Das Team von Bundestrainer Hansi Flick muss eigentlich gegen Spanien im Al Bayt Stadion gewinnen, um noch eine Chance auf das Achtelfinale zu haben. Ob das gelingt scheint auf den ersten Blick wie einen Mammutaufgabe, denn die Spanier haben in ihrem ersten Gruppenspiel Costa Rica rekordverdächtig mit 7:0 vom Platz gefegt.

Deutschland: 

Deutschland hat gegen Japan das Spiel in der ersten Halbzeit souverän dominiert, konnte dann aber in der zweiten Halbzeit nicht auf die taktischen Umstellungen der Japaner reagieren und ließ sich so zu leichten Fehlern zwingen. 

Die Aufgabe gegen Spanien muss es also sein, das Spiel immer höchstkonzentriert anzugehen und sich keine Fehler - wie gegen Japan - zu leisten. Vielleicht könnte das auch mit ein paar Wechseln in der Startaufstellung einhergehen: Mit Ginter, Kehrer und Günter hat man auf jeden Fall gute Alternativen, die den Defensivblock besser organisieren können. 

Vorne könnte ein fitter Leroy Sane dem deutschen Team auf jeden Fall gut tun, denn gegen ballbesitzstarke Spanier wird man defintiv häufiger zu Kontermöglichkeiten kommen. Dann könnte das Tempo von Sane und Gnabry ein wichtiger Faktor werden. 

Spanien: 

Spanien agiert im Grunde genau gegenteilig zu den Japanern gegen die deutsche Mannschaft. Viel Ballbesitz, viel Verwaltung um dann über Einzelaktionen, z. B. der beiden Youngstars im Mittelfeld Pedri und Gavi, gefährlich zu werden. 

Es liegt Nahe, dass die Spanier nach dem Kantersieg gegen Costa Rica mit breiter Brust am Sonntag auflaufen werden, allerdings kann sowas auch gefährlich werden, vor allem bei so einem jungen Kader, wie es der Spanische in großen Teilen ist. 

spanien

Angriffsfläche bietet Spanien am ehesten über die Außenverteidiger. Mit Azplilicueta und Jordi Alba spielen hier nicht mehr die Jüngsten - und in Teilen nicht mehr die Schnellsten. Hier wird es wichtig sein immer wieder in die Sprintduelle zu kommen, um über die Flügel torgefährlich zu werden. 

Gegen Spanien bietet es sich für die deutsche Mannschaft an, weniger Verwaltungsfußball zu spielen und immer wieder aus dem tiefen Block heraus mit schnellen Kontern Nadelstiche zu setzten. 

Hier bleibt allerdings die Gefahr, dass man sich zu weit zurück zieht - wie es auch Costa Rica gemacht hat - und den Spanier zu viel Raum und Zeit zum Kreieren gibt. Denn dann sind sie am gefährlichsten und effektivsten. 

Kurz gefasst: Wenn Deutschland gegen Spanien so spielt, wie Japan gegen Deutschland gespielt hat, dann besteht über die individuelle Klasse durchaus die Möglichkeit für einen Sieg.

Unser Tipp: 1:0 für Deutschland


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Luis studiert im 7. Semester Medienwissenschaft und allgemeine Rhetorik an der Universität Tübingen. Seit November absolviert er ein freiwilliges Praktikum bei mmcSport in München. 

Luis interessiert sich vor allem für Fußball und Tennis, daneben aber auch für Formel 1 und Darts.

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