Der Melbourne Cup ist der wichtigste Tag im australischen Rennkalender und bietet stets Action auf der Rennbahn. Jedes Jahr im November machen sich tausende Zuschauer auf den Weg zum Flemington Racecourse, um das Geschehen – und manchmal auch Renngeschichte – live zu erleben.

Rekindling ist aktuell der Titelverteidiger: Beim Rennen von 2017 gewann es mit seinem Trainer Joseph O’Brien und Besitzer Lloyd Williams mit einer selbstbewussten Leistung die Krone.

Williams und andere Mitglieder des Besitzer-Teams gewannen den Titel damit zum zweiten Mal in Folge, nachdem Almandin 2016 unter der Führung von Aidan O’Brien siegte.

Wegen Bedenken bezüglich des Gewichtshandicaps wird Rekindling nicht die Chance bekommen, ein Teil der Elite der zweimaligen Sieger zu werden – obwohl  es das jüngste Sieger-Pferd ist. Damit ist der Ausgang des Melbourne Cups 2018 umso offener.

Es gibt also einem anderen Pferd die Chance, Teil der Turniergeschichte zu werden. Britische Pferderennen mögen weltweit beneidet werden, doch auch in Flemington gab es in der Vergangenheit einige unglaubliche Geschichten. Wir blicken auf fünf der denkwürdigsten Momente zurück.

Makybe Diva

In der Geschichte des Events hatte kein Pferd das Rennen dreimal gewinnen können. Makybe Diva wurde zum fünften Teilnehmer, der das Rennen zweimal gewann, als sie den Triumph von 2003 im folgenden Jahr wiederholte. Besitzer Tony Santic und Trainer Lee Freedman meldeten die braune Stute auch 2005 wieder zur Teilnahme an.

Makybe Diva war in Form und zeigte keine Anzeichen, langsamer zu werden. Sie gewann drei ihrer vier Rennen vor dem prestigeträchtigen Wettkampf – eines davon in Flemington.

Wegen ihrer Geschichte beim Melbourne Cup war sie der deutliche Favorit auf den Gewinn des Events. Freedmans Schützling erwischte beim Rennen über zwei Meilen mit Glen Boss im Sattel einen ordentlichen Start. Der Jockey erhöhte das Tempo stetig und griff eine Achtelmeile vor der Ziellinie an.

Makybe Diva besaß die Geschwindigkeit und Ausdauer, um den Sieg nach Hause zu schaukeln. Sie gewann vor ihrem ärgsten Rivalen On A Jeune – einem 70:1-Außenseiter – mit einem Vorsprung von eineinviertel Längen. Die braune Stute ist eine Legende dieses Rennens und der beste Wettkämpfer in der 157-jährigen Geschichte des Melbourne Cups.

Prince Of Penzance

Makybe Divas Erfolg war aufgrund ihrer Qualität keine Überraschung. Freedmans Pferd war ein hochkarätiger Teilnehmer, der vor dem Triumph von Flemington schon zahlreiche Siege eingefahren hatte. Prince of Penzance war hingegen fast das genaue Gegenteil.

Das Pferd sorgte für die größte Überraschung in der Geschichte des Rennens. Bei den Pferderenn-Wetten galt es mit 100:1 als Außenseiter. Der braune Wallach hatte zu Beginn seiner Karriere ein Paar Siege genossen, strauchelte jedoch in der Saison 2015.

Darren Weirs Schützling war zwischen Ende August und Anfang Oktober in fürchterlicher Form und schaffte es bei den Wettkämpfen von Caulfield, Ballarat und Moonee Valley nicht einmal aufs Podium.

Er kam erst kurz vor dem Melbourne Cup etwas in seinen Rhythmus und belegte beim Moonee Valley Gold Cup den zweiten Platz. Trotzdem war sein Status als Außenseiter nach wie vor gerechtfertigt.

Michelle Payne wollte als erster weiblicher Jockey das Turnier gewinnen, doch die Chancen ihres Schützlings schienen vorbei zu sein, als das Pferd auf den zehnten Platz zurückfiel. Payne konnte Prince of Penzance jedoch zu einem Geschwindigkeitsanstieg bewegen und zog am Rest des Feldes vorbei, um sich den Titel zu holen.

Sie besiegte Max Dynamite mit einer halben Länge Vorsprung – der Favorit Fame Game kam als 13. ins Ziel. Das Ergebnis sorgte für die größte Überraschung in der Geschichte des Turniers und brachte den ersten weiblichen Jockey als Sieger hervor.

Media Puzzle

Der Triumph von Media Puzzle ist wohl der emotionalste von all denen, die beim Melbourne Cup erfolgreich waren. Damien Oliver hatte das Rennen 1995 bereits mit Doriemus gewonnen und war einer der besten Jockeys in Australien.

Eine Woche bevor er mit Media Puzzle im Melbourne Cup antreten sollte, starb Olivers Bruder Jason – ebenfalls ein Jockey – bei einem Rennunfall in Belmont Park (West-Australien). Trotz der Tragödie trat Oliver mit dem kastanienbraunen Wallach, der im Laufe der Saison 2002 viele Formschwankungen durchlief, beim Event an.

Media Puzzle hatte mit Oliver im Sattel vor dem Melbourne Cup zu seiner Form zurückgefunden und zwei Wochen zuvor den Holden Geelong Cup gewonnen.

Deshalb galt er als Anwärter auf den Titel, obwohl Vinnie Roe als Favorit gehandelt wurde. Es gelang Oliver, seine Emotionen in diesem Rennen auszublenden und mit dem fünf Jahre alten Pferd eine herausragende Leistung abzurufen.

Er timte das Rennen perfekt, wodurch Media Puzzle auf der Zielgeraden genügend Kraft übrig hatte, um davonzuziehen. Das amerikanische Pferd sicherte sich den Sieg mit zwei Längen Vorsprung vor Mr Prudent. Es war die zweitschnellste Zeit in der Geschichte des Events. Oliver widmete den Erfolg seinem Bruder: „Der ist für dich, Jase“, sagte er anschließend.

Almandin

Williams ist mit sechs Siegen der erfolgreichste Besitzer in der Geschichte des Melbourne Cups. Es war Almandin, der ihm den Vorsprung vor den Konkurrenten mit vier Siegen bescherte. Das deutsche Pferd setzte sich beim Rennen von 2016 durch.

Es stellte sich als eines der aufregendsten Rennen der Cup-Geschichte heraus, als Hickmotts Schützling mit dem kleinstmöglichen Vorsprung gewann. Er war mit guter Form in das Rennen gegangen und hatte zuvor bei Bart Cummings in Flemington sowie beim Harry White Classic in Caulfield triumphiert.

Almandin war bei den Antepost-Wetten ein 10:1-Anwärter auf den Sieg und lieferte sich einen harten Kampf mit Heartbreak City. Kerrin McEvoy sorgte gegen Ende des Rennens für einen Extra-Geschwindigkeits-Schub. Sein Rivale hielt jedoch mit und sorgte für einen engen Endspurt.

Almandin konnte genau zur richtigen Zeit einen Gang hochschalten und besiegte Heartbreak City mit einer Kopflänge Vorsprung. Es war einer der engsten Vorsprünge in der Geschichte des Rennens.

Kingston Rule

Bart Cummings’ Schützling lieferte 1990 eine der denkwürdigsten Leistungen der Event-Geschichte ab. Kingston Rule ging als geteilter Favorit mit Stallgeruch in den Wettkampf.

Zuvor gewann er beim Tommy Woodcock Handicap, beim H. A. Currie Handicap sowie beim Moone Valley Cup. In einem schnellen Rennen tat er sich jedoch schwer und lag 800 Meter vor dem Ziel im hinteren Bereich des Feldes.

Vorne kämpften Savage Toss und Our Magic Man um die Führung, als Kingston Rule endlich in Schwung kam und das Feld von hinten aufrollte.                                                                       

Durch seine Geschwindigkeit zog er am Führungs-Duo vorbei. The Phantom setzte ihn gegen Ende unter Druck, Kingstons Tempo reichte jedoch zum Sieg und sorgte für die schnellste Zeit in der Geschichte des Melbourne Cups. Der Rekord hat auch heute noch Bestand und liegt bei 3:16,30.

October 12, 2018

Von 888sport

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Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.

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Wie man das meiste aus Eishockey-Wetten macht: Ein Guide

Auf allen Ebenen ist Eishockey eine enorm fordernde Sportart, welche die Komplexität, den Puck mit dem Ende eines Stocks zu kontrollieren, mit Eisschnelllauf und immensen körperlichen Begegnungen verbindet. Aber es sind nicht nur die großen Hits und Kämpfe, welche die Spannung bringen, denn Eishockey ist auch ein rasanter Höchstgeschwindigkeitssport mit einer enormen Anzahl an Toren.

Betrachtet man die steigende Beliebtheit der Sportart auf der ganzen Welt, überrascht es nicht, dass auf den Eishockey-Wettmärkten in den letzten Jahren eine Menge passiert ist. Um dabei zu helfen, das meiste aus deinem Eishockey-Wissen zu machen und die vielen Wege auf Eishockey zu wetten wahrnehmen zu können, haben wir diesen Guide erstellt.

Auf welche Eishockey-Märkte kann ich wetten?

Wenn es um Eishockey-Wetten geht, gibt es eine Menge Ligen und Wettmärkte, auf die man setzen kann. Du kannst auf den Sieger vieler verschiedener Ligen wie der CHL, KHL, Extraliga, DEL, SHL und anderen setzen, sowie auf kompliziertere Langzeitwetten der NHL, inklusive der Gewinner der Eastern und Western Conference.

 

In dieser Saison sehen die Experten Tampa Bay Lightning als Favoriten auf den Stanley Cup und setzen sie zusammen mit dem anderen Titelanwärter Toronto Maple Leafs auf eine Quote von 10.00.

Doch ein Ende findet das Angebot hier nicht, da es noch hunderte andere Wettmärkte für jedes Spiel in den größten Ligen, inklusive NHL, CHL, und KHL gibt. Die Wettangebote in der NHL sind die kompliziertesten Wetten, da man auch auf Spieler und Schüsse von Spielern setzen kann.

Wann ist die beste Zeit, um auf Eishockey zu setzen?

Eine Wette auf den Gesamtsieg kann man während der gesamten Saison abschließen, aber du solltest deinen Einsatz schon früher setzen, da du auf diese Weise bessere Quoten bekommst, als wenn eine Mannschaft plötzlich ein paar Spiele gewinnt und mit niedrigen Quoten auf einmal zum Favoriten wird.

Da in Ligen wie der NHL über 1200 Spiele pro Saison gespielt werden, finden mehrere Spiele pro Woche statt. Aus diesem Grund platzieren Buchmacher die Wetten direkt am Spieltag. Zu deutscher Zeit findet an den meisten Tagen das erste Bully gegen 0:00 Uhr oder 01:00 Uhr statt, während gelegentlich Spiele auch um 19:00 ausgetragen werden.

Aus diesem Grund ist die beste Zeit auf ein Match zu wetten etwas später am Tag, wenn die Buchmacher Zeit hatten, die Wetten für die verschiedenen Märkte zu platzieren. Meistens sind die Quoten für alle NHL-Wettmärkte am frühen Nachmittag live. Dazu gehören auch Spieler-Punkte, drei Bereiche der Drittel-Wetten und Spielerschüsse. Andere Ligen, in denen nicht so oft gespielt wird, haben ihr komplettes Angebot schon weit im Voraus verfügbar.

Welche Langzeitwetten kann ich im Eishockey platzieren?

Du kannst auf eine große Auswahl der beliebtesten Eishockeyligen der Welt mit Gesamtsiegwetten für den jeweiligen möglichen Gewinner wetten.

Bereits jetzt kannst du die Quoten für den Sieger Europas prestigeträchtigster Liga, der CHL, finden. Hier sind Skelleftea mit 6.00 derzeit die Favoriten. Außerdem gibt es noch die KHL, NHL, Weltmeisterschaft, die Tschechische Estraliga, Finnlands Liiga, die DEL, Norwegens GET-ligaen, die SHL und die NLA in der Schweiz.

 

Sowohl die NHL als auch die KHL bieten bei den Langzeitwetten auch Quoten für ihre Eastern und Western Champions an. In der KHL ist Avangard Omsk mit Quoten von 2.90 in dieser Saison der Favorit in der Eastern Conference, während auf der anderen Seite des Atlantiks, in der NHL, die runderneuerten San Jose Sharks mit dem überragenden Erik Karlsson in der Defensive mit einer Quote von 5.00 als zweiter Favorit in der Western Conference gelten. 

Welche Angebote gibt es bei den Eishockey-Wetten?

Eishockey-Wetten bieten eine große Anzahl von Ligen an, in denen man Begegnungen und die dazugehörigen Wettangebote für jedes Spiel finden kann.

Die Angebote gehen in vielen Ligen über die gewöhnlichen Gesamtsiegwetten hinaus. Unter anderem mit Spielen aus den Ligen wie der AHL, der Weißrussischen Extraliga, OHL, WHL, der ungarischen Ersten Liga, MHL, VHL, der schwedischen Hockeyallsvenskan und allen anderen großen Ligen, die jeden Tag verfügbar sind.

Für fast jedes Match findet man über 40 verschiedene Wettformen, inklusive Spiel-, Drittel- und Eventwetten. Die beliebteren Ligen bieten auch Quoten auf Torschützen, Spieler-Punkte, Spielerschüsse, Wincasts, Scorecasts und viele weitere Wettmärkte an.

Auf welche Wettmärkte sollte man in einem Spiel setzen?

Wie bei vielen anderen Teamsportarten auch, kann man beim Eishockey viele verschiedene Wettformen, wie Unentschieden, Gesamttorzahl, Handicaps, 3er-Handicaps, exaktes Ergebnis, beide Teams treffen, gleiche Torzahl, Heimtorzahl und Auswärtstore setzen. Außerdem kann man auch auf bestimmte Drittel in einem Spiel setzen, wie beispielsweise den Gewinner eines Drittels, Toranzahl, exaktes Ergebnis oder ob ein Tor in den ersten 10 Minuten eines Drittels erzielt wurde.

 

Wenn es um die besten Wettmärkte geht, sind Handicap-Wetten sehr beliebt. Das liegt daran, dass, wenn ein Team mit einem oder zwei Toren in den letzten Minuten des Spiels verlieren könnte, seinen Torwart durch einen extra Feldspieler ersetzt, um noch ein Tor zu erzielen. Während diese Strategie manchmal noch zu einem Ausgleich führt, resultiert wegen des leeren Tors meistens ein weiteres Tor für den Gegner. Aus diesem Grunde hat ein -1 oder -2 Handicap eine recht gute Gewinnchance bei den Eishockeywetten.

Wo kann ich auf Torschützen und Punkte im Eishockey wetten?

Im Eishockey sind die Wetten auf die Torschützen vor allem in den großen Ligen sehr beliebt, allerdings dominieren die Spieler-Punkte oft die Wettscheine bei den NHL-Wetten.

In der NHL Saison 2016/17 wurden durchschnittlich 5,5 Tore pro Spiel erzielt. Vergleicht man das mit den 2,7 Toren in der Premier League letztes Jahr, erkennt man, warum die meisten Leute die Torschützen-Wetten spielen.

Zudem werden die Vorlagen im Eishockey anders gezählt. Die letzten beiden Mitspieler, die den Puck vor einem Tor berühren, werden als Vorlagengeber gewertet. Im Eishockey bekommen der Torschütze und die beiden Vorlagengeber einen Punkt, wenn der Puck ins Netz geht. Das bedeutet, dass die Spieler eine größere Chance haben, einen Punkt zu erzielen als Fußballer ein Tor oder eine Vorlage.

Da Eishockeyspieler in zwei Reihen mit drei Angreifern und zwei Verteidigern aufgestellt sind, die während des Spiels rotieren, sollte man auf verschiedene Spieler setzen, um gute Chancen bei Torschützen oder Spieler-Punkten zu haben. Die besten Offensivspieler werden auch in das Power Play miteingebunden, damit sie mehr Punkte erzielen können. Diese Top-Reihe wird eingesetzt, wenn der Gegner aufgrund von Strafen auf Spieler verzichten muss.

Mit der Verwendung von Line-Up-Tools wie Left Wing Lock kann man Spieler herausfinden, die möglicherweise größere Chancen haben, ein Tor oder Punkt zu erzielen oder mehrere Schüsse abzugeben.

Wettfreunde, die die Spieler-Punkt-Wetten favorisieren, bevorzugen es, verschiedene Spieler in einer Kombiwette zu sammeln um den Profit zu erhöhen, da die besten Scorer häufig sehr niedrige Quoten haben.

Kann ich live auf Eishockeyspiele wetten?

Wegen der hohen Toranzahl und dem regen Hin und Her im Eishockey, erfreuen sich live In-Game-Wetten großer Beliebtheit. Man findet für fast jedes einzelne Spiel viele verschiedene Angebote in der Eishockey Live Sektion. Dazu gehören Wetten auf den Gewinner, Gesamttorzahl, bestimmte Drittel und Handicaps.

Wenn du das Spiel schaust und erkennst, dass das Momentum zugunsten des Teams ausschlägt, welches ein oder zwei Tore zurückliegt, kannst du einen Vorteil aus den Live-Wetten ziehen um zu gewinnen, auch wenn die Quoten am Anfang besser standen.

Willst du mehr darüber erfahren, wie man wettet?

Wenn du nun Lust darauf bekommen hast, auf Eishockey zu wetten aber nicht so genau Bescheid weißt, wie das funktioniert, kannst du unsere hilfreichen und unkomplizierten Guides auschecken.

October 11, 2018

Von 888sport

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Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.

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Die deutsche Nationalmannschaft ist am kommenden Samstag wieder in der Nations League gefordert. Deutschland startete mit einem 0:0 gegen Frankreich, die „Elftal“ verlor 1:2 gegen den amtierenden Weltmeister.

So geht es Deutschland an

Nach dem krachenden WM-Aus in Russland will Bundestrainer Joachim Löw einen Neuanfang mit der Nationalmannschaft wagen. Die Nations League kommt da wie gerufen. Nach dem 0:0 zum Auftakt gegen Weltmeister Frankreich, muss am besten ein Sieg gegen die Niederlande her, um nicht in Abstiegsnöte zu geraten.

Trotz der namhaften Gruppengegner freut sich Löw auf die Partien: „Sowohl gegen die Niederlande als auch gegen Weltmeister Frankreich geht es immer auch um viel Prestige.“

In der Woche vor der Nations League wächst das Lazarett der Nationalelf immer weiter: Reus (Kniebeschwerden), Havertz (Knieprellung), Rüdiger (Leistenprobleme), Gündogan (Oberschenkelverletzung), Goretzka (Muskelverhärtung), Trapp (Muskuläre Probleme) und Petersen (Schulterverletzung) fallen aus.

Dafür rücken Serge Gnaby, Bernd Leno und Emre Can neu ins Team. Außerdem wurde Mark Uth vom FC Schalke 04 erstmals für die DFB-Auswahl nominiert, bei dessen Torerfolg eine Quote von 2.80 winkt.

Allerdings startete er alles andere als erfolgreich in die neue Bundesligasaison – lediglich ein Assist gelang ihm. Bei einem Einsatz könnte er der 100. Debütant in der Ära Löw werden.

Leipzigs Stürmer Timo Werner (2.55) präsentiert sich dagegen in Topform. In sieben Bundesligaspielen traf er vier Mal. Er soll mit seiner Schnelligkeit und seiner Abschlussstärke für Torgefahr sorgen.

So geht es die Niederlande an

Nachdem man die letzten zwei wichtigen Turniere verpasste, gab es in der „Elftal“ einen Umbruch. Leistungsträger wie Sneijder und Robben haben ihre Nationalmannschaftskarriere beendet. Bondscoach Koeman setzt verstärkt auf junge Spieler wie Frenkie de Jong (21), Matthijs de Ligt (19) oder Justin Kluivert.

Allerdings kann  Koeman auch auf erfahrene Routiniers wie Abwehrchef Van Dijk, Blind und Strootmann zählen, die der Mannschaft Stabilität verleihen. Für Wirbel in der deutschen Defensive sind Depay (3.15), Babel und Promes zuständig.

Niederländische Nationalspieler in der Bundesliga

Bei den Namen Luuk de Jong und Ryan Babel, sollten bei den Bundesligafans Erinnerungen wach werden – denn sie stürmten schon für Borussia Mönchengladbach und TSG Hoffenheim. Babel kam bei den Sinsheimern in der Saison 11/12 auf 46 Bundesligapartien und war vor dem Tor fünf Mal erfolgreich.

Heute läuft er für den türkischen Verein Besiktas Istanbul auf. In der „Elftal“ gilt er mit seinen 32 Jahren und 51 Länderspielen als erfahrener Spieler. Bondscoach Koeman vertraut noch immer auf die Qualitäten seines Schützlings.

Auch Luuk de Jong ist ein bekanntes Gesicht der Bundesliga. Er spielte von 2012 bis 2014 für die Fohlen und absolvierte 36 Spiele, in denen er sechs Mal traf. Seit seinem Debüt 2011 spielte er fünfzehn Mal für „Oranje“ und hat vier Tore auf seinem Konto. Allerdings kann sich de Jong bisher nicht gegen Depay, Promes und Babel durchsetzen und bekam zuletzt nur noch selten Einsatzzeit.

Prognose

Insgesamt vierzig Mal standen sich die deutsche Nationalmannschaft und die Elftal gegenüber – nur zehn Mal musste sich Deutschland geschlagen geben. Da die Partie in Amsterdam stattfindet, spricht außerdem die Auswärtsstärke für einen Sieg der Deutschen: 14 Duelle konnten für sich entschieden werden.

Auf einen Sieg von Deutschland winkt eine Quote von 2.08.

Allerdings ist die letzte Partie sechs Jahre her. Gegen den neu geformten Kader hat die Nationalelf noch kein Spiel bestritten. Die Niederländer können sich auf jeden Fall Hoffnungen machen, etwas mitzunehmen.

Gewinnt die Niederlande, gibt’s eine Quote von 3.30.

Wir erwarten ein spannendes Match, denn beide Mannschaften wollen den ersten Sieg in ihrer Nations League Geschichte einfahren.

October 11, 2018

Von 888sport

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Alter: 22

Größe: 1,96

Gewicht: 97kg

Aktuelles Team: Green Bay Packers

Draft-Pick:  207. (Runde 6)

Rückennummer: 19

Gegen die Detroit Lions gelangen dem Wide-Receiver Equanimeous St. Brown seine ersten „Catches“  in der National Football League (NFL). Er ist der einzige Spieler mit deutschen Wurzeln, der dieses Jahr ernsthaft mit einem Durchbruch rechnen kann.

Wir stellen euch den NFL-Profi  vor und blicken in die Zukunft, ob St. Brown sich in der Welt des American Footballs durchsetzen können wird.

Alles hat am 30. September 1996 in Anaheim, Kaliforniern begonnen. Hier wurde Equanimeous als Sohn einer Deutschen Auswanderin geboren und kam er schon früh mit dem Sport in Kontakt. Nachdem er in seinem Senior-Jahr 2014 an der High-School spielte, wechselte der 1,96m Hüne an die Note Dame University.

Die Universität ist bekannt für ihre erfolgreiche Sportförderung. Auch der Mitbegründer der Green Bay Packers Curly Lambeau spielte seiner Zeit für die „Irish“ der Notre Dame. Heute ist das Spielfeld der Packers, auf das St. Brown wohl in Zukunft noch häufig auflaufen will und wird, nach der Legende benannt.

In seiner zweiten Saison, der  „Sophomore-Saison“, gelang St. Brown der Durchbruch. Mit Hilfe seines damaligen Quarterback DeShone Kizer (jetzt auch Green Bay Packers), konnte er in zwölf Spielen 961 Yards erlaufen und neun Touchdown erzielen. Kurzzeitig wurde St. Brown durch einem speziellen Salto-Touchdown zum viralen Hit in den USA.

Nur ein Jahr später ließ sich Equanimeous für den NFL Draft 2018 aufstellen. Die Green Bay Packers holten sich das junge Talent in der 6. Draft-Runde.

Schon vor der Saison wusste St. Brown, dass es für ihn in der NFL kein Spaziergang werden würde: „Wenn ich meine Chance bekomme, Plays zu machen, will ich sie nutzen. Ich möchte dem Team zeigen, was ich leisten kann.“

Gegen die Detroit Lions konnte der Youngster nun seine ersten Yards in der NFL erlaufen. Bei  seinem NFL-Debüt der Packers fing St. Brown drei Pässe und konnte so 89 Yards erlaufen. Für einen Touchdown, geschweige denn einen Sieg reichte es nicht. Die Packers unterlagen den Lions am Ende mit 31 zu 23.

 Der 22-Jährige profitierte dabei von den verletzungsbedingten Ausfällen der zwei „Starter“ Randall Cobb und Geronimo Allison.

Mit Davante Adams, Randall Cobb und Geronimo Allison haben die Green Bay Packers drei starke Wide Receiver im Roster, die es St. Brown schwer machen, in die Startformation zu rutschen. Alle drei sind unter den derzeit besten 50 Wide Receivern der Liga gelistet.

Aber die Saison ist lang und viele Spiele liegen noch vor den Packers. Wenn St. Brown die Chancen, die er bekommt, so nutzt wie gegen die Lions, wird er seine Spielminuten mit Sicherheit erhalten.

Vielleicht auch gemeinsam mit seinem College-Kollegen DeShone Kizer. Der Star-Quarterback Aaron Rodgers ist seit dem ersten Spiel der Saison angeschlagen. Gegen die Chicago Bears hatte sich Rodgers am Knie verletzt.

Falls er durch seine Verletzung tatsächlich ein Spiel ausfallen würde, könnte es gut sein, dass das College-Dream-Team DeShone Kizer/ Equanimeous St. Brown auf dem Feld einheizt.

Weiter geht es für die Packers (Quote: 1.24) am 6. Spieltag gegen die San Francisco 49ers (Quote: 4.10). Hoffentlich erneut mit einer starken Leistung von St. Brown.

 

October 11, 2018

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Laut Wörterbuch bezeichnet der Begriff E-Sport „den sportlichen Wettkampf zwischen Menschen mit Hilfe von Computerspielen“. Für eingefleischte – und auch freizeitmäßige – Fans von Videospielen ist dies kein neues Konzept.

E-Sport gibt es im Prinzip seit 1970 und hat seitdem stetig an Beliebtheit gewonnen. LAN (Local Area Network) Turniere mit mehreren Spielern erreichten den Höhepunkt ihrer Beliebtheit um die Jahrtausendwende.

Diese wurden aufgrund des technologischen Fortschrittes schließlich von Online-Multiplayer-Spielen abgelöst.

Für viele außerhalb der Gaming-Welt mag E-Sport etwas seltsam erscheinen; etwas, das als Ausrede erfunden wurde, um den ganzen Tag an der Konsole oder dem Computer zu spielen und dadurch Ruhm (und in manchen Fällen Reichtum) zu erlangen.

Dies ändert sich jedoch nach und nach – und das zu einem großen Teil aufgrund der Investitionen traditioneller Sportmannschaften. Auf dem Papier scheint es, als haben der traditionelle Sport und der E-Sport keine Gemeinsamkeiten. Es ist ein Fall von „wirkliche gegen virtuelle Welt“, und doch haben die beiden einiges gemeinsam.

Dazu gehören strenge Trainingspläne (viele professionelle E-Sport-Spieler trainieren mindestens 50 Stunden pro Woche), körperliche Beanspruchung (E-Sport bringt Verletzungsrisiken mit sich) und die begeisterte (manchmal sogar fanatische) Unterstützung von Fans, die das Geschehen verfolgen.

In dieser Hinsicht sind sich beide Sportarten sehr ähnlich.

Welche traditionellen Vereine investieren in den E-Sport?

Wenig überraschend sind es die Mannschaften, in deren Sportarten Simulationsspiele beliebt sind, die Zeit, Geld und andere Ressourcen in den E-Sport investieren. Die niederländischen Fußballvereine Ajax und PSV Eindhoven haben sich getraut, die noch junge Welt des professionellen Gaming zu betreten.

Sie verpflichteten einen professionellen FIFA-Spieler beziehungsweise sogar einen ganzen Kader von FIFA E-Sport-Profis. Auch Sporting Lissabon, Schalke 04, Wolfsburg und Manchester City sind in verschiedenen Ausmaßen beim FIFA E-Sport dabei.

Sogar West Ham hielt an seinen Plänen für FIFA fest, obwohl es nach der Verpflichtung von FIFA-Profi Sean „Dragonn“ Allan viel Kritik gab. Sie waren der erste britische Fußballverein, der den E-Sport für sich entdeckte.

Auch die NBA 2K League, eine E-Sport-Initiative für professionelle Basketball-Gamer, hat mittlerweile 21 NBA-Teams. Nachdem es in der ersten Saison es nur 17 Mannschaften waren, kamen für die 21 der zweiten Saison die Atlanta Hawks, die Brooklyn Nets, die Los Angeles Lakers und die Minnesota Timberwolves dazu.

Obwohl die oben genannten Fälle zu den bekanntesten Beispielen traditioneller Sportmannschaften und deren Teilnahme am E-Sport gehören, sind manche Klubs auch in E-Sport-Spielen ohne Bezug zur eigenen Sportart involviert.

Der FC Schalke kaufte beispielsweise das League of Legends Team „Elements“. Die Verpflichtung eines Teams, das an einem Videospiel über Magie, Zaubersprüche und Drachen teilnimmt, schein auf den ersten Blick nicht wirklich relevant zu sein, selbst wenn es auch in League zwei Spielhälften gibt, von denen die eigene verteidigt werden muss.

Valencias Fußballklub investierte in Rocket League und Hearthstone. In einer Pressekonferenz musste man deshalb Fragen zur Definition von E-Sport beantworten.

 Währenddessen sind die auch Golden State Warriors, die Houston Rockets sowie die Sacramento Kings an League of Legends Teams beteiligt. Dies Zeigt, dass traditionelle Sport-Teams beim E-Sport eher Interesse an Potential und Talent als an eindeutiger Markenrelevanz haben.

Warum ist E-Sports für „echte“ Sport-Teams interessant?

Wenn es um Markenrelevanz geht, ist es wichtig zu beachten, warum Mannschaften aus traditionellen Sportarten überhaupt in den E-Sport investieren.

Die Antwort darauf besteht aus zwei Faktoren. Der offensichtliche Teil ist das Umsatzpotential. In einem Newzoo-Bericht vom Februar 2018 heißt es, die E-Sport-Branche werde am Ende des Jahres einen Wert von 905,6 Milliarden US-Dollar haben.

Der Grund dafür liege besonders beim Anstieg des Investments von Marken (48 Prozent). Allerdings geht es nicht nur um lukrative Markenverträge oder um das Maximieren des Gewinnpotentials von bereits bestehenden Sponsoren.

Es werden auch komplett neue Einkommensmöglichkeiten geschaffen. eSports Wetten sind beispielsweise stark im Kommen: Dabei können Fans Wetten auf E-Sport-Events verschiedener Art abschließen.

Dazu gehören Spiele wie League of Legends, Overwatch, Rocket League und Counter Strike: Global Offensive. Sportmannschaften können Geld verdienen, indem sie mit E-Sport-Wettanbietern zusammenarbeiten, oder durch den Zugewinn neuer Fans, deren Interesse ursprünglich durch Wettmöglichkeiten geweckt wurde.

Stichwort „neue Fans“: E-Sports ist außerdem eine gute Möglichkeit, sich neuen Gesichtern zu präsentieren. Da es weltweit bereits Milliarden an Sportfans gibt, besteht kein Mangel an Leuten, die zu Spielen gehen und Fan-Trikots kaufen.

Allerdings gibt es eine zunehmende Zahl von jungen Menschen, die verglichen mit älteren Generationen keinen wirklichen Bezug zu den traditionellen Sportarten haben. Jüngere Leute haben seltener einen Fernsehanschluss, worüber traditionell Profi-Sport geschaut wird.

Außerdem sind sie häufig ärmer als vergangene Generationen und können sich daher kaum oder sogar gar keine Fanartikel leisten. Viele von ihnen haben jedoch Internet und damit Zugang zu E-Sport-Streams. Deshalb ist die professionelle Gaming-Branche eine kluge Methode, Fans zu erreichen, die ansonsten kaum Zugang zu Traditionssportarten hätten.

Was sind die Vorteile für den E-Sport selbst?

Es sind jedoch nicht nur die traditionellen Teams, die von den Partnerschaften profitieren. Auch für den E-Sport selbst gibt es einige große Vorteile, wie die größere Publicity und höhere Akzeptanz.

Wie haben bereits erwähnt, dass der E-Sport teilweise Schwierigkeiten hat, sich bei den Massen zu etablieren. TV-Sender zeigen (gelegentlich) E-Sport-Turniere im Fernsehen und einige Leute außerhalb der Gaming-Szene sind mit dem Konzept des E-Sports vertraut - viele sind es allerdings nicht.

Um wahrhaftig aufzublühen, muss es ein vielschichtiges Angebot für verschiedene Zielgruppen geben: Sei es der nach Statistiken lechzende Anhänger, der jedes Spiele sehen will und bei allen Social-Media-Challenges der Spieler dabei sein möchte, oder diejenigen, die gar keinen Plan haben und das Wort „Meta“ googlen müssen.

Gibt es etwas, das mehr Glaubwürdigkeit bringt als die Unterstützung eines Premier League Teams? Die Englische Premier League ist der am meisten verfolgte Wettbewerb der Welt. Deshalb behaupten wir, dass der Support dieser Mannschaften einen großen Unterschied macht.

Die finanzielle Unterstützung professioneller Spieler sowie Beiträge zum Schaffen einer E-Sport-Infrastruktur (inklusive neuer, lukrativerer Turniere) macht ebenfalls viel aus.

Können wir weiterhin mit diesen Investitionen rechnen?

Viele der Partnerschaften zwischen E-Sports-Teams und traditionellen Mannschaften hat erst in den letzten Jahren begonnen. Gemessen am jetzigen Zustand der Branche kann man damit rechnen, dass es so weiter geht.

Viele professionelle Sportler, unter anderem MLB Teams wie die Milwaukee Brewers, die den Miller Park Jumbotron nutzten, um Fortnite zu spielen, sind selbst Gamer.

Auch Spieler der englischen Nationalmannschaft spielten in ihrer Freizeit bei der Weltmeisterschaft Fortnite und da wären auch die zahlreichen Sportler, die Fortnite als Inspiration für ihre Siegesjubel nutzen. Zwar ist es nur eines der Spiele mit einer E-Sport-Präsenz, es zeigt allerdings, dass Leute auf allen Ebenen des Profi-Sports etwas davon mitbekommen.

Viele Mainstream-Marken bewegen sich bereits in Richtung des E-Sports. Dazu gehört Vodafone als Sponsor der ESL sowie der Autohersteller Toyota, der die Overwatch League sponsert.

Es wird deutlich, dass die Investition in E-Sports für traditionelle Sport-Teams ein kluger Schachzug ist, um mehr Ruhm und Reichtum zu erlangen und Fans für sich zu gewinnen.

October 11, 2018

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Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.

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17. August 2020

 

Naomi Osaka schrieb bei den US Open 2018 Geschichte, indem sie als erste japanische Tennisspielerin ein Grand-Slam-Turnier gewann. Mit 20 ist sie zudem eine der jüngsten Sieger aller Zeiten und hat eine große Zukunft vor sich.

Kenner des Sports haben in den vergangenen zwölf Monaten bereits große Erfolge für den noch jungen Star vorhergesagt. Nach dem Zweisatz-Sieg (6:2, 6:4) über ihr Idol Serena Williams im Flushing Meadows Park steht sie nun voll im Rampenlicht.

Aufgrund ihres Erfolges in New York zählt sie für die Buchmacher bereits folgerichtig zu den Favoriten für die Australian Open 2019.

Es gilt als wahrscheinlich, dass Osaka über die kommenden Jahre hinweg weiter in den Rankings aufsteigt. Sie gehört zu den Grand-Slam-Siegern, die die Tennis-Bühne betreten haben und sofort für Aufsehen sorgten.

Wir blicken auf einige der denkwürdigsten Gewinner, die mit jugendlichem Schwung die Tennis-Welt im Sturm eroberten.

Wer sind jüngen Grand-Slam-Sieger aller Zeiten?

Martina Hingis

Martina Hingis betrat die Tennis-Szene Mitte der Neunzigerjahre und wurde die jüngste Grand-Slam-Siegerin der Open Era. Im Alter von 14 Jahren gab sie ihr Debut in der WTA-Tour und die Schweizerin brauchte nicht lange, um sich einen Namen zu machen.

Schnell brach sie sämtliche Rekorde und wurde die jüngste Weltranglistenerste aller Zeiten. Zudem wurde sie zur jüngsten Grand-Slam-Siegerin, als sie zusammen mit Helena Sukova 1996 das Wimbledon-Doppel gewann.

Der erste Titel im Einzel folgt schon bald: Im Alter von 16 Jahren und 177 Tagen setzte Hingis sich an die Spitze der 1997 Australian Open. Zuvor hatte sie bereits das Vorbereitungsturnier gewonnen.

In Melbourne besiegte sie Mary Pierce mit 6:2, 6:2 und setzte ihr Erfolgsjahr mit Siegen in Wimbledon und bei den US Open fort.

Leider hemmten Bänderverletzungen Hingis’ vielversprechende Karriere. Der dritte Australian-Open-Sieg in Folge im Jahr 1999 war zugleich ihr letzter Grand-Slam-Titel im Einzel.

Weitere denkwürdige Nachwuchs-Grand-Slam-Sieger

Maria Sharapova

Maria Sharapova war erst 17 Jahre und 75 Tage alt, als sie die Welt-Tennis-Bühne betrat und 2004 überraschend in Wimbledon triumphierte.

Die Russin überstand die ersten Runden des Turniers mit Leichtigkeit und schockte Lindsay Davenport im Halbfinale. Im Finale traf sie dann auf Titelverteidigerin Serena Williams.

Obwohl ihre Chancen schlecht standen, siegte die Teenagerin entgegen allen Erwartungen in zwei Sätzen. In der Folge kam noch ein Titel bei den Australian Open und zwei French-Open-Siege zur Titelsammlung hinzu.

Auf Rasen konnte sie ihre Heldentaten jedoch nicht bestätigen. Sie erreichte das Wimbledon-Finale erneut im Jahr 2011, wo sie jedoch Petra Kvitova unterlag. Sharapova tritt nach wie vor auf der WTA-Tour an mit einer Quote von 26,0 auf den Sieg in Wimbledon 2019.

Rafael Nadal

Rafael Nadal, auch bekannt als „Sandplatz-König“, trat bei seinem ersten Auftritt bei den French Open 2005 in Erscheinung.  Der zweite Grand Slam des Tennisjahres liegt dem Spanier besonders: 11 Siege beim Turnier von Roland Garros – zuletzt im Jahr 2018.

Bei seinem ersten Turnier in der französischen Hauptstadt besiegte er Mariano Puerta im Alter von 19 Jahren und drei Tagen. Nach Mats Wilander wurde er dadurch erst der zweite Spieler, der einen Grand-Slam-Titel im ersten Anlauf gewann.

Rafael Nadal

Selten unterläuft Nadal bei diesem Turnier ein Ausrutscher; seine Gewinnrate bei den French Open liegt bei über 95 Prozent. Folgerichtig beginnt er das Turnier als Favorit und die Chancen auf den dritten Sieg in Folge liegen für 2019 bei 2,00.

Michael Chang

Michael Chang war bei seinem ersten – und gleichzeitig letzten – Grand-Slam-Sieg erst 17 Jahre und 110 Tage alt.

Der Amerikaner holte zudem drei zweite Plätze, seinen Erfolg der Anfangszeit konnte er jedoch nie wiederholen. Allerdings wurde er durch seinen Sieg über Stefan Edberg der jüngste männliche Grand-Slam-Sieger aller Zeiten.

Das Spiel in Roland Garros wurde zu einem Fünf-Satz-Krimi, den der Teenager am Ende für sich entschied (6:7, 7:5, 7:6, 5:7, 6:4). Er war der erste amerikanische Sieger des Turniers seit 1955 und landete nur vier Monate später in den Top-5 der Weltrangliste.

Monica Seles

Monica Seles gilt als eine der erfolgreichsten Tennisspielerinnen aller Zeiten dank ihres Sieges im 1990 French Open im zarten Alter von 16 Jahren.

Die Linkshänderin besiegte Steffi Graf in Roland Garros und von dort an waren die beiden über die gesamten Neunzigerjahre hinweg harte Rivalen. Nach ihrem erfolgreichen Debüt in Frankreich gewann die in Jugoslawien geborene Spielerin sieben der nächsten neun Grand Slams. Ihr Aufstieg wurde jedoch unterbrochen, als sie während eines Spiels von einem Angreifer niedergestochen wurde.

Nach vollständiger Genesung kehrte sie zwar auf die Tour zurück, an ihre frühere Form konnte sie jedoch nicht anknüpfen.

Wer sind die ältesten Grand-Slam-Sieger?

Ken Rosewall

Ken Rosewall gilt als einer der besten Tennisspieler aller Zeiten und in seiner glorreichen Karriere brach der elegante Rückhandspieler einige Rekorde. Im Jahr 1972 wurde er mit seinem vierten Titel bei den heimischen Australian Open zum ältesten Grand-Slam-Sieger aller Zeiten.

Das Teilnehmerfeld war zugegebenermaßen dezimiert, da viele Hochkaräter für das Turnier absagen mussten, Rosewall nutzte dies jedoch aus und gewann das Turnier ganze 19 Jahre nach seinem ersten Triumph in Down Under.

Im Alter von 37 Jahren war dies wenig überraschend Rosewalls letzter Erfolg bei einem Grand Slam. Ein Jahr später erreichte er jedoch in Wimbledon und bei den US Open immerhin jeweils das Finale.

Roger Federer

Roger Federer ist eine Tennis-Ikone des modernen Zeitalters und bewegt sich trotz seines fortschreitenden Alters noch immer geschmeidig und stilvoll über den Tennisplatz. Der Schweizer gewann die Australian Open im Alter von 36 Jahren zum sechsten Mal.

Es war sein zweiter Sieg in Folge in Melbourne, womit er jegliche Gerüchte über ein baldiges Karriereende verstummen ließ.

Seit seinem 35. Geburtstag 2016 hat er drei Grand Slams gewonnen, wodurch er insgesamt bei 20 Titeln steht. Für die Australian Open 2019 wird er in den Quoten bereits an dritter Stelle gehandelt.

Sollte er das Turnier im nächsten Jahr gewinnen, würde Federer mit seinem 21. Grand-Slam-Titel den langjährigen Rekord von Ken Rosewall brechen.

Tennis kann manchmal ein schwer vorherzusagender Sport sein. Obwohl Spieler wie Serena Williams, Novak Djokovic und der bereits erwähnte Roger Federer den Sport in den letzten Jahrzenten dominiert haben, kann es immer wieder Überraschungen geben.

Junge Spieler haben häufig nichts zu verlieren und genau dieser nicht vorhandene Druck sowie die geringe Erwartungshaltung können ihnen zum Erfolg verhelfen.

Naomi Osaka ist bei weitem nicht die jüngste Grand-Slam-Siegerin aller Zeiten. Allerdings setzt sie einen bekannten Trend fort, bei dem Außenseiter in einem Finale überraschen.

Bei den US Open sind überraschende Ergebnisse am wahrscheinlichsten und man kann auch in Zukunft damit rechnen, dass aufstrebende Teenager auf der größten Bühne für Furore sorgen.

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11. Oktober 2018

* Die Rechte am Bild liegen bei Lionel Cironneau / AP Photos *

 

October 11, 2018

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Die Neuauflage des Viertelfinales der Weltmeisterschaft 2018 in Russland steht an. Kroatien (Quote: 2.60) spielt in der UEFA Nations League gegen die „Three Lions“ (Quote: 2.80) aus England.

Man kann schon fast von einem goldenen Zeitalter beim kroatischen Verband sprechen.

Kroatien ist in der FIFA-Weltrangliste derzeit auf einem starken vierten Platz und damit zwei Plätze vor den Engländern. Dazu gewann der kroatische Mittelfeldakteur Luka Modric von Real Madrid als erster Spieler nach der Ära Cristiano Ronaldo und Lionel Messi den offiziellen FIFA- Preis als bester Spieler der Welt.

Auch die Fans der englischen Nationalmannschaft sind euphorisch wie lange nicht mehr. Die guten Leistungen des Teams bei der WM haben die Fans überzeugt.  Mit Jordan Pickford haben die Three Lions seit kurzer Zeit sogar mal wieder einen richtig guten Torwart zwischen den Pfosten.

Die Defensive

Der bekannteste und wertvollste Verteidiger der Kroaten ist mit einem Marktwert von 20 Millionen Euro Dejan Lovren vom FC Liverpool. Nach dem Sieg bei der WM gegen England ließ er sich zu einer gewagten These hinreißen:

"Ich denke die Leute sollten erkennen, dass ich zu den besten Verteidigern der Welt gehöre"

Sicher ist jedoch, dass er nach den Leistungen von Virgil van Dijk in dieser Saison, nicht einmal der beste Verteidiger beim FC Liverpool ist.

Auf der Seite der Engländer stehen Harry Maguire und John Stones mit Marktwerten von 45 Millionen und 55 Millionen in der Innenverteidigung. Beide  sind durch ihre Kopfballstärke bekannt. Besonders John Stones ragt bei Eckbällen für seinen Verein Manchester City heraus.

Das Mittelfeld

Luka Modric spielte von 2008 bis 2012 in England bei den Tottenham Hotspurs, bevor er zu den Königlichen nach Madrid wechselte. Dort blühte Modric richtig auf. Doch die Karriere des  33-Jährigen hat dieses Jahr ihren Zenit erreicht. Weltfußballer, Champions League-Sieger und WM-Finalist, und das allein 2018.

Alles, was der Kroate von nun an erreichen wird, ist nur noch eine Zugabe seines fußballerischen Genies. Sein Alter spiegelt sich auch in seinem Marktwert wieder. Die fast schon „mickrigen“ 25 Millionen Euro entsprechen keinesfalls seinen Leistungen.

Auch sein Landsmann Ivan Rakitic ist kein unbeschriebenes Blatt im internationalen Fußball. Mit dem FC Barcelona holte der 30-Jährige drei Mal die spanische Meisterschaft und zeigte mit seinem „Stunner“ gegen Tottenham in der Champions League, warum er 50 Millionen wert ist.

Und bei den Tottenham Hotspurs bleiben wir auch direkt. Sie haben den englischen Nationalspieler Eric Dier in ihren Reihen. Der 24-jährige Defensivspezialist gab 2015 sein Debüt in der englischen Nationalmannschaft, damals noch unter Roy Hodgson. Mit einem derzeitigen Marktwert von 40 Millionen Euro ist er der teuerste Mittelfeldakteur bei den Briten.

Die Offensive

Angeführt werden die Three Lions von Kapitän Harry Kane. Immer wieder wird der Angreifer mit Real Madrid in Verbindung gebracht. Aber eine Verpflichtung des Stürmers ist durch seinen laufenden Vertrag bis 2024, einem Marktwert von 150 Millionen Euro und eigener Aussagen zufolge, in weiter Ferne.

"Mein Ziel ist es, meine ganze Karriere nur für Tottenham zu spielen", sagte Kane zur Bild am Sonntag.

Neben Harry Kane (Torquote: 3.20) könnte das junge Manchester-Talent Marcus Rashford den Rasen betreten. Er ist mit seinen 65 Millionen Marktwert so wertvoll, wie die zwei Bundesligisten auf der Seite der Kroaten, Ante Rebic (Torquote: 3.85) mit 30 Millionen und Andrej Kramaric 35 Millionen zusammen.

Alles in allem weißt das Team der Engländer einen mehr als doppelt so hohen Marktwert auf, wie das der Kroaten. England 823 Millionen Euro, Kroatien 398 Millionen Euro. Dazu haben die Engländer ein im Durchschnitt zwei Jahre jüngeres Team. Es ist also abzuwarten, ob sich die Erfahrung der Kroaten erneut gegen das wertvolle Talent der Engländer durchsetzten kann.

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October 11, 2018

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On the Road: Die deutschen Legionäre in der NBA - Heute: Daniel Theis

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Letztes Jahr wagte Daniel Theis den Schritt in die NBA und konnte sich bei den Boston Celtics als Rotationsspieler etablieren. Ein Meniskusriss verhinderte aber seine Playoff-Premiere – für ihn war die Saison nach 63 Spielen beendet.

Comeback nach Meniskusriss

Jetzt will er wieder angreifen: "Ich habe keine Probleme mit meinem Knie. Mir geht es gut und ich habe keine Schmerzen mehr. Ich denke mir fehlt noch Explosivität in einem Bein, aber das wird mit der Zeit kommen. Mehr Spiele, mehr Training."

In seiner ersten Saison bewies er mit 5.3 Punkte und 4.3 Rebounds bei einer 54,1% Wurfquote aus dem Feld in 15 Minuten seinen Wert für die Celtics.

Gelernt hat er ohnehin einiges in seiner ersten Saison in der besten Liga der Welt: "So viele Spiele, das Reisen, man muss auf seinen Körper achten – und wenn es nur Dehnen oder die Blackroll ist – auch die kleinen Dinge sind wichtig." Für weitere Tipps hat er mit seinen Big-Man-Kollegen und Veteranen Al Horford und Aaron Baynes die perfekten Ansprechpartner.

Für Theis gilt: Vielfältigkeit ist Trumpf

Bisher lief der 26-Jährige in allen Pre-Season Games der Celtivs auf und stellte auch gleich wieder seine Vielfältigkeit unter Beweis, die ihn so wertvoll für den Kader macht. Nicht nur als Rebounder und Energizer, sondern auch als Dreierschütze macht er inzwischen einen ganz ordentlichen Eindruck.

Seine Quote von 31% will er auf jeden Fall verbessern: "Ich denke, ich werde mit mehr Selbstvertrauen werden. Hoffentlich mache ich mehr als letztes Jahr." Auch seine Freiwurfquote ist ausbaufähig, sowie seine Defense, die bisweilen noch sehr foullastig war.

Doch all das sollte sich im zweiten Jahr in der NBA ohnehin verbessern. Theis wusste woran er arbeiten musste und mit mehr Selbstvertrauen wird er auch in der Offensive deutlichere Akzente setzen.

Der Kader ist bereit für einen tiefen Playoffrun

Sollte er verletzungsfrei bleiben, wird er dafür reichlich Gelegenheiten haben. Mit Gordon Hayward kehrt ein Superstar nach überstandener Verletzung zurück, Neuzugang Brad Wanamaker ist ein mehr als fähiger PG, den Theis auch noch aus gemeinsamen Bamberger-Zeiten kennt.

Draftpick Robert Williams soll die Center-Rotation ergänzen und Jabari Bird mit seinem Two-Way-Contract ab und an auf der 2 aushelfen. Alle wichtigen Spieler konnten gehalten werden und für Jaylen Brown und Jayson Tatum gilt ohnehin: Sky is the limit.

Kyrie Irgving war der Meinung, dass Boston GSW in einer Serie schlagen kann und dieses Jahr könnte es soweit sein. Der Weg für die Celtics sollte mit einem verletzungsfreien Kader wieder tief in die Playoffs führen (Quote auf den NBA-Titel: 6.25) und sollte somit auch Theis die Gelegenheit geben, Playoff-Luft zu schnuppern.

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October 10, 2018

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Wenn Fußballer lächerliche Schauspiel-Einlagen versuchen oder die Entscheidungen der Torlinien-Technik anfechten, könnte man sich fragen, ob sie vergessen, dass sie stets von großen Menschenmengen und Fernsehkameras beobachtet werden.

Ähnlich ist es, wenn Trainer den Schiedsrichter konfrontieren oder sogar Mitspieler aneinander geraten. Dies lässt einen wundern, was die Protagonisten sich von solchen Versuchen erhoffen.

Fußballer und Trainer sind ein leidenschaftlicher Haufen: Hier blicken wir auf Situationen, in denen diese Leidenschaft unangemessene Ausmaße annahm und so zu Krach und Streit führte.

Dyer gegen Bowyer

Kieron Dyer gegen Lee Bowyer ist das klassische Beispiel schlechthin für Spieler, die nicht miteinander klar kommen. Die beiden Spieler dachten wohl, dass es das Beste sei, die für einander empfundene Abneigung vor einem verblüfften Publikum im St. James’ Park auszufechten. Zu diesem Zeitpunkt lag Newcastle bereits mit 3:0 gegen Aston Villa zurück.

Es war wahrscheinlich nicht die beste Art und Weise, das Publikum zurückzugewinnen. Dyer verriet kürzlich, warum die beiden Nationalspieler Wrestling und Fußball miteinander kombinierten.

Demnach sagte Dyer zu seinem Teamkollegen, dass er ihm den Ball nicht zuspiele, weil Bowyer nicht so gut sei – um es freundlich auszudrücken. Dies löste die Schlägerei aus, weshalb der verwirrte Schiedsrichter beide Spieler vom Platz stellte.

 

Dyer behauptete später, er sei sich nicht bewusst gewesen, dass ein Kampf mit dem eigenen Mitspieler mit einer Roten Karte bestraft wird. Von daher kann man den Vorfall auch als Marktforschung für in gleichem Maße hitzköpfige Fußballer interpretieren.

Das Problem mit Hitzköpfen ist jedoch, dass sie selten dazulernen; Zwei Spieler von Blackpool wurden vor kurzem ebenfalls wegen einer Konfrontation vom Platz gestellt. Eine der Roten Karten wurde jedoch nachträglich zurückgenommen – gute Nachrichten für die „Seasiders“, die eine Rückkehr in die zweite Liga anstreben.

Roy Keane

Roy Keane war ein meisterhafter Mittelfeldspieler, der das Spiel zwischen beiden Strafräumen zu dominieren wusste. Er war ein dynamischer Spieler und bestimmte die erfolgreichen Jahre von Manchester United in der Premier League. Keane war zweifelsohne eifrig auf dem Platz und ärgerte die Gegenspieler mit seiner gewaltigen Ausdauer über die gesamte Zeit eines Spiels hinweg.

Keanes Streitlust ist das Äquivalent zu Daniel Day-Lewis’ Schauspielmethode. Welche bessere Art gibt es, das Spielen an der Grenze zu garantieren, als sein ganzes Leben dort zu verbringen?

Der beste Beweis dafür ist der Vorfall von Saipan - ein Streit, der so erschütternd war, dass es dazu sogar eine eigene Wikipedia-Seite gibt.

Die brodelnden Spannungen zwischen Keane und Irland-Trainer Mick McCarthy, selbst keine Mimose, kochten kurz vor der Weltmeisterschaft 2002 über. McCarthy stellte Keanes Hingabe zur Mannschaft infrage und behauptete, der Spieler habe die Mannschaft gegenüber den Medien untergraben.

Zudem warf der Trainer ihm das Vortäuschen einer Verletzung vor. Keane reagierte darauf genau wie man es von ihm erwarten würde: Mit einer wütenden Schimpftirade gegen McCarthy.

Keane wurde aus dem Kader geworfen und verpasste die Weltmeisterschaft. Es war ein herber Rückschlag für eine Mannschaft, die von ihrem Star-Mittelfeld abhängig war. Keane hielt auch nach seiner Spielerkarriere an seiner feurigen Einstellung fest. Jon Walter hat die volle Wucht dessen bereits mehrere Male zu spüren bekommen.

Walters wurde von Keane dazu gezwungen, ein Foto seines Erbrochenen zu machen, um dem damaligen Ipswich-Trainer zu beweisen, dass er wirklich krank war. Walters behauptete, dass die Spieler Angst vor Keane hatten.

Der Spieler provozierte später eine von Keanes klassischen Wutreden, als er die Frechheit besaß, im Kreise der irischen Nationalmannschaft verletzt zu sein. Keane ist weiterhin Co-Trainer der Iren – vermutlich nicht aufgrund seiner guten Menschenführung.

Wenn Emotionen außer Kontrolle geraten

Es gilt die allgemeine Vermutung, dass Trainer es besser wissen als die Spieler. Trainer sind allerdings auch nur Menschen – und nichts ist menschlicher als der Drang, einem Rivalen in den Hintern zu treten. Im Jahr 2007 war Catanias Trainer Silvio Baldini unzufrieden mit seinem Gegenüber von Parma, Domenico Di Carlo, und trat diesem dorthin, wo die Sonne nicht scheint.

Dabei muss man festhalten, dass dies während eines Spiels an der Seitenauslinie geschah. Doch Baldini hätte Di Carlo wohl auch an einem anderen Ort und zu einer anderen Zeit getreten. Baldini weigerte sich nach dem Spiel, sich zu entschuldigen und behauptete stur, dass Di Carlo es verdient hatte.

Für das erste Ligaspiel als Trainer ist dies wohl eine freche Art, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Auch wenn eine Schlägerei mit einem gegnerischen Trainer nie empfehlenswert ist, stärkt es immerhin eine „Wir-Gegen-Die“-Mentalität. Ein Kampf mit einem der eigenen Spieler hat eher negative Konsequenzen für den Teamgeist – und in der Tat auch für die eigenen Jobaussichten. Delio Rossi musste dies auf die harte Tour lernen.

Es ist nie schön, in der ersten Halbzeit ausgewechselt zu werden: Florenz’ Spieler Adem Ljajic wurde 2012 im Spiel gegen Novara von Rossi nach nur 32 Minuten vom Platz genommen. Ljajic zeigte seine Unzufriedenheit, woraufhin Rossi ihn schlug. Wenig überraschend entließ Florenz den Trainer nach dem Spiel.

Rossi fehlte das Feingefühl eines Alex Ferguson. Der legendäre Schotte stellte sicher, dass er nie in der Öffentlichkeit einen Schuh in Richtung David Beckham schoss.

In der Kabine nutzte Ferguson jedoch einen günstig liegenden Schuh, um Beckham seine Unzufriedenheit über dessen Einsatz zu demonstrieren. Beckham trug eine Wunde über dem Auge davon, über die sich die faszinierten Medien hermachten. Ferguson bestätigte den Vorfall später in seiner Autobiographie.

Als die Sterne für Frankreich nicht günstig standen

Frankreich hat so viele Talente, dass man sie bei großen Turnieren immer als einen der Favoriten auf der Rechnung haben sollte. Doch eine Vorliebe für Drama in den vergangen beiden Jahrzehnten ließ Frankreich vom Welt- und Europameister zu einer Verschwendung von Talent werden.

Der Höhepunkt der Enttäuschung war die Weltmeisterschaft 2010. Die Tendenz von Trainer Raymond Domenech, sich bei der Mannschaftsaufstellung auf Sternzeichen zu verlassen, machte ihn nicht zum besten Kandidaten für das Krisenmanagement innerhalb des Kaders.

Nicolas Anelka äußerte die Unzufriedenheit des Kaders während einer Niederlage gegen Mexiko mit einem Wutausbruch in Richtung Domenech. Der Trainer nahm sich Mick McCarthy zum Vorbild und schickte den verärgerten Spieler nach Hause.

Dies führte jedoch zur Verärgerung des restlichen Kaders. Kapitän Patrice Evra spielte eine entscheidende Rolle bei der Organisation eines Trainingsboykotts, was die Frage aufbrachte, ob er dieses Spiel wirklich liebt.

Man könnte leicht vergessen, dass all dies ausgerechnet während einer Weltmeisterschaft passierte. Im Vergleich dazu war Englands vernichtende Niederlage gegen Deutschland eine respektable Art, sich aus dem Turnier zu verabschieden.

Domenech verabschiedete sich mit Stil: Nach der Niederlage gegen Südafrika weigerte er sich, Carlos Alberto Parreira’s Hand zu schütteln. Die Fans hielten Domenech und seine Spieler für arrogant und ohne Verbundenheit zum französischen Volk.

Weltmeister Frankreich ist aktuell mit einer Quote von 6,00 Favorit auf den Gewinn der Euro 2020. Die Tage von mangelnder Verbundenheit sind also glücklicherweise Vergangenheit.

Streit mit Schiedsrichtern

Schiedsrichter sollen eigentlich eine vermittelnde Präsenz auf dem Fußballfeld darstellen. Zu häufig werden sie jedoch ungerechterweise zum Fokus des Zorns von Spielern oder Trainern. Der mangelnde Respekt für die Spielleiter gehört zu den hässlichsten Seiten des Fußballs. Alan Pardew schubste einen Assistenten, um sich über einen Einwurf zu beschweren.

Paolo Di Canio schubste sogar Schiedsrichter Paul Alcock zu Boden und erhielt zur Strafe eine 11-Spiele-Sperre. Die gute Nachricht für die Schiedsrichter ist, dass diese Beispiele zu den extremeren Reaktionen gegen deren Entscheidungen zählen.

Pep Guardiola war kürzlich für schlechte Behandlung der Schiedsrichter verantwortlich. Er konfrontierte den Schiedsrichter zur Halbzeit im Rückspiel des Champions League Halbfinals gegen Liverpool.

Man dürfte doch eigentlich annehmen, dass einer der akribischsten und rationalsten Trainer die Schiedsrichter nicht sinnlos während eines Spiels angeht. Guardiolas Ärger über das unvermeidbare Ausscheiden aus dem Wettbewerb verstärkte allerdings seine Wut.

Der Spanier erhielt dafür eine Innenraumsperre und konnte so die Niederlage gegen Lyon in dieser Saison nicht von der Seitenlinie verfolgen. City ist dieses Jahr mit einer Quote von 5,25 Favorit auf den Gewinn der Champions League. Deshalb sollte Guardiolas Laune vorerst besser sein.

Beim Thema Innenraumsperren kann Steve Harmison mit Guardiola mitfühlen. Richtig - die Rede ist vom früheren englischen Cricket-Spieler Steve Harmison.

Dieser wurde Trainer von Ashington in der Northern League und behauptete, dass er als Fußballtrainer eher nicht „in die Luft gehen“ würde. Es dauerte nur etwas mehr als ein Jahr, bis er auf die dunkle Seite geriet, als Harmison für eine Konfrontation mit dem Schiedsrichter für 12 Spiele gesperrt wurde.

In einer Sportart, in der stets viel auf dem Spiel steht und wo man jederzeit auf dem Prüfstand steht, ist es nicht überraschend, dass es zu Streitereien kommt.

Da die Spieler heutzutage die Möglichkeit haben, ihre Gedanken über Social Media unmittelbar nach dem Spiel einem weltweiten Publikum mitzuteilen, wird es zunehmend schwieriger, dass sich alle vertragen.

October 9, 2018

Von 888sport

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Je nachdem, wen man fragt, ist der technologische Fortschritt entweder die größte Errungenschaft oder das Schlimmste, was der modernen Menschheit in den letzten Jahrhunderten zugestoßen ist. Doch ganz gleich, auf welcher Seite man sich in dieser Debatte befindet, es lässt sich nicht leugnen, dass die Technologie viele Bereiche in unserem Leben enorm bereichert hat. Mit regelmäßigen wissenschaftlichen Durchbrüchen wird die Technologie weiterhin ein wichtiger Teil unserer Zukunft sein, ob uns das nun gefällt, oder nicht.

Wenn es um technologischen Fortschritt geht, ist Sport zweifelsfrei einer der größten Nutznießer. Die „Hawkeye“ Technologie führt dazu, dass menschliche Fehlentscheidungen im Tennis oder Cricket vermindert werden und obwohl der VAR im Fußball bislang noch nicht wirklich überzeugt, ist die Torlinien-Technologie wiederum so gut integriert, dass man fast vergessen könnte, dass sie überhaupt existiert. Aber was ist mit anderen Sportarten wie Golf? Wurde die Technik erfolgreich in das Spiel eingebunden und wenn ja, was können wir in Zukunft davon erwarten? Droht die Technik, die traditionellen Werte des Sports zu untergraben?

Die Entwicklung des Golfballs

Um beurteilen und diskutieren zu können, wie die Technologie das Golfspiel verändert hat, ist es zwingend notwendig, einen Blick auf die Geschichte des Sports zu werfen. Traditionell wurden die frühen Versionen des Golfspiels mit einem Holzball gespielt. Wie man sich vorstellen kann, erforderte es eine Menge Mühe, dem Ball die richtige Flugkurve zu geben und überhaupt in die Nähe des Lochs zu bringen. Danach kam der Feathery – ein Ledersäckchen, das mit Hühner- oder Gänsefedern gefüllt wurde. Das war natürlich viel praktischer als ein Holzball, allerdings führte dies immer noch zu Problemen. Zum einen weigerte sich der „Federball“, nach ein paar Schlägen seine ursprüngliche Form wieder anzunehmen, darüber hinaus wurde der Ball oft von Wasser oder Hitze in Mitleidenschaft gezogen. Damit der Sport wachsen konnte, wurde der Gutty Ball entwickelt und hat das Golfspiel für immer revolutioniert.

 

In den nächsten 150 Jahren folgten viele weitere Innovationen und jeder örtliche Golfshop wird nun hunderte verschiedener Ballarten im Sortiment haben, die alle zu den entsprechenden Spielsituationen passen und sich ideal der Flugkurve und Schlaggeschwindigkeit anpassen. Das Konzept des „SMART“ Golfballs ist auch auf das Interesse vieler Unternehmen gestoßen, zu denen auch OnCore gehört, die momentan an einem Ball arbeiten, der ein High-Performance GPS System sowie selbstladende Batterien besitzt. Zusammen mit Apps wie Arccos, welche den Golfer mit wertvollen Informationen versorgt, hat die Technologie massiv zur Entwicklung des Golfballs beigetragen. Daraus resultiert, dass viele Spieler den Ball weiter schlagen und besser treffen, als noch in den vergangenen Jahren.

Die veränderte Natur des Schlägers

Wenn es um Golfschläger geht, hat sich die generelle Form über die lange und illustre Geschichte des Sports nicht wirklich verändert. Nichtsdestotrotz könnte man argumentieren, dass sich Golfschläger in den letzten Jahrzehnten mehr verändert haben, als alles andere im Spiel, was nicht zuletzt mit einem besseren Verständnis der Aerodynamik zusammenhängt. Ein durchschnittlicher moderner Driver wiegt heutzutage beispielsweise etwa 50 Gramm weniger als ältere Versionen. Der konstante technische Fortschritt in diesem Bereich bedeutet, dass die Komponenten in dem Schläger zugleich widerstandsfähiger und leichter geworden sind. Aus diesem Grund scheint die Größe der Schlägerköpfe immer weiter zuzunehmen. Dank der neuen Materialien verzeihen die heutigen Driver viel mehr, wenn man den Ball beim Abschlag nicht perfekt trifft. Obwohl wir nicht an der Kraft und ihren Fähigkeiten zweifeln wollen, benutzen einige der kleineren Spieler auf der Tour, so wie Rory McIlroy, Driver mit den größten Köpfen und bleiben weiterhin auf der Liste für die längsten Drives, was einiges über die aktuelle Schlägertechnologie aussagt. McIlroy wird lediglich mit einer von 3.75 Quote auf einen Major Sieg 2019 gelistet und er wird zweifelsfrei versuchen, ein paar Extra-Yards zu machen und so einen Vorsprung gegenüber den Verfolgern zu sichern.

 

Ganz gleich, ob man ein leidenschaftlicher Golf-Anhänger oder nur ein gewöhnlicher Zuschauer des Sports ist, die Chancen, dass man den Hybridschläger kennt, stehen ganz gut. Hybridschläger geben dem Spieler durch den größeren Launch-Winkel eine bessere Chance, den Ball hochzuschlagen, als es bei traditionellen Eisen der Fall ist. Daraus resultiert, dass Hybridschläger noch mehr verzeihen, als „normale“ Schläger und weniger Gewicht auf die Art und Weise des Schwungs gelegt wird. Nike gehört zur Spitze in der Produktion der Hybridschläger und mit Anhängern wie Tiger Woods zu seinen glorreichen Zeiten, scheint sich das Investment ausgezahlt zu haben. Woods wird lediglich mit einer 9.00-Quote bei den Golf-Wetten für den kommenden Masterssieg gelistet, aber es wird kein Zweifel daran geben, dass er mit einem oder zwei Hybridschlägern bewaffnet sein wird, wenn er in Augusta aufläuft. Zusätzlich hat der moderne Putter viele weitere Veränderungen erhalten. Die Technik sorgt für mehr Balance und Variation wie bei den nun verfügbaren „toe-hang“ und „face-balanced“- Schlägern, die den Golfern eine größere Chance geben, auf dem Grün erfolgreich zu sein.

Drohnen, moderne Golfcarts und Augmented Reality

Drohnen haben im vergangenen Jahrzehnt eine interessante Entwicklung durchlebt: vom Multi-Millionen-Dollar-Gerät für militärische Nutzung hin zu einem der Lieblingsspielzeuge für Teenager, die sich die Drohne zu Weihnachten wünschen. In Bezug auf ihre Nützlichkeit auf dem Golfplatz, kann ein schneller Drohnenflug einen ausgezeichneten Überblick über die Umgebung geben und die Gefahren eines jeden Kurses offenlegen. Darüber hinaus verringern Drohnen auch den Aufwand beim Suchen verlorener Bälle und können sogar atmosphärischen Druck, Temperatur und Windgeschwindigkeit berechnen.

Hast du jemals von einem Golfcart gehört, in dem du über Live-Musik, TV und GPS verfügst? Nein? Jetzt schon: Golflegende Greg Norman und Verizon haben sich zusammengetan, um ein interaktives Golfcart zu entwickeln, welches über einen Bordcomputer und ein Entertainmentsystem verfügt. Um den Sport in das 21. Jahrhundert und darüber hinaus zu tragen, hat PGA ebenfalls an dem Projekt mitgewirkt und eine Augmented Reality App entwickelt. Die App ermöglicht es dem Betrachter, 3D Versionen der Anlage auf der ganzen Welt zu sehen und zu spielen. Außerdem wurde versprochen, mindestens ein Loch von jedem Turnier am Ende des Jahres im Golfkalender zu haben.

Kontroversen und die sich ändernden Golftraditionen

Wie bereits erwähnt, gibt es auch oft negative Stimmen, wenn es um technischen Fortschritt geht – und diese gibt es auch in der Golfwelt. Die PGA steht in konstanten Auseinandersetzungen mit regierenden und regulierenden Instanzen über bestimmte Probleme, wie beispielsweise den Schlagdistanzen. Die R&A und die USGA kommen zu dem Schluss, dass der Anstieg von sieben Yards im vergangenen Jahr „unüblich und besorgniserregend“ war. Als Konsequenz gibt es derzeit Pläne, die Effekte des „modernen Golfballs“ zu zügeln. Mit Spielern wie Tony Finau, der mühelos über 320 Yards im Durschnitt beim Abschlag kommt, war es nur eine Frage der Zeit, bis die offiziellen Instanzen hier einschreiten. Finau wird derzeit mit 51.00 gelistet, die US PGA Championship nächstes Jahr zu gewinnen. Mit seiner Fähigkeit, den Ball weiter als jeder andere auf der Tour zu schlagen, kann man auch davon ausgehen, dass es nicht lange dauern wird, bis der Amerikaner ein Major gewinnt.

 

Darüber hinaus hat es im Anschluss an eine kontroverse Entscheidung, die Lexi Thompson eine Vier-Schlag-Strafe bei dem ANA Inspiration Turnier im letzten April einbrachte, eine große Debatte über die Nutzung von Video Technologie im Golf gegeben. Regulierende Instanzen haben kürzlich Veränderungen eingeführt, die den Referees mehr Flexibilität und Anwendung des gesunden Menschenverstands in gewissen Situationen erlauben. Es ist schwierig, zu argumentieren, dass Video-Technologie im Golf von Natur aus schlecht sei, aber auf der anderen Seite ist es auch wichtig, dass Spieler nicht zur Rechenschaft gezogen werden, nur weil sie nicht in der Lage sind, die Präzision der Videobeweise zu erreichen.

Viele Golfer vertreten die Meinung, dass moderne Technologie das Golfspiel viel zu einfach macht. Mit den vielen Veränderungen, die sowohl Ball als auch Schläger in den letzten paar Jahrzehnten durchlaufen haben, ist es auf jeden Fall wahr, dass eine moderne Ausrüstung von Vorteil ist, wenn es um das Schlagen des Balles geht. Golfgrößen wie Nick Faldo oder Gary Player haben ihre Bedenken zum Gebrauch von Technologie im Golfsport und den Verfall der traditionellen Werte geäußert. Während Faldo und Player zweifelsfrei Legenden des Golfsports sind, muss man sich die Frage stellen, ob ihre Missgunst von der Tatsache rührt, dass sie die Technik auch gerne genutzt hätten, als sie auf dem Höhepunkt ihrer Karriere waren. Was hätten die beiden beispielsweise mit einem Hybridschläger erreichen können? Wir werden es nie erfahren.

Trotzdem muss festgehalten werden, dass Golf – vor allem angesichts der steigenden Einnahmen und Sponsorengelder – mehr ein Zuschauersport ist, als jemals zuvor. Daher wollen die Fans den Ball härter, weiter und mit mehr Präzision geschlagen sehen, als je zuvor und ein aufregendes Spektakel erleben. Mit dem Niveau, auf dem die modernen Profis spielen, ist der Spielraum zwischen Gewinnen und Verlieren kleiner denn je, aber mit dem gleichen Equipment für alle Spieler, ist für die meisten Leute eine ausreichende Chancengleichheit gegeben. Bisher nimmt der beste und konsequenteste Spieler eines viertägigen Turniers die Trophäe mit nach Hause. Bis sich dies ändert, kann die Technologie im Golf als ein Schritt in die richtige Richtung gesehen werden.

October 9, 2018

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