Ajax Amsterdam 2018/19
Am 16. April 2019 schlich Cristiano Ronaldo mit bedröppelter Miene vom Platz. Sein Traum vom vierten Champions-League-Titel in Folge war geplatzt. Stattdessen feierten im Stadion von Juventus Turin überraschenderweise die Gäste aus Amsterdam - der Weg zu diesem Halbfinaleinzug, eine wahrlich beachtliche Geschichte. 

In einer herausfordernden Gruppenphase mit dem FC Bayern München, Benfica Lissabon und AEK Athens konnte sich die junge Mannschaft unter Erik ten Hag ungeschlagen als Zweitplatzierter für die K.o.-Phase qualifizieren. 

In dieser wurde man den Galaktischen aus Madrid zugelost, welche zwar inzwischen ohne Ronaldo auftraten, trotz dessen allerdings als haushoher Favorit in dieses Duell gingen. Das Hinspiel konnten die Spanier mit 2:1 für sich entscheiden, bevor Ajax im Rückspiel Fußballeuropa mit einem 4:1-Kantersieg auf sich aufmerksam machte.

In dem besagten Viertelfinale gegen Juventus Turin und Cristiano Ronaldo mussten sich die Niederländer im Hinspiel mit einer Punkteteilung abfinden, gewannen das Rückspiel allerdings mit 2:1 und standen zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren in der Champions League wieder unter den besten Vier.

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Nach einem 1:0-Sieg im Hinspiel und einer 2:0-Führung im Rückspiel stand Ajax gegen die Tottenham Hotspurs eigentlich schon mit beiden Beinen im Finale, ein gewisser Brasilianer war damit allerdings nicht einverstanden. Lucas Moura verwandelte sich in der zweiten Halbzeit in die Wiedergeburt von Pelé und endete Amsterdams Champions League Märchen mit einem Hattrick inklusive des entscheidenden Treffers in der 96. Minute.


Porto 2003/04
Die Gruppenphase überstand die junge Mannschaft um Chefcoach Jose Mourinho komfortabel als Platz zwei hinter dem Real Madrid. Im Achtelfinale wartete direkt die erste riesige Herausforderung – Manchester United mit Superstars wie Ferdinand, van Nistelrooy, Giggs und Keane.

Das Hinspiel entschieden die Portugiesen überraschend mit 2:1 für sich, lagen allerdings im Rückspiel in der 89. Minute mit 0-1 zurück und drohten dank der Auswärtstorregel auszuscheiden – bis Costinha Porto per Last-Minute Lucky Punch ins Viertelfinale bugsierte.
Das aufgebaute Momentum konnte die junge Mannschaft perfekt ausnutzen, um im Viertelfinale Lyon mit 4:2 (agg.) und im Halbfinale Deportivo la Coruna mit 1:0 (agg.) zu besiegen. 

Im Finale traf Porto auf den AS Monaco, welcher auch eher überraschend im Finale der Champions League stand. Jose Mourinho hatte seine Truppe anscheinend recht gut auf das Spiel eingeschworen, Porto fegte Monaco nämlich mit 3-0 vom Platz und krönte somit seinen unglaublichen Lauf.


Borussia Dortmund 2012/13
Als zweifacher amtierender Meister kam die Borussia Dortmund voller Selbstbewusstsein in die Saison 2012/13. Dieses benötigten sie auch bereits in der Gruppenphase, in Gruppe D wurde mit Real Madrid, Ajax Amsterdam und Manchester City nämlich in die Todesgruppe gelost – umso überraschender, dass nach sechs Spieltagen die Borussia ungeschlagen auf Platz eins thronte. 

Gegen Shakhtar Donetsk im Achtelfinale hatte die Borussia ebenfalls wenig Probleme, im Viertelfinale wartete allerdings der erste Stolperstein. Gegen Málaga kam man im Hinspiel nicht über ein 0:0 hinaus und lag im Rückspiel in der 90. Minute mit 1:2 zurück. Tore von Reus und Santa in der 91. Und 96. Minute retteten die Borussia allerdings in letzter Minute noch ins Halbfinale, in welchem man erneut auf den Giganten aus Madrid traf.

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Das Duell zwischen David und Goliath drehte Dortmund allerdings gekonnt um und ließ Real Madrid bei ihrer 1-4 Niederlage wie der unbeholfene Underdog aussehen. Das Rückspiel konnten die Spanier zwar noch mit 2-0 gewinnen, der ersten Finaleinzug der Dortmunder nach mehr als zehn Jahren war allerdings nicht mehr zu verhindern.
Im Finale mussten sich die Dortmunder zwar gegen den FC Bayern und Arjen Robbens Last-Minute-Tor geschlagen geben, die gesamte Leistung der Mannschaft mindert dies jedoch keinesfalls. 


FC Schalke 2010/11
Eine Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Veteranen, angeführt von Felix Magath – dieses Erfolgsrezept brachte Schalke in der Bundesliga zwar nur den 14. Platz, sorgte in Europa allerdings für ordentlich Aufruhr.

Ihre Gruppe führten die Gelsenkirchener mit 14 Punkten aus sechs Spielen auf Platz eins an und trafen somit im Achtelfinale auf den FC Valencia, welchen man mit 4:2 (agg.) komfortabel besiegen konnte.

Im Viertelfinale wartete mit Inter Mailand der amtierende Champions League Sieger, welcher im Achtelfinale bereits den FC Bayern aus dem Wettbewerb gekegelt hatte. Schalke zeigte sich jedoch unbeeindruckt und besiegte die Italiener in einem aufregenden Hinspiel mit 5:2 – auch das Rückspiel wurde mit 2:1 für sich entschieden.

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Manchester United stellte sich im Halbfinale als einige Nummern zu groß für den deutschen Traditionsverein hinaus und endete den überraschenden Lauf mit zwei deutlichen Siegen. Auch wenn die Enttäuschung in Schalke vermutlich groß war, konnte man als Trostpreis immerhin den DFB-Pokal zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte gewinnen.


 

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Veröffentlichungsdatum: 21.06.22

Über den Autor
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Linus studiert derzeit im 4. Semester Sportwissenschaft an der Technischen Universität München. Seit März absolviert er im Rahmen seines Studiums sein Pflichtpraktikum bei mmc sport in München.

Neben Fußball interessiert er sich insbesondere auch für Handball und Basketball.

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