Neben dem Revier-Derby bietet das Bundesligawochenende einen weiteren Kracher. Und das in der zweiten Liga. Mit dem Hamburger Sportverein und dem VfB Stuttgart treffen am kommenden Samstag zwei der traditionsreichsten, deutschen Fußballvereine aufeinander. Viele Fußballfans müssen sich noch heute die Augen reiben, dass diese Partie vorerst nicht mehr in der Bundesliga ausgetragen wird.

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Gleichzeitig ist diese Partie nur das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams in den kommenden Tagen, denn nur drei Tage später gastieren die Stuttgarter im DFB-Pokal schon wieder beim HSV. Zwei echte Top-Partien mit einem ersten möglichen Hinweis, welches Team sich die Krone in der zweiten Liga aufsetzen darf.

Viele Hoffnungen und ein alter Bekannter

Vor allem für Martin Harnik, seines Zeichens Top-Stürmer beim HSV, ist die Partie eine ganz besondere. Der aus Bremen gekommene Leihspieler ging zwischen 2010 und 2016 für den VfB auf Torejagd. Über seinen Ex-Klub sagte der Österreicher: "Die werden auch beide Spiele gewinnen wollen."

 

Auch in tabellarischer Hinsicht ist die Partie ein echtes Spitzenspiel. Der HSV ist aktueller Spitzenreiter, der VfB rangiert dahinter auf Platz Zwei. Bei einem Sieg der Stuttgarter, würde der VfB den HSV in der Tabelle hinter sich lassen, weswegen der HSV um jeden Preis gewinnen will.

Chef-Trainer Dieter Hecking setzt dabei auf die Unterstützung der HSV-Fans: "Indem von außen die Unterstützung kommt, kann die Mannschaft auch Längen im Spiel überstehen. Wenn das da ist, weiß ich dass wir Vollgas geben werden, um den VfB Stuttgart zu schlagen. Jeder in Hamburg freut sich drauf, diese Mannschaften Fußball spielen zu sehen. Es freut uns ungemein, dass es ausverkauft ist, das ist eine Wertschätzung. Wir wollen die 57.000 Zuschauer zufrieden stellen."

Damit den Rothosen aber ein Heimsieg am Samstag gelingt, muss beim HSV mehr als nur die Stimmung der Fans stimmen. In Bielefeld kamen die Hamburger nicht über ein 1:1- Unentschieden hinaus. Für einen Dreier gegen den VfB muss vor allem die Genauigkeit im Abschluss verbessert werden.

Das stärkste Team der zweiten Liga?

Der VfB hat sich vor den beiden Spitzenspielen auch nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Gegen Wiesbaden und Kiel mussten die Stuttgarter zwei knappe Niederlagen hinnehmen, weswegen sie auch ihre Tabellenführung vorerst nicht verteidigen konnten. Gegen den HSV soll am Samstag also die Tabellenspitze zurückerobert werden.

Holger Badstuber hingegen kann seinem Team in Hamburg nicht helfen. Der ehemalige Münchner muss aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre auf der Tribüne Platz nehmen. Gegen Kiel zauberte er  vielen Fans ein Schmunzeln auf die Lippen, als er nach seiner roten Karte den Platz verließ und dem Schiedsrichtergespann vorwarf, dass sie „Muschis“ geworden seien.

 

Das Spiel verlor das Team mit dem roten Brustring, weil die Menge an Chancen, wie schon gegen Wiesbaden, nicht in Tore umgemünzt worden. VfB-Trainer Tim Walter erklärt konsterniert: „Momentan belohnen wir uns nicht für den Aufwand, den wir betreiben. Der Aufwand ist immens, wir bekommen den Ball aber einfach nicht über die Linie. Da kommt momentan einfach alles zusammen. Wir lassen uns aber nicht unterkriegen, schütteln uns heute und machen von morgen an weiter und bleiben dran.“

Klar ist, dass wenn die Stuttgarter es schaffen ihr Potenzial auszuspielen, dann sind sie wohl das stärkste Team der zweiten Liga.

Prognose

Wir erwarten ein Spiel mit zwei Teams auf Augenhöhe. Die Tagesformen der Teams werden das Spiel definitiv entscheiden. Wir rechnen mit einem Unentschieden im ersten Part der beiden Spiele. Die Quote für ein Unentschieden beträgt bei den Bundesliga-Wetten 3.60.

*Die Rechte an dem Bild liegen bei Daniel Karmann / AP Photo*

Über den Autor
Von
Luca Beckmann

Luca studiert aktuell Sportjournalismus & Sportmarketing in Hannover und absolviert seit Oktober sein praktisches Studiensemester bei der Firma mmc sport in München.

Neben seinem Spezialgebiet Fußball verfügt er außerdem über umfangreiches Wissen im Handball, der Formel 1 und der NFL.