Die Bundesligasaison ist bereits wieder in vollem Gange und der FC Bayern München dürfte wohl wieder als größter Favorit ins Rennen um die Meisterschale gehen. Für Thomas Müller und David Alaba wäre das schon die zehnte Meisterschaft – alle für die Münchener.

 

Doch manche Spieler sind nicht so vereinstreu und gehen lieber in mehreren Ländern auf Titeljagd. Doch wer hat bisher in den meisten Ländern Meisterschaften feiern können? Das sind die Top 10 der internationalen Titelsammler.

Platz 10: Jefferson Farfán

Vor der Saison 2004/05 verpflichtete PSV Eindhoven einen jungen Peruaner namens Jefferson Farfán. Dieser konnte mit gerade einmal 19 Jahren bereits drei Meistertitel in seinem Heimatland vorweisen. Und in den Niederlanden machte er genauso weiter: In seinen vier Saisons bei der PSV thronte er am Ende stets auf Platz 1 der Eredivisie.

Anschließend wechselte er in die Bundesliga zum FC Schalke 04. Dies sollte seine einzige Station werden, wo er nicht Meister wurde. Nach sieben Jahren bei den Königsblauen gewann er schließlich mit Al-Jazira Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten und mit Lokomotive Moskau in Russland jeweils einen Meistertitel.

Platz 9: Esteban Cambiasso

Auch Esteban Cambiasso gewann in vier verschiedenen Ländern insgesamt neun Meisterschaften. 1996 sicherte sich Real Madrid die Dienste des Argentiniers, den man umgehend wieder in sein Heimatland zurück verlieh. Dort wurde er mit CA River Plate Meister, ehe er zu den Königlichen zurückkehrte.

Seine erste Saison dort krönte er mit dem Meistertitel, woran er jedoch mit lediglich fünf Einsätzen keinen großen Anteil hatte. Auch in der Folgesaison war bei Madrid kein Platz für ihn, woraufhin er zu Inter Mailand wechselte. Dort spielte er groß auf und wurde in zehn Jahren fünfmal Erster der Serie A. Zum Karriereende spielte er noch zwei Jahre für Olympiakos Piräus und wurde zweimal griechischer Meister.

Platz 8: David Beckham

Bei Manchester United holte David Beckham einst als Teil der legendären Class of ’92 insgesamt sechs Meistertitel, später gewann er mit den Galaktischen von Real die spanische Meisterschaft. Es folgten zwei weitere Titel in den USA mit LA Galaxy, ehe der englische Freistoßspezialist als französischer Meister 2012/13 mit Paris Saint-Germain von der Fußballbühne abtrat.

 

Die Karriere von David Beckham

Platz 7: Arturo Vidal

Einen Titel mehr als Beckham hat indes Arturo Vidal bislang in seiner Karriere gesammelt. Als dreimaliger Meister kam Vidal vom chilenischen Rekordmeister CSD Colo-Colo zu Bayer Leverkusen. Mit der Werkself reichte es zwar nur zur Vizemeisterschaft, aber schließend wurde der Chilene viermal mit Juventus Turin, dreimal mit den Bayern und zuletzt einmal mit dem FC Barcelona Meister.

Platz 6: Carlos Tévez

Auch Carlos Tévez konnte in seiner Laufbahn elf Meisterschaften in vier verschiedenen Ländern feiern. Als argentinischer Meister mit den Boca Juniors wechselte er zunächst nach Brasilien, wo er mit Sao Paulo den Titel gewann. Daraufhin ging der Argentinier nach Europa und konnte einmal mit Manchester City und zweimal mit dem Stadtrivalen United die Premier League gewinnen.

Seine nächste Station hieß dann Juventus Turin, beim italienischen Rekordmeister konnte er zwei Meisterschaften feiern, ehe er zu seinem Jugendclub, den Boca Juniors, zurückkehrte. In seinem Heimatland sammelte er seither weitere vier Meisterschaften.

Platz 5: Zlatan Ibrahimovic

Wo Zlatan Ibrahimovic ist, werden Titel gewonnen. Auch die schwedische Fußballikone gewann bislang elf Meisterschaften in vier verschiedenen Nationen. Angefangen hatte alles in den Niederlanden, dort wurde er mit Ajax Amsterdam zweimal Champion der Eredivisie.

 

Zlatan Ibrahimovic im Interview nach seinem Wechsel in die USA

Nach vier Meisterschaften in Italien (dreimal Inter, einmal AC Mailand) und dem Titel in Spanien (FC Barcelona), prägte er in Frankreich eine Ära, und wurde viermal hintereinander Meister mit PSG. Nun ist er zurück beim AC Mailand, ob er dort wieder so erfolgreich ist?

Platz 4: Maxwell

Ibrahimovics ständiger Wegbegleiter war der Brasilianer Maxwell, der ebenfalls in vier Ländern insgesamt elf nationale Meisterschaften feiern konnte. Jeweils zwei Titel mit Ajax und Barcelona, drei mit Inter und vier mit PSG. Der LaLiga-Titel 2011 war dabei der einzige den er nicht zusammen mit Ibrahimovic holte.

Platz 3: Arjen Robben

Eine Meisterschaft mehr hat hingegen Arjen Robben in vier Ländern errungen. Nach jeweils einem Titel mit PSV und Real, und zwischenzeitlich zwei mit dem FC Chelsea, wechselte der Niederländer zum deutschen Ligaprimus nach München.

In der Bundesliga sammelte der flinke Flügelspieler dann einen Titel nach dem anderen. Neben sagenhaften acht Meistertiteln gewann er mit den Bayern noch fünfmal den Pokal und in der Saison 2012/13 die UEFA Champions League.

Platz 2: Mateja Kežman

Mateja Kežman machte sich vor allem in der niederländischen Eredivisie einen Namen als Topstürmer, dort wurde er im Trikot von Eindhoven innerhalb von fünf Jahren dreimal Torschützenkönig und zweimal Meister.

Außerdem wurde er je einmal Meister mit dem FK Partizan Belgrad (damals Jugoslawien), Chelsea (England), Fenerbahce Istanbul (Türkei) und BATE Borisov (Weißrussland). Mit sechs Meisterschaften in fünf verschiedenen Ländern ist er damit Platz 2 der internationalen Titelsammler.

Platz 1: Robinho

Der Brasilianer Robinho konnte in ebenfalls fünf Ländern sogar sieben Meisterschaften gewinnen. Nach zwei Titeln mit dem FC Santos in Brasilien wurde er von Real verpflichtet. Es folgten zwei Meisterschaften mit den Königlichen und jeweils eine in Italien (AC Mailand), China (Guangzhou Evergrande Taobao) und der Türkei (Istanbul Basaksehir FK).

 

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* Die Rechte am Bild liegen bei Antonio Calanni / AP Photos *

Über den Autor
Von
Lionel Weinmann

Lionel studiert aktuell Geschichte und Philosophie an der Universität Tübingen. Derzeit absolviert er ein Praktikum bei der Firma mmc sport in München. 

Neben seiner Leidenschaft für den Fußball zeigt er großes Interesse für US-Sportarten wie American Football und Basketball.