Die Durststrecke für die deutschen Fußballfans ist in der Winterpause meist ziemlich lang und unerträglich. Mit der nun aber bevorstehenden Handball-EM wartet ein echtes Megaevent auf die Fans des Sports.
Wir nutzen kurz vor dem Turnierstart noch ein Mal die Möglichkeit und durchforsten mit euch die Extraklasse des Handballs im vergangenen Jahrzehnt. Das ist unsere Top 5 der besten europäischen Handballer der letzten zehn Jahre!
Platz 5: Daniel Narcisse
Daniel Narcisse hat den Handball in den letzten Jahren unglaublich geprägt. Der französische Hüne stand für eine unglaubliche Physis mit sagenhaftem Antritt. Dazu war sein Wurf ein regelrechter Hammer.
„Air France“, wie er auch genannt wird, räumte in der Handballwelt alles ab, was es gibt. Mit der Nationalmannschaft gewann er vier Weltmeisterschaften, drei Europameisterschaften, holte zwei Mal Olympia-Gold und ein Mal Silber. Im Januar 2013 wurde er außerdem zum Welthandballer des Jahres gewählt.
Und auch in Deutschland hinterließ der Rückraumspieler seine französische Duftmarke der Extraklasse. In der Bundesliga spielte er für Gummersbach und Kiel. Vor allem beim THW hatte er eine mehr als nur erfolgreiche Zeit.
Im Jahr 2012, das größte Jahr seiner Karriere, holte er mit den Kielern das Triple, also die Meisterschaft, den DHB-Pokal und die Champions League. Er selbst war der überragende Mann. Kein Wunder also, dass er im Januar 2013 den Titel des Welthandballers 2012 überreicht bekam.
2013 wechselte er dann zu PSG, wo er noch vier französische Meisterschaften gewinnen sollte. Nach der Saison 2017/18 beendete der mittlerweile 40 Jährige seine Karriere. Daniel Narcisse ist ein so großes Schwergewicht im Welthandball, das es kaum zu glauben ist, dass er nur der Anfang unserer Liste ist.
Platz 4: Thierry Omeyer
Thierry Omeyer ist nicht nur der beste Handballtorwart aller Zeiten und deswegen auch als einziger Schlussmann auf unserer Liste. Nein, er ist auch der rein nach Titeln bemessene beste Spieler, den es je gegeben hat.
Mit fünf WM-Titeln mit der französischen Nationalmannschaft ist er alleiniger Rekordhalter. Und mit insgesamt zehn Titeln bei der WM, der EM und den Olympischen Spielen ist er der bisher erfolgreichste Nationalspieler, den es je gab.
Thierry Omeyer ist der beste Torwart, den es im Handball je gab.
Auch „Titi“ Omeyer verbrachte den Großteil seiner Karriere beim THW Kiel. Mit den Kielern gewann er zwei Mal das Triple. 2013 zog es ihn zurück in sein Heimatland Frankreich, wo er nach der Saison 2018/19 auch seine Karriere beendete.
Omeyer revolutionierte das Torwartspiel im Handball, indem er eben nicht nur auf der Linie stand und Bälle parierte. Er war dafür bekannt wie eine Katze durch seinen Strafraum zu fliegen und mit langen Pässen immer wieder Torvorlagen zu geben.
Platz 3: Filip Jicha
Er ist vielleicht der Lionel Messi des Handballs gewesen. Eine unfassbare Technik kombiniert mit ungemeinem Tempo machten ihn zu einem klaren Anwärter für den besten Handballer der Welt. Fehlende Titel mit der Nationalmannschaft sorgten allerdings dafür, dass andere Namen oft vor Jicha fielen. Zugegeben, im Vergleich zu Messi bringt Jicha mit über zwei Meters Körpergröße eine ganz andere Körperlichkeit mit aufs Parkett.
Dennoch war Jicha ein Kerl, der zu den Größen des Sports stand und auch noch steht. Zwar beendete der Tscheche seine Karriere bereits im Sommer 2017, doch seine Liebe zum Handball und zum THW Kiel hat er nicht verloren. Mittlerweile ist der 37- Jährige Cheftrainer der Zebras aus Norddeutschland.
Mit dem THW holte er 2012 das Triple, gewann die Champions League insgesamt zwei Mal und wurde sieben Mal deutscher Meister. Seine Karriere als Spieler beendete er allerdings beim FC Barcelona, wo er zwei Mal Meister und zwei Mal Pokalsieger wurde.
Der einzige Grund, warum er nicht noch weiter vorne auf dieser Liste auftaucht ist, dass ihm die großen Erfolge mit der Nationalmannschaft fehlen, weswegen er auch nur ein Mal Welthandballer wurde (2010).
Platz 2: Nikola Karabatic
Im Kampf um Platz Eins war es ein echtes Kopf an Kopfrennen. Ohne den ersten Platz zu spoilern, können wir euch verraten, dass ein Mann voller Explosivität auf und neben dem Parkett den zweiten Platz belegt: Nikola Karabatic.
Seine unfassbare Explosivität auf dem Parkett sind das Werkzeug für einen der besten Handballer auf der Welt. Für viele ist er der kompletteste Spieler des Sports. Wenn der Franzose ins Rollen kommt, dann ist er kaum noch zu stoppen. Allerdings sorgte sein aneckender Charakter in seiner Karriere auch immer wieder dafür, dass er sich selber Steine in den Weg legte.
Karabtic ist der vielleicht kompletteste Handballer der Welt.
Zu seiner Karriere gehört nämlich auch der Verdacht der Wettmanipulation. Karabatic soll als Profi in Frankreich ein Spiel mit seinem Team absichtlich verloren haben, wodurch Familienangehörige von ihm und seinen Mitspielern hohe Wettgewinne gemacht haben. Karabatic gestand, dass er an den Wetteinsätzen beteiligt war aber nicht das Spiel manipuliert hatte. Er selbst fehlte bei diesem Spiel auch verletzt. Auf Kaution kam er damals frei und wurde im Sport für kein einziges Spiel gesperrt.
Zurück zum Sportlichen: Karabatic gewann bereits drei Mal die Champions League, wurde vier Mal deutscher Meister, zwei Mal Olympiasieger, vier Mal Weltmeister und drei Mal Europameister. Wow! Dazu wurde er schon drei Mal zum Welthandballer ernannt. Die Pokalvitrine des Franzosen sollte komplett ausgelastet sein.
Die Erklärung dafür warum Karabatic nicht unsere Nummer Eins ist, ist dass, seine große Zeit schon im Jahrzehnt davor begann und er auch schon 2007 zum ersten Mal Welthandballer wurde. Unsere Nummer Eins dominierte lediglich im letzten Jahrzehnt.
Platz 1: Mikkel Hansen
Die dänische Kampfmaschine Mikkel Hansen belegt unseren ersten Platz. Der Rückraumspieler, der optisch auch als Wikinger durchgehen könnte, ist der Spieler mit der konstantesten Weltklasse im vergangenen Jahrzehnt.
Mit Dänemark gewann er schon Olympiagold und die Europameisterschaft, ehe er sich im vergangenen Jahr auch noch zum Weltmeister krönen ließ.
Dazu wurde er mit PSG schon sechs Mal Meister und wurde auch schon drei Mal dänischer Meister. Die Champions League konnte er noch nie gewinnen. Zwar ist die Trophäenvitrine von Karabatic wesentlich voller, doch Hansen zeigte sich in den letzten zehn Jahren konstanter und wurde im letzten Jahrzehnt am häufigsten zum Welthandballer erklärt. Aktuell trägt er diesen Titel immer noch.
Hansens größte Waffe ist sein Wurf. Pfeffert er das Geschoss in Richtung Gehäuse, dann könnte man meinen, dass der Ball Schallgeschwindigkeit erreicht.
Sportwetten Handball:Bei der bevorstehenden EM gehört er mit der dänischen Nationalmannschaft auch wieder zum engeren Kandidatenkreis um den Titel.
Ersterscheinung: 08.01.2020
*Die Rechte an den Bildern liegen bei Darko Bandic / AP Photo*
Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.
Auf ihnen beruht oft die Hoffnung eines Vereins oder sogar einer ganzen Nation. Sie sind die Treffsichersten. Sie sind diejenigen, die jede Abwehr vor neue Aufgaben stellen und so manchen Torhüter ganz alt aussehen lassen.
Manche von ihnen „zerbomben“ das Gehäuse förmlich, als wäre es ein Kinderspiel. Die Rede ist von den Stürmern. Die Superstars dieser Position, wie Cristiano Ronaldo, Robert Lewandowski oder Luis Suarez, sind die Idole vieler Fußball-Fans, weil sie die Massen von Spiel zu Spiel aufs Neue verzücken und ihren Verein in die Erfolgsspur bringen.
Aber auch die Deutschen hatten über Jahrzehnte hinweg Mittelstürmer, die einigen Gegnern das Fürchten lehrten. Wir haben euch die besten deutschen Stürmer aller Zeiten aufgelistet.
„Uns Uwe“ ist der wohl wichtigste Spieler in der Geschichte des HSV. Der Knipser war seinem Verein knapp 20 Jahre lang treu und wurde in dieser Zeit mehrmals Torschützenkönig – unter anderem auch in der allerersten Bundesligasaison 1963/1964. Er ist bis heute die Identifikationsfigur und der Fanliebling seines Klubs.
Das ist keine große Überraschung, denn Seelers Torriecher war sensationell. Hinzu kommt seine aufopferungsvolle Abwehrarbeit, die gerade für einen Mittelstürmer alles andere, als selbstverständlich war. Insgesamt schoss er für die Hanseaten 404 Tore in 476 Spiele und hatte damit eine atemberaubende Trefferquote vorzuweisen.
Unvergessen bleibt dabei Seelers Jahrhunderttor gegen Westfalia Herne 1960. Seeler überwand den Torhüter, indem er das Leder per Sitzfallzieher ins Tor bugsierte. Bevor er 1960 deutscher Meister und 1963 Pokalsieger mit den Rothosen wurde, holte „Uns Uwe“ neun Mal in Folge die Meisterschaft in der Oberliga Nord mit dem HSV.
Obwohl Seelers Erfolge mit der Nationalmannschaft ausblieben, wurde er dennoch zum Ehrenspielführer der DFB-Elf ernannt. Zu Ehren seiner Verdienste für den Hamburger SV wurde vor dem Volksparkstadion eine riesige Bronzestatue seines rechten Fußes ausgestellt.
Nach seiner Spielerkarriere war Uwe sogar Präsident des HSV. Mittlerweile hat er sich zu Ruhe gesetzt und ist immerzu ein gern gesehener Stadiongast.
Miroslav Klose
„Miro“ Klose ist vor allem für seine Dienste beim SV Werder Bremen, dem FC Bayern und Lazio Rom bekannt. Lange Zeit war er auch der unangefochtene Stoßstürmer in der Nationalelf. Eine gute Entscheidung der Bundestrainer, denn mit 16 WM-Treffer ist Klose bis heute WM-Rekordtorschütze.
Seine Tore trugen maßgeblich zu den Erfolgen der deutschen Nationalmannschaft bei, die mit dem WM-Titel 2014 ihren Höhepunkt mit „Miro“ erlebte. Sein Rücktritt hinterließ bei der DFB-Auswahl eine große Lücke, die bis heute nicht wirklich geschlossen ist. Denn Klose war noch ein echter Neuner.
Wie für einen Stürmer typisch, zeichnete er sich als Kopfballspezialist aus, war zugleich aber auch eine Tormaschine, sowie mannschaftsdienlich. Doch nicht nur „Miros“ Tore, sondern auch seine daruffolgenden Torjubel waren teilweise spektakulär.
Kloses Markenzeichen war nämlich sein legendärer Jubel per Salto. Während seiner Laufbahn verbuchte Klose zwei deutsche Meisterschaften, sowie Pokalsiege – jeweils mit den Bayern. Aber auch mit Lazio durfte er 2013 den italienischen Pokal bejubeln.
Des Weiteren wurde er, unter anderem aufgrund der meisten Tore bei der WM, als auch in der Bundesliga, 2006 zum deutschen Fußballer des Jahres gewählt. Momentan assistiert der ehemalige Angreifer Bayerns Chefcoach Hansi Flick an der Seitenlinie.
Klaus Fischer
Klaus Fischer ist nach Gerd Müller der zweitbeste Torschütze der Bundesliga. Er wird als Schalker Legende angesehen und lief ebenso für den TSV 1860 München, den 1.FC Köln und den VfL Bochum auf. Insgesamt kam Fischer auf 268 Tore in 535 Bundesligaspielen.
Sein brillianter Torriecher verhalf ihm 1976 dazu, die Torjägerkanone verliehen zu bekommen. Internationale Bekanntheit erlangte er durch seine spektakulären Fallrückziehertore, wovon zwei sogar zum Tor des Jahres gewählt wurden.
Zu seinen größten Erfolgen jedoch zählen zwei DFB-Pokalsiege – 1972 mit Königsblau und 1984 mit den Domstädtern. Bei der Nationalmannschaft traf er in 45 Partien 32 Mal. Allerding musste er sich mit der DFB-Elf 1982 lediglich mit dem Vize-Weltmeistertitel zufrieden geben.
Mittlerweile ist der Bayer in den Ruhestand gegangen, nachdem er in den 1980er und 1990er Jahren seinen Vereinen Schalke und Bochum als Co-Trainer treu blieb.
Jupp Heynckes
„Jupp“ ist nicht nur eine echte Trainerlegende, sondern war früher auch ein überragender Goalgetter für die Gladbacher. Für seine Borussia erzielte er in 308 Spielen 218 Tore. Er war variantenreich, schnell und vor allem torgefährlich, was ihn zu einer Waffe im Angriff der Fohlen machte.
Untermauert wird das von seinen zwei Torjägerkanonen, die er 1974 und 1975 einsammelte. Zudem war er maßgeblich an den vier Meistertiteln der Gladbacher in den 70er Jahren beteiligt. Hinzu kommen der Pokalsieg 1973 und der Gewinn des UEFA-Pokals 1975.
Außerdem darf sich Heynckes als Welt- und Europameister betiteln. Nach seiner aktiven Zeit blieb er der Borussia noch acht weitere Jahre als Cheftrainer erhalten. Das erfolgreichste Jahr seiner Trainerkarriere war jedoch 2013, als er mit dem FC Bayern München das Triple gewann.
Der 75-Jährige begab sich 2018 völlig verdient in den Ruhestand, nachdem er zuvor als Spieler, als auch als Trainer nahezu alles gewann, was man gewinnen konnte.
Karl-Heinz Rummenigge
Der ehemalige Angreifer galt in den 1980er Jahren als bester Spieler der Welt. Dynamik, Schnelligkeit und Entschlossenheit waren die entscheidenden Attribute, die „Kalle“ zu einem torgefährlichen Weltstar machten.
Mit 162 Toren in 310 Bundesligaspielen ist er der drittbeste Torschütze des Rekordmeisters aller Zeiten. Ein Stürmer, der sich zudem zwei Mal den Ballon d’Or (1980, 1981) sicherte, hat natürlich auch unzählige Trophäen vorzuweisen. Mit den Bayern wurde er je zwei Mal Meister, Europapokalsieger der Landesmeister und Pokalsieger.
Die Nationalmannschaft führte er 1980 zum EM-Titel. Außerdem holte er drei Torjägerkanonen in der Bundesliga. „Kalles“ einzigartige Leistungen werden unter anderem von der FIFA gewürdigt, denn er ist in die Liste der besten 100 noch lebenden Fußballer aufgenommen worden.
Seit 2002 ist Rummenigge nun Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG und kommt dadurch immer wieder in die Schlagzeilen. Vielen bleibt dabei eine denkwürdige Pressekonferenz in Erinnerung, in der sogar der Artikel eins des Grundgesetzes zitiert wurde. Allerdings spricht seine Arbeit durch die jüngsten Erfolge des FC Bayern für sich.
Gerd Müller
„Der Bomber der Nation“ ist der wohl beste deutsche Stürmer, den es je gab. Bei seinem späteren Klub FC Bayern München erregte er aufsehen, weil er für seinen Heimatverein Nördlingen in 31 Spielen 51 Mal traf. Beim Rekordmeister schlug er dann völlig ein. 398 Tore in 453 Spielen machen „Gerd“ bis heute zum Rekordtorschützen des aktuellen Triple-Siegers und der Bundesliga.
Dabei entsprach er gar nicht dem typischen Stürmerideal. Jedoch war Müllers Unberechenbarkeit weder durch Mann-, noch durch Raumdeckung zu verteidigen. Er war bekannt dafür schnell den Abschluss zu suchen und aus allen möglichen lagen abzuziehen. Ebenso ist seine Torgefährlichkeit auf seine blitzschnellen Drehung zurückzuführen.
Symptomatisch dafür steht sein Siegtor im WM-Finale 1974 in München beim 2:1 gegen die Niederlande. Es war zudem das wichtigste Tor in Müllers Karriere, denn damit sicherte er Deutschland im eigenen Land den WM-Titel. Bereits zwei Jahre zuvor holte „Gerd“ mit der Nationalmannschaft den EM-Titel.
Genauso erfolgreich lief es aber auch auf Vereinsebene. „Der Bomber der Nation“ ballerte die Münchner zu je vier deutschen Meisterschaften und Pokalsiegen. Hinzu kommt der dreimalige Gewinn des Europapokals der Landesmeister und ein Erfolg im Europapokal der Pokalsieger.
Sein Spitzname verrät schon Einiges über seinen Torinstinkt, doch „Gerd“ hat es sogar vollbracht 18 Mal bei unterschiedlichen Wettbewerben zum Torschützenkönig zu werden. Seine 40 Treffer aus der Bundesligasaison 1971/1972 sind unantastbar. Völlig zurecht erhielt er 1970 den Ballon d’Or.
Außerdem ist er Mitglied der FIFA 100. Aus gesundheitlichen Gründen musste der einstige „Bomber der Nation“ seinen Job als Assistenztrainer der Bayern Amateure, den er erst weit nach seinem Karriereende angenommen hatte, aufgeben. In Erinnerung bleibt er dennoch als bester und erfolgreichster deutscher Stürmer aller Zeiten.
Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.
Am 31. Oktober 2020 wäre er 100 Jahre alt geworden. Er war einer der besten Fußballer Deutschlands, eine Legende des Sports und mit Sicherheit eine der bedeutsamsten Personen, für die Geschichte des deutschen Fußballs: Friedrich „Fritz“ Walter. Anlässlich seines 100. Ehrentages blicken wir auf das Leben und die Werke des deutschen Ausnahmefußballers zurück, der für deutlich mehr eine bedeutsame Rolle spielte, als nur für den Sport.
Das junge Ausnahmetalent aus Kaiserslautern
Fritz Walter wurde am 31. Oktober 1920 in Kaiserslautern geboren. Er war das älteste von fünf Kindern und hatte zwei Schwestern (Gisela und Sonja) und zwei Brüder (Ludwig und Ottmar). Seit seinen Kindheitstagen spielte Fritz Walter bereits Fußball bei seinen Heimatverein, den 1. FC Kaiserslautern, bei dem sein Vater die Vereinsgaststätte betrieb.
Schon früh machte das Talent, das später als „Mittelläufer“ Weltklasse erreichen würde, auf sich aufmerksam. Zwar machte Walter nach der Schule zunächst noch eine Ausbildung zum Bankkauffmann, konzentrierte sich dann aber ganz auf seine Leidenschaft, den Fußball.
Bereits mit 17 Jahren spielte er – aufgrund seines jungen Alters mit einer Sondergenehmigung – für die erste Mannschaft der „roten Teufel“. Seine Karriere ging steil bergauf und das junge Talent erzielte bereits in der Saison 1939/40 in 15 Spielen 30 Tore für den FCK. Durch seine Leistungen im Verein viel Walter auch Reichstrainer Sepp Herberger auf, der später sein größter Fürsprecher werden sollte.
Im Alter von 19 Jahren absolvierte Walter - im Juli 1940 - sein erstes Länderspiel und erzielte direkt drei Tore. Nur eine Woche später folgte ein Doppelpack in seinem zweiten Spiel. Fritz Walter war die Hoffnung im deutschen Fußball, sowohl beim 1. FC Kaiserslautern, als auch für die Nationalmannschaft.
Fritz Walter in sowjetischer Kriegsgefangenschaft
Doch dann erhielt die bis dato steil ansteigende Karriere des Ausnahmetalents einen harten Dämpfer. Fritz Walter wurde im Dezember 1940 in die Wehrmacht einberufen. Zunächst war er 1941 als Infanterist nach Frankreich versetzt worden, später wurde er auf Elba, Korsika und Sardinien eingesetzt. 1943 folgte die Versetzung zur Luftwaffe, wo er zusammen mit einigen anderen Sportlern seiner Leidenschaft Fußball - in einer der besten Militärmannschaften im Zweiten Weltkrieg - wenigstens noch zum Teil nachgehen konnte.
Im Mai 1945 wurde Fritz Walter von der US-Armee aufgegriffen und an die Rote Armee ausgeliefert. Er war fortan in sowjetischer Kriegsgefangenschaft, in einem Lager in Rumänien, nahe der Grenze zur Ukraine. Was dort geschah, klingt wie aus einem Film.
Walter erlitt einen Malariaanfall und musste ins Lazarett, wodurch er den Zug zur Weiterfahrt in das sibirische Arbeitslager verpasste – eine schicksalhafte Fügung. Was kurz darauf folgte, konnte der unterernährte, von Krieg, Malaria und Gefangenschaft gezeichnete Walter, selbst kaum glauben: „Es wurde Abend. Ich traute meinen Augen nicht, als fünf Mann der Lagerpolizei mit einem Fußball in unmittelbarer Nähe von uns auftauchten. Sie warfen zwei Mützen auf den Boden und fingen an, auf das improvisierte Tor zu schießen. Fußball! Ich fühlte mich magisch angezogen", beschrieb er später in einem seiner Bücher.
Ein Fußballspiel rettet sein Leben
Der Gefangene konnte nicht anders, er stellte sich zu den Lagerpolizisten und führte mit dem Ball ein paar Kunststücke vor. Die Wärter ließen ihn gewähren und waren von seinem Können begeistert. In gebrochenem Deutsch soll ihn ein Slowake gefragt haben: „Du auch Fußballspieler?“. Walter bejahte und der Slowake forderte ihn auf: „dann spiel mit!“.
Diese Chance ließ sich der deutsche Ausnahmespieler nicht nehmen. Er nahm am Spiel mit den Wärtern teil, zeigte seine Klasse und spielte seine Gegner schwindelig. Nach dem Spiel wurde er dann gefragt: „Wer bist du?“. „Ich bin aus Kaiserslautern […], ich habe schon öfters in der deutschen Nationalmannschaft gespielt", antwortete Walter. Als die Lagerwärter begriffen, wer dieser talentierte Deutsche war, befahl ein Slowake: „Du nicht weg mit Transport. Jetzt komm erst mal essen!“.
So verpasste Fritz Walter auch den nächsten Abtransport nach Sibirien und auch alle folgenden Züge in Richtung Arbeitslager. Ein unvorstellbares Szenario, doch Fritz Walter rettete der Fußball das Leben. Doch nicht nur sein eigenes Leben, denn auch sein Bruder Ludwig war in das Lager nach Rumänien gebracht worden, doch auch er entkam - dank Walters-Fähigkeiten - dem sibirischen Gulag.
In seiner Biografie schrieb Walter von seinen Gedanken zum damaligen Zeitpunkt: "Wie sollte ich so schnell fassen, dass durch ein Fußballspiel eine so unglaubliche Wendung eingetreten war? Durch ein Fußballspiel, von dem ich heute nicht einmal mehr das Ergebnis weiß!".
Fritz Walter kehrt nach Kaiserslautern zurück – Deutscher Meister mit dem FCK
Am 28. Oktober 1945 kehrten die beiden Walter-Brüder in ihre Heimatstadt nach Kaiserslautern zurück. In seiner Heimat angekommen spielte Fritz Walter wieder für die „roten Teufel“ und half dabei mit, den Verein wieder neu aufzurichten. Unter dem „Regisseur“-Walter wurde der 1. FC Kaiserslautern zu einem der besten Vereine der frühen Nachkriegszeit.
Außerdem tat sich auch etwas im Privatleben von Fritz Walter, denn im Oktober 1948 heiratete er die Liebe seines Lebens, Italia Bortoluzzi. Sepp Herberger, zu dem er auch neben dem Platz ein inniges Verhältnis hatte, fungierte bei der Hochzeit als Trauzeuge.
In der Zeit von 1948 bis 1954 gewann Walter mit dem FCK ganze sechs Mal die Meisterschaft der Oberliga Südwest und qualifizierte sich mehrere Male für das Finale um die Deutsche Meisterschaft. Im Jahr 1951 gelang Walter dann der erste große Triumph, als seine „roten Teufel“ im Finale der Deutschen Meisterschaft mit 2:1 gegen Preußen Münster gewinnen konnten. Der VfB Stuttgart musste sich dann im Finale 1953 gegen die „Walter-Elf“ geschlagen geben und der Ausnahmefußballer feierte seine zweite Deutsche Meisterschaft.
„Dehäm is dehäm“
Walter galt als der beste Fußballer Deutschlands und erhielt Angebote von großen europäischen Spitzenvereinen wie Atlético Madrid oder Inter Mailand. Doch Fritz Walter wollte nicht den Ruhm, das Geld oder das Rampenlicht. Er wollte bei „seinem“ FCK bleiben, in seiner Heimat – und das tat er auch. „Dehäm is dehäm“ sagte er damals zu seiner Entscheidung, in der Pfalz zu bleiben.
Auch in die Nationalmannschaft war Fritz Walter zurückgekehrt, wo er sogar den Kapitän von Sepp Herbergers Mannschaft darstellte. Mit Fritz Walter, seinem Bruder Ottmar Walter, Horst Eckel, Werner Kohlmeyer und Werner Liebrich stellte der 1. FC Kaiserslautern das Grundgerüst des Teams von Sepp Herberger, für die WM 1954 dar.
Diese Weltmeisterschaft in der Schweiz – „das Wunder von Bern“ - sollte dann der nächste große Triumph, in der Vita von Fritz Walter werden. Als Kapitän, Spielmacher und Leader führten er und sein Zimmerkollege Helmut Rahn das deutsche Team zum – bis dato für unmöglich gehaltenen - Titelgewinn.
„Aus! Aus! Aus! – Aus! – Das Spiel ist aus! – Deutschland ist Weltmeister“
Gegen das schier unbesiegbare Ungarn konnte sich die Mannschaft von Sepp Herberger, in einem an Dramaturgie nicht zu übertreffenden Finale, am Ende mit 3:2 durchsetzten. Einen frühen 0:2-Rückstand holte das Team um Fritz Walter noch vor der Pause auf, Walter bereitete das 2:2 per Eckstoß vor.
Sechs Minuten vor dem Ende folgte dann, was bis heute alle Geschichtsbücher des deutschen Fußballs schmückt: „Schäfer nach innen geflankt – Kopfball – abgewehrt – aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen – Rahn schießt! – Tooooor! Tooooor! Tooooor! Tooooor!“. Der Radiokommentar von Herbert Zimmermann hat bis heute Kult-Status in der deutschen Geschichte.
Unter strömenden Regen - dem heute viel zitierten „Fritz-Walter-Wetter“ - hielt die deutsche Mannschaft dem Team aus Ungarn auch in den letzten Minuten kämpferisch stand. Die letzte Minute lief, Deutschland lag immer noch mit 3:2 in Führung. Herbert Zimmermann kommentierte die Sekunden vor dem Abpfiff wie folgt: „Deutschland führt […], aber es droht Gefahr, die Ungarn auf dem rechten Flügel – jetzt hat Fritz Walter den Ball […] ins Aus geschlagen. Wer will ihm das verdenken? Die Ungarn erhalten einen Einwurf zugesprochen, der ist ausgeführt, kommt zu Bozsik – Aus! Aus! Aus! – Aus! – Das Spiel ist aus! – Deutschland ist Weltmeister, schlägt Ungarn mit drei zu zwo Toren im Finale in Bern!“.
WM-Finale nicht das „Spiel seines Lebens“
Es war vollbracht, Deutschland war Weltmeister. Im Oktober 1945 war Fritz Walter noch in Kriegsgefangenschaft und konnte nicht einmal daran denken, ob er denn je wieder Fußball spielen könnte, denn er wusste nicht einmal, ob er überleben würde. Knapp neun Jahre später, führte er dann Deutschland als Kapitän zum ersten Weltmeistertitel in der Geschichte des Landes.
Walter bezeichnete später deshalb auch nicht das WM-Finale 1954 als das „Spiel seines Lebens“, sondern das Spiel in Rumänien - das Fußballspiel mit den Wachsoldaten. Es war das Spiel, dem er womöglich sein Leben zu verdanken hatte.
In den kommenden Jahren konnte Walter mit dem FCK noch dreimal (1955, 1965 und 1957) Oberligameister werden, größere Titel kamen aber nichtmehr hinzu. Sein letztes Spiel in der Nationalmannschaft bestritt Walter als 37-Jähriger, im Halbfinale der Weltmeisterschaft in Schweden (1958), in dem Deutschland jedoch am Gastgeber scheiterte. Walter musste verletzt ausgewechselt werden und konnte beim Spiel um Platz drei nicht mehr teilnehmen. Nach der WM beendete er seine Nationalmannschafts-Karriere.
Karriereende beim FCK: 327 Tore in 384 Spielen
Bei „seinem“ 1. FC Kaiserslautern hing er noch ein Jahr dran und spielte bis Juni 1959, ehe er dann auch komplett seine Fußballschuhe an den Nagel hing. Er beendete seine Karriere nach über 30 Jahren beim FCK, für den er seit Kindheitstagen gespielt hatte, mit 384 absolvierten Spielen. Dabei gelangen Fritz Walter sage und schreibe 327 (!) Tore, was gerade für einen Spieler, der nicht auf der Position des Stürmers beheimatet war, eine außerordentliche Anzahl darstellt.
Seine Erfolge mit den „roten Teufeln“ suchen nach wie vor seinesgleichen. Der FCK konnte seither auch nie wieder an die erfolgreichen Zeiten mit Fritz Walter anknüpfen. Trotz der Tatsache, dass dem Ausnahmetalent durch den Krieg mehrere Jahre im besten Fußballeralter gestohlen wurde, ist sein Resümee mit dem 1. FC Kaiserslautern beeindruckend: Zweifacher Deutscher Meister (1951, 1953) und zehnfacher Meister der Oberliga Südwest (1947, 1948, 1949, 1950, 1951, 1953, 1954, 1955, 1956, 1957). Außerdem gelangen ihm auch Rekorde als Einzelspieler, so war er beispielsweise mit 38 Treffern Torschützenkönig der Oberliga Südwest (1953).
Kapitän, Spielmacher, Denker und Lenker
Unvergessen bleiben auch seine Erfolge mit der Nationalmannschaft. Unter Trainer Sepp Herberger war Fritz Walter über viele Jahre hinweg Kapitän, Leader, Spielmacher, sowie Denker und Lenker. Walter ist einer von nur vier Spielern, die länger als 15 Jahre für die Nationalmannschaft gespielt haben. Er bestritt 61 Länderspiele und erzielte dabei 33 Tore.
Sein alles überstrahlender Triumph war mit Sicherheit der Gewinn der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz. Fritz Walter hatte einen großen Anteil am „Wunder von Bern“, das bis heute ein Meilenstein in der deutschen Geschichte darstellt. Nicht nur auf sportlicher, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene, war der 04.07.1954 ein historisch bedeutsamer Tag.
Nach seiner Karriere war Fritz Walter weiterhin im Sinne des Sports aktiv. Unter anderem kommentierte Fußballspiele für den Rundfunk, schrieb Bücher und war für Adidas tätig. Außerdem war er Repräsentant der „Sepp-Herberger-Stiftung“. Später war er dann auch großen Anteil daran, dass Kaiserslautern Spielort bei der WM 2006 in Deutschland wurde.
Zu Ehren seines Verdienstes und für seinen Einsatz für Kaiserslautern, Deutschland und den Fußball, wurden Fritz Walter bereits zu seiner Lebzeiten viele Auszeichnungen verliehen. Bereits 1953, also noch vor seinem großen WM-Erfolg, erhielt er als erster Fußballer das Silberne Lorbeerblatt - die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik für Sportler.
Betzenberg-Stadion wird zum „Fritz-Walter-Stadion“
Am 31. Oktober 1970, an seinem 50. Geburtstag, verlieh man ihm das große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik. Überreicht wurde es ihm von Helmut Kohl. Fünf Jahre später erhielt er dann auch noch das Bundesverdienstkreuz mit Stern. Im November 1985, anlässlich des 65. Geburtstags von Fritz Walter, ehrte ihn „sein“ FCK, indem das Betzenberg-Stadion in Kaiserslautern, in „Fritz-Walter-Stadion“ am Betzenberg, umbenannt wurde.
Im Dezember des gleichen Jahres wurde er als Ehrenbürger der Stadt Kaiserslautern, später sogar als Ehrenbürger des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, ernannt. Fritz-Walter-Schule, Fritz-Walter-Straße und viele weitere Dinge, erhielten - nicht nur in Kaiserslautern - seinen Namen. Weitere Auszeichnungen sind die Goldene Verdienstmedaille der FIFA, sowie der FIFA-Verdienstorden. Nicht zu vergessen ist auch, dass Fritz Walter der erste Ehrenspielführer der deutschen Fußballnationalmannschaft wurde, außerdem ist er ebenso Ehrenspielführer des 1. FC Kaiserslautern.
Fritz Walter verstirbt im Alter von 81 Jahren
Am 14. Dezember 2001 musste sich Fritz Walter von seiner Frau Italia Walter verabschieden, die 80 Jahre alt geworden war. Ein halbes Jahr später verstarb dann Fritz Walter - am 17. Juni 2002 - im Alter von 81 Jahren, in seinem Haus in Enkenbach-Alsenborn, selbst. „Seine“ Fußball-Weltmeisterschaft in Kaiserslautern konnte er nicht mehr miterleben, trotzdem hatte er maßgeblichen Anteil daran, dass Kaiserslautern zur WM-Stadt 2006 gekürt wurde und das „Fritz-Walter-Stadion“ am Betzenberg Austragungsort für fünf WM-Spiele wurde.
Das Lebenswerk des Fritz Walter - Einführung Fritz-Walter-Medaille
Das Lebenswerk des Fritz Walter wird auch nach seinem Tod weiterhin gebührend geehrt. Der Deutsche Fußball-Bund verleiht beispielsweise seit 2005 in jedem Jahr die „Fritz-Walter-Medaille“ in Gold, Silber und Bronze an die besten Nachwuchsspieler/-innen des Landes. Mit dieser Auszeichnung sollen besondere Leistungen junger Talente, jeweils in den drei Altersklassen U-17, U-18, und U-19, geehrt werden. Mit der Namensgebung möchte der DFB an den 2002 verstorbenen Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft erinnern, der sowohl sportlich als auch menschlich ein Vorbild für alle Nachwuchsspieler gewesen ist.
Im Jahr der Heim-WM in Deutschland wurde für den Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft die Fritz-Walter-Statue in Alsenborn errichtet. Im Jahre 2008 wurde Fritz Walter dann in die „Hall of Fame des deutschen Sports“ und zehn Jahre später, in die erste Elf der „Hall of Fame des deutschen Fußballs“, des Deutschen Fußballmuseums, aufgenommen.
Taten und Werke des Fritz Walter - Für immer in Erinnerung
Am 31. Oktober 2020 wäre Friedrich „Fritz“ Walter 100 Jahre alt geworden. Seine Taten und sein Wirken bleiben weiterhin in der Erinnerung vieler Menschen fest verankert.
Eigentlich sei der 4. Juli 1954 - der Tag des Endspiels in Bern - das Gründungsdatum der Bundesrepublik gewesen. Für den Historiker Joachim Fest gab es drei Gründungsväter der Bundesrepublik Deutschland: politisch war es Konrad Adenauer, wirtschaftlich war es Ludwig Erhard und mental Fritz Walter.
Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.
Sie sind der Alptraum eines jeden Stürmers. Bevor er Richtung Tor zieht und versucht den Torwart zu überwinden, muss er noch an den großgewachsenen und bulligen Verteidigern vorbeiziehen.
Nicht immer endet das schmerzlos, denn Abwehrspieler schrecken meist vor nichts zurück, sind zweikampf-, sowie kopfballstark und schmeißen sich in jeden Ball hinein, den sie nur erreichen können. Auf professionellem Niveau gelingt dadurch so manch einem Verteidiger eine spielentscheidende Rettungstat.
Genau diese Aktionen machen eine starke Defensive so wertvoll. Schließlich gewinnt man durch gute Angreifer zwar Spiele, aber zu einem Titelgewinn benötigt es auch eine gut formierte Abwehr. Wir zeigen euch die besten deutschen Abwehrspieler aller Zeiten.
Paul Breitner gehört zweifellos zu den besten linken Außenverteidigern, die es jemals gab. Er gilt als Pionier der heutzutage üblichen offensiven Interpretation eines Außenverteidigers.
Er überzeugte nicht nur durch herausragende Leistungen in der Defensive, sondern auch durch zahlreiche Flankenläufe, die zur Unterstützung der Offensive beitrugen. In seiner Karriere spielte er für absolute Topklubs, wie den FC Bayern und Real Madrid.
Kurzfristig lief er sogar für Eintracht Braunschweig auf. In seiner Zeit bei den Münchnern holte er fünf deutsche Meisterschaften, zwei Pokalsiege und einmal den Europapokal der Landesmeister. Mit den Königlichen gewann er einmal den spanischen Pokal und zweimal die spanische Meisterschaft.
Unvergessen jedoch bleibt sein Ausgleichstreffer für die DFB-Elf vom Punkt im WM-Finale 1974. Anschließend wurde er, zusammen mit der Nationalmannschaft, Weltmeister.
Zwei Jahre zuvor errang er mit dem Team bereits den EM-Titel. Außerdem wurde Breitner von der FIFA in die Liste der 125 besten noch lebenden Fußballer aufgenommen.
Andreas Brehme
Der gebürtige Hamburger war genauso wie Paul Breitner auf der Linksverteidigerposition beheimatet. Beide zählen bis heute zu den Legenden des FC Bayern München und der Nationalmannschaft. Allerdings war „Andi“ auf Vereinsebene sogar in drei verschiedenen Ländern aktiv.
Nachdem er in Deutschland unter anderem für die Bayern auflief, wechselte er 1988 für vier Jahre zu Inter Mailand, ehe er nach Spanien zu Real Saragossa ging. Insgesamt holte er drei Meistertitel, zwei davon in Deutschland mit den Münchnern und einen 1989 in der Serie A mit Inter. In diesem Jahr wurde Brehme auch zu Italiens Fußballer des Jahres gewählt.
Zudem war er Teil der Mannschaft, als Inter 1991 den UEFA-Pokal gewann. Den größten Erfolg seiner Karriere feierte „Andi“ aber schon ein Jahr zuvor. Im WM-Finale 1990 erzielte Brehme beim 1:0 Erfolg über Argentinien in Rom den entscheidenden Treffer vom Punkt und krönte sich mit der Nationalmannschaft zum Weltmeister.
Als Verteidiger machte ihn seine Unberechenbarkeit so speziell. Aufgrund seiner Beidfüßigkeit kann man sagen, dass Brehme ein technisch versierter Spieler war. Seine Elfmeter, die er einmal mit dem Linken, ein anderes Mal mit dem rechten Fuß trat, sorgte bei vielen gegnerischen Spielern für Verwirrung.
Und auch nach seiner Karriere blieb Brehme dem Fußball als Trainer erhalten. In den Jahren 2000 bis 2005 leitete er zunächst den 1. FC Kaiserslautern und anschließend die SpVgg Unterhaching.
Jerome Boateng
Es steht außer Frage, dass Jerome Boateng einer der erfolgreichsten Innenverteidiger der Welt ist. Nach dem Einstieg ins Profigeschäft bei Hertha BSC ging seine Karriere zunächst steil bergauf. Über die Vereinsstationen Hamburger SV und Manchester City, mit denen er sogar den englischen Pokal gewann, landete er beim FC Bayern München, dem er bis heute treu ist.
Auch wenn ihm in seinen jungen Jahren immer wieder Fehler unterliefen oder er teilweise sogar vom Platz flog, war ein seiner Stammspielerrolle nicht zu zweifeln. Denn er verkörpert nahezu jeden Charakterzug den ein Innenverteidiger haben sollte.
„Boa“ ist groß, kopfballstark und wirft sich in jeden Zweikampf. Heute zählt er mit Niklas Süle und David Alaba zu den unverzichtbaren Säulen der Bayernabwehr. Boateng weißt aktuell zwei Triplesiege, zusammen mit sechs weiteren Meistertiteln sowie drei Pokalsiegen, auf. Hinzu kommt der WM-Titel mit der deutschen Nationalelf 2014 in Brasilien.
Seine denkwürdigste Szene stammt aber aus dem EM-Gruppenspiel 2016 gegen die Ukraine. Dort kratzte er für den bereits geschlagenen Neuer durch eine spektakuläre und aufopferungsvolle Rettungstat einen Schuss in letzter Sekunde von der Linie.
Matthias Sammer
Heutzutage kennt man 53-Jährigen als Berater von Borussia Dortmund oder ehemaligen Sportvorstand des FC Bayern München. Doch auch auf dem Platz war Matthias Sammer eine echte Größe. Obwohl Sammer häufig im zentralen Mittelfeld spielte, war er genauso oft als Libero anzutreffen.
Wegen seiner Zweikampstärke und Antizipationsfähigkeit war er für beide Positionen bestens geeignet. In seiner aktiven Zeit lief er für den VfB Stuttgart, Inter Mailand und Borussia Dortmund auf. Trophäen gewann er ausschließlich mit deutschen Teams. 1992 holte Sammer mit den Stuttgartern die Meisterschaft.
In seiner Dortmunder Zeit gelang ihm das noch zwei weitere Male. Zusätzlich triumphierte er 1997 mit dem BVB in der Champions-League. Mit der Nationalmannschaft wurde er 1996 Europameister und dabei sogar zum besten Spieler der EM gewählt.
Da Sammer in diesem Jahr eine außergewöhnlich erfolgreiche Zeit hatte, wurde ihm der Ballon d’Or verliehen. Bis heute ist er zusammen mit Franz Beckenbauer der einzige deutsche Verteidiger, der diese Auszeichnung je erhalten hat.
Philipp Lahm
Philipp Lahm hinterließ nach seinem Karriereende 2017 eine große Lücke auf der rechten Verteidiger-Position des FC Bayern. Bis heute fanden die Münchner keinen adäquaten Ersatz für ihn. Benjamin Pavard schlägt sich zwar gut, spielt aber noch lange nicht auf Lahms Niveau.
Der Verlust des 37-Jährigen ist so schwer zu beheben, weil er über eine außergewöhnliche Spielintelligenz verfügte – laut Pep Guardiola sogar die beste, die er je gesehen hat. Trotz seiner ruhigen Art sowohl neben, als auch auf dem Platz, bewies er Zweikampfstärke und Führungsqualitäten.
Seine präzisen Pässe und Flanken machten die ohnehin schon gefährliche Bayern-Offensive zu einer absoluten Waffe. Da er als Identifikationsfigur des FC Bayern und der DFB-Elf galt, trug er langfristig die Kapitänsbinden beider Mannschaften. Dass diese Entscheidung vollkommen richtig war, zeigte sich durch die unzähligen Titel, die beide Teams unter Lahms Führung holten.
Zu seinen größten Erfolgen zählen der Triple-Sieg mit den Bayern 2013 und der WM-Titel mit der Nationalelf 2014. Neben der Schale und dem Pokal 2013, kommen sieben Meistertitel und fünf weitere Pokalerfolge mit den Münchnern hinzu. Für seine Leistungen wurde er vom DFB als Ehrenspielführer der Nationalmannschaft ausgezeichnet.
Außerdem wurde Lahm 2017 zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt. Mittlerweile hat es ihn ins Unternehmerbusiness verschlagen. Beim DFB fungiert er als Präsidiumsmitglied, sowie als Geschäftsführer der DFB EURO GmbH.
Franz Beckenbauer
Keiner prägte die Position des mittlerweile ausgestorbenen Liberos so sehr, wie „Kaiser Franz“. Beckenbauers Spielweise war unvergleichbar, nahezu geniehaft. Er verfügte über eine beeindruckende Ballkontrolle, spielte Pässe elegant aus dem Fußgelenk heraus und war unheimlich zweikampfstark.
Diese Eigenschaften verliehen ihm den Ruf eines internationalen Ausnahmesportlers. Nach seiner erfolgreichen Zeit beim FC Bayern, wechselte Beckenbauer schließlich noch zu New York Cosmos und anschließend zum Hamburger SV. Bekanntlich war er nach seiner Karriere zusätzlich als Chefcoach von Olympique Marseille und der deutschen Nationalmannschaft aktiv.
Es ist nahezu erschreckend, dass er mit jeder dieser Teams mindestens einen großen Titel einfuhr. Als Spieler holte er insgesamt fünf Meistertitel in Deutschland und drei in den USA. Des Weiteren gewann der „Kaiser“ vier Mal den DFB-Pokal und drei Mal den Pokal der Landesmeister mit den Bayern. Mit der Nationalmannschaft wurde er 1972 Europameister.
Ebenso wurde er als Spieler mit dem HSV 1982 und mit Marseille 1991 Meister. Um aber als Genie bezeichnet zu werden, muss man Einzigartiges vollbringen – und das hat er. Bis heute ist Beckenbauer der einzige Mensch der Welt, der je sowohl als Spieler (1974), als auch als Trainer (1990) eine Weltmeisterschaft für sich entschied.
Zudem ist er mit Karl-Heinz-Rummenigge der einzige Deutsche, der zwei Ballon d’Or-Titel erhielt. Heutzutage gelangt das einstige Ausnahmetalent immer wieder wegen Steuerflucht und Korruptionsvorwürfen bei der Vergabe der WM 2006 ins Fadenkreuz.
Dennoch hat Beckenbauer als einziger deutscher Verteidiger alles gewonnen, was es je zu gewinnen gab und wird deshalb zurecht oftmals als Deutschlands bester Fußballer aller Zeiten bezeichnet.
Ein Torwart hat es nicht immer leicht. Für manche mag es sogar die undankbarste Position im Fußball sein.
Egal wie viele Glanzparaden man macht und wie oft man seine Mannschaft dadurch im Spiel gehalten hat, die Leute werden sich wohl immer in erster Linie an die entscheidenden Patzer eines Torhüters erinnern. Doch das schreckt Weltklasse-Torhüter nicht ab.
Im Gegenteil: Gianluigi Buffon verfasste einst ein Liebesgedicht für das Tor, das immer hinter ihm steht und Iker Casillas meinte sogar: „Die meisten Kinder träumen davon das perfekte Tor zu schießen. Ich habe immer davon geträumt das perfekte Tor zu verhindern.“
Um die Leistungen der Keeper verdientermaßen zu würdigen, stellen wir euch die besten deutschen Torhüter aller Zeiten vor.
Der pensionierte Torwart stand sowohl für den FC Bayern, als auch für die deutsche Nationalmannschaft so oft zwischen den Pfosten, dass er in beiden Mannschaften bis heute der Rekordspieler ist.
Dass ein Torhüter oftmals viele Spiele in seiner Karriere bestreitet ist nicht außergewöhnlich, doch Sepp Maier war vor allem auch die unangefochtene Nummer eins im Verein und bei Länderspielen. Er zeichnete sich durch grandiose Paraden und Leistungen aus und wurde somit für sein Team unverzichtbar.
Da zahlreiche Angreifer in Maier ihren Meister fanden, bekam er im Laufe seiner Karriere den Spitznamen „Katze von Anzing“ verliehen. Zudem untermauert seine Trophäensammlung eine beeindruckende Karriere. Mit der Nationalmannschaft holte er 1974 den WM-Titel im eigenen Land und bereits zwei Jahre zuvor gewann er die EM.
Mit dem FC Bayern holte er jeweils vier Meister- und Pokaltitel. Außerdem gewann er sowohl den Europapokal der Pokalsieger, als auch den der Landesmeister. Bevor sich Maier 2008 schließlich komplett zurückzog, blieb er dem Nationalteam, aber auch dem FC Bayern als Torwarttrainer erhalten.
Toni Schumacher
Toni Schumacher zählte in den 1980er Jahren zu den besten Torhütern der Welt. Damit ist es wenig überraschend, dass er für den 1. FC Köln und die Nationalmannschaft essentiell war. Mit 422 Einsätzen ist er beim „Effzeh“ bis heute Rekordspieler.
Nach seiner Zeit bei den Geißböcken lief er für weitere große deutsche Klubs wie Schalke 04, Borussia Dortmund und den FC Bayern auf. Außerdem ging Schumacher für drei Jahre ins Ausland zu Fenerbahce Istanbul.
Insgesamt zählen zwei deutsche und eine türkische Meisterschaft, sowie drei DFB-Pokalsiege zu seinen größten Erfolgen auf Vereinsebene. Zwar blieb ihm der WM-Titel durch zwei Finalniederlagen verwehrt, dennoch gewann Schumacher 1980 mit der Nationalmannschaft die Europameisterschaft.
Nach seinem Karriereende arbeitete er ähnlich wie Sepp Maier für verschiedene Vereine als Torwarttrainer, aber auch für ein Jahr als Cheftrainer bei Fortuna Köln.
Andreas Köpke
Die meisten kennen „Andi“ sicherlich als Torwarttrainer der DFB-Auswahl und von Hertha BSC. Doch auch zu seiner aktiven Zeit war er im Tor sensationell.
Die meisten Partien seiner Laufbahn absolvierte er zwischen 1986 und 2001 für den 1.FC Nürnberg. In 336 Spielen für den „Clubb“ verwandelte er sogar zwei Elfmeter. 1987 wurde Köpke in die Nationalmannschaft berufen und gewann mit dem Team die WM 1990, sowie die EM 1996.
Um seine Leistungen als Torwart einstufen zu können, verraten die viermalige Wahl zu Deutschlands Torhüter des Jahres und der Titel Welttorhüter des Jahres 1996 mehr als genug. Jedoch ist es erstaunlich, dass Köpke auf Vereinsebene nie einen Titelgewinn feiern konnte.
Oliver Kahn
Wer über die besten Torhüter aller Zeiten spricht, kommt um den „Titan“ nicht herum. Auf dem Platz war „Oli“ verhaltensmäßig nicht gerade ein Musterschüler. Er war bekannt für Kong-Fu-Tritte, Spuck-, aber auch verbale Attacken gegenüber anderen Spielern.
Sogar gegnerische Stürmer hatten teilweise gehörigen Respekt, wenn sie schussbereit vor dem Bayerngoalie auftauchten. Allerdings war „Oli“ aber genauso ein Rückhalt, auf den immer Verlass war. Er hielt die Bayern und die Nationalmannschaft durch teils unmenschliche Reflexe und Paraden im Spiel.
Als Führungsspieler zeichnete es ihn auch aus, dass er gerne Selbstkritik an der Leistung seiner Mannschaft übte. Legendär wurde dabei der Satz „Eier, wir brauchen Eier!“. Sein Trophäenschrank ist nahezu komplett.
Mit der Nationalelf feierte er den EM-Titel 1996 und mit den Münchnern holte er unzählige Meisterschaften und Pokaltitel, sowie den Henkelpott im Jahr 2001. Seinem Herzensverein bleibt er weiterhin erhalten, denn „der Titan“ ist heutzutage Vorstandsmitglied beim aktuellen Triplesieger aus München.
Jens Lehmann
Der Dauerrivale von „Oli“ Kahn kämpfte mit „dem Titan“ in den frühen 2000er Jahren um die Stammposition im Tor der deutschen Nationalelf. Die beiden verbanden ähnliche kuriose Verhaltensweisen auf dem Platz.
Dabei bleibt Lehmanns Pinkeln gegen die Werbebande oder das Verstecken der Fußballschuhe eines gegnerischen Spielers in Erinnerung. In seiner Karriere spielte er überwiegend für deutsche Vereine, aber auch für den AC Mailand oder den FC Arsenal.
Mit Letzteren wurde er 2004 englischer Meister. Zuvor holte er auch in Deutschland mit Borussia Dortmund den Meistertitel im Jahr 2002. Auf internationaler Ebene gelang es ihm mit den Schalkern 1997 den UEFA-Pokal zu gewinnen.
Der große Wurf mit der Nationalmannschaft blieb dennoch aus. Nach seiner aktiven Zeit war Lehmann zunächst beim FC Arsenal und später beim FC Augsburg als Co-Trainer tätig. Mittlerweile fungiert er auch als TV-Experte.
Manuel Neuer
Natürlich ist der aktuelle Nationalkeeper und Rückhalt der Bayern in dieser Auflistung unverzichtbar. Früher stemmten sich die Münchener Ultras noch gegen eine Verpflichtung Neuers, heute ist ein Aufgebot der Bayern ohne den ehemaligen Schalker undenkbar.
Von Vielen wird „Manu“ als aktuell bester Torwart der Welt gesehen. Doch das darf nicht ausschließlich seinen Paraden zugeschrieben werden. Manuel Neuer steht so gut wie kein anderer für das moderne Torwartspiel.
In zahlreichen Partien, wie zum Beispiel im WM-Achtelfinale 2014, bewies er eindrucksvoll, dass ein Torhüter seine Mannschaft noch besser unterstützen kann, wenn er auch Feldspielerqualitäten besitzt. Hinzu kommt seine Eigenschaft eine Mannschaft zu dirigieren, weshalb er sowohl in der Nationalelf, als auch im Verein die Kapitänsbinde trägt.
Des Weiteren sprechen Neuers Erfolge für sich. Mittlerweile ist der viermalige Welttorhüter mit einem Weltmeistertitel, zwei Triplesiegen, sowie sechs weiteren deutschen Meisterschaften und vier Pokalsiegen dekoriert.
Außerdem wurden seine Leistungen bereits mit unzähligen renommierten Auszeichnungen gewürdigt. Die aktuelle Nummer eins der Deutschen ist zweifellos der beste Torwart des modernen Fußballs, möglicherweise sogar der Beste aller Zeiten.
Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.
Am kommenden Wochenende trifft der Tabellenletzte FSV Mainz 05 (0 Punkte) auf den Vorletzten, den FC Schalke 04 (zwei Punkte). Beide Teams haben den Saisonstart mehr als vermasselt.
Es sind aber nicht die ersten Teams, die zu Beginn einer Spielzeit wenig oder gar nicht gepunktet haben. Über die Jahre hinweg gab es immer wieder Teams, die einen ordentlichen Fehlstart hingelegt haben. Oftmals führte dies zu frühen Trainerwechseln, teils mit Erfolg.
Einige Mannschaften konnten den Fehlstart allerdings über die gesamte Saison hinweg nicht verkraften und mussten am Ende den Abgang in die 2. Bundesliga antreten. Hier sind die fünf schlechtesten Saisonstarts (nach sechs Spieltagen) der Bundesligageschichte:
In der aktuellen Spielzeit ist der Aufsteiger aus Bielefeld mit vier Punkten aus den ersten sechs Spielen in die Saison gestartet - ein durchwachsener Start.
Diese Punkteausbeute ist allerdings deutlich besser, als beim Saisonstart 1980/81. Im Vorjahr war die Arminia damals ebenfalls Meister der 2. Bundesliga geworden und somit als Aufsteiger in die neue Bundesligasaison gegangen.
Den Saisonstart im Oberhaus vermasselten die Arminen in diesem Jahr ziemlich. Fünf Niederlagen und nur ein Unentschieden aus den ersten sechs Partien standen zu Buche. Aus sieben geschossenen Toren und 19 Gegentreffern ergab sich eine Tordifferenz von minus zwölf. Am siebten Spieltag kam dann die Erlösung für die Arminia und der erste Sieg konnte - zu Hause gegen Fortuna Düsseldorf - eingefahren werden.
Auswärts musste die Arminia in der Spielzeit bis zum 17. Spieltag (!) warten, bis der erste Sieg bejubelt werden konnte. Auf drei verschiedene Trainer (Hans-Dieter Tippenhauer, Willi Nolting und Host Franz) setzte die Arminia in dieser Saison – letztendlich mit Erfolg.
Am Ende stand Bielefeld auf Rang 15 der Tabelle und sicherte sich so den glücklichen Klassenerhalt - trotz des Fehlstarts zu Beginn der Saison.
IV. FC Schalke 04 (1967/68)
Es ist kaum zu glauben, aber der verkorkste Saisonstart in der laufenden Bundesligasaison ist nicht der schlechteste Saisonstart in der Schalker Vereinshistorie.
Trotz der 8:0-Klatsche gegen den FC Bayern beim Auftaktspiel, der 1:3-Heimpleite gegen Bremen, der 4:0-Niederlage gegen Leipzig und dem verlorenen Revierderby gegen den BVB (0:3), konnte S04 in dieser Saison bereits zwei Punkte einfahren (1:1 gegen Union Berlin und 1:1 gegen den VfB Stuttgart).
Das ist Zähler mehr, als beim schlechtesten Saisonstart der S04-Geschichte - in der Saison 1967/68. Lediglich ein Unentschieden standen den fünf Niederlagen zu Beginn der damaligen Spielzeit entgegen.
Eine Tordifferenz von minus 13 (3:16) und der letzte Tabellenplatz unterstrichen den absoluten Schalker-Fehlstart. Sogar nach acht Spielen hatte Schalke lediglich zwei Zähler auf dem Punktekonto.
Trainer Karl-Heinz Marotzke musste dann im November seinen Platz auf der Trainerbank räumen. Für ihn übernahm Günter Brocker, der Königsblau noch auf den 15. Tabellenplatz und zum daraus resultierenden Klassenerhalt führte.
Auch in den Spielzeiten 2016/17 und 2018/19 hatte S04 jeweils den Saisonstart vermasselt. Fünf Niederlagen und je nur ein Sieg standen in beiden Saisons nach dem sechsten Spieltag auf der Habenseite der Königsblauen.
Am Ende klappte es aber trotzdem jedes Mal noch mit dem Klassenerhalt. Kommenden Samstag erwartet S04 zum Kellerduell den FSV Mainz 05, ein weiteres Team, mit einem historisch schlechten Saisonstart.
III. 1. FC Köln (2017/18)
Der 1. FC Köln ist neben dem FC Schalke 04 ebenso ein prädestinierter Fehlstarter. Vergangene Saison startete der FC mit fünf Niederlagen und nur einem Sieg aus den ersten sechs Begegnungen.
In der aktuellen Spielzeit weißt das Punktekonto des FC Köln nach sechs Spieltagen sogar nur zwei Zähler auf. Vier Niederlagen und zwei Unentschieden, sowie ein Torverhältnis von minus fünf (6:11), resultieren im derzeitigen 16. Tabellenplatz.
Aber die verkorksten Saisonstarts der aktuellen und der letzten Saison, sind beide nicht der größte Fehlstart in der Vereinsgeschichte. Dies „gelang“ dem FC Köln in der Saison 2017/18.
Dort holte das Team unter dem damaligen Trainer Peter Stöger aus den ersten sechs Partien lediglich ein Unentschieden, die anderen fünf Spiele gingen verloren.
Nur einen Treffer erzielte der FC Köln in den ersten sechs Begegnungen und kassierte insgesamt 13 Gegentore. Der eine Punkt und die Tordifferenz von minus zwölf nach sechs Spielen, bescheren dem FC Köln den Rang drei in der „Fehlstart-Tabelle“.
In der Spielzeit stellte der FC sogar noch weitere Negativrekorde auf. Nach 16 Spielen hatten die Kölner erst drei (!) Punkte auf dem Konto. Auf Peter Stöger folgte dann Anfang Dezember Stefan Ruthenbeck als Cheftrainer. Aber auch unter Ruthenbeck konnten die Kölner den Klassenerhalt nicht mehr erreichen.
Am Ende der Saison hatte der FC Köln nur 22 Punkte und musste - als abgeschlagener Tabellenletzter - den Gang in die 2. Bundesliga antreten.
II. Fortuna Düsseldorf (1991/92)
Die Düsseldorfer Mannschaft aus dem Jahre 1991/92 ist das einzige Team, das der aktuellen Nummer eins das Wasser reichen kann. Ihnen gelang das Kunstwerk der „sechs Niederlagen in den ersten sechs Partien“, in der Saison 1991/92.
Zu Buche standen vier geschossene Tore und 15 Gegentreffer, was in null Punkten und einer Tordifferenz von minus elf resultierte. Ein historisch schlechter Saisonstart, war es für das Team vom damaligen Trainer Josef Hickersberger.
Nach dem sechsten Spieltag wurde Hickersberger dann von Rolf Schafstall als Cheftrainer ersetzt und die Fortuna holte am siebten Spieltag sogar den ersten Saisonsieg.
Doch der positive Trend hielt nicht lange. Es folgten nach Schafstall sogar noch zwei weitere Trainer (Hans-Jürgen Gede und Horst Köppel), doch es kamen nur 21 weitere Punkte auf das Konto der Fortuna hinzu.
So musste Düsseldorf am Ende der Saison - als Tabellenletzter – sich aus der 1. Bundesliga verabschieden.
I. 1. FSV Mainz 05 (2020/21)
Mit sechs Niederlagen aus den ersten sechs Begegnungen ist der FSV Mainz in die aktuelle Bundesligasaison gestartet.
Mit nur fünf selbst erzielten Treffern und 18 Gegentoren ergibt sich eine historisch schlechte Tabellenplatzierung, mit null Punkten und einer Tordifferenz von minus 13.
Alle sechs Spiele zu Beginn einer Saison zu verlieren, das hat vor dem FSV nur die zuvor erwähnte Fortuna aus Düsseldorf, in der Saison 1991/92, geschafft.
Zwar wurde Cheftrainer Achim Beierlorzer nach dem zweiten Spieltag bereits entlassen, unter seinem Nachfolger Jan-Moritz Lichte konnten die 05er allerdings ebenso noch keinen Punkt einfahren.
Schreibt der FSV Mainz 05 nun Geschichte? Die Nullfünfer haben zwar bereits den ersten Platz in der Tabelle der schlechtesten Saisonstarts in der Bundesligageschichte erobert, am kommenden Wochenende könnte Mainz aber sogar für ein Novum in der langen Historie der Bundesliga sorgen.
Mit sieben Niederlagen aus den ersten sieben Spielen ist in der Bundesligageschichte noch keine einzige Mannschaft gestartet. Die Mainzer könnten am Samstag im Kellerduell gegen den FC Schalke also „historisches“ erreichen.
Der FSV Mainz 05 würde durch die siebte Niederlage im siebten Spiel einen neuen Rekord aufstellen, auf den aber wohl jeder 05er gerne verzichten würde…
Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.
Am Dienstagabend erwartet RB Salzburg den FC Bayern München zum dritten Spieltag der Champions League. Mit den Münchnern kommt der amtierende Titelträger nach Salzburg, der in der Königsklasse die vergangenen 13 Spiele in Folge gewinnen konnte. Salzburg musste durch die Qualifikation und sicherte sich so die Teilnahme an der Champions League.
In der Gruppe A steht das Team von Jesse Marsch auf dem letzten Tabellenplatz, die Bayern grüßen von der Tabellenspitze. Eigentlich sollte die Partie am Dienstag eine klare Nummer sein, der FC Bayern geht als haushoher Favorit in das Spiel.
Doch es gibt durchaus triftige Gründe, weshalb das vermeintlich „kleine“ RB Salzburg, dem Titelverteidiger ein Bein stellen könnte.
Nach zwei Spielen in der Champions League hat RB Salzburg zwar erst einen Punkt auf dem Konto, die beiden bisher gespielten Partien machen aber durchaus Mut für die Begegnung mit dem FC Bayern. Am ersten Spieltag hatte RB es mit Lokomotive Moskau zu tun.
In der heimischen Red Bull Arena drehten die Salzburger einen frühen Rückstand und dominierten nach der Pause die Partie über weite Strecken. Mehr als 15 Torschüsse und acht Eckbälle konnte RB verbuchen, jedoch letztendlich nicht genug Kapital daraus schlagen. Trotz zahlreicher hochkarätiger Chancen verpasste es das Team von Jesse Marsch die Partie zu entscheiden und so kam Moskau noch zum späten Ausgleich.
Am zweiten Spieltag mussten die Salzburger auswärts bei Atletico Madrid antreten. Auch hier kassierte RB erneut einen frühen Gegentreffer, konnte die Partie jedoch abermals drehen. Durch Tore von Szoboszlai und einem Eigentor von Felipe, war Salzburg beim haushohen Favoriten sogar bis zur 50. Minute in Führung.
Durch einen Doppelpack von Joao Felix (52./85.) blieb es RB letztendlich dann aber verwehrt, sich für eine ordentliche Leistung in Madrid zu belohnen. Wenn die beiden Begegnungen des FC Bayern betrachtet werden, zeigen sich die zwei Gesichter des Rekordmeisters. Zum Auftakt gab es gegen Atletico Madrid einen souveränen 4:0-Sieg in der heimischen Allianz Arena.
Bei der Auswärtspartie in Moskau zeigten die Münchner allerdings erneut große Probleme in der Defensive. Zwar konnte das Team von Hansi Flick das Spiel durch den späten Siegtreffer von Joshua Kimmich (78.) noch mit 2:1 gewinnen, trotzdem war es keine gute Leistung der Münchner.
Mehrmals boten sich große Lücken in der Hintermannschaft des FC Bayern und Moskau konnte ganze 15 Torschüsse verbuchen. Oftmals fehlte am Ende jedoch die letzte Genauigkeit in den Abschlüssen und so konnten sich die Bayern am Ende bei den Hausherren bedanken, dass diese mehrere Großchancen ungenutzt ließen.
Die Torgefahr der Salzburger:
Wenn RB Salzburg dem FC Bayern am Dienstag gefährlich werden will, wird es vor allem auf die Offensive der Österreicher ankommen. Denn hier trifft das Prunkstück der Hausherren auf die vermeintlich größte Schwachstelle der Gäste.
Das Team von Jesse Marsch kann sowohl einen gepflegten und strukturierten Offensivfußball spielen, als auch aus einer sortierten Defensive durch ihr schnelles Umschaltspiel gefährlich werden. In den letzten 23 Spielen haben die Bullen wettbewerbsübergreifend mindestens einen Treffer erzielt.
In 22 von 23 Spielen waren es sogar mindestens zwei oder mehr Tore. Mit Dominik Szoboszlai und Sekou Koita haben die Salzburger zwei torgefährliche Spieler in ihren Reihen, die in dieser Saison in elf Pflichtspielen zusammen auf 24 (!) Scorerpunkte kommen.
Szoboszlai gelang auch bereits gegen Atletico Madrid und Lokomotive Moskau je ein Treffer. Die Münchner hingegen haben nach wie vor in der Defensive ihre größten Probleme. Nur in drei der letzten zehn Partien blieb das Team von Hansi Flick ohne Gegentreffer.
Gerade auswärts hat der amtierende Deutsche Meister aktuell immer wieder Schwierigkeiten damit, in der Defensive stabil zu stehen. Gerade durch Konter waren die Münchner in der jüngsten Zeit immer wieder anfällig. Durch das gefährliche Umschaltspiel des Teams von Jesse Marsch und den schnellen Offensivspielern von RB, könnten sich am Dienstagabend durchaus Chancen für die Heimelf ergeben.
Kein "Ligastress" für das Team von Jesse Marsch:
Während der FC Bayern am Wochenende beim 1. FC Köln bis zum Schlusspfiff kämpfen musste, um eine knappe 2:1-Führung übe die Zeit zu bringen, fuhr RB Salzburg einen ungefährdeten 5:0-Heimsieg gegen die WSG Tirol ein. Insgesamt läuft es für den amtierenden Österreichischen Meister in der Tipico Bundesliga aktuell einwandfrei.
Sechs Siege aus sechs Spielen, eine Tordifferenz von 24:4 und der erste Tabellenplatz, stehen zu Buche. Jede Partie in der heimischen Liga konnte RB bisher mit einem Vorsprung von mindestens zwei Treffern für sich entscheiden und dabei oftmals sogar Stammkräfte schonen.
Der FC Bayern hatte in dieser Saison hingegen schon mehrmals Probleme damit, Spiele gegen vermeintlich schwächere Teams klar zu gestalten. Viele intensive Spiele mussten die Münchner in der Liga bereits bestreiten, in denen sie bis zum Ende gefordert waren.
So brauchte es beispielsweise einen Elfmeter in der Nachspielzeit, um einen knappen 4:3-Sieg gegen Hertha BSC Berlin einzufahren und auch beim Zittersieg gegen Köln strahlten der Rekordmeister nicht gerade Souveränität aus. Am zweiten Spieltag der Bundesliga setzte es auswärts bei der TSG 1899 Hoffenheim sogar eine 4:1-Klatsche.
Nun geht es am Wochenende dann für den FC Bayern in der Liga mit einem echten Kracher weiter. Im Topspiel der Bundesliga ist das Team von Hansi Flick am Samstagabend im Signal Iduna Park in Dortmund zu Gast.
Das Prestigeduell mit dem punktgleichen BVB hat für den FC Bayern eine äußerst hohe Priorität, zunächst muss aber erst einmal die „Pflichtaufgabe“ beim vermeintlich kleinen RB Salzburg gelöst werden. Ob die Bayern mit dem einen oder anderen Gedanken am Dienstag dann bereits schon im Signal Iduna Park sind?
Für Salzburg wird es eine magische Champions-League-Nacht brauchen
Es wird sicherlich kein leichtes Unterfangen für das Team von Jesse Marsch, wenn am Dienstagabend der FC Bayern zu Gast in der Red Bull Arena ist. Das Triple aus der Vorsaison, die aktuelle Tabellenführung in der Bundesliga, 13 Champions League-Siege in Folge oder einfach nur „Robert Lewandowski“ – es gibt viele Gründe die dafür sprechen, dass der FC Bayern München auch das 14 Spiel in Folge in der Champions League gewinnen wird.
Doch es wurde nun schon mehrmals sichtbar, dass auch der FC Bayern nicht unverwundbar ist. Gerade in der Defensive gibt es immer wieder Probleme beim Rekordmeister. Salzburg wird in jedem Fall mehr als einen „guten Tag“ brauchen, um gegen den Titelverteidiger punkten zu können.
Jedoch ist das Team von Jesse Marsch gut eingespielt und hat Offensivspieler in den eigenen Reihen, die den Bayern durchaus weh tun könnten. Und wer weiß, vielleicht ist es wieder einmal so eine magische Champions-League-Nacht in Salzburg.
Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.
Es ist kein großes Geheimnis, dass sich Profifußballerspieler über ihr Gehalt nicht beklagen müssen. Oftmals wird ihnen vorgeworfen, dass sie überbezahlt sind. Doch wie viel Geld die Stars teilweise wirklich besitzen, wissen nur wenige. Wir zeigen euch die acht reichsten deutschen Fußballer.
Der WM-Rekordtorschütze hat sich mittlerweile als aktiver Spieler verabschiedet. Im Moment fungiert der 42-Jährige als Co-Trainer des FC Bayern und ist somit die rechte Hand von Chefcoach Hansi Flick.
Neben den Erfolgen mit dem FC Bayern und der Nationalmannschaft, wurde an Klose auch eines der besten Gehälter bezahlt, als er selbst noch aktiv war.
Mit einem geschätzten Gesamtvermögen von etwa 24 Millionen Euro stufte die Forbes-Liste ihn einst zwischenzeitlich auf Platz 29 der bestverdienensten Fußballer ein.
Mario Götze
Der Finaltorschütze von 2014 durchläuft eine Karriere, die einer wilden Achterbahnfahrt gleicht. Vom deutschen Wunderkind, über das Bankdrücken mit den Edelstars des FC Bayern, bis hin zum Wechsel ins Ausland. Um die Personalie Mario Götze wird es scheinbar nie ruhig werden.
Umso erstaunlicher ist sein Kontostand. Mit einem Vermögensstand von 25 Millionen Euro ist er für diese Liste unverzichtbar.
Die Summe setzt sich vermutlich größtenteils aus seinen hohen Gehaltsabrechnungen aus seiner Zeit beim BVB und den Bayern zusammen, als er teilweise bis zu zwölf Millionen verdiente.
Mit dem Wechsel zur PSV will Götze nochmal voll durchstarten. Ob er mit den Niederländern jedoch die erhoffte Champions League Trophäe holt ist mehr als fraglich.
Sami Khedira
Khedira ist zweifellos einer der erfolgreichste deutschen Fußballer aller Zeiten. Zahlreiche Meisterschaften in drei der fünf Topligen Europas, ein Champions League-Titel, sowie der WM-Sieg 2014 zählen zu seinen größten Errungenschaften.
Wenig Überraschung ist, dass ein solch erfolgsverwöhnter Spieler ebenso viel verdient. Wie bei Mario Götze, vermutet man auch bei Khedira einen Kontostand in Höhe von 25 Millionen Euro.
Thomas Müller
Die Identifikationsfigur des FC Bayern hat in seiner Karriere mit den Roten bereits alles gewonnen, was man auf Vereinsebene gewinnen kann. Neben dem Titel „zweimaliger Triplesieger“, darf auch er sich Weltmeister nennen.
Nachdem seine Nationalmannschaftskarriere auf Abwege geriet und es im Verein lange Zeit nicht mehr „müllerte“, wie gewohnt, scheint das Urgestein nun doch wieder in die Spur gefunden zu haben.
In der abgelaufenen Saison war er maßgeblich am Vormarsch der unaufhaltbaren Bayern beteiligt. Dafür wurde er längst auch in finanzieller Hinsicht belohnt. Müllers Vermögen wird auf etwa 25 Millionen Euro geschätzt.
Manuel Neuer
Der beste Torhüter der letzten Champions League-Saison ist seit Jahren Teamkollege von Thomas Müller. Dementsprechend feierten sie zusammen dieselben großen Erfolge.
Im Gegensatz zu Müller gehört die Nummer eins des FCB weiterhin der Nationalmannschaft an und ist, nach langer Torwartdiskussion, immer noch gesetzt. Für seine beeindruckenden Leistungen auf dem Platz wird er von seinem Klub großzügig entlohnt.
Angeblich soll Deutschlands bester Torhüter bis zu 15 Millionen Euro verdienen und 30 Millionen auf seinem Konto haben. Hinzu kommen Gelder aus zahlreichen Werbedeals.
Toni Kroos
Er ist das Idol vieler Kinder – Toni Kroos. Aus einem kleinen Jungen aus der Nähe von Rostock wurde zunächst ein Rohdiamant beim FC Bayern geformt, ehe er sich bei Real Madrid zu einem Superstar entwickelte.
Heute ist er für die Königlichen ein unverzichtbarer Stratege im Mittelfeld, der das Spiel an sich reißt, liest und lenkt. Seine außergewöhnlichen Fähigkeiten verhalfen den Madrilenen dazu, die Champions League dreimal in Folge zu gewinnen.
Mit einem Jahresgehalt von etwa 20 Millionen Euro zählt Kroos zur höchsten Gehaltsklasse. Sein Vermögen beläuft sich in etwa auf 32 Millionen.
Mesut Özil
Die Karriere des Weltmeisters von 2014 ähnelt der Laufbahn von Mario Götze. Das Talent des damaligen Youngstars wurde schon früh von europäischen Topklubs erkannt.
Nach einigen Erfolgen mit Real Madrid wechselte er zu Arsenal, wo seine Berg- und Talfahrt bis heute anhält. Sein Traumtor gegen Ludogorets bleibt dabei wohl einigen in Erinnerung.
Zu seinen Schattenseiten gehört aber auch ein Post mit dem türkischen Präsidenten, der für viel Aufregung in den Medien sorgte, sowie die Tatsache, dass der Mittelfeldspieler aktuell unter Trainer Michael Arteta nicht zum Zug kommt.
Mit einem Vermögen von etwa 35 Millionen Euro, das vor allem auf seine Zeit bei den Königlichen zurückzuführen ist, lässt es sich jedoch gut leben.
Bastian Schweinsteiger
Er wird von den Bayernfans als „Fußballgott“ gefeiert und ist eine Inspiration für viele Menschen. „Schweini“ prägte sowohl in der Nationalmannschaft, als auch beim FC Bayern.
Durch den Triplesieg und den WM-Titel 2014 ist seine Trophäensammlung nahezu komplett. Das Idol zeichnete sich durch Leidenschaft, Wille, Kampfgeist und einen guten Führungsstil aus. Nach seiner Zeit beim FC Bayern wechselte Schweine zunächst zu Manchester United und anschließend in die MLS zu Chicago Fire.
Dort beendete er schließlich seine Karriere. Sein Beitrag zum Erfolg des FC Bayern und der DFB-Elf spiegelt sich auch anhand seines Kontostands wieder.
Durch zusätzliche Werbedeals wird sein Gesamtvermögen auf 75 Millionen Euro geschätzt. Damit ist „Basti“ der reichste deutsche Fußballer.
Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.
Spätestens seit den Erfolgen der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2007 und bei der Europameisterschaft 2016 gewinnt Handball in Deutschland wesentlich mehr Aufmerksamkeit. Die Einschaltquoten für EM-Spiele der deutschen Mannschaft 2020 lagen immerzu im Millionenbereich.
Aber auch Übertragungen der Handball-Bundesliga stehen mit teils über einer Millionen Zuschauer im Free-TV und Quoten im sechsstelligen Bereich auf Sky nicht schlecht da. Verwunderlich ist das nicht, denn die HBL gilt immerhin, nach Frankreich, als zweitstärkste Handballliga der Welt.
Allerdings avancieren meist Spieler aus anderen Ländern zu den Top-Stars der deutschen Handballclubs. Aus diesem Grund haben wir Euch die besten fünf ausländischen Handballer der Handball-Bundesliga zusammengestellt.
Der Schwede war von 1990-2002 für den THW Kiel aktiv und erzielte in diesem Zeitraum 1371 Tore in 369 Spielen für seinen Verein. Damit war er maßgeblich beteiligt am Gewinn von sieben Meisterschaften, drei Pokalsiegen sowie zwei EHF-Cup-Siegen der Kieler.
Der norddeutsche Club würdigt seine beeindruckende Leistung bis heute, denn Wislanders Trikotnummer 2 wird bei den Zebras nicht mehr vergeben. Zusätzlich wurde das Ausnahmetalent mit dem schwedischen Nationalteam zweimal Weltmeister und viermal Europameister.
Wenig überraschend verdiente er sich 1990 die Auszeichnung Welthandballer des Jahres. Um das Ganze noch zu krönen, wurde Wislander vom IHF sogar zum Welthandballer des Jahrhunderts gewählt.
Nikola Karabatic
Der Franzose wird als komplettester Spieler des Handballsports angesehen und war von 2005-2009 ebenfalls beim THW Kiel unter Vertrag. Er vollbrachte es eine ohnehin schon herausragend spielende Mannschaft auf ein noch höheres Level zu heben und somit den THW Kiel zu einem nahezu unbesiegbaren Gegner zu machen.
Untermauert wird das vor allem durch die Tatsache, dass die Zebras in jeder Saison mit dem französischen Superstar deutscher Meister wurden. Den Höhepunkt seiner HBL-Karriere erreichte Karabatic im Jahr 2007, als er mit den Kielern das Triple, bestehend aus Meisterschaft, Pokalsieg und Gewinn der Champions League, holte.
Völlig verdient erhielt er in diesem Jahr die Auszeichnungen Handballer des Jahres in Deutschland und Welthandballer des Jahres. Letztere gewann er außerdem in den Jahren 2014 und 2016. Mit der Nationalmannschaft gelang es ihm sogar zwei Mal gleichzeitig Weltmeister, Europameister und Olympiasieger zu sein.
Domagoj Duvnjak
Der Kroate spielt bis heute beim THW Kiel und lief bereits von 2009-2014 für den HSV Hamburg auf. In seiner HBL-Karriere verbuchte Duvnjak jeweils drei Meisterschafts- und Pokaltitel. Hinzu kommt der Gewinn der Champions League im Jahr 2013 und ein EHF-Pokalsieg 2019.
Für seine hervorragenden Leistungen, die unter anderem über 1000 HBL-Tore beinhalten, wurde er in der Saison 2012/2013 nicht nur zum besten Spieler der HBL, sondern auch zum Welthandballer gewählt.
Yoon Kyung-Shin
Der elftgrößte Südkoreaner galt von 1996-2006 als Lebensversicherung des VfL Gummersbach und stand zudem von 2006-2008 beim HSV Hamburg unter Vertrag. Der ehemalige Goalgetter ist bis heute mit 2908 Toren der Rekordhalter der ewigen Torschützenliste der HBL.
Erwartungsgemäß ist der Koreaner deshalb auch siebenmaliger Torschützenkönig der Handball-Bundesliga. Ebenso war Kyung-Shin bei drei Weltmeisterschaften am Treffsichersten.
Zu seinen größten Erfolgen in Deutschland zählen ein Supercupsieg im Jahr 2006 und der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 2007. Seine Torgefährlichkeit verhalf ihm 2001 sogar dazu, den Titel Welthandballer des Jahres für sich zu entscheiden.
Thierry Omeyer
Der französische Torhüter zeichnete sich durch außergewöhnlich schnelle Reflexe und die Fähigkeit in entscheidenden Momenten Höchstleistung zu erbringen aus. Der ehemalige Nationalkeeper kam 2006 zum Rekordmeister aus Kiel und spielte dort bis 2013.
Genauso wie Nikola Karabatic, holte auch Omeyer im Jahr 2007 das Triple mit den Zebras. Hinzu kommen jeweils fünf weitere Liga- und Pokaltitel. Außerdem gewann Omeyer die Champions-League noch zwei Mal, in den Jahren 2010 und 2012.
Mit fünf Weltmeisterschaftstiteln, drei Erfolgen bei Europameisterschaft und zwei Olympiasiegen war Omeyer auch bei der Nationalmannschaft überall erfolgreich. Schließlich wurde der Torhüter 2008 einerseits zum wertvollsten Spieler der Welt und andererseits zum Welthandballer des Jahres geadelt.
Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.
Heute dreht sich alles um die besten deutschen Biathleten aller Zeiten. Für viele Sportfans gehört zu einem gemütlichen Winterwochenende das Mitfiebern mit den Athleten in den verschiedensten Disziplinen, wie Skispringen, Rodeln oder Ski Alpin, vor dem Fernseher.
Die beliebteste Wintersportart der Deutschen ist jedoch schon seit langer Zeit Biathlon. Ein Mix aus Wettlauf mit den Skiern über anspruchsvolle Loipen und Treffsicherheit am Schießstand garantieren Spannung bei jedem Rennen.
Wir listen Euch die erfolgreichsten deutschen Biathleten beider Geschlechter auf. Topathleten, wie Laura Dahlmeier, Kati Wilhelm oder Arnd Peiffer sind in dieser Liste überraschenderweise nicht vertreten.
Der Schwabe ist seit 2009 bis heute akiv und verbuchte in dieser Zeit zwölf Weltcupsiege. Vor drei Jahren triumphierte er im Massenstart von Hochfilzen und wurde Weltmeister. Es war der bislang größte Erfolg seiner Karriere.
Bei den olympischen Spielen 2018 erhielt er in derselben Disziplin die Silbermedaille. Hinzu kommen weitere drei Weltmeisterschaftssiege, zusammengesetzt aus Erfolgen mit der Staffel und der Mixed-Staffel, die ihn zum erfolgreichsten aktiven deutschen Athleten der Männer machen.
Frank Ullrich
Der ehemalige Bundestrainer der Biathleten feierte nicht nur als Coach seine Erfolge. Von 1978 bis 1986 fuhr er selbst im Weltcup mit. Mit seinen 16 Weltcupsiegen ist er bis heute der zweitbeste deutsche Biathlet der Männer aller Zeiten.
Ullrichs vortreffliche Weltcupbilanz verhalf ihm sogar viermal zum Gesamtsieg des Wettbewerbs. Genauso unaufhaltsam blieb er bei den Weltmeisterschaften. In seinen Paradedisziplinen, dem Sprint und dem Einzel, krönte er sich insgesamt fünfmal zum Weltmeister.
Sogar bei den olympischen Spielen gewann er im Sprint 1980 in Lake Placid. Vier Weltmeistertitel mit der Staffel komplettieren seinen Trophäenschrank.
Sven Fischer
Der mittlerweile pensionierte Superstar arbeitet heute als Biathlonexperte bei der ARD und stand von 1992 bis 2007 im Rampenlicht der Biathlonszene. Mit 33 Weltcupsiegen ist das Urgestein mit Abstand der beste männliche Biathlet der Deutschen. Fischer zeichnete sich durch den mehrfachen Gewinn des Gesamtweltcups, des Sprint-, Massenstart-, sowie Verfolgungsweltcups aus.
Außerdem gelang ihm ein Sieg im Sprint bei den olympischen Spielen in Turin im Jahr 2006. Ebenso enthält seine Trophäensammlung durch Siege im Sprint und im Massenstart zwei Weltmeisterschaftstitel aus dem Jahr 1999 in Kontiolahti.
Zusätzlich gewann er mit der Staffel insgesamt acht Titel bei Weltmeisterschaften oder olympischen Spielen.
Andrea Henkel
Die Thüringerin war von 1995 bis 2014 für Deutschland aktiv, ehe sie zu ihrem Mann Tim Burke, ebenfalls Biathlet, nach Amerika zog. In ihrer von Erfolg gekrönten Laufbahn gilt die Saison 2006/2007 mit dem Gewinn des Gesamt- und Einzelweltcups und zwei Goldmedaillen bei der Weltmeisterschaft in Antholz, als ihr Bestes.
Insgesamt gewann Henkel alleine jeweils Gold bei Olympia 2002 im Einzel von Salt Lake City und dreimal bei den Weltmeisterschaften in Hochfilzen, Antholz und Östersund. Des Weiteren kamen für sie mit der Staffel ein Triumph bei Olympia sowie fünf Siege bei der Weltmeisterschaft zustande.
Uschi Disl
In der Saison 1996/1997 entschied sie sowohl den Sprint-, als auch den Einzelweltcup für sich. Letzteren sollte sie im darauffolgenden Jahr nochmals gewinnen. Ebenso sammelte sie 2005 in Hochfilzen zwei Weltmeisterschaftstitel, im Sprint und in der Verfolgung.
Mit der Staffel schaffte Uschi es sogar bei Olympia zweimal nach ganz oben, aber auch sechs Teamerfolge bei Weltmeisterschaften sprechen für sich. Insgesamt gelangen Diesel in ihrer Karriere 30 Weltcupsiege.
Magdalena Neuner
Die Garmisch-Partenkirchnerin ist mit Sicherheit das Aushängeschild und die Identifikationsfigur im deutschen Biathlon. Von 2006 bis 2012 errung sie für Deutschland einen Sieg nach dem anderen. In ihren 34 Weltcupsiegen führte sie die Konkurrenz gnadenlos vor.
Neuners Statistiken sind nahezu unerreichbar. Dreimal holte sie den Gesamtweltcup. Dazu gewann sie alle Disziplinenweltcups mindestens einmal. Bei den olympischen Spielen 2010 in Vancouver kamen letztendlich zwei Goldmedaillen in Verfolgung und Massenstart zusammen.
Bei Biathlon-Weltmeisterschaften ist sie mit zwölf Goldmedaillen Rekordtitelträgerin. Für ihre außergewöhnlichen Leistungen wurde sie 2007, 2011 und 2012 als Deutschlands Sportlerin des Jahres ausgezeichnet.
Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.