Zum 26. Mal finden in diesem Jahr die Gerry Weber Open im nordrhein-westfälischen Halle statt. Zur Eröffnung der Grasplatz-Saison treten viele arrivierte Tennisstars die Reise in die idyllische Kleinstadt an. Mit dabei sind auch diesmal wieder die Legende Roger Federer und der deutsche Hoffnungsträger Alexander Zverev.
So hochkarätig bestückt, dass es verzückt
„Das Feld wird von Jahr zu Jahr besser“, betonte das Schweizer Tennis-Ass Roger Federer im Vorfeld des Turniers. Nie zuvor waren so viele Top Ten-Akteure mit von der Partie wie 2018. Zum 25. Jubiläum des Wettbewerbs konnten die Veranstalter neben Federer auch den formstarken Alexander Zverev für das ATP500er-Turnier mobilisieren.
Zu den besten zehn Spielern der Weltrangliste gehören außerdem Fench Open-Finalist Dominic Thiem aus Österreich und der Hüne aus den USA – John Isner. Thiem verlor unlängst das Finale in Paris gegen einen unschlagbaren Rafael Nadal und will nun einen erfolgreichen Start in die Grassaison.
Alle deutschen Hoffnungen ruhen auf Zverev
Man braucht kein Blatt vor den Mund zu nehmen, wenn man Alexander Zverev als deutschen Hoffnungsträger schlechthin bezeichnet. Wer weiß, wo der Hamburger bei den French Open gelandet wäre, hätte er sich im Viertelfinale gegen Dominic Thiem keine unglückliche Muskelverletzung zugezogen. Durch diese unglücklichen Umstände hatte der 21-Jährige letzten Endes keine Chance gegen den Österreicher und schied aus.
Natürlich will sich der Youngster für diesen Rückschlag revanchieren. Für Zverev soll es in diesem Jahr hoch hinausgehen. „Natürlich habe ich den Anspruch, das Turnier zu gewinnen“, verkündete der Deutsche voller Selbstbewusstsein. Dieser Optimismus ist allerdings wohl begründet. Schließlich stand „Sascha“ bereits in den vergangenen beiden Jahren im Finale. Dort zog er jedoch gleich zweimal den Kürzeren. 2016 musste er sich dem deutschen Oldie Florian Mayer in drei Sätzen geschlagen geben, wohingegen 2017 Roger Federer den 21-Jährigen im Zaum hielt.
Doch das goldene Sprichwort besagt: Aller guten Dinge sind drei! Gestaltet der Hamburger seinen dritten Finalanlauf erfolgreich? Denn auch Roger Federer glaubt: „Zverev hat alles, was es braucht, um zu siegen.“ Ein Sieg im Erstrunden-Match gegen den Kroaten Borna Coric wird im Übrigen mit einer 1.25-Quote belohnt.
Federer jagt die Rekorde
Zum 16. Mal nimmt Roger Federer in diesem Jahr an den Gerry Weber Open teil und avanciert damit zum Rekordteilnehmer des Events. Mit neun Titeln in Halle hält der Schweizer zudem mit gewaltigem Abstand die Bestmarke im prestigeträchtigen Rasenturnier. Sollte ein zehnter hinzukommen, geht der Legionär endgültig als König von Halle in die Annalen ein.
Dementsprechend euphorisch präsentierte sich die aktuelle Nummer zwei der Welt im Vorfeld eines seiner liebsten Wettbewerbe. „Halle war immer eine Inspiration für mich, es wäre ein unglaublicher Rekord“, schwelgte der Schweizer in Vorfreude. Angesichts seiner Dominanz auf dem grünen Untergrund sehen auch wir den Altmeisterals heißesten Kandidaten für den Gewinn der 500 Weltranglistenpunkte. Im Auftaktspiel gegen den Slowenen Aljaz Bedene ist Federer mit einer 1.07-Quote ebenfalls glasklarer Favorit!
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Der Motorsport hat Woche für Woche viel zu bieten und sorgt mit seinen vielseitigen Klassen für Abwechslung im Sportkalender. Formel 1 Rennen durch die Innenstadt von Monaco? Kein Problem. 24 Stunden am Stück durch einen notdürftig gesicherten Nordschleifen-Kurs in der Eiffel?
Auch das gibt es jährlich. Kartsport für die Nachwuchsfahrer? Ebenso mit dabei. Doch besonders spannend wird es dann, wenn zwei Teamkollegen zu großen Rivalen werden. Vor allem in den letzten Jahren schien diese Entwicklung zuzunehmen, etwa als es zum Titelkampf Nico Rosberg - Lewis Hamilton kam. Wir blicken auf einige der dramatischsten Wettkämpfe im Rennen unter Teamkollegen.
Nico Rosberg vs. Lewis Hamilton
Wie kommt man von Freundschaft im Kindesalter zur großen Rivalität als Erwachsene im Sport? Man frage nach bei Nico Rosberg und Lewis Hamilton, die genau diese Entwicklung gemeinsam nahmen. Noch als Heranwachsende konnten sich die beiden Freunde im Kartsport zusammen auszeichnen, doch ihre Beziehung veränderte sich entscheidend, als Hamilton 2013 bei Mercedes anfing, um den dort ausscheidenden Michael Schumacher zu ersetzen.
Rosberg war bereits da und hatte gemeinsam mit dem Rekordweltmeister entscheidende Aufbauarbeit für das neue Mercedes-Team geleistet. Die ersten Auseinandersetzungen zwischen den Rennfahrern begannen bereits im zweiten Rennen, als Rosberg von Ross Brawn die Teamorder erhielt, in Malaysia hinter Hamilton zu bleiben, obwohl er ihn eigentlich hätte überholen können. Die beiden Kollegen wechselten sich im Anschluss mit Pole Position Serien ab, ehe Red Bull in der zweiten Hälfte des Jahres die Kontrolle übernahm.
Vor allem die anschließend folgende Turbo-Ära brachte den Kampf Rosberg vs. Hamilton auf ein neues Niveau, da Mercedes keinerlei ernstzunehmende Konkurrenz außerhalb des eigenen Teams mehr hatte. Ab 2014 waren es lediglich diese zwei Fahrer, die eine realistische Chance auf den Titel hatten. Nach dem Auftaktsieg Rosbergs in Australien konnte sich Hamilton schnell die WM-Kontrolle zurückerobern, ehe ein zweifelhafter Fahrfehler in Monaco die schnelle Runde des Briten im Keim erstickte.
Sein deutscher Widersacher kämpfte sich mit dem folgenden Sieg zurück in die WM und hatte vor allem einen erfolgreichen Sommer vorzuweisen. Im Rennen am Hungaroring weigerte sich Hamilton schließlich, den Teamanweisungen zu folgen und brachte Rosberg damit in Rage. Der folgende Belgien Grand Prix endete in einer Kollision zwischen den beiden Fahrern in Runde 2. Doch Hamilton antwortete erneut mit einer Siegesserie in der Folgezeit, während sein Gegner mit eigenen Fehlern kämpfte.
Selbst in der aktuellen Saison ist Lewis Hamilton beim kommenden Kanada-GP mit einer Quote von 2,25 wieder der Topfavorit (Stand 6. Juni). Auch in den Folgejahren nach den ersten zwei Saisons kamen sich die beiden Fahrer immer wieder gefährlich nahe, doch immer wieder mit dem besseren Ausgang für den Engländer. Schließlich war es die Saison 2016, die Rosberg erstmals zum Titel und zum anschließenden Rücktritt führte.
Alain Prost vs. Ayrton Senna
Wenn zwei Namen wie Alain Prost und Ayrton Senna aufeinandertreffen, ist eine harte Rivalität fast automatisch vorprogrammiert. McLaren schätzte sich glücklich, die beiden Ausnahmekönner ihres Sports von 1988 bis 1989 in einem Team vereinen zu können. Dass sich diese letztendlich nicht wirklich verstanden, ist angesichts ihrer persönlichen Lebensläufe wenig überraschend. Senna, dessen Karriere tragisch vorzeitig endete, konnte drei Weltmeistertitel feiern, während Prost gar vier gewann.
Bei McLaren fanden die beiden durch den Zugang Sennas 1988 zusammen. Der Brasilianer konnte sich dabei recht schnell einen Vorteil gegenüber seinem französischen Kontrahenten erarbeiten. Doch die Angelegenheit ging nicht allzu lange gut, als Prost begann, seinen Teamkollegen gegen Ende der Saison unter Druck zu setzen. Der brasilianische Ausnahmekönner erwiderte die Attacken Prosts mit einem etwas unfairen Drängen in Richtung Mauer auf dem Grand Prix Kurs von Estoril.
Die Rivalität der beiden Fahrer ist auf etwas geringerem Level vergleichbar mit jener der beiden Red Bull Piloten Daniel Ricciardo und Max Verstappen im heutigen Rennzirkus. Mehrfach kamen sich die beiden in den vergangenen Jahren bedenklich nahe, meist aufgrund des jungen Niederländers, dem die Formel 1 Welt anfangs noch zu Füßen lag, der jedoch mittlerweile deutlich mehr Gegenwind bekommt. Die Folge des Konfliktes ist die Konstrukteurswertung in der aktuellen Saison. Red Bull liegt mit einer Quote von 21,00 nur auf Rang 3 der Anwärter hinter Mercedes und Ferrari.
McLaren hatte damals auf der anderen Seite mit deutlich weniger Titelproblemen zu kämpfen. Senna holte sich den Fahrertitel 1988 und McLaren noch souveräner die Hersteller-Trophäe. 1989 ging die Rivalität in die nächste Runde und wurde von den Kontrahenten noch offensiver bestritten. So ignorierte Senna in Imola einen vor dem Rennen gefassten Teamplan und überholte Prost am Start, um schließlich zu gewinnen.
Selbst wenn Prost sich am Ende einen Vorteil dank der technischen Probleme am Auto des Brasilianers eroberte, blieb er davon überzeugt, dass sein Widersacher eine bessere Behandlung erhielt. Die Rivalität erreichte in Suzuka ihren Höhepunkt, als Senna versuchte, Prost in einer Schikane zu überholen, dieser jedoch einen Zusammenstoß provozierte. Dieser führte zum WM-Gewinn von Prost, der 1990 das Weite suchte und zu Ferrari wechselte.
Nelson Piquet vs. Nigel Mansell
Zwei weitere große Namen der Formel 1 Geschichte hatten ebenfalls ihren Zwist auszutragen. Die Rede ist von Nelson Piquet und Nigel Mansell, die erstmals 1986 nach dem Wechsel von Piquet von Brabham zu Williams aufeinandertrafen. Die Unterschiede zwischen den beiden Fahrern hätten nicht größer sein können, kam Piquet doch als etablierter Formel 1 Fahrer und zweifacher Weltmeister zum britischen Team. Bei Mansell dauerte es hingegen bis zu seinem 32. Lebensjahr, als er endlich seinen ersten Rennsieg feiern konnte.
Der Brite benötigte dafür 72 Versuche. Die Rollenverteilung war somit vor dem Start der Saison grundsätzlich klar. Genauso war es auch, als Esteban Ocon vom Nachzügler Manor zum soliden Mittelfeldteam Force India wechselte, das durchaus Ambitionen nach oben besitzt. Dort traf er auf den Mexikaner Sergio Perez, der dank seiner Erfahrung klarer Favorit im teaminternen Duell war. Doch der Neuling überraschte und zeigte sich im Großen und Ganzen gleichwertig.
Während Kollisionen nicht ausblieben und Konflikte zwischen den Teamkollegen immer wieder aufkommen, besitzt Force India mit den zwei Fahrern nach wie vor eine der ausgeglichensten Fahrerbesetzungen der gesamten Formel 1. In den Quoten zeigt sich dies im Head-to-Head Duell eindrucksvoll. Ocons Quote, vor dem Kollegen zu landen, liegen bei 1,50, während sich Perez bei 2,40 befindet. Kein anderes Team im Feld kann sich zumindest quotentechnisch über ein engeres Duell freuen.
Ocon führt Perez mittlerweile an und genauso überraschend war es auch 1986 mit Piquet und Mansell. Der Brasilianer gewann zwar seinen Heim-Grand Prix in Jacarepagua zum Auftakt, doch wurde er im Saisonverlauf von Mansell in den Schatten gestellt. Der Brite sicherte sich gleich fünf Siege, während Piquet nur vier einfahren konnte. All die Siege führten zwar zur Konstrukteursmeisterschaft für Williams, doch in der Fahrer-WM litten beide unter den teaminternen Scharmützeln.
Im letzten Saisonrennen in Australien platzte Mansell der Reifen, sodass am Ende McLaren-Pilot Alain Prost gegen beide triumphierte. Ein Jahr später war es deutlich weniger aufregend in der Fahrer-WM. Statt vier Fahrern geriet sie zum Zweikampf zwischen den beiden Williams-Sportlern, die neun der 16 Grand Prix für sich entschieden. Abermals hatte Mansell entscheidend die Oberhand, gewann sechs Rennen und ließ seinen Kontrahenten aus dem eigenen Team mehrfach alt aussehen.
Doch ausgerechnet im Qualifying des vorletzten Rennens in Suzuka verunglückte Mansell, sodass er mit einer Rückenverletzung passen musste und Piquet den Titel damit auf dem Silbertablett servierte. Der Brasilianer ließ sich nicht lange bitten und schlug zum dritten Mal zu. Es sollte das letzte gemeinsame Jahr der beiden sein, da Piquet am Ende der Saison zu Lotus wechselte. Die Rivalität blieb auch Jahre später noch aktiv. Ein Wort miteinander gesprochen haben sie wohl nie mehr. Was der Motorsport so alles mit Menschen anstellt.
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Vor vier Jahren überraschte Martin Kaymer die Golfwelt mit seinem Sieg bei den US Open2014. Als erster Deutscher konnte er das zweitälteste Major Turnier der Welt gewinnen. Auch dieses Jahr konnte sich der 33-Jährige ins Teilnehmer Feld spielen.
Am Donnerstag den 14.06 beginnen die 118. US Open im Shinnecock Hills Golf Club in Tuckahoe, nur wenige Kilometer von New York City entfernt. Die US Open finden als einziges Major Turnier auf jährlich wechselnden Plätzen statt - in diesem Jahr bereits zum fünften Mal in New York.
Unter den 156 Teilnehmern wurde im letzten Jahr ein Preisgeld von zwölf Milllionen Dollar ausgeschüttet, damit sind die US Open eines der höchst dotierten Golf Turnier der Welt.
Dustin Johnson mit Heimvorteil
In den letzten drei Jahren dominierten US-Amerikaner das Teilnehmerfeld und auch 2018 gehören Spieler wie der Weltranglistenerte Dustin Johnson, Jordan Spieth und Brooks Koepka zu den Topfavoriten auf den Titel.
Der letzte Nicht-Amerikanische Sieger war der Deutsche Martin Kraymer, der in diesem Jahr wieder gut in Form ist und ganz oben mitspielen möchte. Zuletzt zeigte er mit einem achten Platz bei den Italian Open, das mit dem ehemaligen Weltranglistenersten wieder zu rechnen ist. Mit insgesamt drei Major-Titel ist Kaymer aktuell die deutsche Nummer eins und auch der einzige Deutsche im Teilnehmerfeld der US Open.
Eine Legende kehrt zurück
Zwölf Monate nach seiner vierten Rückenoperation kehrt Tiger Woods auf den Rasen zurück. Der dreimalige US Open-Gewinner sagt für ihn sei die Teilnahme an diesem Turnier mehr ein Bonus als eine Herausforderung und er möchte die Zeit genießen.
Woods ist aber dennoch ein erstzunehmender Gegner, denn kein anderer Spieler konnte dieses Turnier in den letzten zwanzig Jahren so oft gewinnen wie der 42-Jährige. Gleich in der ersten Runde trifft die ehemalige Nummer eins auf die aktuelle Nummer eins Dustin Johnson. Auf einen Sieg des Altmeisters gibt es eine Quote von 5.00.
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Titelverteidiger: Rafael Nadal und Jelena Ostapenko
Finalisten des Vorjahres: Stan Wawrinka und Simona Halep
Absagen bei den Herren: Roger Federer (Schonungsmaßnahme)
Hyeon Chung (Knöchelprobleme)
Milos Raonic (nach Knieverletzung noch nicht fit)
Andy Murray (Reha nach Hüftverletzung)
Absage bei den Damen: Agnieszka Radwanska (Rückenverletzung)
Preisgeld: 39,2 Millionen Euro
Neuerungen: „Shot Clock“ – wird von 20 auf 25 Sekunden erhöht. Ein für die Zuschauer sichtbarer Countdown macht diese Regelung und ihre Einhaltung transparent. Der gesamte Zeitplan des Turniers wird straffer getaktet.
Dem Titel so nah wie noch nie – Thiem zerschlägt Cecchinatos Finalträume
Dominic Thiem hat es geschafft. Er steht im Finale der French Open 2018 und ist seinem ersten Grand Slam-Titel so nah wie noch nie zuvor. Der 24-Jährige startete souverän ins Turnier und kam erst in der vierten Runde gegen Kei Nishikori wirklich ins Schwitzen.
Das Duell wirkte zu Beginn wie eine ganz klare Geschichte, doch der Japaner kämpfte sich stark zurück ins Spiel. Nach zweieinhalb Stunden stand Thiem aber als Sieger fest.
Im Viertelfinale sollte es dann wirklich ernst werden - Dominic Thiem gegen Alexander Zverev, die deutsche Tennis Hoffnung, der Weltranglistenzweite. Doch den Zuschauern wurde recht schnell klar, dass „Sascha“ Zverev sein Pulver zu früh verschossen hatte.
Der Deutsche wirkte über weite Strecken müde und unkonzentriert, der Preis für die drei dreieinhalb Stunden Matches in den Runden zuvor. Hinzu kam noch eine Oberschenkelverletzung, die sich Zverev im zweiten Satz zuzog. Alles in allem war das ein verdienter Sieg für Thiem, aber definitiv nicht seine schwerste Aufgabe.
In das Halbfinale zog der Österreicher als klarer Favorit ein. Dort musste er gegen die große Überraschung des Turniers ran, Marco Cecchinato. Der Italiener überwand auf dem Weg in die Runde der besten Vier einige große Namen. In Runde drei wartete der erste Kracher auf ihn, der Weltranglistenzehnte Pablo Carreno. Auch in der nächsten Runde sah er sich mit David Goffin einem absoluten Topspieler gegenüber.
Nicht einmal der ehemalige French Open Experte, Novak Djokovic wusste etwas gegen Cecchinato auszurichten. Der „Djoker“ musste sich nach einem dramatischen Tiebreak im vierten Satz geschlagen geben.
Doch im Halbfinale zeigt Dominic Thiem dem Sizilianer seine Grenzen auf. In den ersten beiden Sätze konnte Cecchinato noch mithalten, doch verlor sie beide knapp. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits beinahe zwei Stunden gespielt. Im anschließenden dritten Durchgang fehlte Cecchinato spürbar die Kraft und somit steht Thiem vollkommen verdient im Finale von Roland Garros 2018.
Rafael Nadal vs Juan Martin Del Potro
Der andere Finalteilnehmer wird im Duell zwischen Rafael Nadal und Juan Martin Del Potro entschieden. Der Vorteil liegt hier natürlich beim Sandplatz-König, denn Rafael Nadal wirkt unbezwingbar wie eh und je. Natürlich hat Del Potro klare Vorstellungen von dem, was da auf ihn zukommt. In 14 Duellen gegen den Spanier konnte er fünfmal gewinnen, aber kein einziges Mal auf Sand.Hier geht’s zu den Quoten.
Simona Halep vs Sloane Stephens
Im Finale der Frauen stehen zwei Spielerinnen, die völlig problemlos durch das Turnier marschiert sind. Bei Simona Halep ist das auch keine Überraschung. Die Weltranglistenerste präsentiert sich 2018 in überragender Form. Nur im Viertelfinale gegen Angelique Kerber kam die Rumänin kurz ins Straucheln, konnte ihren Fehler aber sofort wieder korrigieren.
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Am kommenden Wochenende macht die Formel 1 zum 51. Mal Halt in Kanada, allerdings findet das Event erst zum 39. Mal auf der Strecke an der Île Notre-Dame am Saint Lawrence Seway statt. Das erste Rennen lief 1967 im Mosport Park ab, bis 1977 wechselte sich die Strecke dann mit der am Mont-Tremblant ab. Der Circuit Gilles Villeneuve ist Kanadas berühmtesten Formel 1 Fahrer gewidmet, der für Ferrari insgesamt sechs Rennen gewinnen konnte. Im Jahr 1982 starb der Pilot nach einer Tragödie, als er beim Großen Preis von Belgien im Qualifying einen Unfall baute und tödliche Verletzungen erlitt.
36 Jahre später könnte der Grand Prix in Montreal vor allem für einen Fahrer zum wichtigsten Rennen der Saison werden: Max Verstappen! Der junge Niederländer stand zuletzt aufgrund mehrerer Vorfälle stark in der Kritik und muss schnellstmöglich mit Leistung glänzen.
Wir werfen einen genaueren Blick auf den Red Bull Piloten und seine bisherige Saison:
Große Hoffnungen lagen auf seinen Schultern
2018 sollte das Jahr von Max Verstappen werden. Nach zwei Siegen gegen Ende des letzten Jahres in Mexico und Malaysia wurde das Ausnahmetalent als zukünftiger Formel 1-Weltmeister angepriesen. Sogar seinen deutlich erfahreneren Teamkollegen Daniel Ricciardo dominierte er und übertrumpfte ihn in 20 Rennen stolze 13 Mal. Auch deshalb verlängerte der österreichische Rennstall mit ihm den Vertrag zu stark verbesserten Bezügen bis 2020.
Trotzdem konnte Verstappen den Rückenwind vom letzten Jahr nicht mit in die neue Saison nehmen. Ganz im Gegenteil: Mit lediglich 35 Punkten belegt der 20-Jährige nur einen enttäuschenden sechsten Platz in der Fahrerwertung. Sowohl er selbst als auch sein Team hatten sich vom Saisonstart deutlich mehr erhofft...
Pleiten, Pech und Pannen
Bereits das erste Rennen der Saison in Australien stand für ihn unter keinem guten Stern, als er sich durch einen Dreher seine gute Ausgangslage nahm und am Ende nur auf Rang 6 landete. Noch schlimmer wurde es zwei Wochen später in Bahrain. Dort schied er zunächst bereits im Qualifying in Q1 aus und kollidierte am Tag darauf in Rennrunde vier mit Lewis Hamilton. Infolgedessen handelte sich der Bolide einen Plattfuß ein und musste zurück an die Box.
Auch in China lernte der gebürtige Hasselter nicht aus seinen Fehlern. Hatte er in Runde 39 noch Glück, als er knapp einem Crash mit Hamilton entging, setzte Verstappen weiterhin auf seine aggressive Fahrweise und krachte in Sebastian Vettels Ferrari. Am Ende landete Verstappen auf dem fünften Platz und verschenkte wiedermal einige wichtige Punkte in der WM-Wertung.
Der bisherige Saison-Tiefpunkt folgte dann beim Großen Preis von Aserbaidschan: Die beiden Red Bull Piloten lieferten sich das gesamte Rennen ein hitziges Duell, das schließlich in Runde 39 zu einer Kollision führte. Der Niederländer verteidigte dabei durch zwei Richtungswechsel vehement seinen Platz und hatte entscheidenden Anteil daran, dass Ricciardo in seinen Wagen krachte. Beide Fahrer mussten sich anschließend beim kompletten Team für ihren unnötigen Fauxpas entschuldigen.
Während der Niederländer in Spanien seinen Fehler durch den ersten Podiumsplatz (3.) 2018 wiedergutmachte, machte er zuletzt in Monaco wieder negative Schlagzeilen. Bereits im 3. Training baute der Pilot einen folgenschweren Unfall: Durch den Crash musste an seinem Wagen ein Getriebewechsel durchgeführt werden, wodurch Verstappen das Qualifying verpasste und vom letzten Platz starten musste. Trotz vieler starker Überholmanöver war am Ende nicht mehr als der neunte Platz drin.
2016 erreichte er Historisches
Erneut also stand Verstappen sich selbst im Weg, wie so oft in der Vergangenheit. Sein riesiges Talent ist unbestritten, aber seine Fahrweise bringt ihn immer wieder um den verdienten Lohn. Viele Experten glauben trotz seines noch jungen Alters nicht mehr an eine Besserung. So gab Nico Rosberg, Formel 1 Weltmeister von 2016 vor kurzem zu, dass er „bei Max keine Hoffnung mehr hat.“ Deutliche Worte, die den Niederländer motivieren sollten, das Gegenteil zu beweisen. Dass er großartige Leistungen zeigen kann, hat er bereits oftmals gezeigt: Bei seinem ersten Formel 1 Sieg in Spanien 2016 war er gerade einmal 18 Jahre und 228 Tagen alt und ging damit als jüngster Grand-Prix Sieger in die Geschichte ein.
In Montreal bietet sich dem Ausnahmetalent die nächste Chance, sein wahres Potential zu zeigen. Er selbst ist voller Vorfreude im Hinblick auf den Circuit Gilles Villeneuve: „Ich liebe es dort zu fahren“, beteuerte der Fahrer. Tatsächlich ist auf der Strecke in Kanada immer eine Menge geboten, was dem risikoreichen Fahrstil von Verstappen entgegen kommen könnte. Zumindest ein Platz auf dem Podium dürfte durchaus realistisch sein, wofür es bei uns eine starke 2.25 Quote abzuräumen gibt. Schafft der Youngster sogar die Überraschung mit einem Triumph, wartet eine unfassbare 9.00 Quote!
Prognose:
Der Favoritenkreis für den Sieg in Kanada besteht aus den drei üblichen drei Verdächtigen Hamilton, Vettel und Ricciardo. Trotzdem dürfte der Brite (Siegquote 2.25), der auf dieser Strecke schon sechs Erfolge feierte – darunter zuletzt dreimal in Folge – die besten Chancen haben.
Für den Deutschen (Siegquote 2.65) aus dem Ferrari Team geht es darum, den Rückstand auf Hamilton zu verkürzen. Auch er konnte sich in Montreal schon einmal feiern lassen (2013) und wird alles daran setzen, den dritten Saisonsieg einzufahren.
Fehlt noch Daniel Ricciardo vom Red Bull Team. Der Australier, um den sich aktuell hartnäckige Gerüchte bezüglich eines Wechsels zu Ferrari oder Mercedes ranken, hat durch den Erfolg in Monaco das Momentum auf seiner Seite. Mit einem weiteren ersten Platz könnte er in der Gesamtwertung eine Menge Druck auf die beiden Führenden ausüben. Bei uns gibt’s hierfür eine 26.00 Quote.
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Die großen vier Sportarten der Vereinigten Staaten sind auch hierzulande sehr beliebt. Da ist zum Beispiel die NFL, die mittlerweile an "jedem verdammten Sonntag" mit zwei Spielen und Extra-Shows im TV läuft. Auch die NBA ist mit Spielern wie LeBron James und dem Fokus auf Spektakel eine gern gesehene Liga.
Von der NHL werden die besten Kufencracks über das Eis geschickt. Harte Checks und schnelle Kombinationen halten die Fans in Atem. Etwas abfallen tut in der öffentlichen Wahrnehmung lediglich die Baseball-Liga MLB. Doch vor allem für Sportwetter kann sich die Sportart lohnen. Wie richtig auf Baseball gewettet wird, wo die Besonderheiten liegen, sowie weitere Tipps und Tricks gibt es hier zu erfahren.
Die Grundlagen des Baseballs
Wer noch nie ein Baseball-Spiel gesehen hat, weiß vermutlich erst einmal gar nichts mit dem Sport anzufangen, geschweige denn kann er oder sie darauf wetten. Deshalb beginnen wir an dieser Stelle mit den Grundlagen des Sports. Es handelt sich um ein Schlagballspiel, in dem zwei Mannschaften gegeneinander antreten.
Das eine Team bringt den Ball per Wurf ins Spiel, während das jeweils andere ihn mit einem Schläger ins Feld bringen muss. Trifft der Angreifer den Ball mit dem Schläger und gelangt dieser ins Feld, erreicht seine Mannschaft durch das aufeinanderfolgende Ablaufen von Bases Punkte im Spiel. Das verteidigende Team versucht auf der anderen Seite, die angreifenden Akteure aus dem Spiel zu nehmen, indem sie den Ball rechtzeitig zu den Bases werfen.
Ein Spiel besteht aus neun sogenannten Innings, die in zwei Teile unterteilt werden. Erst greift die eine Mannschaft an, während die andere verteidigt, dann geht es andersherum. Um ein Inning zu beenden, müssen die verteidigenden Spieler drei gegnerische Akteure "out" werfen. Out wird ein Spieler zum Beispiel, wenn er dreimal nach einem Ball schlägt und nicht trifft, der Ball in der Luft abgefangen wird oder er die Base nicht rechtzeitig erreicht.
Die beliebteste und lukrativste Liga der Welt ist in den USA zu finden, wo die MLB mit einem Umsatz von 9 Milliarden US-Dollar für globale Aufmerksamkeit sorgt. 30 Franchises sind in der Liga aktiv, die bekanntesten von ihnen sind wohl die New York Yankees, die eines der bekanntesten Logos der Welt ihr Eigen nennen.
Neben den USA ist Baseball besonders in Lateinamerika beliebt, nicht zuletzt dadurch, dass einige der besten Spieler aus Nationen wie Venezuela, Mexiko und Kuba stammen. Auch einige Länder in Ostasien gehen dem Sport leidenschaftlich nach, insbesondere die japanische Liga sei an dieser Stelle erwähnt. Der Vorteil einer MLB-Saison liegt darin, dass die Anzahl der Spiele fast unendlich ist.
2.430 Mal fliegen die Bälle während der regulären Saison, sprich 162 Partien pro Team. Das ist zudem nur der Anfang, folgen danach schließlich noch die Playoffs zur Ermittlung des Meisters einer Spielzeit. Natürlich wird auch in Deutschland Baseball gespielt. Insgesamt spielen 30.000 Spieler in der Bundesrepublik aktiv Baseball, eine Bundesliga versammelt in der zweigleisigen Topklasse die besten Athleten des Landes.
Was macht das Wetten auf Baseball im Vergleich zu anderen Sportarten so besonders?
Im Vergleich zu den oben erwähnten American Football, Eishockey und Basketball, ist Baseball ein deutlich anderer Sport. Es handelt sich um eine sehr detailorientierte Sportart, bei der es fast unmöglich ist, im Voraus den nächsten Champion vorherzusagen. In der NFL etwa sind es die Patriots, die regelmäßig die Liste der Favoriten anführen.
In den letzten fünf Jahren gewannen in der MLB fünf verschiedene Teams die World Series, in umgekehrter Reihenfolge: Houston, Chicago Cubs, Kansas City, San Francisco und Boston. Interessanterweise ist, verglichen mit allen anderen US-Sportarten, die Zweiweg-Wette die beliebteste unter sämtlichen Alternativen. Hierbei handelt es sich um die einfache Wette auf den Sieger der Partie nach neun oder zusätzlichen Innings. Diese Art der Wette wird vor allem dadurch besonders interessant, dass die stärksten und schwächsten Teams in der MLB nicht allzu weit auseinander liegen.
Meist gewinnen selbst die Topmannschaften der Liga nur rund 60% ihrer Spiele, während auch diejenigen 40% gewinnen, die sonst eher als Punktelieferant gelten. Das macht die MLB Quoten sehr ausgeglichen. Unterstrichen wird diese offensichtliche Problematik durch die Abschlusstabelle der Saison 2017. Die Detroit Tigers und die San Francisco Giants beendeten die Spielzeit als schlechteste Teams, beide mit einer Siegquote von 39,5%.
Im Gegensatz zu den anderen Sportarten, vor allem aber zur beliebten NFL, besteht ein entscheidender Vorteil. Wie oben erwähnt, gibt es 162 Spiele pro Team während der regulären Saison. Selbst wenn sich der Sportwetter nun auf lediglich ein oder zwei Teams als Experte einschießt, ist es möglich, auf über 300 Spiele in einer Saison zu wetten.
Zudem lässt Baseball die eher konservativen Wettansätze glänzen, da vor allem auf lange Sicht Profit erzielt werden soll, nicht wie bei der NFL einmal pro Wochenende mit nur 17 Spielen pro Team. Der wichtigste Faktor beim Wetten auf Baseball ist der Pitcher. Als Starting Pitcher wird derjenige bezeichnet, der das Spiel auf der Wurfposition beginnt. Er wird nach einer bestimmten Anzahl an Würfen (ca. 100) meist von einem sogenannten Relief Pitcher ersetzt, der versucht, das Spiel über die Runden zu bringen oder umzubiegen.
Die Statistiken des Pitchers sind somit von unabdingbarer Bedeutung vor dem Platzieren einer Baseball-Wette, soweit sie in irgendeiner Form mit dem Spielausgang zu tun haben sollte. Sein Einfluss auf die Partie ist so hoch wie keine andere individuelle Rolle eines Spielers in einer anderen Sportart. Die Gesamtrolle sank jedoch zuletzt dadurch, dass Pitcher oftmals nur noch 6 Innings oder weniger Spielzeit im Einsatz sind und somit gleich ein Drittel der Partie für die anderen Teammitglieder bleibt.
Worauf lässt sich beim Baseball noch gut wetten?
Neben der Zweiweg-Wette bestehen auch bei den Baseballwettennoch viele weitere Wettmöglichkeiten in einem beliebigen Spiel. Etwa ist es möglich, auf erzielte Runs zu wetten. Dafür gibt es wie von anderen Sportarten gewohnt Über/Unter Wetten. Wer etwa denkt, dass zwischen den Tigers und Yankees insgesamt nur unter 7,5 Läufe erzielt werden, kann darauf ebenso wetten wie jene, die an über 11,5 Läufe glauben. Jene Über/Unter MLB Wetten sind auch speziell für das Heim- als auch Auswärtsteam verfügbar.
Wer sich im speziellen Beispiel also nicht sicher ist, was die Yankees-Offensive gegen Detroit zu leisten imstande ist, aber dem Starting Pitcher aus New York vertraut, der wettet zum Beispiel auf die angebotene Quote von 1,88 auf Unter 3,5 Runs des Heimteams. Doch Achtung bei allen Über/Unter Wetten: Problematisch kann es für jede Wette dann werden, wenn ein Spiel über die reguläre Spielzeit hinaus andauert. Sobald es Extra Innings gibt, zählen die erzielten Runs genauso zum Wettergebnis, wie die aus den vorangegangenen 9.
Eine weitere Wettoption ist die Handicap-Wette, die in den vergangenen Jahren vor allem durch den Fußball an Bedeutung zugelegt hat. Im Baseball wird einem Team als Handicap eine bestimmte Anzahl an Läufen abgezogen oder addiert. Wenn die Yankees etwa als Favorit ins Spiel gehen, dann starten sie zum Beispiel mit Handicaps von -1,5 bis -4,5 Runs.
Eine Kombination aus Über/Unter und Siegeswette heißt Match-Parlay. So lässt sich beispielsweise zeitgleich auf das Auswärtsteam und Über 9,5 erzielte Runs setzen. Andere Wetten wie "Erster bis 3 Runs" komplettieren das Wettangebot, das durch Langzeitwetten und Live-Wetten abgerundet wird. Einen Guide zu Live-Wetten findet ihr ebenfalls auf unserer Homepage! Baseball-Zuschauern und -Experten wird somit einiges geboten, um vom Spiel mit dem kleinen Ball zu profitieren.
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Die BBL-Finals 2018 starteten am Sonntag mit einem Paukenschlag. Der Tabellenzweite Alba Berlin konnte in Spiel 1 mit einem 106:95 (46:38) auswärts beim FC Bayern München vorlegen und strebt nun den neunten Meistertitel in der Vereinshistorie an.
Gegen den Rivalen aus München war vor allem Small Forward Marius Grigonis der entscheidende Mann. 30 Punkte gingen auf das Konto des litauischen Nationalspielers, der sein Land bei den Olympischen Sommerspielen in Rio 2016 bis ins Viertelfinale führte. Seit letztem Sommer ist der 24-Jährige bei Alba Berlin unter Vertrag und bereits nach einem Jahr zur festen Größe geworden. Wir haben uns genauer mit ihm beschäftigt und geben euch mit den besten Wettmöglichkeiten im Gepäck einen Ausblick auf das zweite Playoff-Spiel in der Best-of-Five-Serie.
Der FC Bayern München ist auch im Basketball keine Laufkundschaft
Nur drei ihrer 34 Spiele haben die Münchner in der Hauptrunde verloren und belegten Platz 1. Damit hatten sie im Auftaktspiel der Finalserie Heimrecht. Die Buchmacher gingen nicht unbedingt von einem souveränen Sieg für Alba Berlin aus. Dennoch wusste das Team von Trainer Aíto García Reneses das Spielgeschehen sofort an sich zu ziehen. Schon zur Halbzeit standen nach einem mehr als schläfrigen Beginn und einem unterirdischen zweiten Viertel der Bayern die Vorzeichen mit einem 46:38 klar auf Sieg für Alba. Dazu kam eine Dreierquote von starken 64 Prozent. Bei Berlin klappte alles, während sich die Münchner gerade von der Freiwurflinie sehr schwer taten (nur 25% Trefferquote).
Im Spiel der Albatrosse spielen Dreipunktwürfe eine zentrale Rolle. Grigonis machte gleich in der Anfangsphase mit zwei souveränen Dreiern auf sich aufmerksam. Gemeinsam mit Teamkollege Spencer Butterfield gelangen ihm elf von vierzehn Dreiern.
Wie bei den Vorbildern aus der nordamerikanischen NBA, setzt die Mannschaft mittlerweile verstärkt auf Small Ball. Hier passt der 1,98 m große Grigonis sowohl als Shooting Guard als auch als Small Forward perfekt ins Spielsystem.
In Litauen aussortiert, über Spanien nach Deutschland
Geboren in Kaunas galt Grigonis bis 2013 als vielversprechender Nachwuchsspieler bei Zalgiris Kaunas, einem der erfolgreichsten und traditionsreichsten Basketballvereine im baltischen Raum. Nachdem die Verantwortlichen für den damals 19-Jährigen allerdings zunächst keine Verwendung mehr über die zweite Mannschaft hinaus sahen, verkauften sie den flinken Guard in die zweite spanische Liga.
Auf der iberischen Halbinsel verbrachte er insgesamt vier Jahre. Dort konnte er sich langsam aber sicher in den Fokus spielen, stieg mit zwei Wechseln in die höchste spanische Liga auf und landete nach einer erfolgreichen EM 2017 schließlich bei Alba Berlin in der easycredit BBL.
Grigonis trotzt hoffenden Münchnern
Die Münchner kamen vor allem über ihr Middle Pick n´ Roll in der zweiten Hälfte immer wieder zurück und gingen zwischenzeitlich 75:70 in Führung. Die Hauptstädter drohten, wie schon beim Pokalfinale im Februar, das Spiel aus der Hand zu geben. Dieses Mal wehrten sie sich allerdings erfolgreich. Mit 13 von 14 verwandelten Freiwürfen kam der Litauer unterdessen zu einer Sahne-Freiwurfquote.
Steht demnächst wieder die Rückkehr nach Litauen an?
Dieses Jahr war Marius Grigonis einer der Neuentdeckungen der BBL. Allerdings könnte er nach dem möglichen Gewinn der Meisterschaft schon neue Wege gehen. Bis 2020 läuft der Vertrag mit dem Litauer zwar noch, aber sein ehemaliger Ausbilder-Verein Zalgiris Kaunas hat schon sein neuerliches Interesse bekundet. Ein Verbleib in der Hauptstadt – zumindest ein weiteres Jahr – dürfte auch vom Ausgang der für die Berliner noch nicht beendeten Saison in der BBL abhängen.
Mit dem zweiten Playoff-Spiel warten lukrative Wettmöglichkeiten
Am Donnerstagabend geht es erst einmal in der heimischen Mercedes-Benz Arena weiter mit Spiel 2. Gewinnt Alba Berlin auch dieses Match und sichert sich damit mit einer 2:0-Führung bereits den Matchball für das dritte Playoffspiel, winkt eine 1.61-Quote. Kommen die Berliner mit der Hilfe von Grigonis dabei auf eine durchaus realistische Gesamtpunktzahl von über 84.5 Punkten, lässt sich sogar eine 1.84-Quote herausholen. Besonders lukrativ erscheint eine Drei-Wege-Handicap-Wette auf die Albatrosse. Aber Achtung: Bei der verlockenden 1.93-Quote nach einer Wette auf die Berliner nach virtuellem 0:3-Rückstand zählt nur das Ergebnis nach dem vierten Viertel! Eine noch gewagtere Wettmöglichkeit bietet die Doppelte Chance auf den FC Bayern München. Bei einem Unentschieden oder den Münchnern als Sieger nach der regulären Spielzeit gibt es eine 2.00-Quote. Diese Wette empfehlen wir vor allem für unsere Tipper, die ein enges Match erwarten.
Hier im 888sport-Blog gibt es die besten Tipps unserer Wettexperten. Wer ist gut drauf? Wer kriegt die Kurve? Und wer macht den Abflug? Wir haben die Fakten. Und gerne auch mal eine klare Meinung über die verrückte Welt des Sports.
Auch dieses Jahr wird wieder die prestigeträchtige Trophäe des Stanley Cups vergeben. In Nordamerikas höchster Eishockey-Liga greifen in diesem Jahr die Vegas Golden Knights und die Washington Capitals nach dem begehrten Titel.
Ausgeglichenheit nach zwei Partien
Spannender könnte die Finalserie der NHL kaum beginnen. Die Vegas Golden Knights entschieden das Auftaktspiel in der heimischen T-Mobile Arena mit 6:4 in einer äußerst torreichen Partie für sich. Doch nach dieser Pleite schienen die Gegner aus Washington Blut geleckt zu haben.
Das zweite Spiel der Best-of-Seven-Serie endete mit 3:2 zugunsten der Akteure aus Amerikas Hauptstadt. Die Devise lautet: Wer zuerst vier Siege auf dem Konto hat, kann den renommierten Sieger-Pokal in die Höhe recken!
Der Neuling wird zur Überraschung
Erst seit knapp zwei Jahren existiert das Team der Vegas Golden Knights. Kaum zu glauben ist es daher, dass die Mannschaft aus Nevada gleich in der Debüt-Saison das Finale des Stanley Cups erreichen konnte. Im Normalfall ordnen sich Debütanten in ihrer ersten Spielzeit eher am unteren Rand des Tableaus ein. Nicht so bei den Männern aus der Glücksspiel-Metropole Las Vegas.
Glücksgöttin Fortuna scheint den Knights in dieser Saison äußerst wohlgesinnt zu sein. Und so stehen die Akteure von Coach Gerard Gallant in der Endspiel-Serie des Stanley Cups. Dieses Kunststück eines Liga-Frischlings war bislang nur den St. Louis Blues 1968 geglückt. Ein Gewinn der Trophäe wäre gleichbedeutend mit einem neuen Rekord. Für diese Sensation gibt es im Übrigen eine 1.95-Quote abzuräumen!
Grubauer greift nach den Sternen
Eine bewegende Geschichte könnte der Deutsche Philipp Grubauer in diesem Jahr schreiben. Vor der Saison standen beinahe alle Zeichen auf Abschied aus Washington. Als jedoch kein anderes Team Interesse zeigte, unterzeichnete der 26-Jährige außerplanmäßig einen neuen Kontrakt. Durch eine Verletzung des eigentlichen Stamm-Torhüters Braden Holtby bot sich für den gebürtigen Rosenheimer dann eine große Gelegenheit, sich auszuzeichnen.
Nach zahllosen Glanzparaden ging Grubauer als gesetzter Keeper in die Play-Offs. Pünktlich zum Finale zeigt sich sein Kontrahent Holtby jedoch wieder topfit und ist daher in der Final-Serie gesetzt. „Er ist einer der besten Keeper der Liga“, lobt der Deutsche seinen Teamkameraden.
Für einen Ausfall seines Kollegen ist Grubauer dennoch stets gewappnet. „Man weiß ja nicht, ob ich vielleicht doch noch zum Einsatz komme“, macht sich der sympathische Bayer selbst Hoffnung. Doch auch ohne Einsatz würde der ehemalige Goalie der Starbulls Rosenheim im Falle des ersten Titelgewinns der Capitals Geschichte schreiben.
Zwar gelang es bereits drei Landsmännern vor ihm, die begehrte Trophäe in Händen zu halten; dass ein in der Bundesrepublik geborener Torhüter den Pokal hochhält, wäre hingegen ein absolutes Novum im Eishockey-Sport. „Diese Chance kommt nicht oft“, betont Grubauer voller Enthusiasmus.
Dieses historische Ereignis wird mit einer 1.90-Quote entlohnt. Somit gehen die Washington Capitals als leichter Favorit in die übrigen Duelle der Final-Serie. Entscheiden Grubauer und Co. die nächsten drei Finalspiele für sich, winkt sogar eine 7.00-Quote!
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„Wenn du mit dem Rücken zur Wand stehst, zeigt sich woraus du gemacht bist“, sagte Shooting Guard und Topstar Klay Thompson, nachdem er mit seinen Golden State Warriors eindrucksvoll das alles entscheidende siebte Playoff-Spiel im Halbfinale gegen die Houston Rockets erzwungen hatte.
Das Team von Coach Steve Kerr konnte die schwere Aufgabe mit einem gelungenen Schlussspurt meistern. Nach einem 43:54-Pausenrückstand kam der amtierende Meister noch zu einen souveränen 101:92-Sieg. Jetzt möchte das Team gegen die Cleveland Cavaliers im Finale die Larry O´Brien Championship Trophy erneut nach Kalifornien holen. Wir haben drei Gründe, warum die Warriors auch diese Saison die NBA-Finals gewinnen.
Grund 1: Wer Houston schlägt, der ist in dieser Saison ein klarer Titelanwärter
Während die Cleveland Cavaliers bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag die Boston Celtics im siebten Spiel aus den Playoffs warfen, waren die Warriors erst 24 Stunden später gefordert.
Der Gegner: Mit den Houston Rockets definitiv keine Laufkundschaft! In der abgelaufenen NBA-Saison lieferten sich die beiden Teams bereits vor Beginn der Playoffs enge Duelle, bei denen die Warriors zweimal das Nachsehen gegen das auf Dreipunktewürfe spezialisierte Team um Kapitän James Harden hatten.
Gemeinsam mit Chris Paul, einem der gefährlichsten Aufbauspieler der NBA, schickte er im Backcourt der Rockets die Gegner reihenweise nach Hause. Nach 23 Jahren und sieben spannenden Spielen gegen die Warriors im Halbfinale, waren die Rockets ihrem dritten NBA-Titel in der Vereinsgeschichte so nah gekommen, wie schon lange nicht mehr.
Zum Vergleich: Der kommende Finalgegner aus Cleveland verlor seine Saisonspiele allesamt gegen das spielerisch klar überlegene Team aus Texas.
Darüber hinaus waren die Werte bei den Rockets über die gesamte Saison beindruckend. Während Clevelands Gegner aus Boston auf 55 Siege in der Eastern Conference kam, führte Trainer Mike D´Antoni sein Team zu 65 Siegen in 82 Pflichtspielen. In der spielerisch stärkeren Western Conference ist das keine Selbstverständlichkeit! Darüber hinaus stellte das neue Top-Team mit 1256 erfolgreichen Dreiern in dieser Saison einen neuen Rekord in der NBA auf, auf den sich auch der amtierende Meister erst einmal einstellen musste. Der Erfolg gegen die Texaner dürfte die Warriors, die schon ein bisschen gewackelt hatten, wieder stärker gemacht haben. Frei nach dem Motto: Wer die Rockets in dieser Spielzeit schlagen kann, der kann auch die Finals für sich entscheiden.
Grund 2: Die Warriors haben den Basketball neu erfunden
Die Spielidee, die die Houston Rockets diese Saison über lange Zeit extrem erfolgreich spielerisch neu interpretiert und weiterentwickelt haben, stammt eigentlich von den Golden State Warriors. Der seit 1970 dreifache NBA-Champion geht seit einigen Jahren neue taktische Wege, die in der NBA als wegweisend angesehen werden.
Die Devise: Small Ball. Dabei werden nicht nur die körperlich größten Spieler im Spiel gesucht, sondern vielmehr kommt es auf die Schnelligkeit auf der Center-Position an.
Der Hintergedanke: Durch die besseren Verteidigungsmöglichkeiten, bedingt durch die Regeländerungen in den letzten Jahren in der NBA, können große 2,10 m-Spieler ihre Körpergröße unter dem Korb längst nicht mehr so gut ausspielen.
Die Warriors sind eine der ersten Mannschaften, die das erkannt und im Frontcourt mit Draymond Green einen nominellen Small Forward auf die Fünferposition gestellt haben.
Lange Arme, tiefer Körperschwerpunkt, aber trotzdem spielerische Klasse: Das Konzept klingt einfach, erfordert aber dennoch weitergehendes taktisches Verständnis. Viele Mannschaften in der nordamerikanischen Basketballliga behielten ihren alten Spielstil bei und versuchen weiterhin mit dem klassischen Pick and Roll im Angriff und einem körperlich größeren Spieler ihre Gegner in der Verteidigung zu stoppen.
Houston ging mit seiner „Alles auf Dreier“-Marschrichtung jetzt vielleicht einen Schritt zu weit, indem das Team zwar lange Zeit mit der Gefährlichkeit über eiskalt verwandelte Dreipunktewürfe die Liga in Atem hielt, allerdings dann doch das Nachsehen hatte. Zwischenzeitlich verwarf das Team 27 Dreier am Stück in Spiel 7 des Playoff-Halbfinales. Zu viel gegen die individuell stark besetzten Warriors und daher schlussendlich zu wenig für den Einzug in die NBA-Finals.
Grund 3: Die individuelle Qualität der Einzelspieler
Hier sind wir auch schon beim dritten Grund. Das Team aus Kalifornien hat derzeit die nötige Klasse, Spiele an sich reißen zu können. Beim letzten Playoff-Spiel gegen die Rockets wurde die individuelle Qualität von Kevin Durant (34 Punkte) und Stephen Curry (27 Punkte) mehr als deutlich. Da waren auch die 32 Punkte, die „The Beard“ für die Rockets beisteuerte, zu wenig.
Und genau das spricht für die Warriors im Finale gegen die Cleveland Cavaliers um ihren Topstar LeBron James.
Die Cavs mussten sich fast über die komplette Saison ausschließlich auf den 33-jährigen Ausnahmespieler verlassen, der seit 2003 in der Liga spielt und schon neun Mal im NBA-Finale gestanden hatte.
Zuletzt präsentierten sie sich darüber hinaus noch alles andere als playoff-würdig. In der Defensive ungeordnet und vorne viel zu fahrlässig war es einzig noch Kevin Love, der an der Seite von „King James“ annähernd seine Form erreichte.
Der Blick auf die Quoten
Die vielen qualitativ hochwertigen und eingespielten Einzelspieler haben jedoch die Warriors, die mit einer 1.11-Quote in der Nacht zu Freitag klar als Favorit in die Finals gehen.
Unser Geheimtipp: Auch wenn wir von einem Finalsieg der Warriors ausgehen, so kann sich durchaus eine Wette auf eine Pausenführung der Cavaliers lohnen (4.20-Quote). Schließlich haben Curry und Durant im siebten Anlauf gegen die Rockets auch erst in der Schlussphase das Match zu ihren Gunsten entschieden.
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Der europäische Fußball ist in den vergangenen Jahren etwas berechenbar geworden. Viele der großen Ligen werden von den immer gleichen Mannschaften dominiert, oftmals gar nur von einer. Umso wichtiger sollte daher der internationale Wettbewerb mit Champions League und Europa League sein. Doch selbst hier finden sich immer wieder die gleichen Klubs unter den letzten Acht wieder. Nichtsdestotrotz gibt es immer wieder Nächte, in denen Magie in der Luft liegt und Unfassbares geschieht. Ein Blick auf die größten Comebacks im europäischen Fußball.
Barcelona schockt Paris in Camp Nou
Eines der legendärsten Comebacks der vergangenen Jahre ist zweifelsfrei jenes des FC Barcelona, die im Achtelfinal-Duell mit Paris Saint-Germain einen 4:0 Rückstand aus dem Hinspiel daheim wieder wettmachten. Das altehrwürdige Camp Nou diente abermals als Bühne für eine große europäische Nacht, die in dieser Form nur noch wenige erwartet hatten. Der damalige Barca-Trainer Luis Enrique war schon zuvor einer der wenigen, als er von so vielen Dingen sprach, die "in 95 Minuten passieren können. Wenn sie vier Tore schießen können, sind wir in der Lage, sechs zu erzielen."
Wie Recht er doch am Ende haben sollte, als die Barca-Spieler gemeinsam auf dem Rasen feierten und ihrem eigenen Glück kaum trauen konnten. Die Spanier legten gut los, gingen durch Luis Suárez in Führung, ehe ein Eigentor und Lionel Messi das Ergebnis auf 3:0 schraubten. Der Gegentreffer von Edinson Cavani sorgte dann für Ernüchterung. Ein 5:3 Gesamtergebnis sollte selbst Barcelona nicht mehr aufholen können. Dachte zumindest Paris, die bei 888sport mit einer Quote von 1,08 der Topfavorit auf den Ligue 1 Titel in der kommenden Spielzeit sind (Stand 05. Juni). Schließlich brauchten die Katalanen noch drei weitere Treffer, um ins Viertelfinale einzuziehen.
Der Durchmarsch von PSG wurde langsam zur Gewissheit, als es nach 87 Minuten noch immer 3:1 stand. Was dann geschah, lässt sich eigentlich kaum erklären. Neymar trifft mit einem direkten Freistoß, bevor Suárez in der 90. Minute im Strafraum dramatisch zu Boden geht. Der Schiedsrichter gibt Elfmeter und Neymar verwandelt eiskalt. Nur noch ein Tor. Dann diese 95. Minute, die noch heute allen Barca-Fans Gänsehaut macht. Der Ball wird lang in den Strafraum geschlagen, wo nach einigem Gestocher Sergi Roberto an den Ball kommt und ihn ins Tor bringt. Die Sensation war perfekt, PSG mit einem 1:6 in Barcelona ausgeschieden.
Die Mutter aller Comebacks in Istanbul
Wer von einem Comeback spricht, kann dieses Spiel nicht aus der Liste herauslassen. Muss man mehr sagen als Liverpool - AC Milan? Wohl nicht, denn fast jeder Fußballfan ist mit dieser Geschichte aufgewachsen. Das Champions League Finale 2005 fand im türkischen Istanbul statt, wo die beiden Topteams aus Italien und England aufeinandertrafen. Dennoch galt der AC Milan als klarer Favorit, hatte er doch in dieser Zeit noch eine wahrlich große Mannschaft beisammen, die in keinster Weise mit jener von heute vergleichbar ist.
Der Scudetto in der Serie A würde bei 888sport heute eine Quote von 16,00 bringen. 2005 war jeder einzelne Akteur auf dem Platz ein Superstar, sei es Andrij Schewtschenko, Cafu oder Paolo Maldini. Den Voraussetzungen entsprechend begann dann auch das Spiel. Milan ging in der ersten Minute durch Maldinis Schuss in Führung, konnte die Führung bis zur Halbzeit durch zwei Tore von Hernán Crespo auf 3:0 ausbauen. Wie der Brasilianer Cafu später in einem Interview erzählte, war sich das Team sicher, das Spiel gewonnen zu haben und feierte bereits nach 45 Minuten.
Doch es hatte die Rechnung ohne die Moral des Teams von Rafa Benítez gemacht. Innerhalb von nur sieben Minuten glichen Steven Gerrard, Vladimir Smicer und Xabi Alonso das Spiel aus und ließen Milan geschockt zurück. Die Mailänder erholten sich nie mehr von dem Schock, kamen immerhin noch unbeschadet durch die Verlängerung. Letztlich verschossen im Elfmerterschießen mit Serginho, Andrea Pirlo und Schewtschenko gleich drei Milan-Profis, sodass sich am Ende zurecht Liverpool zu Europas König krönte.
Deutsche Beteiligung im UEFA-Cup Finale
Das wohl spannendste UEFA-Cup Endspiel aller Zeiten fand 1988 mit deutscher Beteiligung statt. Als der Wettbewerb noch nicht Europa League hieß und der Sieger noch in Hin- und Rückspiel ermittelt wurde, trafen Bayer Leverkusen und Espanyol Barcelona aufeinander. In den Finals von 1988 hatte zunächst Barcelona Heimrecht und wusste dies mit einem 3:0 Sieg zu nutzen. So reisten die Spanier als klare Favoriten nach Deutschland, wo es in der Bay-Arena zum Rückspiel gegen den Werksklub kam.
Die von Erich Ribbeck trainierte Mannschaft glaubte vor allem dank ihres Trainers noch an das schier unmögliche Comeback. Es waren schließlich erst 90 von 180 Minuten gespielt, wenn man Ribbeck Glauben schenken mochte. Lange Zeit geschah nicht viel, was Hoffnung auf ein Wunder machen würde. Eine knappe Stunde lang stand die Null auf beiden Seiten, ehe der brasilianische Nationalstürmer Tita die Leverkusener Führung erzielte. Falko Götz legte sechs Minuten später das zweite Tor nach, sodass nur noch eines für die Verlängerung fehlte. In der 81. Spielminute war es soweit, als Südkoreas Bundesliga-Legende Bum-Kun Cha den Gesamtausgleich erzielte.
Da in der folgenden Verlängerung keine Tore mehr erzielt wurden, ging es ins Elfmeterschießen, das traditionell deutsche Stärke ist. Die Nationalmannschaft spielt bald wieder bei der WM 2018 in Russland um den Titel, bei 888sport übrigens mit einer WM-Sieg-Quote von 5,50. Doch nicht nur die deutsche Mannschaft performt vom Punkt, ebenso tat es Leverkusen 1988. Trotz des Fehlstarts mit dem verschossenen Elfer durch Ralf Falkenmayer setzte sich die Bayer-Elf am Ende mit 3:2 durch und sicherte sich mit diesem großartigen Comeback den ersten und bis heute einzigen internationalen Titel.
Mehr UEFA-Cup Drama drei Jahre zuvor
Der 11. Dezember 1985 sollte zu einem denkwürdigen Tag in der Karriere des Jupp Heynckes werden. Mit Borussia Mönchengladbach hatte sich der Trainer einen 5:1-Vorsprung daheim erarbeitet, als es um die nächste Runde im UEFA-Cup ging. Der Gegner war damals kein Geringerer als der heute 13-fache Champions League Sieger Real Madrid, der auch in der spanischen Liga bei 888sport mit einer Quote von 2,0 einer der Favoriten auf den Titel 2018/19 ist. Die heftige Hinspielklatsche in Mönchengladbach setzte in Madrid eine wahre Lawine frei. Der Trainer wurde gefeuert, die Spieler streikten und die eigenen Fans richteten sich gegen ihr Team.
Mit entsprechend positivem Gefühl machten sich die Borussen schließlich auf nach Madrid, um dort im Santiago Bernabeu zu bestehen. Was sollte schon passieren bei einem 4-Tore-Vorsprung? Es wurde die dunkelste Stunde der Vereinsgeschichte im Europapokal. Jorge Valdano traf für Real bereits nach sechs Minuten und legte in der 18. Min. das 2:0 nach. Gladbach begann in der Abwehr zu grübeln, traf falsche Entscheidungen und hielt seinen Vorsprung dennoch bis eine Viertelstunde vor dem Ende.
Carlos Santillana brachte mit seinem 3:0 in der 76. Minute jedoch die Zuschauer zurück auf die Seite Reals. Es kam, wie es kommen musste. Der spanische Stürmer traf eine Minute vor dem Ende erneut und ließ so alle Dämme brechen. Real hatte das Comeback geschafft und einen Vier-Tore-Rückstand wettgemacht. Noch bis heute gilt das Rückspiel als die schmerzhafteste Niederlage, die Jupp Heynckes jemals einstecken musste. Auch Mönchengladbach selbst erholte sich lange Zeit nicht vom sportlichen Desaster in Madrid. Noch bis heute wartet der Klub auf annähernd erfolgreiche Zeiten im Europapokal.
Es ließen sich sehr einfach noch viele weitere Comebacks im europäischen Fußball aufführen; die Geschichten sind schier endlos. Doch es bleibt vor allem immer die Hoffnung auf neue Geschichten, die den Fußball so besonders und den Reiz des Europapokals ausmachen.
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