Jahren.
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Erfolge
In seiner langen Karriere hat Luca Toni viele Erfolge vorzuweisen. Sei es nun Klubtrophäen oder Spielertrophäen. Seine erste Spielertrophäe feierte der Stürmer in der Serie B als er im Trikot von Palermo 30 Tore erzielte und so wesentlich zum Aufstieg beitrug.
In der Aufstiegssaison wurde Luca Toni mit Palermo auch noch italienischer Zweitligameister, sein erster Titel auf Vereinsebene. Als er zur Saison 2005/06 zur AC Florenz wechselte, gelangen Luca Toni 31 Tore und er wurde in der Serie A Torschützenkönig. Für diese Leistung wurde er noch mit dem „Goldenen Schuh“ belohnt, eine der größten Spielertrophäen für jeden Stürmer.
Als Nationalspieler gelang ihm sein größter Erfolg bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Unter dem damaligen Trainer Marcello Lippi gewann Luca Toni den bis dato letzten Titel der „Squadra Azzurra“ bei einer Weltmeisterschaft.
Als er 2007/08 zum FC Bayern München wechselte, startete seine erfolgreichste Zeit. Mit den Bayern wurde er in seiner Premierensaison 2008/09 gleich Pokalsieger und deutscher Meister. In dieser Saison wurde Luca Toni mit 24 Toren auch gleich Torschützenkönig der Bundesliga.
Mit den Münchnern schaffte Luca Toni im Jahr 2009/10 nochmal das Double aus deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal. Beinahe hätte man auch das erste Triple feiern können, aber die Bayern scheiterten im Finale gegen Inter Mailand mit 2:0.
In der Winterpause der Saison 2010/11 endete dann die Zusammenarbeit zwischen dem FCB und Luca Toni. Nach der Beschäftigung beim deutschen Rekordmeister spielte „Il Bomber“ bei vielen Vereinen wie Juventus Turin, FC Genua und AC Florenz.
Vermögen
Während seiner aktiven Karriere als Profifußballer gehörte Luca Toni beim deutschen Rekordmeister zu den Topverdienern. In seinen drei Jahren beim FC Bayern verdiente er im Monat knapp 500.000 Euro netto. Er soll auch beim Wechsel von der AC Florenz zu den Bayern ein Handgeld von sieben Millionen Euro erhalten haben.
Nach seiner lukrativen Profikarriere wird sein Vermögen momentan auf 20 Millionen Euro geschätzt.
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Almuth Schult wurde in Lomitz groß und fing bereits im Alter von fünf Jahren mit dem Fußballspielen an. Durch ihre überdurchschnittliche Größe im Frauenfußball wurde sie rasch von ihren Trainern dazu verdonnert, als Torhüterin zu spielen – eine Aufgabe, die die junge Alma langsam, aber sicher zu lieben lernte.
2007 entschied sich dazu, im Alter von nur 16 Jahren zur Frauenmannschaft des Hamburger SVs zu wechseln, in der ganzen Saison kam sie allerdings nur auf drei Einsätze in der zweiten Mannschaft. Nicht zufrieden mit der derzeitigen Lage zog Schult nach nur einem Jahr nach Stendal und spielte fortan bei dem Regionalligisten Magdeburger FFC.
Frisch beim neuen Verein angekommen, wurde die junge Torhüterin direkt als Stammspielerin eingesetzt, um ihr das nötige Selbstvertrauen zu geben. Ihre starken Leistungen sorgten auch in den höheren Ligen für Aufsehen, weshalb der Bundesligist SC 07 Bad Neuenahr die Torhüterin 2011 verpflichtete. In den drei Jahren entwickelte sich Schult zu einer der besten Torhüterinnen Deutschlands, wurde allerdings 2013 zu einem erneuten Wechsel gezwungen, als der SC ihr auf Grund von Insolvenz den Vertrag kündigte.
Eine Torhüterin dieses Kalibers ablösefrei zu ergattern, ließ sich der amtierende Meister VfL Wolfsburg nicht entgehen und verpflichtete Schult im Mai 2013. Schnell entwickelte sie sich auch bei der Weltklassemannschaft in Wolfsburg zur Stammtorhüterin und erlebte die erfolgreichsten Jahre ihrer gesamten Karriere.
Parallel zu Schults Wechsel bahnte sich in der Bundesliga ein Zweikampf zwischen dem VfL Wolfsburg und FC Bayern München an. In den zehn Jahren von 2013 bis 2022 konnte der VfL die Meisterschaft allerdings sieben Mal gewinnen und entscheid das Duell klar für sich.
2014 gewinnt Schult zusätzlich zur Meisterschaft auch noch die Champions League und entwickelt sich im Laufe dieses Erfolges zu einer der klaren Leistungsträgerinnen des Teams. Als Belohnung wird sie im selbigen Jahr als erste Deutsche zur Welttorhüterin gewählt. Im gleichen Jahr stellt Schult außerdem den Rekord für die meisten Spielminuten ohne Gegentreffer in der Frauenbundesliga auf – zwischen dem 4. Oktober 2014 und dem 15. März 2015 blieb sie 1051 Minuten ohne Gegentor.
Auch in der Nationalmannschaft konnte man auf die Leistungen der Weltklasse Torhüterin zählen. Nachdem sie mit der U-20-Nationalmannschaft bei der U-20-Weltmeisterschaft 2010 in Deutschland den Titel gewann, bestritt sie am 15. Februar 2012 ihr erstes Pflichtspiel für die Nationalmannschaft. Nur vier Jahre später gewann sie bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio Gold und baute somit ihre zu diesem Zeitpunkt bereits beeindruckende Trophäenkabine weiterhin aus.
2022 verkündigte Schult ihren Vertrag beim VfL Wolfsburg nicht mehr zu verlängern und anstatt dessen in die Vereinigten Staaten zu wechseln – das mögliche Ende einer knapp zehn Jahre langer Dynastie.
Erfolge
Sechs Meistertitel, sieben Pokalsiege und ein Champions League Titel bilden ein Resümee, über das sich vermutlich auch der ein oder andere Profi im Herrenfußball freuen würde.
Almuth Schult war über die letzten 10 Jahre nicht nur die beste deutsche Fußballspielerin, sondern auch die beste Torhüterin der Welt – eine wahrlich bemerkenswerte Karriere.
Vermögen
Auffällig machte sich Schult nicht nur auf, sondern auch abseits des Platzes als Aktivistin für mehr Gleichberechtigung bei den Gehältern der weiblichen Profifußballerinnen. Bei den Männern hätten Fußballprofis „genug finanzielle Rücklagen, um ihre familiäre Situation zu regeln. Bei uns ist das nicht möglich“.
Nichtsdestotrotz verdient auch die ehemalige Welttorhüterin nicht gerade wenig – ihr Vermögen wird derzeit auf knapp 500.000 Euro geschätzt.
Privates
Anfang 2020 wurde Schult Mutter von Zwillingen, weder die Namen der Kinder noch der ihres Mannes sind allerdings bekannt.
Parallel zu ihrer Fußballkarriere absolvierte Schult 2010 erfolgreich ihr Abitur und studiert seit einigen Jahren an der Deutschen Sporthochschule Köln.
Außerdem ist sie seit 2018 oft als Expertin für den ARD tätig – vor allem bei der Europameisterschaft 2021 kam sie häufig zum Einsatz.
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Ähnlich wie die ebenso erfolgreiche Biathletin Magdalena Neuner ist Laura Dahlmeier in einem kleinen Örtchen in Garmisch-Partenkirchen geboren – eine, Parallele die sich durch ihre gesamte Karriere ziehen würde. Ihre Eltern, ehemalige professionelle Mountainbikefahrerin und Skisportler, bringen ihr von jung auf den sportlichen Ehrgeiz bei und legen damit das Fundament für ihre zukünftige Karriere.
Mit sieben Jahren entdeckte sie ihr Interesse für den alpinen Skirennlauf, welchen sie zwei Jahre lang betrieb, ehe sie sich für ihre Paradedisziplin Biathlon entschied.
Ihre sportliche Laufbahn in der Jugend verlief insgesamt überraschend gewöhnlich, ein Talent für die Sportart war definitiv zu erkennen, die bisherigen Leistungen sorgten jedoch noch nicht für Aufruhr.
Das sollte sich im Jahre 2011 jedoch ändern – die 17-Jährige gewinnt beim Deutschlandpokal jeweils zweimal Gold und Silber und macht in der Biathlon Szene auf sich aufmerksam.
Ihr starken Leistungen im Deutschlandpokal und den Juniorenweltmeisterschaften ergatterten ihr schlussendlich Anfang 2013 eine Nominierungen in den Seniorenkader und damit einen Startplatz bei den Weltmeisterschaften in Nové Mesto. Mehrere Top-10 Platzierungen konnte Dahlmeier verzeichnen, die ersten Titel blieben jedoch noch aus.
Mitte 2014 folgt der erste Rückschlag Dahlmeiers bisher stetig nach oben zeigender Leistungskurve – beim Klettern zieht sie sich eine Knochenprellung sowie einen Bänderriss am Knöchel. Die ersten zwei Weltcups der Saison 2014/15 muss der Rising-Star also verletzungsbedingt aussetzen. Leistungseinbuße können nach der Verletzungspause jedoch nicht erkannt werden, nur acht Monate nach dem Unfall gewinnt die 21-Jährige beim Sprintrennen in Nove Mesto ihren ersten Weltcup.
Bei den Weltmeisterschaften 2017 im österreichischen Hochfilzen gelang Dahlmeier dann schließlich der endgültige Durchbruch zur Weltspitze und trug sich gleichzeitig in die Geschichtsbücher ein. In allen 6 Rennen konnte sie eine Medaille gewinnen (5x Gold, 1x Silber) und stellte damit zu diesem Zeitpunkt den Rekord für die erfolgreichste Weltmeisterschaft einer einzelnen Läuferin auf. Saisonübergreifend bedeutete das zudem, dass es ihr in elf aufeinanderfolgenden WM Rennen gelang, auf dem Podium zu stehen, auch das schaffte vor ihr keine andere Biathletin.
Den persönlichen Höhepunkt ihrer Karriere bildeten schlussendlich die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang. Die Garmisch-Partenkirchenerin holte in ihren ersten beiden Rennen (Sprint über 7,5 km und Verfolgung) sensationell zweimal Gold und erfüllte sich damit ihren Kindheitstraum einer Goldmedaille bei Olympia gleich doppelt.
Erfolge
33 Weltcup-Siege, sieben WM-Titel und zwei Goldemaillen bei den olympischen Winterspielen – in den letzten zwei bis drei Jahren ihrer Karriere war Dahlmeier zweifelsohne die beste Biathletin ihrer Zeit.
Ihr frühes Karriereende hielt sie schlussendlich davon ab, ihre Trophäenkabine noch weiter ausschmücken zu können, doch auch in ihrer verhältnismäßig kurzen Karriere schaffte sie es, sich in die Liste der talentiertesten Biathletinnen aller Zeiten einzutragen.
Bezüglich den oft gestellten Vergleichen zu der Karriere der deutschen Biathletin Magdalena Neuner äußert sich Dahlmeier übrigens bodenständig wie immer: „Es ist eine Ehre, mit Magdalena verglichen zu werden. Und es gibt ja auch einige Parallelen.“
Vermögen
Dass das Gehalt einer professionellen Biathletin nicht mit dem so manch anderer Sportler mithalten kann, ist wohl kein Geheimnis, doch ganz so immens ist der Unterschied auch nicht.
Alleine in der Saison 2016/17 konnte Dahlmeier Preisgelder im Wert von 300.000€ einfahren. Hochgerechnet auf ihre knapp 8 Jahre lange Saison und zusammengerechnet mit den vielen Sponsoreneinnahmen wird ihr Vermögen derzeit auf knapp 2 Millionen € geschätzt.
Geld spielt für die zurückhaltende Bayerin laut eigener Aussage jedoch keine große Rolle: „Aber ich lebe nicht in Saus und Braus: Und ich bin auch nicht der Typ Frau, der sagt: „Jetzt habe ich einen Weltcup gewonnen, jetzt gehe ich erst mal shoppen.““
Privates
Seitdem Laura Dahlmeier, aufgrund ihres Karriereendes, mehr Zeit für sich hat, findet man sie oft draußen in der Natur in den Bergen. Ihrer Heimat Garmisch-Partenkirchen ist sie nach wie vor treu geblieben und denkt auch gar nicht an einen Umzug.
Seit 2019 studiert sie außerdem an der TU München Sportwissenschaft und ist regelmäßig im Fernsehen als Expertin bei Biathlon Wettbewerben aktiv.
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Magdalena wuchs im beschaulichen Wallgau in Oberbayern mit drei jüngeren Geschwistern auf. Bereits im Alter von vier Jahren stand Magdalena zum ersten Mal auf den Brettern, die für sie lange die Welt bedeuteten. Damals handelte es sich zwar noch um Alpinski, doch es dauerte nicht lange und Neuner wechselte zum Langlauf und schließlich ganz zum Biathlon.
Schnell wurde klar, dass sie als junges Mädchen ein gewisses Talent für den Sport hatte, weshalb sie nach ihrer abgeschlossenen Mittleren Reife ihre schulische Ausbildung beendete, um sich vollkommen auf ihre sportliche Karriere konzentrieren zu können.
Ihre Karriere als professionelle Biathletin brauchte keine lange Anlaufzeit - bereits in ihrem Debütjahr als Profi konnte sie bei einem internationalen Turnier überzeugen und zwei Goldmedaillen bei der Juniorenweltmeisterschaft 2004 holen.
Allzu schnell sollte der rasante Start auch kein Ende finden, denn nur knapp zwei Jahre später wurde die zu diesem Zeitpunkt 18-Jährige erstmals für den Senioren Kader nominiert. Während sie in ihrer ersten Weltcupsaison 2005/06 nur sporadisch eingesetzt wurde, gehörte Neuner beim Biathlon-Weltcup 2006/07 bereits zu den gesetzten Starterinnen in der deutschen Mannschaft.
Für das ihr gegebene Vertrauen bedankte sich Neuner bei Bundestrainer Uwe Müßiggang direkt mit durchgehend starken Leistungen. Und nicht lange dauert es, bis aus den starken Leistungen die ersten Titel folgen - am 5. Januar 2007 gelingt der 20-Jährigen beim Rennen in Oberhof der erste Weltcupsieg und nur wenige Wochen später, am 3. Februar, folgt der erste Weltmeistertitel im Sprint.
Neuner dominiert, ohne eine Gewöhnungsphase zu benötigen, ihre Konkurrenz und macht sich bereits in ihrer ersten Saison einen Namen und wird zum Shooting-Star des Wintersports. Doch auch außerhalb der Biathlon-Szene werden ihre außergewöhnlichen Leistungen wahrgenommen, Ende 2007 wird sie zur Sportlerin des Jahres gewählt – eine Auszeichnung, von der noch weitere folgen würden.
Der bisherige Aufwärtstrend ihrer Karriere sollte auch in den darauffolgenden Jahren nicht abflachen, es folgten mehrere Weltcupsiege, bevor sie in der Saison 2007/2008 erstmals Gesamtweltcupsiegerin wurde - insgesamt gelang ihr das drei Mal.Gegen Ende der Saison 2008/2009 hatte sich Neuner dann endgültig in der Weltspitze des Biathlons etabliert.
Anfang 2010 folgte der nächste Höhepunkt ihrer immer noch jungen Karriere. Bei den Olympischen Spielen in Kanada kommt die 23-Jährige für die deutsche Flagge zum Einsatz und enttäuschte kein bisschen. Zwar musste sie sich im Sprint noch der Slowakin Anastasiya Kuzmina geschlagen geben, doch in den zwei darauffolgenden Verfolgungs- und Massenstart-Rennen drehte sie den Spieß um und holte sich bei ihren ersten Olympischen Spielen direkt Doppel-Gold. Der daraus folgende erste Platz in der Gesamtwertung bescherte ihr zusätzlich zum ersten Mal in ihrer Karriere das gelbe Trikot.
Trotz der bereits weltklassigen Leistungen war Neuner noch in der Lage diese über die nächsten zwei Jahre hin weiter zu steigern. Ihre zehnte Goldmedaille bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2011 machten sie zur alleinigen Rekordhalterin bei Weltmeisterschaften, in der Saison 2011/12 holte sie sich ihren dritten Gesamtweltcupsieg und auch den Titel zur Sportlerin des Jahres konnte sie sowohl 2011 als auch 2012 gewinnen.
Erfolge
Nur knapp sieben Jahre hielt ihre Profikarriere an, doch diese waren wohl die erfolgreichsten sieben Jahre, die der deutsche Wintersport jemals sehen wird. 47 Weltcupsiege, zwölf Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften und zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen – ein Resümee, das mit den ganz großen Namen mithalten kann.
Vermögen
Zu ihrer finanziellen Lage äußert sich Neuner in einem Interview bodenständig wie immer: „Ich bin nicht so reich, wie alle denken. Ich war Biathletin und nicht Fußball-Profi. Die Millionensummen, von denen geschrieben wurde, stimmen leider nicht. Aber ich will mich nicht beschweren. Ich bin auch nicht der Typ, der viel Luxus und Designer-Klamotten braucht“.
Zwar wird die bescheidene Bayerin recht haben, dass ein durchschnittlicher Fußballspieler vermutlich ähnlich gut verdient, jedoch profitiert sie aufgrund ihrer unproblematischen Persönlichkeit zusätzlich stark durch Sponsoren. Sowohl während, als auch nach ihrer Karriere konnte sie hiermit einiges verdienen und ihr Vermögen auf (schätzungsweise) 2,5 Millionen Euro schrauben.
Privates
Mit ihrem Ehemann Josef Holzer ist die 35-Jährige seit mehreren Jahren glücklich verheiratet und wohnt mit ihren drei Kindern im gemütlichen Wallgau, in Oberbayern.
Ganz so rosig war ihr Leben während des sportlichen Erfolgs nicht immer – Stalking-Vorfälle in den Jahren 2009 und 2010 und vermehrte Panikattacken, auf Grund des immensen Leistungsdrucks, plagten Magdalena Neuner während ihrer Karriere.
Seit ihrem Karriereende kann sie sich zwar wie erhofft mehr auf ihre Familie konzentrieren, komplett hat sie den Sport jedoch nicht hinter sich gelassen – gelegentlich kann man Neuner noch im Fernsehen als Expertin oder Moderatorin erblicken.
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Marco Reus wächst in Körne, einem Dortmunder Stadtteil, in recht einfachen Verhältnissen auf. Schon im Alter von vier Jahren entdeckt er seine Leidenschaft für das Fußballspielen und wird mit sechs Jahren von der Jugendabteilung von Borussia Dortmund verpflichtet.
Hier durchläuft er zehn Jahre lang die Jugendabteilung des Bundesligisten, wird schließlich jedoch von seinem Trainer aufgrund von mangelnder physischen Qualitäten aussortiert. Bei seiner nächsten Station, dem LR Ahlen (heute: Rot Weiss Ahlen), schafft Reus endlich den Durchbruch im Profifußball und bestreitet in der 2. Bundesliga 27 Spiele für seine Mannschaft.
Zur Saison 2009/10 wechselt der 21-Jährige nach seinen starken Leistungen bei Ahlen zum Bundesligaverein Borussia Mönchengladbach. Lange braucht der Youngster nicht, um sich an das erhöhte Niveau zu gewöhnen – bereits in seiner ersten Saison spielt er in 33 von 34 Ligaspielen und erzielt acht Tore. Im Jahr darauf kämpfte die Borussia über die ganze Saison hinweg gegen den Abstieg und rettete sich schließlich in ein Relegationsspiel, in welchem Reus ein Tor erzielte und den Klassenerhalt für die Fohlen sicherte.
In seiner dritten und letzten Saison bei Gladbach spielt Reus ganz groß auf und auch die Leistungen der Mannschaft steigerten sich drastisch. Zwischenzeitlich festigte man sich an den Champions- League Plätzen und sogar der Tabellenspitze, schlussendlich beendete man die Saison auf Platz und damit der Qualifikation zur Champions League. Hauptfaktor für die plötzliche Leistungssteigerung ist der junge Marco Reus – in 32 Spielen erzielt er 18 Tore und legt zusätzlich 12 vor.
Diese Statistiken blieben in Deutschland nicht unbemerkt, weshalb der amtierende Meister Borussia Dortmund den Shootingstar sieben Jahre nach seiner Aussortierung wieder verpflichtet. Zurück bei seinem Heimatverein kann Reus direkt an seine bisherigen Leistungen anknüpfen und bildet zusammen mit Robert Lewandowski und dem jungen Mario Götze ein Sturm Trio, das von jeder Abwehrreihe der Bundesliga gefürchtet wurde.
2014 starten schließlich die Verletzungsprobleme des vielversprechenden Talents. Zur Weltmeisterschaft in Brasilien holt sich Reus im letzten Testspiel vor dem Turnier gegen Armenien einen Bänderriss und fällt somit für das Turnier, welches die Nationalmannschaft schließlich gewann, aus. Auch in der Liga läuft es nicht immer ganz reibungslos – der Leistungsträger der Dortmunder verpasst etwa die Hälfte aller Spiele und beendet die Saison schließlich nur auf dem siebten Platz.
In den nächsten Jahren bleibt es dabei, dass Reus nur selten zum Einsatz kommt, sobald er es jedoch tut oft der beste Spieler auf dem Platz ist. 2016/17 kann er mit Dortmund im DFB-Pokal Finale seinen ersten bedeutenden Titel gewinnen, nachdem man sich die letzten drei Jahre jedes Mal im Finale geschlagen geben musste.
Auf diesen Höhepunkt folgte eine achtmonatige Verletzungspause aufgrund eines Teilrisses des Kreuzbands und damit das Aus für den Großteil der Saison 2017/18. Von den wiederholten Verletzungen ließ sich Reus jedoch nie herunter kriegen und legte 2018/19 seine statistisch vermutlich beste Saison der Karriere auf. In 27 Spielen erzielt er 28 Scorerpunkte und zeigte damit, dass er immer noch einer der besten offensiven Mittelfeldspieler der Welt ist.
Erfolge
256 Scorerpunkte in 353 Spielen für die Borussia Dortmund sprechen für sich selber - auch wenn Reus bei seinem Heimatverein nie die ganz großen Titel alias Meisterschaft oder Champions League gewinnen konnte, wird er in Dortmund ohne Frage als Vereinslegende in die Geschichtsbücher eingehen.
Wäre der 32-Jährige in seiner Karriere nicht so verletzungsanfällig gewesen, hätte er vermutlich auch die Statistiken um mit Kontrahenten auf seiner Position wie zum Beispiel Thomas Müller mitzuhalten, unabhängig davon hat er sich jedoch bei seinem Heimatverein in die Herzen aller Fans gespielt.
Vermögen
Auch wenn Dortmund nie wirklich die finanziellen Mittel hatte, um ihre Stars genauso gut zu bezahlen wie die Konkurrenz, wird sich Reus wohl kaum über das Vermögen, welches er in den zehn Jahren bei der Borussia bisher verdienen konnte, beschweren.
Hinzu kommen millionenschwere Verträge mit Sponsoren wie Opel und Puma, weshalb Reus‘ Vermögen derzeit auf knapp 35 Millionen € geschätzt wird.
Privates
2014 wurde Reus bei einer Routinekontrolle angehalten und konnte keinen gültigen Führerschein vorlegen. Es stellte sich heraus, dass er nie eine Fahrprüfung abgelegt hatte und trotzdem jahrelang am Straßenverkehr teilnahm – eine Geldstrafe von 540.000 Euro und eine Menge Kritik von dem Meiden waren die Folgen des Vergehens.
In der Liebe läuft es für ihn dafür deutlich besser, mit dem Model Scarlett Gartmann ist er seit 2015 liiert und Eltern ihrer 2019 geborenen Tochter.
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Thomas Tuchel ist einer der erfolgreichsten Fußballtrainer der Welt. Über die Jugendabteilungen vom VfB Stuttgart, dem FC Augsburg und dem FSV Mainz schaffte es Tuchel in den Profibereich als Trainer.
Auf seinem Weg erlebte der Schwabe schon jede Menge. Was Tuchel vor seiner Trainerkarriere machte, wie er eines der größten Trainertalente Deutschlands wurde und auch eines selbst entdeckte, zeigt euch 888sport:
Geboren und aufgewachsen ist Thomas Tuchel in Krumbach. Das in Bayerisch-Schwaben liegende Krumbach wurde auch der erste Kontaktpunkt für Tuchel zum Fußball. Beim TSV Krumbach spielte er unter seinem Vater als Trainer, als Spieler, bis er 1988 vom FC Augsburg in die Jugend wechselte.
Tuchel als aktiver Spieler
Von der U19 des FC Augsburg zog es den Libero in die Jugend der Stuttgarter Kickers. Dort durfte der junge Spieler Tuchel mehrere Spiele in der 2. Bundesliga absolvieren, konnte sich bei den Kickers aber nie ganz durchsetzten, weswegen er zum SSV Ulm wechselte. Dort spielte er mehrere Jahre in der damals dritthöchsten Liga Deutschlands der Regionalliga Süd. Die große Karriere als Spieler war ihm allerdings nicht vergönnt. Schon mit Mitte 20 beendete er seine aktive Laufbahn als Spieler wegen einer Knorpelverletzung. Daraufhin wechselte er auf die Trainerbank.
Thomas Tuchel Karriere - Anfänge als Fußballtrainer
Thomas Tuchel begann seine Trainerkarriere bescheiden, aber zielstrebig. Seinen ersten Job in einer der renommiertesten Nachwuchsabteilungen Deutschlands fand er beim VfB Stuttgart, wo er als Trainer der U15 und Co-Trainer der U19 fungierte. Schon damals zeigte Tuchel ein außergewöhnliches Talent, junge Spieler zu entwickeln und zu fördern. Mit Spielern wie Andreas Beck, Serdar Tasci, Adam Szalai und Sami Khedira führte er die U19 des VfB 2005 zum deutschen Meistertitel. Dieser Erfolg war ein erster Hinweis auf Tuchels enormes Potenzial als Trainer, der sowohl auf taktischer als auch auf individueller Ebene den Unterschied machen konnte.
Seine nächsten Schritte führten ihn in die Nachwuchsabteilung des FC Augsburg, wo er als Nachwuchskoordinator und Trainer der U19 sowie der zweiten Mannschaft tätig war. Hier traf er auf Julian Nagelsmann, der damals als Spieler der Augsburger Reserve aktiv war. Tuchel erkannte Nagelsmanns analytisches Talent und machte ihn zum Scout – eine Entscheidung, die die Grundlage für Nagelsmanns späteren Durchbruch als Trainer legte.
Mainz als Sprungbrett
Nach drei erfolgreichen Jahren in Augsburg führte Tuchels Weg ihn zu Mainz 05, wo er als Trainer der U19 abermals die deutsche Meisterschaft holte. Diese Erfolge blieben nicht unbemerkt, und 2009 erhielt Tuchel die Chance, die Profimannschaft von Mainz 05 zu übernehmen. Unter seiner Führung etablierte sich Mainz in der Bundesliga, und Tuchel machte mit seinem spektakulären Offensivfußball auf sich aufmerksam. Vor allem seine Flexibilität und seine Fähigkeit, sich an die Stärken seiner Mannschaft anzupassen, machten ihn zu einem der spannendsten Trainer Deutschlands.
Durchbruch in Dortmund
Thomas Tuchel Karriere – Von den Anfängen als Jugendtrainer zum Erfolgstrainer auf der Weltbühne
Thomas Tuchel begann seine Trainerkarriere bescheiden, aber zielstrebig. Seinen ersten Job in einer der renommiertesten Nachwuchsabteilungen Deutschlands fand er beim VfB Stuttgart, wo er als Trainer der U15 und Co-Trainer der U19 fungierte. Schon damals zeigte Tuchel ein außergewöhnliches Talent, junge Spieler zu entwickeln und zu fördern. Mit Spielern wie Andreas Beck, Serdar Tasci, Adam Szalai und Sami Khedira führte er die U19 des VfB 2005 zum deutschen Meistertitel. Dieser Erfolg war ein erster Hinweis auf Tuchels enormes Potenzial als Trainer, der sowohl auf taktischer als auch auf individueller Ebene den Unterschied machen konnte.
Seine nächsten Schritte führten ihn in die Nachwuchsabteilung des FC Augsburg, wo er als Nachwuchskoordinator und Trainer der U19 sowie der zweiten Mannschaft tätig war. Hier traf er auf Julian Nagelsmann, der damals als Spieler der Augsburger Reserve aktiv war. Tuchel erkannte Nagelsmanns analytisches Talent und machte ihn zum Scout – eine Entscheidung, die die Grundlage für Nagelsmanns späteren Durchbruch als Trainer legte.
Mainz 05 – Das Sprungbrett zum Profi-Trainer
Nach drei erfolgreichen Jahren in Augsburg führte Tuchels Weg ihn zu Mainz 05, wo er als Trainer der U19 abermals die deutsche Meisterschaft holte. Diese Erfolge blieben nicht unbemerkt, und 2009 erhielt Tuchel die Chance, die Profimannschaft von Mainz 05 zu übernehmen. Unter seiner Führung etablierte sich Mainz in der Bundesliga, und Tuchel machte mit seinem spektakulären Offensivfußball auf sich aufmerksam. Vor allem seine Flexibilität und seine Fähigkeit, sich an die Stärken seiner Mannschaft anzupassen, machten ihn zu einem der spannendsten Trainer Deutschlands.
Borussia Dortmund – Der Durchbruch im deutschen Spitzenfußball
2015 erhielt Tuchel dann das Angebot, Borussia Dortmund zu trainieren – eine Herausforderung, die er mit Bravour meisterte. In seiner Zeit bei Dortmund führte er die Mannschaft zu einem DFB-Pokalsieg und erreichte einen beeindruckenden Punkteschnitt von 2,12 Punkten pro Spiel. Unter seiner Führung spielte Dortmund einen dynamischen und attraktiven Fußball, der den Fans in Erinnerung bleibt. Trotzdem endete Tuchels Zeit in Dortmund im Jahr 2017 abrupt, als Spannungen mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus zu Differenzen führten, die letztlich zur Trennung führten.
Paris Saint-Germain – Erfolg mit internationalen Superstars
Nach einer kurzen Pause wurde Tuchel 2018 Trainer von Paris Saint-Germain (PSG). In der französischen Hauptstadt gelang es ihm, das Starensemble um Neymar und Kylian Mbappé zu einem nationalen Seriensieger zu formen. In seiner ersten Saison holte Tuchel zwei Titel, in der darauffolgenden Saison gelang es ihm, mit PSG alle nationalen Titel zu gewinnen. Zudem führte er die Mannschaft 2020 ins Finale der Champions League, wo sie jedoch dem FC Bayern München knapp unterlagen.
Trotz seines Erfolges war Tuchels Zeit in Paris nicht frei von Konflikten. Wieder einmal führten interne Spannungen und Differenzen mit den Verantwortlichen des Klubs dazu, dass er im Dezember 2020 entlassen wurde. Mit einem Punkteschnitt von 2,35 in knapp 130 Spielen hinterließ er jedoch eine beeindruckende Bilanz, und zahlreiche Spieler äußerten ihre Unterstützung für den Trainer öffentlich.
FC Chelsea – Der Aufstieg zum besten Team Europas
Nicht lange nach seiner Entlassung bei PSG fand Tuchel bereits eine neue Herausforderung: Chelsea FC. Dort übernahm er im Januar 2021 eine Mannschaft, die auf dem neunten Platz in der Premier League stagnierte, und führte sie innerhalb kürzester Zeit wieder an die Spitze. Chelsea schloss die Saison auf dem vierten Platz ab, erreichte das FA-Cup-Finale und krönte die Saison mit dem Sieg in der Champions League. Im Finale setzte sich Chelsea gegen Manchester City durch und Tuchel war plötzlich wieder auf dem Gipfel des europäischen Fußballs.
Seine taktische Expertise und seine Fähigkeit, die Defensive zu stabilisieren, machten ihn zu einem der gefragtesten Trainer der Welt. Trotz seines Erfolges folgte im September 2022 nach einer unerwarteten Niederlage in der Champions League gegen Dinamo Zagreb die Entlassung.
Bayern München – Der letzte Schritt in der Bundesliga
Im März 2023 übernahm Tuchel die Führung beim FC Bayern München, einem der größten Vereine der Welt. Seine Ernennung kam, nachdem der Verein den jungen Trainer Julian Nagelsmann überraschend freigestellt hatte. Tuchel sollte den deutschen Rekordmeister auf Kurs halten und eine neue Ära einleiten. Doch auch in München blieb Tuchels Zeit begrenzt. Anfang Februar entschloss sich der Vorstand, nach der laufenden Saison nach einem neuen Trainer zu suchen, obwohl Tuchel den Verein zur Meisterschaft führte.
Die neue Herausforderung als Nationaltrainer Englands
Nach seiner Entlassung beim FC Bayern München begannen Spekulationen über Tuchels nächsten Schritt Tuchels Nachfolger Jürgen Klopp steht außer Frage, er will sich eine Auszeit gönnen. Mehr zum Thema FC Bayern feuert Thomas Tuchel lesen.. Viele erwarteten, dass er wieder einen großen Klub in Europa übernehmen würde, doch stattdessen entschied er sich für die Rolle als Nationaltrainer der englischen Fußballnationalmannschaft. Nach Monaten der Spekulationen und einem intensiven Auswahlprozess wurde er als neuer Trainer der "Three Lions" vorgestellt. Tuchel, der in seiner Karriere immer wieder bewiesen hatte, dass er sowohl national als auch international Erfolge feiern kann, steht nun vor einer neuen Herausforderung: England endlich zum ersehnten Titel zu führen.
Ein vertrautes Gesicht in England
Für englische Fußballfans ist Tuchel kein Unbekannter. Der deutsche Trainer hatte zuvor Chelsea FC zu einem Champions-League-Titel geführt und damit seine taktische Raffinesse und Anpassungsfähigkeit bewiesen. Doch nach seinem abrupten Aus bei Bayern, das viele als vorschnell betrachteten, nahm seine Trainerkarriere eine unerwartete Wendung.
Die englische Nationalmannschaft, die unter Gareth Southgate viele Fortschritte gemacht hatte, stand an einem Scheideweg. Southgate trat nach enttäuschenden Ergebnissen und wachsendem Druck zurück, was den Weg für einen Trainer wie Tuchel ebnete, der für seine intensive Spielweise und taktische Präzision bekannt ist.
Taktische Revolution für die Three Lions
Tuchel brachte sofort frischen Wind in das englische Team. Er stellte die vertraute Viererkette auf den Prüfstand und wechselte zu einem flexiblen 3-4-3-System, das er bereits bei Chelsea erfolgreich eingesetzt hatte. Dieser Systemwechsel bot offensiv starke Spieler wie Bukayo Saka und Phil Foden die Freiheit, ihre Kreativität auszuleben, während gleichzeitig die Defensive stabilisiert wurde.
Doch es war nicht nur das System, das Tuchel veränderte. Seine Detailverliebtheit und seine Fähigkeit, Spieler individuell zu verbessern, verliehen der Mannschaft einen neuen Schub. Besonders beeindruckend war seine Arbeit mit den jungen Spielern, von denen viele unter seiner Anleitung aufblühten.
Der Druck steigt
Mit dem hohen Potenzial der englischen Nationalmannschaft und der Erwartung, dass endlich ein großer Titel gewonnen wird, lastete von Beginn an enormer Druck auf Tuchel. Die englischen Medien waren skeptisch, ob der Deutsche, der eher als Vereinscoach bekannt ist, den Sprung zur Nationalmannschaft meistern könne. Doch Tuchel begegnete diesem Druck mit Gelassenheit.
„Es geht nicht nur darum, was auf dem Papier steht. Es geht darum, was wir als Mannschaft auf dem Platz tun können“, sagte Tuchel in einem seiner ersten Interviews als Nationaltrainer. Diese Einstellung half, das Vertrauen der Spieler und Fans zu gewinnen.
Der Blick in die Zukunft
Tuchels Ernennung zum englischen Nationaltrainer ist mehr als nur eine einfache Anstellung. Es ist der Beginn eines neuen Kapitels für England, das hofft, endlich den Weltmeistertitel nach Hause zu holen. Mit Tuchel an der Seitenlinie und seiner bewährten Erfolgsgeschichte in den größten Wettbewerben Europas könnte die Mannschaft das Rüstzeug haben, um die lang ersehnte Trophäe zu gewinnen.
Die Fans und Experten gleichermaßen sind gespannt, ob der deutsche Taktikfuchs England auf die Spitze des Weltfußballs führen kann. Eins ist jedoch sicher: Mit Tuchel wird es nie langweilig, und seine taktischen Experimente könnten der Schlüssel zum Erfolg sein.
Gehalt und geschätztes Vermögen
Seit 2009 ist Tuchel als Trainer im Profibereich tätig. In den letzten zwölf Jahren hat er von Mainz, Dortmund, Paris und Chelsea Gehälter bezogen. Wobei diese bei den letzten zwei genannten Vereinen wohl am höchsten gewesen sein werden. Laut Medienberichten soll Tuchel zum Beispiel während seiner Zeit bei Borussia Dortmund rund vier Millionen jährlich verdient haben. Bei PSG lag sein Gehalt wohl bei circa 10 Millionen, in London wird er vermutlich rund 9 Millionen Euro jährlich verdienen.
Durch den Gewinn von verschiedenen Titeln sollte Tuchel auch weitere Boni eingestrichen haben, die sein Vermögen weiter anwachsen ließen. Das geschätzte Gesamtvermögen des deutschen Star-Trainers soll 2021 bei über 20 Millionen Euro liegen. Nach seiner Entlassung beim FC Chelsea zu Beginn der Saison 2022/23 soll er eine satte Abfindung in Höhe von 15 Millionen Euro bekommen haben.
Bei den Bayern, so wird spekuliert, sollte er im Jahr zwischen zehn und zwölf Millionen Euro verdienen.
Privates
Thomas Tuchel gilt unter den Fußballtrainern als großer Taktik-Nerd und ihm wurde öfters schon eine gewisse Besessenheit unterstellt. Er selbst sagt er verbringe 80 % seiner Zeit mit Fußball.
Neben dem Fußball absolvierte Tuchel ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Diplom in Stuttgart. Parallel zu seiner aktiven Spielerkarriere begann Tuchel eine Berufsausbildung zum Physiotherapeuten, studierte zusätzlich Sportwissenschaften und Anglistik, musste aber alles aufgrund der Doppelbelastung abbrechen.
Tuchel gilt zudem als Familienmensch. Seit 2009 war er mit seiner Frau Sissi verheiratet, gemeinsam hat das Paar zwei Töchter. Nach dem Champions League Sieg über Manchester City war seine Familie zusammen mit Tuchel auf dem Platz, um den Triumph zu feiern. Vielleicht etwas überraschend reichte seine Frau im März 2022 die Scheidung ein.
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…die bei Bayern herrschenden Unruhen rund um Tapalovic, Gnabry, Müller etc.: “Das war und ist sehr untypisch für Bayern. Den Zeitpunkt der Tapalovic-Entlassung fand ich sehr unglücklich. Wenn es diese internen Probleme gab, wieso verschiebt man das nicht auf die Pause, sondern nimmt das mit in eine laufende Spielzeit? Da haben sie keine gute Figur abgegeben. Ich habe so ein wenig den Verdacht, dass sie die Gunst der Stunde mit dem Ausfall von Manuel Neuer genutzt haben.”
“Beim Serge gibt es zwei Meinungen, beide kann ich nachvollziehen. Ich tue mir nur schwer damit, dass diese Generation heute allgemein nicht mehr um die Außendarstellung und die Wichtigkeit dieser Wochen weiß. Das vermisse ich ein bisschen. Man hat das Gefühl, jeder macht, was er will. Egal, ob man alle drei Tage spielt, da ist ein Event und da muss ich unbedingt hin. Die fliegen mittlerweile mit den Jets umher, wie wir früher mit den Taxis. Es gibt Situationen, da kannst du das durchaus machen. Auch ein Serge Gnabry muss sich bewusst werden, was er für eine Wirkung und Außendarstellung hat. Er hat vom FC Bayern einen Unterschiedsvertrag bekommen, also erwartet der Klub auch was von ihm. Da ist eben die Frage: Passt das gerade rein, wenn es nicht so läuft und eine Vielzahl von Spielen ansteht? Warum spreche ich nicht mit dem Trainer im Vorfeld und frage? Dann wäre das auch nochmal eine andere Geschichte. Mir fehlt da die Eigenverantwortung. Wenn ich es mache, muss ich performen - und das tut Serge aktuell nicht. Dann muss ich mich nicht wundern, wenn ich auf die Hölzer bekomme.”
“Thomas Müller ist ein brutal wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Saison. Er ist ein Winner, er genießt ein extrem hohes Ansehen bei anderen Vereinen. Mich hat es sehr verwundert, dass er gerade in den Anfangspartien nicht dabei war. Wenn man ihm mitten in der Saison eine Pause gönnt, okay, aber so… Er ist mit der wichtigste Spieler für die Achse. Man kann nicht alles auf Jamal Musiala laden, er braucht auch noch Zeit. Das ist die Entscheidung des Trainers, aber du machst dich dadurch natürlich angreifbar. Tapalovic, Gnabry, Müller - das sind alles unglückliche Bausteine, da kommt man in gefährliches Fahrwasser.”
… die sportlichen Resultate: “Unabhängig vom Pokalerfolg: Am meisten überrascht mich, dass sie so wenig Selbstvertrauen haben. Das ist einer der besten Kader, die Bayern je hatte, eine Weltauswahl. Und dann quälst du dich durch die Bundesliga. Mich irritiert, dass man während der Vorbereitung so viel Zeit hatte, aber nur ein Testspiel absolviert hat. Selbst so eine Weltauswahl braucht Spiele, um in den Rhythmus zu kommen, jeder Sieg gibt Selbstvertrauen - warum dann nicht Testspiele vereinbaren gegen kleinere Teams, wo man 10, 20 Tore schießt und sich so Selbstvertrauen holt? Das zog sich jetzt wie ein roter Faden durch die Spiele. Es fällt auf, dass die Mannschaft sich viel bewegt, aber man hat das Gefühl, dass sie über den Platz trabt - da fehlen Tempowechsel, Kreativität. Das wirkt alles sehr träge.”
… Cancelo: “Ein bockstarker Spieler, den sie da an Land gezogen haben. Da muss man auch Hasan Salihamidzic, der echt viel in der Kritik stand, mal loben. Hut ab, was er da rauszaubert.”
… ein mögliches Nagelsmann-Aus bei CL-Ausscheiden gegen PSG: “Ich wünsche keinem Trainer, dass er entlassen wird. Aber wir wissen, wie das Business funktioniert. Wenn die Ziele in Gefahr sind, dann wird Bayern nicht tatenlos zusehen. Beim FC Bayern spielt die Höhe der Ablöse auch keine Rolle. Wenn sie merken, da brennt was, da wird auch ein Top-Trainer wie Julian seine Probleme kriegen. Das weiß er auch. Man merkt, dass es ihn beschäftigt. Er erklärt sehr gut, was er vorhat und warum es nicht aufgeht.”
… das Spiel gegen PSG: “Man hat bei beiden Vereinen das Gefühl, dass noch der WM-Blues drin ist. Bei PSG kann ich es noch etwas mehr verstehen, da sie früher angefangen haben. Aber es sind genau die Spiele, auf die sich ein Neymar, ein Messi, ein Mbappe, ein Müller freut. Es ist vielleicht auch menschlich, dass man in der Bundesliga nicht die 100%-ige Spannung hat, bei dem Kader müsste eigentlich auch 90% reichen. Aber die hat man dann in solchen Spielen umso mehr. Bayern muss aber dringend in die Spur finden, wenn sie da bestehen wollen. Das wird ein hochgradig intensives Spiel.”
… die Bobic-Entlassung: “Ich kann das nachvollziehen. Irgendwann ist die Schonfrist vorbei. Fredi musste natürlich die Altlasten übernehmen und erstmal verkaufen, bevor er irgendwas aufbauen konnte. Auf der anderen Seite zählt trotzdem immer das Sportliche. Hertha hatte in den letzten zwei Jahren gefühlt 25 Trainer gehabt. Mir kann ja keiner erzählen, dass alle 25 nur Blinde waren. Da waren mit Sicherheit auch gute dabei - und auch Sando Schwarz wird seine Qualitäten haben. Es kann nicht immer nur am Trainer liegen. Ich glaube, da steckt mehr dahinter, weil von einer fristlosen Kündigung gesprochen wurde - und die kommt nicht einfach so. Das kannst du nicht von heute auf morgen schnell entscheiden. Da sind mehrere Leute involviert, das wurde länger geplant.”
… Neuendorf und Weber als Nachfolger: “Die Bobic-Entscheidung passt auch ins Gesamtbild. Jetzt will der Präsident eine neue Hertha-DNA entwickeln. Jetzt aber nur noch auf ehemalige Herthaner zu bauen, kann nicht gut gehen. Ich würde eher Qualität reinholen - wenn es dann auch ein ehemaliger Herthaner ist, dann umso schöner. Zecke ist ein super sympathischer und spannender Kerl, Weber wirkte auf mich voller Tatendrang und voller positiver Energie. Ich drücke den beiden die Daumen, es kann bergauf gehen. Das ist ein großer, toller Klub. Aber was da die letzten Jahre abgelaufen ist, ist zum Kopfschütteln.”
… die Position und Perspektive von Schwarz: “Die Mannschaft hat nicht die Qualität, um den Schalter von heute auf morgen umzulegen. Das muss durch kleine Erfolgserlebnisse gelingen. Im Moment weiß ich nur nicht, wie sie das anstellen wollen. Sie sind defensiv zu instabil, erzeugen keine Torgefahr und dann kommt der blutleere Auftritt dazu - im Moment haben sie die Todeskombination. Nichtsdestotrotz ist Sandro ein toller Trainer. Ich glaube einfach, dass die Mannschaft falsch zusammengestellt ist, da wurde auf die falschen Pferde gesetzt. Der Trainer muss das jetzt ausbaden.”
… die grundsätzliche Perspektive des Vereins und den Klassenerhalt: “Mir fehlt da die Fantasie, wie Hertha sich retten will. Ich sehe einfach gar nichts. Ich weiß nicht einmal, was sie spielen wollen. Mir wird zwar immer erzählt, wie toll es dann dennoch war oder wie gut die erste Halbzeit gegen Union war. Ich habe das Spiel gesehen - naja. Ganz schwere Kost. Der Fisch stinkt vom Kopf her. Wenn man die letzten Jahre so mitbekommen hat, ist es für mich verwunderlich, dass sie überhaupt noch in der Bundesliga sind. Ich habe auch meine Zweifel an der Qualität der Mannschaft. Da ist keine Entwicklung, ganz im Gegenteil. Das Schlimmste ist, dass sie sich nicht mal bis zum letzten Hemd wehren. Sie wollten eigentlich einen einstelligen Tabellenplatz anvisieren und jetzt müssen sie überleben.”
… Klopps verflixtes 7. Jahr: “Ich wäre froh, wenn ich es irgendwo mal sieben Jahre geschafft hätte. (lacht) Im Ernst, wir brauchen nicht über Klopp zu diskutieren. Das ist ein herausragender Trainer, der alles mitbringt. Er ist mittlerweile neben Carlo Ancelotti und Pep Guardiola das Aushängeschild der Trainerzunft. Das sind die ganz Großen.”
… das überraschende Formtief zahlreicher Spieler: “Mir blutet derzeit das Herz. Das hat aber seine Gründe. Sie haben enormes Verletzungspech, die Verletzungen sind hauptsächlich durch gegnerische Fouls entstanden. Sie kommen nicht in den Rhythmus, aufgrund der Vielzahl der Spiele, kommen sie nicht dazu, sich im Training Dinge zu erarbeiten. Dann brennt der Baum und man muss Spieler wieder ranlassen, die eigentlich noch gar nicht so weit sind. Sie müssen Sommer unbedingt was im MIttelfeld machen, dort haben sie ein Riesenproblem. Sie gehen das Tempo und die Härte des Gegners oft nicht mit. Fabinho ist nicht mehr in der Form, in der er Meister und Champions-League-Sieger wurde. Auch ein Thiago: wunderbarer Spieler zum Anschauen, aber noch ohne Torbeteiligung. Da kommen wunderbare Diagonalbälle, wunderbare Übersteiger, sehr schön anzuschauen - aber es kommt halt nichts dabei rum. Da hätte ich lieber einen Mittelfeldspieler, der vier, fünf Tore schießt und auflegt. Wenn sie da nicht nachrüsten, werden sie auch nächstes Jahr Probleme haben, unter die Top 6 zu kommen.”
… die Option eines Klopp-Abschieds: “Ich hoffe definitiv, dass er nicht geht. Dann würde auch für mich eine Welt zusammenbrechen. Sie werden an ihm festhalten, weil sie genau wissen, was die Ursachen für die aktuelle Lage sind. Die Leute in Liverpool vergessen auch nicht, was er für den Verein geleistet hat. Er hat sie aus der Versenkung herausgeholt und sie zu einem Top-Klub in England und Europa gemacht.”
… das CL-Spiel gegen Real Madrid: “Für solche Partien brennen die Spieler natürlich. In zwei Spielen ist immer alles möglich. Die Jungs können sich vielleicht nicht gegen Southampton motivieren, aber Real Madrid soll ruhig mal nach Anfield kommen. Ich traue ihnen eher zu, die Champions League zu gewinnen, als in England unter die Top 4 zu kommen.”
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… über die Torhütersituation beim FC Bayern: “Die Bayern haben definitiv einen neuen Keeper gebraucht. Sie haben zwar mit Sven Ulreich einen sehr guten Ersatz - aber was ist, wenn auch ihm noch was passiert? Dann hast du auf der Bank nur noch Nachwuchskeeper. Dieses Risiko hätte der FC Bayern einfach nicht eingehen dürfen. Ulreich hat in seinen bisherigen Spielen immer eine Top-Leistung gebracht. Aber trauen sie sich, mit ihm auch in der Champions League die großen Spiele anzugehen? Vielleicht hatten die Verantwortlichen auch noch im Hinterkopf, dass Ulreich damals ausgerechnet gegen Real Madrid schwer gepatzt hat [2018, Anm. d. Red.], obwohl er davor auch solide gespielt hat. Auf der anderen Seite stand auch die Frage: Wer gibt im Januar freiwillig seinen Stammkeeper ab? Da kam auch die Frage der Ablösesumme auf. Die Vereine wissen, dass Bayern in Not ist und wollen natürlich dann noch viel mehr rausholen. Und wie viel ist Bayern bereit, für ein halbes Jahr Vertragslaufzeit zu bezahlen?”
… die Zukunft von Manuel Neuer: “Er ist ein herausragend guter Torwart, der Torhüter des letzten Jahrzehnts, der das Spiel national sowie international unglaublich stark geprägt und vor allem revolutioniert hat. Sein Problem ist jetzt auch, dass er die Messlatte so dermaßen hoch gelegt hat und aktuell selbst nicht so wirklich dran kommt. Die Frage, die sich bei Neuer stellt, ist: Kommt er noch einmal so zurück im Sommer? Die Verletzung ist sehr schwer, er wird auch nicht jünger - die Regenerationszeit wird bei Verletzungen nicht kürzer. Bayern muss aber auch kurzfristig denken und darf die sportlichen Ziele nicht gefährden. Aber solange Neuer noch brennt, was elementar wichtig ist, wird er wieder angreifen.”
… Gladbachs Verhandlungsposition bzgl. Yann Sommer und das zunächst angeblich abgelehnte Angebot über 9 Millionen Euro: “Roland Virkus kannte Bayerns Situation natürlich und hat dementsprechend versucht, das Maximum herauszuholen, um im Umkehrschluss Jonas Omlin von Montpellier zu bekommen. Sommers Vertrag wäre in einem halben Jahr ausgelaufen. Das Gleiche gilt für Ramy Bensebaini und Marcus Thuram - und beide hat man bislang nicht verkauft. Damit wäre man Gefahr gelaufen, dass gleich drei absolute Leistungsträger im Sommer ablösefrei gehen. Virkus wäre da ein extremes Risiko eingegangen. Gladbach hat ja auch Ziele und will wieder ins internationale Geschäft, dafür wollen sie unbedingt Omlin haben.”
… Sommer und einen möglichen Konkurrenzkampf mit Neuer nächste Saison: “Neuer hat den Bayern natürlich mit seiner Verletzung unnötigerweise ein dickes Ei ins Nest gelegt. Das war schon sehr fahrlässig. Ich bin Bayer und kann sagen, dass kein Bayer bei 10 Zentimeter Schnee eine Skitour macht - das ist ja wirklich lebensgefährlich… Ich weiß nicht, was er sich dabei gedacht hat. Die Verantwortlichen werden sicher auch nicht erfreut gewesen sein. Sie mussten jetzt eben schmerzhaft, auch finanziell gesehen, schauen, wie man das Problem gelöst bekommt. Ich kann mir vorstellen, dass sie jetzt eben wollen, dass auch Neuer sich nochmal neu beweist und in den Konkurrenzkampf mit Sommer geht. Jeder Feldspieler ist im Konkurrenzkampf - wieso sollte der Torwart das nicht auch sein? Vielleicht tut es Neuer auch gut, wenn er aus seiner Wohlfühloase gezogen wird und in den Zweikampf gehen muss. Das kann zusätzlich pushen. Sommer ist Schweizer Nationalkeeper, seine Nation hat Deutschland bei weitem überholt - er muss sich auf keinen Fall verstecken, auch wenn er weiß, wer da vor ihm steht. Das ist eine sehr spannende Konstellation.”
… Jonas Omlin als Sommer-Ersatz: “Ich kenne Jonas noch aus meiner Zeit bei Luzern, da habe ich ihm zum Stammkeeper gemacht. Ein wirklich toller, hochtalentierter Torwart. Gladbach ist genau der richtige Verein für ihn, das passt wie die Faust aufs Auge. Es hat ihm sehr gut getan, die Schweiz zu verlassen und nach Frankreich zu gehen - das ist ja schließlich keine Pappnasen-Liga. Dort konnte er sich beweisen. Ich weiß nur nicht, ob Montpellier der richtige Verein für ihn war. Die sind mitten im Abstiegskampf. Ich habe zuletzt das 1:6 gegen Nizza gesehen, da trug er zwar bei keinem Gegentor die Schuld, aber man hat gemerkt, dass es eine schwierige Truppe ist, die sich auch schnell aufgibt.”
… Gregor Kobel als langfristige Bayern-Lösung: “Ich kann mir das sehr gut vorstellen. Kobel ist aktuell der einzige Keeper in der Bundesliga, der auf mich so wirkt, als könnte er bei Bayern nochmal einen Schritt nach vorne machen. Aber bis Neuer aufhört, wird sicherlich noch ein Name dazukommen, den noch keiner auf dem Schirm hat.”
… Choupo-Moting als Stürmer Nummer 1: “Wenn Choupo-Moting so weitermacht wie in der Vorrunde, dann ist er der Stürmer - das hat schon echt fantastisch ausgesehen. Er ist nicht nur auf das Toreschießen fokussiert, sondern auch fußballerisch sehr gut und spielt mit. Er ist ein Anker da vorne, der seinen Mitspielern drumherum sehr guttut. Ich bin ein Fan davon, wenn ein Turm vorne drin ist - und wenn er dann so gut kicken kann wie Choupo-Moting, finde ich das richtig cool. Seitdem er regelmäßig spielt, machen sie ihre Hochkaräter auch rein im Vergleich zum Beginn der Saison - es ist wieder der FC Bayern, und ob da Lewandowski vorne drin ist und die Bälle rein macht oder eben Choupo, macht jetzt keinen Unterschied mehr. Und man hat das Gefühl, dass die Spieler drumherum auch noch besser geworden sind. Da sehe ich Niclas Füllkrug noch nicht. Er ist zwar ein toller Stürmer, aber nicht die Dauerlösung für Bayern. Er hat seine Stärken in der Dynamik und Power - bei Bayern liegt der Fokus hingegen eher auf einem dominanten Spielstil, mit wenig und engen Räumen. Da sehe ich Füllkrug weniger. Choupo-Moting ist da aufgrund seiner hervorragenden Technik auf engstem Raum geeigneter. Wenn man mit ihm verlängert, hat man erstmal Ruhe.”
… Bayerns Chancen gegen PSG nach zuletzt 4 Gegentoren gegen Salzburg: “Bei Vorbereitungsspielen tue ich mir schwer, das genau einzuordnen. Man weiß nicht, was genau trainiert wurde, wie schwer die Beine sind. Das darf man nicht überbewerten. Natürlich fällt auf, dass sie im Defensivverhalten Schwierigkeiten haben. Das heißt aber nicht, dass die Abwehr oder der Keeper zu schlecht ist, sondern dass die Mannschaft nicht bereit ist, diese wichtigen Wege zu machen. Es ist natürlich schöner, nach vorne zu spielen und den Ball zu haben, als dem Ball hinterherzurennen. Gegen PSG habe ich allerdings weniger Bedenken, weil die Jungs wissen, was auf sie zukommt und was gefordert ist.”
… Rudi Völler als neuen DFB-Sportdirektor: “Völler ist ein unglaublicher Sympathieträger mit einem hohen Maß an Sachverstand und der sich nicht davor scheut, auf Konfrontation zu gehen. Ich sehe ihn allerdings als kurzfristige Lösung und nicht als jemanden, der den DFB mit innovativen Ideen in den nächsten zehn Jahren in eine neue Richtung lenkt. Auf längere Sicht würde ich Fredi Bobic weiterhin nicht ausschließen. Es hieß, dass es aufgrund des laufenden Vertrages bei der Hertha und einer dafür notwendigen Ablösesumme nicht geklappt hat. Aber das ist schon Wahnsinn - wenn ich total von ihm überzeugt bin als Verband, dann kann der DFB ja wohl eine Ablösesumme in die Hand nehmen.”
… die neu formierte Task Force: “Zunächst hat es mich gefreut, dass der DFB eine Task Force gegründet hat. Das zeigt, dass sie das nicht gelöst bekommen und sich nicht so gut auskennen, und sich dafür eben Spezialisten um sich herum holen - das war ein kluger Schachzug. Nur die Besetzung finde ich nicht gut. Es soll ja zukunftsgewinnend sein - und da fehlen mir einfach Namen. Ob es ein Jugendtrainer ist, wie beispielsweise Norbert Elgert, der absolute Jugendcoach, oder Silvia Neid, die im Frauenfußball alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt. Was sollen denn ein Oliver Kahn oder Oliver Mintzlaff da machen? Die sind so sehr in ihren eigenen Funktionen eingespannt und haben genug andere Dinge zu bearbeiten - was sollen sie denn jetzt über die Jugend erzählen? Das sind nicht die Richtigen, um das Flaggschiff wieder zum Laufen zu bringen.”
… die Außendarstellung des DFB: “Mich hat dieser Kuschelkurs der vergangenen Jahre genervt - es war immer Friede, Freude, Eierkuchen. Man hatte das Gefühl, dass es keinerlei Reibungen oder Diskussionen gibt, egal wie die Resultate waren. Der Verband hat aus Dankbarkeit zu lange an den Leuten festgehalten. So wirst du nichts gewinnen. Du musst auch mal wieder Rauch reinlassen und kritisch hinterfragen, wenn etwas offensichtlich schief läuft. Man muss nach außen wieder etwas demütiger und normaler rüberkommen. Ich hatte zuletzt das Gefühl, die leben im eigenen Kosmos und sind völlig unnahbar. Damit kann sich doch kein Otto Normalverbraucher identifizieren. Deswegen gibt es aktuell mehr Sympathien gegenüber den Frauen als gegenüber den Männern. Wenn sie wenigstens erfolgreich gewesen wären, hätte man darüber hinwegsehen können. Ein gutes Beispiel ist Füllkrug, der kam so sympathisch rüber, dass sich die Fans direkt mit ihm identifizieren konnten. Wir brauchen wieder Strukturen, Ideen, müssen kreativer werden. Uns haben einfach zu viele Nationen überholt, das sieht man schmerzhaft an den Turnieren. Es geht nicht darum, jemanden zu beleidigen, sondern um die Sache. Und wenn man gestritten hat, gibt man sich die Hand und sagt: ‘Das ist unser Weg und da gehen wir jetzt gemeinsam wieder raus.’”
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… Youssoufa Moukokos Vertragsdiskussionen: “Als Spieler will er vertraglich natürlich das Beste für sich herausholen. Dass er bei der WM jetzt dabei war, spielt ihm natürlich auch in die Karten, er kriegt gute Angebote. Man muss verstehen, dass der Spieler ein bisschen pokert. Als Verein würde ich mich aber auch nicht so lange hinhalten lassen und einen klaren Standpunkt äußern - das hat Sebastian Kehl auch getan, der Verein will schließlich so schnell wie möglich mit dem Kader planen. Das ist ein schwieriges Thema, ich kann beide Seiten verstehen.”
… seine Empfehlung an Moukoko: “An seiner Stelle würde ich bleiben - es gibt keinen besseren Verein für ihn als Dortmund. Bei Youssoufa geht es seit dem Bayern-Spiel aufwärts, das ist erst knapp drei Monate her. Er muss sich jetzt auch erstmal weiter beweisen und die Leistung nicht über zwei, drei Monate, sondern ein, zwei Jahre konstant bringen. Mit Haller kommt jetzt noch zusätzlich Qualität zurück, da muss er sich auch erst behaupten. Das sollte auch ein Ziel sein mit 18 Jahren.”
“Newcastle [Medienberichten zufolge interessiert gewesen, Anm. d. Red.] ist auch eine zusammengekaufte Truppe. Ob er sich da auch wohl fühlt und durchsetzen kann, weiß ich nicht. Was willst du noch mehr haben als Dortmund: Geile Fans, geiles Stadion - und du kannst mit der Truppe oben angreifen. Es gibt ja genug Gegenbeispiele: Sancho hat auch den Verein verlassen und kommt jetzt nicht so gut klar. Der BVB vertraut ihm, hier kann er sich ideal weiterentwickeln.”
… angebliche Forderung von Moukokos Management: “Ich würde auch Grenzen setzen, man kann ja nicht jedem Spieler alles geben und sich auf der Nase herumtanzen lassen. Ich schätze Youssoufa aber auch nicht so ein, dass er nur ans Geld denkt. Er ist klar im Kopf und wird auch darüber nachdenken, wo es sportlich für ihn am besten ist. Ich selbst habe mir als Spieler nie von jemandem reinreden lassen, sondern die Entscheidungen so getroffen, wie ich sie für mich am besten eingeschätzt habe. Ich habe mir zwar Tipps von meinem Berater eingeholt, die letztliche Entscheidung habe aber ich getroffen - und ich denke, dass das bei Youssoufa auch so ist. Es macht eigentlich auch nichts mehr aus, ob er beispielsweise 5 oder 10 Millionen verdient. Heutzutage ist das eh anders. Früher musstest du ein Jahr lang gut spielen, um einen guten Vertrag zu bekommen, heute reichen zwei Spiele dafür.”
… möglicherweise fehlende Dankbarkeit gegenüber dem BVB: “Wenn ein Verein hinter dir steht und dich pusht, so wie das der BVB bei ihm immer gemacht hat, sollte man immer dankbar sein. Dortmund hat ihm schon immer geholfen, ihn mit 16 schon stets aus der Presse rausgehalten, als viel über ihn gesagt und geschrieben wurde. Ich denke, das fließt bei seiner Bewertung aber auch mit ein.
… die Moukoko-Diskussion vs. Vertragsgespräche mit Marco Reus & Mats Hummels: “Die Presse macht daraus mehr als es letztlich ist. Weil bei Youssoufa Angebote aus England ankamen, bei denen viel höhere Summen als früher im Spiel sind, wer jünger ist und auch bei der WM dabei war, wird das Thema höher gehängt als bei Reus und Hummels. Der Verein wird mit ihnen auch gesprochen haben, die werden die Verträge nicht einfach so auslaufen lassen. Wenn der BVB mit den beiden verlängern will, dann bleiben sie auch. Die wissen das zu schätzen.”
… seinen Wechsel damals von Dortmund zu Galatasaray: “Ich hatte Differenzen mit Thomas Tuchel und war nach 6 Jahren als Stammspieler aus dem Nichts plötzlich komplett hinten dran. Wenn ich allerdings zurückblicke, würde ich heute anders reagieren. Ich hatte noch ein Jahr Vertrag und hätte das durchziehen müssen. Ich wäre halt vielleicht nicht im Kader gestanden, aber im Fußball kann sich beispielsweise durch Verletzungen oder Sperren immer eine unerwartete Möglichkeit eröffnen. Da hätte ich beispielsweise auf meinen Berater hören müssen. Aber ich habe aus Emotionen heraus so reagiert, was aber ein Fehler war.”
… Dortmunds CL-Duell gegen Chelsea: “Bei Chelsea ist aktuell viel Unruhe drin. Wenn man die möglichen Achtelfinalgegner so durchgeht, hat man schon einen Verein bekommen, gegen den was geht. Gegen Paris oder Liverpool beispielsweise wäre es unangenehmer. Das Gute ist, dass jetzt die ganzen Verletzten zurückkommen, mit Haller kommt jetzt nochmal ein richtig guter Stürmer mit dazu. Das ist natürlich ein Vorteil. Das Hinspiel wird wichtig sein. Im Rückspiel bin ich dann auch im Gästeblock dabei, da freue ich mich drauf (lacht). Auch in der Bundesliga geht noch was, ich würde Dortmund nicht abschreiben, wenn sie aus dem Vollen schöpfen können - man kann immer eine Serie starten. Neben den Bayern wird RB Leipzig auch oben nochmal mitspielen.”
… Edin Terzic als langfristige Lösung auf der BVB-Bank und die Diskussionen um einen vergeblichen Klopp-Klon: “Man muss davon wegkommen, dass man Klopp ersetzen könnte - das geht nicht, keiner kann Klopp ersetzen. Er hatte das Gespür, er hatte immer einen Spruch auf Lager, er könnte pushen. Aber auch Edin weiß, wie Dortmund tickt, er stand selbst auf der Tribüne und die Fans akzeptieren ihn. Er ist mit den Emotionen dabei, das passt zu Dortmund. Das hat man auch gesagt, dass die Fans trotz einer schlechten Serie hinter ihm standen und er hier viel Kredit hat.”
… Jude Bellinghams Zukunft: “Wenn die Saison gut verläuft und man sich für die Champions League qualifiziert, denke ich schon, dass er bleibt. Ich schätze ihn schon so ein, dass er dankbar ist und weiß, wie die Fans zu ihm stehen. Wenn er geht, sehe ich ihn aber nur bei Kloppo in Liverpool.”
… seine persönliche Zukunft beim BVB: “(lacht) Ich genieße erstmal die Legendenspiele mit dem Verein. Ich glaube schon, dass ich in Zukunft wieder was beim BVB machen werde, es hat auch schon Gespräche gegeben. Wenn sie mich rufen, bin ich sofort da (lacht).”
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