Thomas Tuchel ist derzeit wohl einer der erfolgreichsten Fußballtrainer der Welt. Über die Jugendabteilungen vom VfB Stuttgart, dem FC Augsburg und dem FSV Mainz schaffte es Tuchel in den Profibereich als Trainer.

Auf seinem Weg erlebte der heute 47-jährige schon Einiges. Was Tuchel vor seiner Trainerkarriere machte, wie er eines der größten Trainertalente Deutschlands wurde und auch eines selbst entdeckte, zeigt euch 888sport:

Karriere

Geboren und aufgewachsen ist Thomas Tuchel in Krumbach. Das in Bayerisch-Schwaben liegende Krumbach wurde auch der erste Kontaktpunkt für Tuchel zum Fußball. Beim TSV Krumbach spielte er unter seinem Vater als Trainer, als Spieler, bis er 1988 vom FC Augsburg in die Jugend wechselte.

Von der U19 des FC Augsburg zog es den Libero in die Jugend der Stuttgarter Kickers. Dort durfte der junge Spieler Tuchel mehrere Spiele in der 2. Bundesliga absolvieren, konnte sich bei den Kickers aber nie ganz durchsetzten, weswegen er zum SSV Ulm wechselte. Dort spielte er mehrere Jahre in der damals dritthöchsten Liga Deutschlands der Regionalliga Süd. Die große Karriere als Spieler war ihm allerdings nicht vergönnt. Schon mit Mitte 20 beendete er seine aktive Laufbahn als Spieler wegen einer Knorpelverletzung. Daraufhin wechselte er auf die Trainerbank.

 

Seinen ersten Job als Trainer in einer der Top-Jugendabteilungen Deutschlands fand er beim VfB Stuttgart. Dort betreute Tuchel die U15 und als Co-Trainer die U19 des VfB. Mit der U19 wurde er 2005 unter anderem mit Spielern wie Andreas Beck, Serdar Tasci, Adam Szalai und Sami Khedira deutscher Jugendmeister. Danach folgte ein Wechsel in die Nachwuchsabteilung des FC Augsburg.

Tuchel beim FSV Mainz 05

Nach drei Jahren beim FCA als Nachwuchskoordinator und Trainer der U19 sowie der zweiten Mannschaft ging es zum 1. FVS Mainz 05. Beim FC Augsburg machte Tuchel den damaligen Spieler der Augsburg Reserve Julian Nagelsmann zum Scout und später wurde dieser bekanntermaßen Trainer. Zur neuen Saison übernimmt Nagelsmann die Geschicke beim FC Bayern München und gilt derzeit als der wohl talentierteste Trainer überhaupt.

Bei den Mainzern begann für Tuchel dann die endgültige Erfolgsstory, nach einer erneuten Jugendmeisterschaft mit der U19 in der Saison 2008/09 wurde er Cheftrainer der Mainzer Profis. Dort sorgte er mit seinem spektakulären Offensivfußball für Aufmerksamkeit und wurde deshalb nach einem Sabbatjahr 2014, 2015 von Borussia Dortmund unter Vertrag genommen.

Bei den Borussen führte er seine Mannschaft zum DFB-Pokalsieg und hatte in über 100 Partien einen Punkteschnitt von 2,12 Punkten pro Spiel. Er holte mit dem BVB 2016/17 den DFB-Pokal und wurde am Ende der Saison den Dortmundern freigestellt. Ein angespanntes Verhältnis zwischen Tuchel und dem Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke soll der Auslöser für die Trennung gewesen sein. Die beiden sollen sich besonders über die Kommunikation nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus des BVBs in die Haare bekommen haben.

Bei Paris Saint-Germain fand Tuchel zur Saison 2018/19 einen neuen Arbeitgeber. Beim französischen Hauptstadtklub schaffte es Tuchel direkt in der ersten Saison zwei Titel zu holen. Ein Jahr später räumte er direkt alle nationalen Titel in den höchsten Spielklassen Frankreichs ab. In derselben Saison schaffte es Tuchel mit PSG auch in das Finale der Champions League, dort verloren sie aber gegen den FC Bayern München.

In der darauffolgenden Saison wurde der Erfolgstrainer dann bei PSG gekündigt. Auch hier wurden wieder Spannungen mit führenden Personen bei Paris als Auslöser für die Trennung spekuliert.

Der Rauswurf kam für viele Experten etwas Überraschende, da Tuchel mit einem Punkteschnitt von 2,35 in knapp 130 Spielen einen sehr guten Job gemacht hat. Auch die Spieler standen hinter dem Trainer, so schrieben Top-Stars wie Neymar und Mbappe in sozialen Netzwerken, sie seien traurig über den Abgang Tuchels.

Einen Monat nach seinem Abgang von PSG fand Tuchel direkt wieder einen neuen Verein mit dem FC Chelsea, der kurz vorher Frank Lampard als Trainer entließ. Die Londoner entwickelte er in kürzester Zeit zu einer Top-Mannschaft.

Auf dem neunten Platz übernommen führte er sein Team bis auf den vierten Platz in der Premier League, ins Finale des FA-Cups und ins Finale der Champions League. Den FA-Cup verlor Chelsea gegen Leicester City, das Finale der Champions League konnten die Blues gegen Manchester City aber gewinnen.

Ein enormer Erfolg von Tuchel, der es schaffte, dieses Team in so kurzer Zeit zur besten Vereinsmannschaft Europas zu coachen.

Gehalt und geschätztes Vermögen

Seit 2009 ist Tuchel als Trainer im Profibereich tätig. In den letzten zwölf Jahren hat er von Mainz, Dortmund, Paris und Chelsea Gehälter bezogen. Wobei diese bei den letzten zwei genannten Vereinen wohl am höchsten gewesen sein werden. Laut Medienberichten soll Tuchel zum Beispiel während seiner Zeit bei Borussia Dortmund rund vier Millionen jährlich verdient haben. Bei PSG lag sein Gehalt wohl bei circa 10 Millionen, in London wird er vermutlich rund 9 Millionen Euro jährlich verdienen.

Durch den Gewinn von verschiedenen Titeln sollte Tuchel auch weitere Boni eingestrichen haben, die sein Vermögen weiter anwachsen ließen. Das geschätzte Gesamtvermögen des deutschen Star-Trainers soll 2021 bei über 20 Millionen Euro liegen.

Privates

Thomas Tuchel gilt unter den Fußballtrainern als großer Taktik-Nerd und ihm wurde öfters schon eine gewisse Besessenheit unterstellt. Er selbst sagt er verbringe 80 % seiner Zeit mit Fußball.

Neben dem Fußball absolvierte Tuchel ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Diplom in Stuttgart. Parallel zu seiner aktiven Spielerkarriere begann Tuchel eine Berufsausbildung zum Physiotherapeuten, studierte zusätzlich Sportwissenschaften und Anglistik, musste aber alles aufgrund der Doppelbelastung abbrechen.

Tuchel gilt zudem als Familienmensch. Seit 2009 ist er mit seiner Frau Sissi verheiratet, gemeinsam hat das Paar zwei Töchter. Nach dem Champions League Sieg über Manchester City war seine Familie zusammen mit Tuchel auf dem Platz, um den Triumph zu feiern.

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* Die Rechte an allen Bildern liegen bei AP Photos *

Erstveröffentlichung: 01.06.2021

Tuchel mit Maske bei PSG
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