Nach fast fünf Monaten hat das Warten ein Ende! Die UEFA Europa League startet am Mittwoch endlich wieder und bringt einige spannende Partien mit sich.

Unter anderem sind sogar noch drei deutsche Mannschaften im Achtelfinale vertreten. Wir zeigen Euch, wer das ist und was uns an den kommenden Spieltagen erwartet.

Schachtar Donezk – VfL Wolfsburg  (Hin 2:1)

Das Hinspiel

Das Hinspiel zwischen dem VfL Wolfsburgh und Schachtar Donezk fand bereits Mitte März als Geisterspiel statt und wurden von den ukrainischen Gästen mit einem knappen 2:1 gewonnen.

Insgesamt war das Hinspiel überwiegend ausgeglichen, doch Schachtar fiel immer wieder mit etwas mehr Spielanteilen und besseren Torchancen auf. Am Ende waren die Ukrainer das offensiv effektivere Team und haben leicht verdient gewonnen.

Dennoch ist für die Wölfe im Rückspiel noch alles möglich, was unter anderem auch daran liegt, dass Donezk im Hinspiel einen Elfmeter vergeben hat und somit mit nur einem Tor Unterschied gewann.

Anderseits hatten auch die Wolfsburger die Möglichkeit vom Punkt aus auszugleichen, doch auch sie vergaben. Damit ist klar, dass das deutsche Team auf jeden Fall am Mittwoch mit zwei Toren Unterschied in Kiew gewinnen muss, um weiter zu kommen.

Die letzten Partien

Sowohl die Deutsche Fußballbundesliga als auch die ukrainische Premjer Liha sind bereits seit einigen Wochen zu Ende gespielt. Während Wolfsburg am letzten Spieltag den Platz zur sicheren Teilnahme an der Europa League nächstes Jahr verspielte, wurde Schachtar in der Ukraine erneut Meister.

Doch die letzten Ligaauftritte sind wohl nicht mehr für die derzeitige Form ausschlaggebend, vielmehr hingegen sind es die Testspiele.

So haben die Wolfsburger etwa gegen den deutschen Viertelfinalisten der Champions League, RB Leipzig, getestet. Das Spiel ging 1:1 aus, doch insgesamt hatten die Wolfsburger die besseren Chancen und hätten sogar gewinnen können.

Schachtar hat dagegen gegen den ukrainischen Drittligisten Veres Rivne mit einem souveränen 2:0 gewonnen.

Das Personal

Bei den Wolfsburgern könnte es in der rechten Verteidigung eng werden.  William fehlt nämlich immer noch wegen eines Kreuzbandrisses, Kevin Mbabus Einsatz ist aufgrund einer Corona-Infektion noch fragwürdig und Renato Steffen fehlt gelbbedingt.

Derweil ist der wohl schmerzlichste Ausfall bei Schachtar Donezk der des linken Verteidigers Ismaily, der wegen einer Kreuzbandoperation nicht dabei sein wird. Zusätzlich werden auch die Mittelfeldspieler Vyacheslav Tankovskyi und Maksym Malyshev fehlen.

Bayer Leverkusen – Glasgow Rangers (Hin 3:1)

Das Hinspiel

Bayer Leverkusen geht nach dem Hinspiel mit den besten Chancen aller deutschen Teams ins Rückspiel am Donnerstag. Denn im Hinspiel siegten die Leverkusener bei den Schotten und vor Zuschauern im Stadion mit einem 3:1 und haben damit drei enorm wichtige Auswärtstore erzielt.

Im Hinspiel hatten die Leverkusener die klar besseren Anteile, doch aufgrund der defensiv kompakt stehenden Abwehrreihe der Rangers, fiel es der Werkself lange Zeit schwer, in den gegnerischen Strafraum einzudringen. Das einzige Tor vor dem Seitenwechsel erzielten sie durch einen Strafstoß.

Die 10 schönsten Tore von Leverkusens Kevin Volland.

In der zweiten Halbzeit hatte sich das Spiel aber gedreht: Glasgow pochte auf den Ausgleich und setzte Leverkusen immer mehr unter Druck. Vor allem in der Schlussphase war es ein aufregendes Spiel, in dem aus der einen sofort wieder in die andere Spielhälfte gekontert wurde.

Letztlich hat sich dann aber doch Bayer Leverkusen mit einem starken Auftritt vor allem in der ersten und einer effektiven Chancenverwertung in der zweiten Hälfte verdient gegen die Schotten durchgesetzt.

Die letzten Partien

Bayer Leverkusen hat am letzten Bundesligaspieltag den vierten Tabellenplatz und damit die Teilnahme an der Champions League ganz knapp verpasst. Und auch im DFB-Pokalfinale Anfang Juli konnte die Werkself nicht wirklich überzeugen, als sie Bayern München mit 2:4 unterlag.

Die Glasgow Rangers befinden sich dagegen seit letztem Wochenende wieder im Ligabetrieb. Nachdem die Scottish Premiership der Saison 2019/20 abgebrochen wurde, ist sie nun in die neue Saison gestartet.

Und dabei gewannen sie direkt ihr Auftaktmatch gegen den Viertplatzierten der vergangenen Spielzeit, den FC Aberdeen

Das Personal

Bei den Leverkusenern fallen der langzeitverletzte Linksaußen Paulinho wegen seines Kreuzbandrisses und Nadiem Amiri aus. Amiri hat sich vorsorglich nach einem Corona-Fall im privaten Umfeld in häusliche Quarantäne begeben. Der Ausfall des Stammspielers wird wohl ein herber Rückschlag für die Leverkusener werden.

Die Glasgow Rangers müssen auf Mittelstürmer Jermain Defoe (Oberschenkelverletzung) und Innenverteidiger Nikola Katic (Kreuzbandriss) verzichten.

FC Basel – Eintracht Frankfurt (Hin 3:0)

Nach dem Achtelfinalhinspiel hat Eintracht Frankfurt wohl die schwerste Aufgabe der deutschen Clubs vor sich, denn das Hinspiel haben die Frankfurter zu Hause vor leeren Rängen mit 3:0 gegen den FC Basel verloren. Dennoch haben uns die Frankfurter schon oft gezeigt, dass sie über sich hinaus wachsen können – vor allem auf internationaler Bühne.

Doch dafür müssen sie einen komplett anderen Auftritt als noch beim Hinspiel zeigen. Damals waren die Frankfurter nämlich zunächst in der ersten Halbzeit überwiegend chancenlos, in der zweiten machten sie dann zwar mehr Druck, vergaben jedoch zu oft vor dem Tor.

Dazu kam, dass Basel die Fehler der Eintracht eiskalt nutzte und so durch einen Standard, sowie Konter in Überzahlsituationen und einem ansehnlichen Kombinationsspiel die Ruhe behielt und seine Tore erzielte.

Die letzten Spiele

Die Frankfurter haben ihr letztes Testspiel am Samstag gegen den AS Monaco bestritten und sich mit einem 1:1 von den Franzosen getrennt. Insgesamt war Adi Hütter nach dem Spiel mit der Leistung seiner Mannschaft jedoch zufrieden und ah einige Spielaktionen, die ihm Hoffnung auf einen Erfolg gegen die Schweizer geben können.

Frankfurts Comeback gegen Benfica 2019

Während die Frankfurter ihr letztes Pflichtspiel vor mehr als einem Monat bestritten haben, hat die Schweizer Super League erst am Montag ihren letzten Spieltag gehabt.

Der FC Basel hat damit seit Ende Juni durchgehend am Wochenende und in englischen Wochen gespielt. Somit haben sie zwar die nötige Spielpraxis, doch auch den anstrengenden Ligabetrieb in ihren Beinen.

Das Personal

Den Frankfurter werden alle Spieler im Kampf ums Weiterkommen in der Europa League zur Verfügung stehen.

Bei Basel fehlen hingegen der Stammtorwart Jonas Omlin (Oberschenkelverletzung) und der zentrale Mittelfeldspieler Luca Zuffi.

Prognose

Aufgrund der Hinspielergebnisse sehen wir Schachtar Donezk leicht im Vorteil gegen den VfL Wolfsburg. Bayer Leverkusen rechnen wir dagegen große Chancen auf ein Weiterkommen auf. In im Spiel Basel gegen Frankfurt sind natürlich die Schweizer im Vorteil, doch wissen wir, dass man Frankfurt nie abschreiben sollte.

* Die Rechte am Bild liegen bei Yevheniy Kravs / AP Photos *

August 4, 2020

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Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.

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Während die meisten der 18 Bundesligavereine erst Anfang August in die Vorbereitung auf die neue Saison starten, haben die Europapokalteilnehmer damit schon Mitte Juli begonnen.

 

Neben der Königsklasse nimmt auch die UEFA Europa League den Spielbetrieb wieder auf und das bei uns in Deutschland in NRW. Daher blicken wir einmal auf die Lage der drei noch verbliebenen Teilnehmer aus der Bundesliga.

 

VFL Wolfsburg

 

In der Gruppe I mit KAA Gent, St. Etienne und PFK Oleksandrija konnten sich die Wölfe als Gruppenzweiter und elf Punkten souverän durchsetzen. Im Sechzehntelfinale warteten dann Malmö FF aus Schweden auf den VFL . Daheim gewann mit 2:1 und nach einem sehr dominanten Auftritt in Malmö mit 3:0.

 

 

Im Achtelfinale, in dem bisher aufgrund der Unterbrechung nur das Hinspiel gespielt werden konnte, wurde dem VFL mit Schachtar Donezk nach PFK Oleksandrjia die zweite ukrainische Mannschaft im Wettbewerb zugelost. Der Sieger von 2009, als der Wettbewerb noch Uefa-Cup hieß, brachte Wolfsburg eine 1:2 Heimniederlage bei.

 

Der VFL Wolfsburg muss in die Ukraine zu Schachtar Donezk.

Als sich der Urlaub des VFL schon wieder dem Ende neigte, beendete Donezk gerade seine Saison in der ukrainischen Liga. Dabei wurde die Mannschaft Meister, mit eindrucksvollen 23 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Dynamo Kiew.

 

Es wird also nicht leicht für den VFL, die Niederlage aus dem Hinspiel noch zu drehen. Zudem ist man in der Autostadt noch von einigen Ausfällen geplagt. Neben, dem Corona positiv getesteten Kevin Mbabu, fehlen auch noch sein Abwehrkollege William nach einem Kreuzbandriss, so wie sein Landsmann Renato Steffen. Trainer Oliver Glasner wird wohl auf Marcel Tisserand zurückgreifen müssen, der zuletzt allerdings keinen guten Stand bei ihm hatte. Dieser ist allerdings im Gegensatz zu Mbabu und William kein gelernter Außenverteidiger.

 

Mit Innenverteidiger Robin Knoche hat der VFL bisher erst einen nennenswerten Abgang zu verzeichnen. Seine Zeit beim VFL endete zu Saisonende nach 15 Jahren in Wolfsburg, nachdem es nicht gelungen ist eine Einigung über einen neuen Vertrag zu erzielen.

 

Eintracht Frankfurt

 

Nach der grandiosen letzten Europa-League Saison, als man erst im Halbfinale am FC Chelsea scheiterte, verzückte die Eintracht ganz Fußballdeutschland. Die Erwartungen waren somit auch vor dieser Saison riesig, wobei von Beginn an fraglich war, wie gut die Frankfurter den Abgang ihres Sturmtrios um Ante Rebic, Luk Jovic und Sebastien Haller verkraften würde.

 

Frankfurts sensationelle Europa League Saison 2018/19

Erneut gelang den Adlern der Einzug in die KO-Phase, wenn auch nicht ganz so eindeutig wie letztes Jahr, als man jedes Gruppenspiel gewinnen konnte. Dieses Jahr fand man sich in einer Gruppe mit Standard Lüttich, dem FC Arsenal und Vitoria Guimarares wieder. Am Ende stand man auf Platz zwei hinter dem FC Arsenal, bei denen sogar ein 2:1 Auswärtserfolg gelang.

 

Im Sechzehntelfinale traf man auf den österreichischen Serienmeister aus Salzburg. Obwohl Salzburg aus der Champions-League abgestiegen war, erwiesen sich die Österreicher als keine große Hürde für die Mannschaft von Trainer Adi Hütter. In Frankfurt gelang ein 4:1 Kantersieg und so reichte ein 2:2 in Salzburg, um ins Achtelfinale vorzustoßen.

 

Im Achtelfinale das noch im März aber schon ohne Zuschauer ausgetragen wurde, setzte es einen herben Rückschlag für die Adler. Der FC Basel schlug die Frankfurter im eigenen Stadion mit 3:0, eine denkbar ungünstige Ausgangslage für das Rückspiel in der Schweiz.

 

Seit dem Hinspiel gab es ein paar Veränderungen im Kader der Eintracht, so beendeten Gelson Fernandes und Marco Russ ihre Karrieren und der auslaufende Vertrag von Jonathan de Guzman wurde nicht verlängert.

 

In der Liga verpasste die Eintracht mit Tabellenplatz neun nach zwei Jahren mal wieder den Einzug in den internationalen Wettbewerb. Im DFB-Pokal scheiterte man erst im Halbfinale am FC Bayern München. Für das Rückspiel hofft die Eintracht wieder auf ihren Topscorer in der Europa-League Daichi Kamada. Der Japaner traf bisher sechsmal in neun Partien.

 

Die Liga in der Schweiz endet erst am dritten August, also drei Tage vor dem Rückspiel. Es wird spannend zu sehen, ob der Eintracht die Pause gelegen kam oder ob doch der FC Basel vom bestehenden Spielrhythmus profitieren wird.

 

Bayer 04 Leverkusen

 

Die Leverkusener sind die einzige deutsche Mannschaft, die aus der Champions-League in die niedrigere Europa-League kam. In der Champions-League Gruppenphase konnte man sich zwar den dritten Platz vor Lokomotive Moskau sichern, die europäischen Schwergewichte Atletico Madrid und Juventus Turin waren aber noch eine Nummer zu groß für Bayer.

 

In der Europa-League hatte die Mannschaft von Trainer Peter Bosz allerdings keine großen Anlaufschwierigkeiten. Im Sechzehntelfinale besiegte man den FC Porto im Hinspiel mit 2:1 und lies auch beim 3:1 Sieg in Portugal nichts anbrennen.

Außerdem ist Bayer die einzige der drei deutschen Mannschaften, die ihr Hinspiel gewinnen konnte. Der 3:1 Sieg im Ibrox Park gegen die von Liverpool-Ikone trainierten Glasgow Rangers bedeutet eine komfortable Ausgangslage für das Rückspiel in Leverkusen. Das Spiel in Schottland war eines der wenigen, das noch vor Publikum ausgetragen wurde, was damals schon für große Verwunderung sorgte.

 

Bayer hat bisher noch keine Abgänge zu vermelden. Youngstar Kai Havertz wurde zwar immer wieder mit dem FC Chelsea in Verbindung gebracht, aber die Verantwortlichen stellten klar, dass er auf jeden Fall noch die Spiele in der Europa-League bestreiten werde. Vor der Unterbrechung war die Mannschaft in bestechender Form und wurde insgeheim schon zum Favoritenkreis auf den Titel gezählt. Auch nach dem Re-Start in der Bundesliga bestätigte man diese Form, auch wenn die Champions-League denkbar knapp verpasst wurde.

 

 

 

Alle Wetten zur Europa League gibt es hier!

 

 

* Die Rechte am Bild liegen bei Daniel Cole / AP Photos *

August 4, 2020

Von 888sport

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Allein in der vergangenen Saison 2019/20 gab es in der Bundesliga 55 Platzverweise – und damit rund 10 mehr als im vergangenen Jahr. Dabei flogen 20 Spieler mit glatt Rot vom Platz, 35 bekamen die Ampel-Karte gezeigt. Doch welche Spieler erhielten aufgrund ihrer Vergehen die längsten Sperren? Wir zeigen es Euch!

8. David Abraham – 7 Wochen

An diese Szene aus vergangener Saison werden sich wohl die meisten noch erinnern. Beim Stand von 1:0 für den SC Freiburg handelt sich Frankfurts Abraham in der Nachspielzeit die rote Karte ein – und zwar für ein Foul an Freiburgs Trainer Christian Streich.

Doch was war passiert? Der Ball geriet ins Seitenaus und Abraham wollte das Spiel schnell machen und die verbleibende Zeit nutzen, um vielleicht doch noch den Ausgleich zu erzielen. Doch an der Seitenlinie stand nun mal Streich, der von dem Frankfurter umgerannt wurde.

Daraufhin entstand zwischen den Spielern beider Ersatzbänke ein riesiges Gemenge, bei dem auch Freiburgs Vincenzo Grifo die rote Karte sah. Obwohl sich beide Parteien direkt nach dem Spiel ausgesprochen haben und Streich nicht nachtragend war, wurde Abraham für insgesamt sieben Wochen gesperrt.

7. Michael Schulz & Paolo Guerrero –  8 Wochen

Das Vergehen von Michael Schulz liegt zwar schon einige Zeit zurück, aber hat es trotzdem auf unsere Liste geschafft. Der damalige Dortmunds Spieler hat 1989 bei einem Spiel gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, den FC Kaiserslautern, den Linienrichter derart beleidigt, dass er für acht Wochen gesperrt wurde.

Und auch Paolo Guerrero bekam die gleiche Strafe für ein Horror-Foul am damaligen Stuttgarter Keeper Sven Ulreich verhängt. Guerreros HSV lag bereits zur Halbzeit mit 3:0 hinten.

In der 56. Spielminute wollte Ulreich einen Ball an der Eckfahne abfangen und sichern, doch der Hanseat kam im Vollsprint von hinten angerauscht und mähte den Torwart durch einen Tritt mit offener Sohle in die Kniekehle eiskalt um. Er sah folgerichtig sofort Rot.

Paolo Guerreros Horrorfoul an Sven Ulreich.

Übrigens: bereits 2010 wurde der Peruaner für fünf Spiele gesperrt, nachdem er von einem „Fan“ schwer beleidigt wurde und anschließend seine Trinkflasche auf diesen geworfen hatte.

6. Uli Stein & Axel Kruse – 10 Wochen

Auch Uli Stein wurde 1987 wegen einer groben Tätlichkeit lange Zeit gesperrt. Im Supercup-Finale verpasste der Torwart seinem Gegenspieler Jürgen Wegman, kurz nachdem dieser den Siegtreffer erzielt hatte, einen Faustschlag ins Gesicht. Daher wurde er für zehn Wochen gesperrt und vom HSV suspendiert.

Auch Axel Kruse durfte zehn Wochen lang nicht für seinen damaligen Verein, den VfB Stuttgart, auflaufen. Kruse regte sich nämlich auf, da seiner Mannschaft ein klarer Elfmeter verweigert wurde.

Anschließend beschimpfte er den Schiedsrichter und rannte ihn sogar um. Nach der roten Karte zeigte er dem Schiedsrichter noch den Mittelfinger. Auch seine lange Sperre geht damit völlig in Ordnung.

5. Erwin Kremers – 14 Wochen

Auch diese Auseinandersetzung fand zwischen einem Spieler und dem Schiedsrichter statt. Nachdem Erwin Kremers gefoult worden war, wurde das Foul falsch ausgelegt und gegen ihn gepfiffen. Daraufhin beleidigte er den Schiedsrichter auf ziemlich dreiste Weise.

Noch schlimmer als die Sperre von 14 Wochen, war jedoch, dass er deshalb nicht in das damalige WM-Aufgebot berufen wurde und somit 1974 nicht Weltmeister geworden ist.

4. Norbert Meier – 3 Monate

Diese Sperre ist etwas ungewöhnlicher, als die anderen, denn sie wurde gegen einen Trainer verhängt, der einen Spieler gefoult hatte. Am Nikolaustag 2005 traf Norbert Meier als Coach vom MSV Duisburg auf den 1. FC Köln.

Norbert Meiers Schwalbe.

An der Seitenauslinie geriet er mit dem gegnerischen Albert Streit aneinander. Meier verpasste dem Spieler einen Kopfstoß, doch fiel selbst zu Boden und spielte das Opfer. Für diese klare Schwalbe wurde er im Nachhinein vom DFB Sportgericht für drei Monate gesperrt.

3. Hakan Calhanoglu – 4 Monate

Auch die viermonatige Sperre für Hakan Calhanoglu ist nicht alltäglich. 2017 wurde der Leverkusener nämlich nach einem CAS-Urteil gesperrt, da er 2011 mit 17 Jahren einen Vertag beim türkischen Erstligisten Trabzonspor unterschrieben hat, aber nicht dorthin wechselte, sondern in Deutschland blieb.

2. Timo Konietzka – 6 Monate

Und auch dieses Vergehen ist schon sehr lange her. Der damalige Spieler von 1860 München wurde nämlich 1966, die Saison nach der Bundesligameisterschaft der Löwen, wegen einer Tätlichkeit vom Platz gestellt und anschließend für sechs Monate gesperrt.

Nach einem nicht gegebenen und eindeutigen Handspiels von Borussia Dortmund, das zu einem Tor gegen die Münchner führte, musste das Spiel wegen Ausschreitungen unterbrochen werden.

Während dieser Unterbrechung soll er dem Schiedsrichter denn Schiedsrichter tätlich angegangen haben, laut dem „Sport Magazin“ nämlich durch einen „Stoß vor die Brust, Tritt gegen das Schienbein und Wegschlagen der Trillerpfeife“.

Konsequenterweise wurde er lange Zeit gesperrt – und auch sein Teamkollege Manfred Wagner, der ebenfalls auf den Referee losgegangen sein soll, durfte drei Monate lang nicht spielen.

1. Lewan Kobiaschwili – 6.5 Monate

Die bisher härteste Strafe hat jedoch Lewan Kobiaschwili verhängt bekommen. Die Szenen des Relegationsrückspiels zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC im Mai 2015 sind auch heute nichts für schwache Nerven.

Das Spiel musste mehrmals wegen des Abbrennens von bengalischen Feuern und des Werfens von Gegenständen auf den Platz, unterbrochen werden – sogar 20 Minuten am Stück. Zum Spielende folgte dann noch der Versuch eines Platzsturms, der nur von mehreren Polizisten komplett verhindert werden konnte.

Nach dem Ende der Partie und damit dem Abstieg der Berliner in die zweite Liga hat Lewan Kobiaschwili den Schiedsrichter auf dem Treppenabgang des Spielertunnels von hinten mit einem Faustschlag auf den Hinterkopf attackiert, woraufhin dieser Anzeige erstattete. Das Sportgericht des DFB verurteilte ihn zu einer 6.5 monatigen Sperre.

Alle Fußballwetten gibt’s hier!

* Die Rechte am Bild liegen bei Michael Sohn / AP Photos *

August 4, 2020

Von 888sport

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Diese Woche ist es wieder soweit: Nach langer Pause nimmt die UEFA Europa League wieder Fahrt auf. Auch wenn sie nun im Schnelldurchlauf zu Ende gespielt wird, können wir packende Begegnungen und große Fußballmomente erwarten.

 

Eine gute Gelegenheit um auf die größten Finalbegegnungen in der Geschichte des UEFA-Cups, der heutigen Europa League, zurückzublicken. Egal ob tragische Helden oder große Sensationen, wir zeigen euch die spektakulärsten Europa League Finals:

Bayer 04 Leverkusen – Espanyol Barcelona

Nach dem Final-Hinspiel gegen Espanyol Barcelona sah es ganz danach aus, als ob Bayer 04 Leverkusen noch ein wenig auf seinen ersten internationalen Titel warten müsse. Mit 0:3 trat man die Heimreise aus Spanien an, wirklich Freude auf das Rückspiel machte sich dadurch nicht breit. Und zwei Wochen später empfing die Werkself schließlich den katalanischen Gast, der sich schon als der sichere Sieger fühlte.

Und danach sah es auch nach der ersten Halbzeit aus, torlos ging es in die Kabine. Doch nach 57 Minuten der erste Hoffnungsschimmer: Der Brasilianer Tita stocherte den Ball nach Vorarbeit von Herbert Waas ins Netz. Nur sechs Minuten später lässt der frisch eingewechselte Klaus Täuber auf dem Flügel alle Gegenspieler hinter sich und flankt scharf in die Mitte, wo Falko Götz per Flugkopfball auf 2:0 erhöht.

Die Fans im Stadion und zuhause wussten nun, dass die Sensation zum Greifen nah ist. Und tatsächlich: Der Südkoreaner Bum-kun Cha erzielt in der 81. Minute das 3:0. Damit retteten sich die Leverkusener in die Verlängerung, wo es nach weiteren torlosen 30 Minuten schließlich ins Elfmeterschießen ging.

 

Alle Leverkusener Tore mit Live-Kommentar

Sinnbildlich für die beiden Finalspiele war, dass nach drei ausgeführten Elfmetern Bayer zunächst mit 0:2 zurücklag. Einmal mehr musste das Team von Erich Ribbeck seine Comeback-Qualitäten unter Beweis stellen – und das tat es. Die Spanier zeigen Nerven, während Bayer nach Täubers Treffer mit 3:2 führte. Espanyols Losada tritt zum entscheidenden Elfmeter an – und schießt drüber. Noch bevor der Ball wieder den Boden berührt brechen alle Dämme. Leverkusen gewinnt den UEFA-Pokal!

FC Porto – Celtic Glasgow

Es war die Geburtsstunde von „The Special One“: José Mourinho hatte erst in der Vorsaison das Traineramt beim FC Porto übernommen. Nachdem er in seiner Debütsaison Dritter in der Liga wurde versprach er den Fans, im nächsten Jahr den Meistertitel zu holen. Dieses Versprechen hielt er und konnte ein paar Wochen später sogar noch einen draufsetzen.

Denn im Finale des UEFA-Cups 2003 in Sevilla traf ein Porto ohne großen Namen im Team auf Celtic Glasgow, die unter anderem den schwedischen Superstar Henrik Larsson im Sturm hatten. Aber davon ließ sich Mourinhos Team nicht beeindrucken, und ging kurz vor dem Halbzeitpfiff mit 1:0 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel nahmen beide Teams aber erst richtig Fahrt auf. Es dauerte nur zwei Minuten bis Larsson zum Ausgleich traf. In der 54. Minute schoss Dimitri Alenitschew das Tor zur erneuten Porto-Führung, ehe Larsson lediglich drei Minuten später wieder ausglich. So ging es mit 2:2 in die Verlängerung, in der Derlei mit seinem zweiten Treffer des Abends für den 3:2-Endstand sorgte.

FC Liverpool – Deportivo Alavés

Den Fans im Dortmunder Westfalen Stadion bot sich im Finale zwischen dem FC Liverpool und Deportivo Alavés am 16. Mai 2001 ein Fußballspektakel der Extraklasse. Neun Tore, Verlängerung, zwei Platzverweise und das wohl tragischste Eigentor der UEFA-Cup-Geschichte. Aber von Anfang an:

Das Spiel war noch keine vier Minuten alt, da köpfte der Deutsche Markus Babbel den FC Liverpool mit 1:0 in Front. Steven Gerrard erhöhte nur zwölf Minuten später auf 2:0. Und obwohl Iván Alonso wenig später auf 2:1 verkürzte, waren die Hoffnungen von Deportivo nach den 3:1 in der 41. Minute verschwindend gering.

Doch die Spanier zeigten Comeback-Qualitäten – mehrmals. Nur sechs Minuten nach dem Beginn der zweiten Halbzeit sorgte Javi Moreno mit seinem Doppelpack für den 3:3-Ausgleich, ehe Robbie Fowler die Reds in der 73. Minute wieder in Führung brachte. Deportivo gab indes nicht auf und kämpfte bis zur letzten Minute.

 

Alle Tore des UEFA-Cup-Finals 2001

Und tatsächlich: Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit sprang Jordi Cruyff, Sohn des legendären Johan Cruyff, nach einer Ecke höher als seine Gegenspieler und sorgte für das späte 4:4. Es ging in die Verlängerung, die damals noch mit der „Golden Goal“-Regel gespielt wurde, wo das Drama dann perfekt war. Nachdem Deportivo zwei Gelb-Rote Karten gesehen hatte, konnte es dem Angriffsdruck Liverpools nicht mehr viel entgegenstellen.

In der 117. Minute wurde Deflí Geli schließlich zum tragischen Held dieses Finals. Nach einer Freistoßflanke stieg der Spanier im eigenen Strafraum am höchsten und überwand seinen Keeper per Kopf mit seinem „Goldenen Eigentor“ zum 5:4-Endstand für Liverpool.

FC Schalke 04 – Inter Mailand

Wenn man einen Schalker nach dem größten Trainer der Vereinsgeschichte fragt, hört man mit großer Wahrscheinlichkeit den Namen Huub Stevens. Nicht umsonst wurde er anlässlich des 100-jährigen Bestehens des FC Schalke 04 im Jahr 2004 von Fans zum Jahrhunderttrainer gewählt. Bereits in seiner ersten Saison bei den Königblauen machte er sich dort unsterblich.

Im UEFA-Cup-Finale 1997 traf man auf die italienische Topmannschaft Inter Mailand, und konnte – zum Erstaunen vieler Kritiker – das Hinspiel daheim mit 1:0 gewinnen. Den Treffer des Tages erzielte dabei der Belgier Marc Wilmots. Das Rückspiel im Giuseppa-Meazza-Stadion blieb lange torlos, doch Inters Ivan Zamorano rette sein Team mit dem späten 1:0 in die Verlängerung.

Diese war genauso hart umkämpft wie die vorherigen beiden 90 Minuten und endete schließlich torlos – es ging ins Elfmeterschießen. Dort fanden die Mailänder in Jens Lehmann letzten Endes ihren Meister. Der spätere deutsche Nationaltorwart parierte zwei Elfmeter und sicherte den „Eurofightern“ von Coach Stevens ihren größten Titel der Vereinshistorie.

 

 

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August 4, 2020

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Vergangenen Sonntag fand in Silverstone ein so spannendes Finale wie schon lange nicht mehr statt. Während Mercedes das komplette Rennen dominierte, trug sich in den Schlussrunden unglaubliches zu!

Zwei Runden vor Ende platzte beim Zweiten Valtteri Bottas der linke Vorderreifen, weshalb er in den Schlussminuten nochmals an die Box musste und letztendlich außerhalb der Punkte nur Elfter wurde. Auch Carlos Sainz ereilte das gleiche Schicksal, er fiel von Position fünf auf 13 zurück.

Doch noch aufregender ging es an der Spitze zu: auch der linke Vorderreifen von Lewis Hamilton gab in der letzten Runde nach. Dadurch, dass Bottas zurückfiel, fuhr Verstappen an die Box, um sich neue Reifen für die schnellste Rennrunde zu holen. Hamilton hatte damit rund 30 Sekunden Vorsprung auf den Niederländer.

Doch nachdem auch Hamiltons Reifen kaputt ging, wurde dieser Vorsprung immer weniger, am Ende konnte er sein Auto auf drei Reifen rund sechs Sekunden vor dem Verstappen über die Ziellinie retten.

Diese Woche geht es übrigens direkt wieder in Silverstone weiter – und zwar mit einem ganz besonderen Grand Prix: Wir feiern den 70-jährigen Jubiläums Grand Prix der Formel 1. Und zu diesem Anlass blicken wir auf die besten Aufholjagden der Geschichte zurück.

1955 Großbritannien GP: Roberto Mieres – von 32 auf 6

Bis heute hält Roberto Mieres den Rekord für die meisten aufgeholten Plätze in einem Formel 1 Rennen. Der Argentinier startete nämlich vom letzten Startplatz, Position 32, aus und kämpfte sich am Ende bis auf Platz sechs nach vorne.

Es war ein aufregendes Rennen, das unter schwierigen Bedingungen ausgetragen wurde. Denn kurz nach Rennbeginn fing es auf dem Silverstone-Circuit in Großbritannien zu regnen an, wodurch sich für viele Piloten Probleme ergaben. Am Ende schafften es von den 32 gestarteten Autos nur 15 ins Ziel.

Doch während die restlichen Fahrer mit dem Kurs kämpften, legte Mieres eine außergewöhnliche Aufholjagd hin: er machte ganze 26 Plätze gut und hat damit einen unglaublichen Rekord aufgestellt.

Übrigens im selben Rennen startete auch Onofre Marimon von Position 28 aus. Am Ende machte er 25 Plätze gut und fuhr damit als Dritter aufs Podium.

1983 USA West Grand-Prix: John Watson und Niki Lauda

Eine mindestens genauso aufregendere Aufholjagd legten die damaligen McLaren Teamkollegen John Watson und Niki Lauda beim Großen Preis der USA West 1983 hin.

Die beiden starteten vom 22. und 23. Platz aus und legten ein phänomenales Rennen hin. Denn am Ende standen sie nicht wegen langer Safety-Car-Phasen oder Wetterumschwungs ganz oben, sondern weil sie ein unfassbares Rennen gefahren sind.

Quasi im Tandem haben sie das Feld von hinten aufgerollt. Letztendlich wollte Watson den Sieg aber noch mehr als sein österreichischer Kollege und zog so weiter davon, sodass er mit fast einer halben Minute Vorsprung als Erster ins Ziel kam.

Übrigens: bereits ein Jahr zuvor war John Watson als 17. In den Großen Preis der USA Ost ins Rennen gegangen und auch hier triumphierte er am Ende als Sieger.

1993 Portugal Grand-Prix: Damon Hill – von 26 auf 3

Eigentlich sollte Damon Hill als Qualifying-Erster an den Start gehen, doch da zu Beginn der Einführungsrunde sein Motor nicht startete, musste er als Letzter von Platz 26 aus antreten – allzu große Probleme scheint ihm das jedoch nicht bereitet zu haben.

Er fuhr ein klasse Rennen und hatte schnell den Anschluss zu den vorderen Plätzen gefunden. Am Ende musste er sich nur Michael Schumacher und Alain Prost geschlagen geben, als er als Dritter ins Ziel kam.

1995 Belgien Grand-Prix: Michael Schumacher – von 16 auf 1

Auch beim Großen Preis von Belgien 1995 hat Michael Schumacher einmal mehr sein Können unter Beweis gestellt. Er startete nämlich zunächst von Position 16 aus, doch in einem Rennen, das von vielen Ausfällen und schwierigen Wetterverhältnissen geprägt war, konnte Schumacher sich am Ende als Sieger behaupten.

Schumacher im Kampf gegen Damon Hill beim Belgien Grand-Prix 1995.

Denn bereits zu Beginn des Rennens hatte der deutsche Ausnahmerennfahrer einige Plätze gut machen können. Als es dann aber nach der Hälfte der absolvieren Runden kurz zu regnen anfing, „Schumi“ jedoch im Gegensatz zu seinem Konkurrenten Damon Hill, auf den Trockenreifen blieb, stellte sich Schumachers Taktik als bessere heraus und fuhr er schließlich zum Sieg. 

2000 Deutschland Grand-Prix: Rubens Barrichello – von 18 auf 1

Eine noch etwas bessere Verfolgungsjagd ist Rubens Barrichello beim Deutschland Grand-Prix 2000 gelungen. Der brasilianische Ferrari-Teamkollege von Michael Schumacher ging nämlich als 18. ins rennen und stand am Ende ganz oben auf dem Treppchen.

Und mi der erstaunlichen Aufholjagd fing Barrichello früh an: in der ersten Runde machte er bereits acht Plätze gut und landete so auf Rang zehn.

Der Brasilianer flog weiterhin über die Stecke und machte Plätze gut, ehe es zu mehreren Safety-Car-Phase kam – die erste wurde von einem Zuschauer ausgelöst, der auf die Strecke gelaufen war.

Danach folgte eine Regenphase, in der Barrichello ähnlich wie zuvor Schumacher auf Regenreifen verzichtete und somit nach zuletzt 123 sieglosen Rennen endlich wieder einen Erfolg feierte.

2005 Japan Grand-Prix: Räikkönen – von 17 auf 1

Auch der ehemalige Formel 1 Weltmeister Kimi Räikkönen kennt sich mit ungewöhnlichen Siegen aus. 2005 ist ihm beim Großen Preis von Japan in Suzuka genau das gelungen, als er von Startposition 17 aus ins Rennen ging und selbiges als Erster beendete.

Doch lange Zeit schien es so, als würde Giancarlo Fisichella der Favorit sein, da er das Feld einige Runden anführte. Doch Kimi Räikkönen legte eine schnellste Runde nach der anderen hin und schloss so am Rennende auf den Führenden auf. In der allerletzten Rennrunde überholte er den Italiener noch und sicherte sich den Sieg.

2011 Kanada GP: Jenson Button – von 21 auf 1

Auch der Große Preis von Kanada 2011 ging wegen einiger Ereignisse in die Geschichtsbücher der Formel 1 ein. Jenson Button startete dabei zwar nicht von ganz hinten, doch in diesem Rennen wurden die Positionen der Fahrer quasi alle paar Minuten getauscht und so war Button zwischendurch nach 40 von 70 gefahrenen Runden Letzter.

Das Rennen hat bereits ungewöhnlich begonnen: aufgrund von starken Regenfällen wurde das Rennen hinter dem Safety Car gestartet, nach kurzer Zeit freigegeben und wegen einer Kollision wieder hinter dem Safety Car fortgesetzt, es kam später nochmals raus, sodass insgesamt 30 Runden hinter ihm bestritten wurden.

Jenson Buttons Erfolg beim Kanada Grand-Prix 2011.

Zudem wurde das Rennen unterbrochen und Button war zwischenzeitlich aufgrund eines Zusammenpralls mit Fernando Alonso Letzter.  Doch Button gab in solch einem verrückten Rennen nicht auf und schaffte es von Runde zu Runde weiter nach vorne zu fahren.

So gelang es dem Engländer in der letzten Runden den führenden Sebastian Vettel, der sich zuvor gedreht hatte, zu überholen. Für Button war es der erste Saisonsieg.

2019 Hockenheim Grand-Prix : Vettel – von 20 auf 2

Doch auch Sebastian Vettel selbst hat schon einige famose Aufholjagden feiern können. Zuletzt etwa beim Heim Grand-Prix 2019 auf dem Hockenheim Ring.

Dabei war Vettel im Q1 aufgrund eines technischen Problems gar keine Runde gefahren und durfte nur aufgrund seiner ausreichend schnellen Zeit aus dem Freien Training als Letzter an den Start gehen.

Im Rennen selbst herrschten von Anfang an schwierige Bedingungen, da es seit dem Start regnete – doch Vettel ist ja bekanntlich einer der besten Regenfahrer. Von Anfang an holte der Deutsche einige Plätze auf seine Mitstreiter auf und konnte sein Rennen ohne Fahrfehler bestreiten.

Anderen Fahrern gelang das nicht, weshalb das Safety Car mehrmals ausrücken musste. Doch Vettel fuhr weiterhin ein tolles Rennen und überholte in der vorletzten Runde das Auto vor ihm, wodurch er auf dem zweiten Platz lag. Am Ende musste er sich nur dem Sieger Max Verstappen geschlagen geben.

Übrigens: ähnliches ist Sebastian Vettel bereits bei Großen Preis von Abu Dhabi im Jahr 2012 gelungen. Damals musste er aus der Box starten und fuhr am Ende trotzdem auf den dritten Platz.

Alle Wetten zur Formel 1 gibt’s hier! Sichere Dir zudem hier unseren Willkommensbonus!

* Die Rechte am Bild liegen bei Christof Stache / AP Photos *

August 4, 2020

Von 888sport

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Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.

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Die nationalen Ligen wurden in Europa trotz der Pandemie größtenteils erfolgreich über die Bühne gebracht. Die Meister sind gekürt und nun steht für einige Vereine das absolute Saisonhighlight vor der Tür. Die Champions-League nimmt den Spielbetrieb wieder auf. Die besten Quoten zu den Spielen findet ihr hier

 

Mit RB Leipzig, Atletico Madrid, Atalanta Bergamo und PSG stehen schon vier Mannschaften im Viertelfinale. Die anderen vier werden in den noch ausstehenden Achtelfinal-Rückspielen ermittelt. Wir zeigen euch alles, was ihr über diese Partien wissen müsst.

 

Juventus Turin – Olympique Lyon

 

Eigentlich könnte es für Juve gar nicht besser laufen. Zwar verlor man das Pokalfinale gegen Napoli, sicherte sich in der Liga dafür den neunten Scudetto in Folge.

 

 

Einzig und allein das Hinspielergebnis aus dem März trübt ein wenig die Stimmung in Turin. Mit 1:0 mussten sich Cristiano Ronaldo & Co in Lyon geschlagen geben.

 

Allerdings bestritt Lyon sein letztes Pflichtspiel im März. Die Liga in Frankreich wurde bekanntermaßen komplett abgebrochen und so holte sich Lyon zuletzt über Freundschaftsspiele die nötige Wettkampfpraxis, ob das ausreicht, wird sich erst am Freitag zeigen.

 

Zudem bewies Juve in der letzten Saison, dass es durchaus in der Lage ist Rückstände noch zu drehen. Cristiano Ronaldo machte damals mit einem Hattrick gegen Atletico die 2:0 Niederlage aus dem Hinspiel vergessen.

Hoffnung macht Lyon die Rückkehr des Niederländers Memphis Depay. Vor seinem Kreuzbandriss erzielte er neun Treffer in 13 Partien und erzielte auch in den letzten Jahren Tore am Fließband für die Franzosen. Verzichten muss man allerdings auf Lucas Tousart. Der Torschütze aus dem Hinspiel, spielte nur noch auf Leihbasis in Lyon und verabschiedete sich im Sommer endgültig zu Hertha BSC Berlin.

 

Manchester City – Real Madrid

 

Die zweite Partie am Freitagabend steigt zwischen den Skyblues und den Königlichen. Real findet sich dabei in einer ungewohnten Rolle wieder. Die Mannschaft von Zinedine Zidane muss eine 1:2 Heimniederlage aus dem Hinspiel drehen.

 

Dabei waren die Madrilenen lange die bessere Mannschaft und gingen in der 60. Minute durch Isco auch verdient in Führung. Allerdings drehten Gabriel Jesus und Kevin De Bruyne per Elfmeter die Partie zugunsten der Elf von Pep Guardiola. Real schwächte sich durch eine Rote Karte von Sergio Ramos am Schluss auch noch selbst.

 

Die Highlights aus dem Hinspiel zwischen Real Madrid und Manchester City.

 

Ohne den Kapitän wird es natürlich schwierig für die Königlichen, aber eventuell setzt man im Rückspiel wieder auf Toni Kroos. Der Mittelfeldstratege wurde im Hinspiel geschont, da man wenige Tage später in der Liga auf den FC Barcelona traf. Der Deutsche würde das Spiel von Real mit seiner Kreativität und seinen genialen Pässen auf jeden Fall bereichern.

 

Manchester City musste sich in der Liga mit dem zweiten Platz hinter dem FC Liverpool abfinden, im FA Cup schied man im Halbfinale aus und so stand am Ende der Saison lediglich der Triumph im englischen Ligapokal. Gemessen an den hohen Ansprüchen der Vereinsführung ist das definitiv zu wenig und so sind die Erwartungen in der Champions-League bei City ziemlich hoch.

 

Immerhin einem Super-Gau entkam der Verein. Den Citizens drohte ein Ausschluss aus den europäischen Wettbewerben für die nächsten zwei Jahre. Ein Gerichtsurteil sprach den Verein aber frei und so darf man auch in den nächsten Jahren den ersten CL-Triumph der Vereinsgeschichte in Angriff nehmen.

 

FC Bayern München – FC Chelsea

 

Vor der Unterbrechung schien es so, als wäre der FC Bayern auf dem Weg zu seinem sechsten Champions League Erfolg nicht zu stoppen. Sieben Siege aus sieben Spielen stehen in dieser Champions League Saison bisher zu Buche, damit sind die Bayern die einzige Mannschaft im Wettbewerb, die alle Spiele gewinnen konnte.

 

In der Gruppenphase gelang den Bayern ein sensationeller 7:2 Auswärtserfolg beim Vorjahresfinalisten Tottenham und auch die zweite Reise nach London sollte für die Bayern erfolgreich verlaufen. An der Stamford Bridge lies die Mannschaft von Trainer Hansi Flick nichts anbrennen und gewann überzeugend mit 3:0.

 

Zweimal war dabei auch Serge Gnabry erfolgreich, schon bei der Gala gegen die Spurs hatte der ehemalige Arsenal Profi mit vier Toren einen Sahnetrag erwischt. Insgesamt war der Flügelspieler also sechs Mal gegen seine ehemaligen Rivalen erfolgreich.

 

Die Highlights des 3:0 Erfolgs des FC Bayern an der Stamford Bridge.

 

Der FC Chelsea sicherte sich am letzten Spieltag der Premier League erneut ein Ticket für die Teilnahme an der Champions League. Im FA Cup Finale unterlag die Mannschaft von Frank Lampard allerdings dem FC Arsenal.

 

Mit Christian Pulisic, César Azpilicueta und Pedro verletzten sich zudem gleich drei Spieler im Endspiel, die gegen den FC Bayern nicht zur Verfügung stehen werden. Der FC Chelsea benötigt also ein Wunder in der Stadt in der er 2012 noch im selben Wettbewerb triumphierte, um den 0:3 Rückstand noch irgendwie zu drehen.

 

FC Barcelona – SSC Neapel

 

Beim FC Barcelona rumorte es in den letzten Wochen gewaltig und einem platzte dann endgültig der Kragen. Lionel Messi übte nach der verpassten spanischen Meisterschaft deutliche Kritik an seiner Mannschaft. Laut Messi war die Mannschaft über die Saison gesehen ein schwaches Team und nach der Niederlage gegen Osasuna warnte er, dass man mit einer solchen Leistung gegen den SSC Neapel ausscheiden würde.

 

Dabei gehen die Katalanen mit einem leichten Vorteil in das Rückspiel im Camp Nou. In der Stadt am Vesuv gelang es Messi & Co, beim 1:1 wenigstens das wichtige Auswärtstor zu erzielen. Auf Arturo Vidal wird Barca im Rückspiel verzichten müssen. Der Ex-Bayer handelte sich eine unnötige Rote Karte ein und ist somit gesperrt. Erst bei einem möglichen Viertelfinale gegen die Bayern dürfte er wieder zur Verfügung stehen.

 

Die Napolitaner mit dem neuen Trainer Genaro Gattuso zeigten sich defensiv sehr diszipliniert, hatten aber auch selber einige gefährliche Torchancen und gingen durch Dries Mertens auch vor der Pause in Führung. Antoine Griezmann verhinderte durch seinen Ausgleichstreffer eine Niederlage für den FC Barcelona.

 

Auch in Italien lief es für Napoli nach dem Trainerwechsel von Carlo Ancelotti zu Gennaro Gattuso deutlich besser. In der Liga erreichte man zwar nur Platz sieben, wobei man im Verlauf der Saison auch schon weiter unten stand, dafür siegte man im italienischen Pokal im Finale gegen Juventus Turin.

 

 

Die besten Wetten gibt es hier!

 

 

* Die Rechte am Bild liegen bei Frank Augstein / AP Photos *

August 4, 2020

Von 888sport

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Ursprünglich sollten bereits seit dem 24. Juli die Olympischen Spiele in Tokyo laufen, hätte nicht die Covid 19-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schade, denn wir haben uns schon auf spannende Wettkämpfe, strahlende Sieger und neue Helden gefreut.

 

Allerdings sorgt Olympia auch regelmäßig für Skandale, umstrittene Urteile oder politische Entscheidungen, die nicht gerade den olympischen Werten entsprechen. Wir blicken auf die größten Skandale in der Geschichte der olympischen Spiele.

 

1908: Dorando Pietri wird die Goldmedaille aberkannt

 

Bei den Spielen in Großbritannien wurde erstmals die heutige Marathonstrecke von 42,195 Kilometern gelaufen, da der Start am Schloss Windsor vor den Augen der Königsfamilie erfolgen sollte. Das Ziel befand sich im Stadion vor der Loge der Königsfamilie und so musste die damalige Strecke entsprechend angepasst werden.

 

 

 

Der Italiener Dorando Pietri lief damals als Erster ins Stadion herein. Eine halbe Stadionrunde trennte ihn nur noch vor seinem vermeintlichen Erfolg. Allerdings hatte er sich vollkommen verausgabt. Zunächst lief er im Stadion in die falsche Richtung, woraufhin die Richter ihn auf den richtigen Weg wiesen.

 

Zwar lief er nun richtig, brach aber vollkommen erschöpft zusammen. Irgendwie schaffte er es sich nochmal aufzurappeln, fiel aber auf den nächsten 350 Metern weitere dreimal hin. Zehn Meter vor dem Ziel sollte er ein fünftes Mal zusammenbrechen, bis die Ärzte ihm ins Ziel halfen. John Hayes der Zweitplatzierte aus den USA legte daraufhin erfolgreich Protest ein und Pietri wurde disqualifiziert.

 

Pietri bekam von Queen Alexandra am nächsten Tag als Würdigung für seine Leistung einen Goldpokal überreicht. Der Sieg des Amerikaners Hayes wurde weitaus weniger beachtet.

 

1932: Paavo Nurmi wird die Teilnahme verwehrt:

 

Der finnische Laufheld Nurmi hatte bereits neun Gold- und drei Silbermedaillen in seiner Vita stehen, als er sich auf die olympischen Spiele 1932 in Los Angeles vorbereitet. Nurmi wollte über 10000 Meter und am Marathon teilnehmen. Allerdings verweigerte der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) ihm damals die Teilnahme. Als Begründung zog man damals eine zu hohe Reisekostenabrechnung heran, womit Nurmi den Amateurstatus verletzt hätte.

 

Vermutlich steckte dahinter eine politisch motivierte Entscheidung, denn mit Sigfrid Edström war damals ein Schwede Oberhaupt des IAAF. Trotz des Verbots reiste Nurmi in die USA und trainiert sogar im Athletendorf. Die Entscheidung wird aber trotz Veto seiner Konkurrenten nicht mehr geändert und so zieht sich Nurmi verbittert aus dem aktiven Sport zurück.

 

1956: Blutbad in Melbourne

 

Das Wasserballspiel zwischen den Ungarn und der damaligen Sowjetunion wurde zum bekanntesten Spiel dieses Sports. Beide Mannschaften trafen aufeinander, als in Ungarn gerade ein Volksaufstand durch die sowjetische Armee brutal beendet wurde. Die ungarische Mannschaft befand sich damals im Trainingslager unweit von Budapest und wurde daraufhin schnell außer Landes gebracht.

 

Erst in Melbourne erfuhren die Spieler was wirklich in ihrer Heimat los war und sahen die Olympiade nun als Chance an, die Unabhängigkeit ihres Landes zu repräsentieren. Zum Spiel selber kamen 5500 Zuschauer, eine derart hohe Zahl hatte man im Vorfeld nicht erwartet.

 

Das Spiel war ohnehin schon sehr robust geführt, aber eine Aktion brachte das Fass endgültig zum überlaufen. Beim Stand von 4:0 für den damaligen Titelverteidiger Ungarn wurde dem ungarischen Spieler Ervin Zádor von einem sowjetischen Spieler mit einem Faustschlag ins Gesicht eine stark blutende Wunde zugefügt.

 

Sein Anblick nach Verlassen des Beckens brachte die ungarischen Fans endgültig gegen die Russen auf. Viele Zuschauer sprangen auf die Poolumrandung und bedrohten die Russische Mannschaft. Das Einschreiten der Polizei konnte damals wohl schlimmeres Verhindern und so brach man das Spiel eine Minute vor Schluss ab.

 

Die Partie wurde für die Ungarn gewertet, die am Endes des Turniers erfolgreich ihren Titel verteidigen konnten. Mit 2:1 siegte man im Finale über die Sowjetunion.

 

1976: Manipulierter Degen

 

Besondere Kreativität bewies der sowjetische Moderne Fünfkämpfer Boris Onischtschenko, als er bei den Spielen in Montreal seinen Degen manipulierte. Er hatte an diesem einen mechanischen Kontaktknopf angebracht. Den er mit dem Ringfinger betätigen konnte.

 

Auf diese Art und Weise leuchtete er das Trefferlicht bei seinem Gegner aus. Ein britischer Gegner schöpfte Verdacht und so wurde die Sache untersucht. Die Russen wurden disqualifiziert und Onischtschenko auf Lebenszeit gesperrt.

 

1980: Boykott des Westens

 

Das die olympischen Spiele nicht frei von Politik sind, wurde damals in Moskau eindeutig. Schon vor 1980 wurden immer wieder einzelne Nationen boykottiert, allerdings nie in diesem Ausmaße. Schuld daran war der kalte Krieg. Die Sowjetunion marschiert Ende 1979 in Afghanistan ein, was die USA dazu veranlasst die Spiele komplett zu boykottieren. 63 Nationen schließen sich den USA an, darunter auch die Bundesrepublik Deutschland. Die Olympiade wird mit nur 81 Nationen ausgetragen, die kleinste Anzahl seit Melbourne 1956.

 

Der Westen boykottierte die Olympischen Spiele 1980 in Moskau.

Vier Jahre später boykottieren die Russen dann die Olympiade in Los Angeles. 18 Nationen schließen sich ihnen an, darunter auch die DDR. Andere sozialistische Staaten schicken hingegen ihre Athleten in die USA und so fiel dieser Boykott nicht ganz so groß aus.

 

1988: Der Dopingskandal des Ben Johnson

 

Es sollte das größte 100-Meter Rennen in der Geschichte der Olympischen Spiele werden, es wurde jedoch zum größten Skandal. Der Kanadier Ben Johnson gegen den US-Amerikaner Carl Lewis. Johnson bricht bei den Spielen in Seoul mit 9.79 Sekunden, den Weltrekord, den er selbst bei der WM ein Jahr zuvor aufgestellt hatte. Für Carl Lewis eine Demütigung.

 

Ein Tag lang war Johnson der gefeierte Held, bis er schließlich des Dopings überführt wurde. Johnson wird disqualifiziert und Lewis erhält nachträglich Olympia- und WM-Gold. Allerdings steht auch hinter Lewis ein riesengroßes Fragezeichen, denn vor den Spielen in Seoul, soll eine positive Dopingprobe von ihm vertuscht worden sein.

 

1988: Schwach gekämpft und dennoch Gold

 

Im gleichen Jahr treffen im Finale des Halbmittelgewichts im Boxen der Südkoreaner Si-Hun Park und der US-Star Roy Jones Jr aufeinander. Jones gilt als einer der besten Boxer aller Zeiten und dementsprechend dominiert er den südkoreanischen Lokalmatador. Dieser profitierte schon in seinen vorherigen Kämpfen von einigen fragwürdigen Entscheidungen.

 

Park Si-Hun gewinnt Gold im Boxen 1988, in einem Kampf in dem er klar unterlegen war.

                                             

Das Publikum peitscht ihn natürlich nach vorne, aber Park wird trotzdem vom Ringrichter bereits in der zweiten Runde angezählt. Als der finale Gong ertönt Rechnen dann natürlich alle mit Jones als klaren Gewinner, doch zur Überraschung aller, fällt das Urteil mit 3:2 zugunsten des Südkoreaners aus.

 

Letzterer schaut nach dem Urteil fast entschuldigend zu Jones, der anschließend in Tränen ausgebricht.Die drei Punktrichter werden nach den Spielen suspendiert und Jones findet sein Glück im Profiboxen, wo er einige Erfolge feiern kann.

 

 

 

* Die Rechte am Bild liegen bei Eugene Hoshiko / AP Photos *

August 3, 2020

Von 888sport

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Am heutigen Montag verabschiedet sich mit der Schweizer Raiffeisen Super League eine weitere europäische Fußballliga verspätet in die Sommerpause. Auch wenn der diesjährige Meister bereits feststeht, sind noch nicht alle Entscheidungen in der Liga gefallen.

 

Um 20:30 Uhr werden alle Partien angepfiffen, und für manche Teams steht dabei noch einiges auf dem Spiel. Wir zeigen welche Entscheidungen bereits feststehen und welche Mannschaften an diesem letzten Spieltag noch einmal zittern müssen.

Die Meisterschaft

Wie eingangs bereits erwähnt, steht der Schweizer Meister vor Beginn des letzten Spieltags bereits fest. Mit dem 1:0-Sieg gegen den FC Sion in der Vorwoche sicherten sich die Young Boys Bern ihre 14. Meisterschaft und damit die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation. Heute empfangen sie zuhause ihren größten Widersacher dieser Saison, den FC St. Gallen.

Nach einem beeindruckenden 6:0 gegen den Tabellenletzten NE Xamax, hat sich die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler den zweiten Platz ebenfalls bereits letzte Woche gesichert. Zudem stellt das Team des Deutschen nun mit 78 Treffern die beste Offensive der Liga. Mann des Spiels war dabei einmal mehr St. Gallens Sturmtalent Cedric Itten, der mit drei Treffern seine Torausbeute auf 19 erhöhen konnte.

 

Interview mit Jean-Pierre Nsame

Der einzige Spieler, der diese Saison noch besser trifft, ist Berns Jean-Pierre Nsame. Mit 30 Toren in 31 Spielen führt er die Torjägerliste mit weitem Abstand zum Zweitplatzierten Itten an. Nicht umsonst bilden die Young Boys mit nur einem Tor weniger als ihr heutiger Gegner den derzeit zweitbesten Angriff. Ein Offensiv-Spektakel ist damit vorprogrammiert!

Einzug in die Europa League

Auch was die Vergabe der restlichen internationalen Plätze angeht, steht bereits vor Anpfiff schon alles fest. Neben St. Gallen hat sich auch der FC Basel frühzeitig ein Ticket für die Europa League gesichert. Der 20-malige Meister und amtierende Pokalsieger empfängt heute Abend den Tabellenfünften FC Luzern.

Das Team um Kapitän Valentin Stocker ist seit sechs Ligaspielen ohne Niederlage (drei Siege, drei Unentschieden). St. Gallen hatte man zuletzt sogar mit 5:0 vom Platz gefegt. Auch wenn ihnen der dritte Tabellenplatz nicht mehr genommen werden kann, werden die Männer von Coach Marcel Koller heute Abend noch einmal alles geben.

Für eine Überraschung sorgte diese Saison der Servette FC aus Genf. Der Aufsteiger liegt zwar mit 49 Punkten 12 Punkte hinter dem FC Basel, doch auch ihr vierter Platz kann ihn heute nicht mehr genommen werden. Das Besondere daran: Durch die COVID-19-Pandemie kann das diesjährige Pokal-Endspiel nämlich erst nach der Meldefrist für die Europa League ausgetragen werden.

Darum qualifiziert sich in dieser Saison auch der Tabellenvierte der Liga für das internationale Geschäft. Mit nur einem Sieg (gegen den Tabellenletzten) aus den letzten sechs Spielen zeigte sich das Team aus Genf zuletzt nicht wirklich eines künftigen Europa-League-Teilnehmers würdig. Für ihren Gegner, den FC Sion, steht zudem heute Abend noch einiges auf dem Spiel.

Die Relegation

Denn Sion verabschiedet sich dieses Jahr eventuell später als alle anderen Mannschaften in die ohnehin schon verspätete Sommerpause. Mit 36 Punkten steht man derzeit auf dem neunten Tabellenplatz, was den ungewollten Einzug in die Relegation bedeuten würde. Im Gegensatz zum heutigen Gegner aus Genf, macht die Formkurve von Sion den Fans aber durchaus Hoffnung.

Das 0:1 gegen den späteren designierten Meister aus Bern war die erste Niederlage seit sieben Spielen für die Mannschaft von Paolo Tramezzani. Ohnehin könnte ein Unentschieden Sion schon zum sicheren Klassenerhalt reichen. Denn der FC Thun liegt mit nur einem Punkt mehr und einem deutlich schlechteren Torverhältnis auf Platz acht.

Doch Thun hat damit trotzdem alles in der eigenen Hand. Der Pokalfinalist des vergangenen Jahres gastiert im Stadion Letzigrund beim FC Zürich, der seinen Platz im Tabellenmittelfeld auch bereits sicher hat. Den Thunern wird allerdings Mut machen, dass sie auf die schwächste Defensive des Schweizer Oberhauses treffen. Mit dem direkten Abstieg haben weder Sion noch Thun allerdings nichts mehr zu tun.

 

Marc Schneider vor dem letzten Saisonspiel

Der Abstieg

Die Mannschaft des Neuchâtel Xamax FCS stand bereits nach der 0:1-Niederlage gegen Bern am 33. Spieltag als diesjähriger Absteiger fest. Nur ein Sieg aus den letzten elf Spielen, die schwächste Offensive der Liga und neun Punkte Abstand zum Relegationsplatz. Das ist die ernüchternde Bilanz des Teams aus Neuenburg.

Heute Abend empfängt man den FC Lugano, der sich im Fernduell mit Luzern und Zürich noch die Plätze fünf bis sieben untereinander ausspielt. Für Xamax geht es lediglich noch um Schadensbegrenzung bevor man den Gang in Liga Zwei antritt.

Alle Spiele im Überblick

FC Basel – FC Luzern (20:30 Uhr)

Neuchâtel Xamax FCS – FC Lugano (20:30 Uhr)

Servette Genf – FC Sion (20:30 Uhr)

Young Boys Bern – FC St. Gallen (20:30 Uhr)

FC Zürich – FC Thun (20:30 Uhr)

 

 

Alle Wetten zum Fußball gibt’s hier!

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August 3, 2020

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Manche Momente sind für die Ewigkeit – auch im Sport. Beim Tennis muss man sich auf verschiedenen Turnieren jedes Mal aufs Neue gegen die besten der Welt beweisen, um zu den Großen zu gehören. Doch manchmal muss man gar nicht gewinnen, um in die Sporthistorie einzugehen. Oft reicht ein einzelner Moment, um Geschichte zu schreiben.

 

Ein Satz, ein Ballwechsel oder auch nur ein Aufschlag können ausreichen, um Rekorde aufzustellen. Und bis diese gebrochenen werden, haben sich alle anderen daran zu messen. Wir zeigen euch die außergewöhnlichsten Bestmarken im Tennis.

Das kürzeste Match

Das haben sich die Zuschauer sicherlich anders vorgestellt: 2001 traf der Chinese Shan Jiang in der ersten Runde der heimischen Heineken Open in Shanghai auf den Spanier Francisco Clavet. Die chinesischen Fans drückten ihrem Landsmann natürlich die Daumen – doch vergebens. Denn Jiang verlor die ersten beiden Sätze mit 0-6, und so war für ihn das Turnier nach 25 Minuten bereits beendet. Ob das das Eintrittsgeld wert war?

Der schnellste Aufschlag

Tennis ist ein kontaktloser Sport, so muss man sich um Verletzungen durch Fremdeinwirkung normal keine Sorgen machen – außer der Gegenüber heißt Samuel Groth. Im Mai 2012 schlug der Australier beim Challenger-Turnier im südkoreanischen Busan im Spiel gegen Uladsimir Ihnazik den schnellsten jemals gemessenen Aufschlag. Mit 263 km/h donnerte Groth den Ball über das Netz. So einem Geschoss stellt man sich besser nicht in den Weg.

Das längste Grand-Slam-Match

Als der US-Amerikaner John Isner beim Grand-Slam-Turnier 2010 in Wimbledon auf den Franzosen Nicolas Mahut traf, ahnten die beiden noch nicht, dass dieses Match in die Geschichte eingehen würde. Da die Begegnung zwei Tage in Folge wegen Dunkelheit abgebrochen werden musste, bevor ein Sieger feststand, erstreckte sie sich auf insgesamt drei Tage. Im 20. Spiel nach Wiederbeginn gelang Isner schließlich das erste Break im fünften Satz zum 70:68 und damit zum Sieg.

 

Das legendäre Match zwischen Isner und Mahut

Mit 11 Stunden und 5 Minuten reine Spielzeit ging diese Partie als das längste Match der Geschichte ein. Darüber hinaus brach man dabei die Rekorde für den längsten Satz (8 Stunden, 11 Minuten), die meisten Spiele innerhalb eines Matches (183) sowie die meisten Asse eines Spielers in einem Match (Isner, 112).

Der längste Ballwechsel

Dass Tennis ein Ausdauersport ist, haben Isner und Mahut zuletzt eindrucksvoll bewiesen. Doch obwohl ihre Partie mehrere Bestmarken aufstellte, ist der Rekord für den längsten Ballwechsel innerhalb eines Matches seit über 20 Jahren ungebrochen. Am 12. März 1988 spielten sich Will Duggan und Ron Kapp 3 Stunden und 33 Minuten lang das Spielgerät hin und her. Unglaubliche 6202-mal überquerte der Ball dabei das Netz.

Der Zuschauerrekord bei einem Einzelmatch

Im Finale des Davis Cups 2014 traf der zuvor neunmalige Champion aus Frankreich auf die Schweiz, die dieses Turnier noch nie gewinnen konnte. Das Finale wurde über drei Tage, vom 21. bis 23. November, im Stade Pierre-Mauroy im französischen Villeneuve-d’Ascq ausgespielt. Überraschenderweise konnten die Schweizer um Roger Federer das Turnier am letzten Tag für sich entscheiden. 27.448 Menschen verfolgten das Ereignis live im Stadion.

Die meisten Grand-Slam-Finals in Folge

Roger Federer gehörte schon immer zu den Großen des Tennis, doch es gab eine Zeit, da hat der den Sport regelrecht dominiert. Von Wimbledon 2005 bis zur US Open 2007 hat er als erster und bisher einziger Spieler zehnmal in Folge ein Grand-Slam-Finale erreicht. Acht davon konnte er am Ende für sich entscheiden. Zweimal musste er sich im Finale der French Open gegen seinen wohl größten Widersacher Rafael Nadal geschlagen geben.

Die meisten Grand-Slam-Einzeltitel

Auch was die gesammelten Grand-Slam-Einzeltitel angeht, hat Federer die Nase vorn. Bislang 20-mal konnte er den Titel für sich entscheiden, zuletzt bei der Australian Open 2018. Doch die in dieser Statistik derzeit Zweit- und Drittplatzierten, Nadal (19 Titel) und Novak Đoković (17), sind ihm auf den Fersen. Letzterer gewann auch das Finale in Wimbledon vergangenes Jahr im direkten Duell mit Federer.

 

Die besten Momente von Roger Federer

Die meisten Grand-Slam-Gewinne im Einzel

Ein Grand Slam bezeichnet den Sieg aller vier Grand-Slam-Turniere innerhalb eines Kalenderjahres. Eine wirkliche Rarität und für einen Tennisprofi wohl das Höchste der Gefühle. Der Australier Rod Laver ist bisher der einzige, dem dieses Kunststück in seiner Karriere zweimal gelungen ist (1962 und 1969). 1969 sorgte er zudem mit 18 Titeln in einer Saison für einen weiteren Rekord.

Die meisten Einzel- und Doppeltitel

Ab den 1980er-Jahren hat der US-Amerikaner John Patrick McEnroe den Tennissport regelrecht dominiert. Sieben Grand-Slam-Turniere im Einzel sowie neun im Doppel konnte er für sich entscheiden. In seiner 15-jährigen Karriere gewann er insgesamt 77 Einzel- und 78 Doppeltitel. Mit einer Gesamtzahl von 155 Titeln ist er damit bis heute der Rekordhalter in dieser Kategorie.

Der älteste ATP-Turniersieger

Der Rekord der meisten Titel ist aber nicht der einzige, der von McEnroe gehalten wird. Obwohl dieser seine Karriere bereits in den 90ern an den Nagel hing, und nur noch gelegentlich in der ATP Champions Tour (eine Turnierserie für ehemalige Weltklassespieler) auflief, wagte er sich 2006 noch einmal auf die große Bühne.

Bei der SAP Open im kalifornischen San José ging er im Doppel zusammen mit dem Schweden Jonas Björkman an den Start. Dass McEnroe seine Profikarriere eigentlich schon vor über zehn Jahren beendet hatte, merkte man ihm dabei nicht an. Das Duo gewann das Turnier schließlich, und McEnroe wurde drei Tage nach seinem 47. Geburtstag zum ältestes ATP-Turniersieger der Tennis-Geschichte.

 

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August 3, 2020

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Viel mehr als bei Teamsportarten muss beim Tennis jede Spielerin stets über sich hinaus wachsen, um mit den Großen mithalten zu können. Gewinnen ist aber nicht der einzige Weg, um sich in diesem Sport einen Namen zu machen. Ein Moment kann reichen, um in die Geschichtsbücher einzugehen.

 

Egal ob einzelner Geniestreich, denkwürdige Partie oder grandiose Siegesserie, manche Damen stellten in der Vergangenheit neue Bestmarken auf, die teilweise seit Jahrzehnten unerreicht sind. Wir zeigen euch die außergewöhnlichsten Rekorde der WTA-Geschichte.

Der schnellste Aufschlag                 

Diesem Aufschlag geht man besser aus dem Weg: Am 30. Juli 2014 traf Sabine Lisicki in der ersten Runde der WTA Stanford auf die Serbin Ana Ivanović. Zwar musste die Deutsche sich nach zwei Sätzen geschlagen geben, aber immerhin stellte sie einen neuen Rekord für den schnellsten Aufschlag in der Geschichte der WTA auf. Mit 210,8 km/h schlug sie das Spielgerät über das Netz.

Das kürzeste Grand-Slam-Finale

Gut möglich, dass viele Fans es sich am 4. Juni 1988 im Stade Roland Garros gerade erst gemütlich gemacht hatten, da war das Match auch schon wieder vorbei. Im Finale der French Open ließ Steffi Graf der 17-jährigen Natallja Swerawa keine Chance. Mit 6:0 und 6:0 kürte sich die Deutsche nach zwei Sätzen innerhalb von 32 Minuten zum Champion. Es ist bis heute das kürzeste Finale eines Grand Slams in der Geschichte des Tennis.

 

Das Beste von Steffi Graf

Das längste Match in einem Grand Slam

Dass es auch ganz anders laufen kann, bewiesen Francesca Schiavone und Swetlana Kusnezowa im Achtelfinale der Australian Open 2011. Nach kräftezehrenden vier Stunden und 44 Minuten triumphierte die italienische Schiavone schließlich gegen ihr russisches Pendant mit 6:4, 1:6 und 16:14. Im Viertelfinale war dann aber auch für sie Schluss.

Die meisten Doppelfehler in einem Match

Einen unrühmlichen, aber bis heute ungeschlagenen Rekord stellte der russische Tennisstar Anna Kurnikowa bei der Australian Open 1999 auf. Als sie in der zweiten Runde auf die Japanerin Miho Saeki traf, unterliefen Kurnikowa in einem Match 31 Doppelfehler. Umso beeindruckender ist die Tatsache, dass sie am Ende trotzdem als Siegerin vom Platz ging.

Die meisten Grand-Slam-Finals in Folge

Es ist allgemein bekannt, dass Graf zu den größten Spielerinnen aller Zeiten gehört. In ihrer 17-jährigen Profikarriere gehörte sie stets zu den Favoriten, doch Ende der 1980er-Jahre dominierte sie den Sport regelrecht. Bei 13 Grand-Slam-Turnieren in Folge, von der French Open 1987 bis zur French Open 1990, erreichte sie immer das Finale. Neun davon konnte sie zudem gewinnen.

Die meisten Grand-Slam-Einzeltitel

Im Finale der US Open 1973 traf die Australierin Margaret Smith Court auf ihre Landsfrau Evonne Goolagong Cawley. Court gewann nach drei Sätzen mit 7:6, 5:7 und 6:2, und sicherte sich so ihren 24. Grand-Slam-Titel im Einzel. Ein Rekord, der jedoch zu wackeln scheint: Der derzeit Zweitplatzierten in dieser Kategorie, Serena Williams, fehlt nur noch ein Titel um mit Court gleichzuziehen.

Die meisten Einzeltitel

Vor der Ära Graf galt Martina Navrátilová als das Ausnahmetalent im Tennis. Die US-Amerikanerin mit tschechoslowakischen Wurzeln konnte in ihrer Karriere insgesamt 18 Grand-Slam-Titel gewinnen. Nicht weniger beeindruckend ist ihre Statistik von 167 Einzeltiteln – eine bis heute unerreichte Bestmarke. Nimmt man ihre Siege im Doppel noch hinzu, stehen ihr sogar 344 Titel zu Buche.

Die älteste WTA-Turniersiegerin

Doch der Rekord der meisten Einzeltitel ist nicht der einzige, der auf das Konto von Navrátilová geht. Im Jahr 2000, sechs Jahre nachdem sie ihren Rücktritt vom Tennis bekannt gegeben hatte, startete sie ihr Comeback.

 

Navrálitovás letzter großer Titel

Weitere sechs Jahre später, im Alter von 49 Jahren und 46 Wochen, nutzte sie im Mixed-Finale der US Open 2006 ihre letzte Chance auf einen Grand-Slam-Titel – und das mit Erfolg. Mit ihrem insgesamt 59. Grand-Slam-Titel im Gepäck beendete sie ihre Karriere endgültig.

Der Golden Slam

Dass Steffi Graf eine Koryphäe ihres Sports war, hat sie mit ihren Erfolgen und Rekorden zu Genüge bewiesen. Doch zum Höhepunkt ihrer Karriere gelang ihr etwas, dass die Tenniswelt bis dahin noch nie gesehen hatte: Der Golden Slam.

1988 gewann die damals 20-jährige Deutsche innerhalb eines Kalenderjahres alle Grand-Slam-Turniere sowie Olympia-Gold im Einzel. Bis heute ist dieses Kunststück keiner anderen Tennisspielerin und keinem anderen Tennisspieler gelungen.

 

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* Die Rechte am Bild liegen bei Dave Caulkin / AP Photos *

August 3, 2020

Von 888sport

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Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.

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