Zeitgleich mit der Premier League und der spanischen LaLiga, startet am kommenden Wochenende auch die Bundesliga in die neue Spielzeit 2021/22. Wie steht es um die Form der Titelanwärter FC Bayern, RB Leipzig und Borussia Dortmund?

FC Bayern München

So hat sich der neue Bayern-Trainer Julian Nagelsmann seinen Einstieg beim Rekordmeister wahrscheinlich nicht vorgestellt. In keinem der vier Testspiele konnten die Bayern einen Sieg einfahren. Das Remis gegen Ajax Amsterdam dürfte, trotz einer hergegebenen Führung, noch die erfolgreichste Partie gewesen sein.

An dieser ausbaufähigen Bilanz waren jedoch hauptsächlich Reservisten und Jugendspieler beteiligt. Einige Leistungsträger der Münchner Stammelf sind nach der EM erst spät ins Trainingslager eingestiegen.

Nach gerade einmal drei Tagen Vorbereitung konnte auch der Rekordtorschütze Lewandowski die 0:3-Niederlage gegen den SSC Neapel nicht abwenden. Auf Kimmich, Müller und Neuer musste der neue Coach Nagelsmann in den Vorbereitungsspielen völlig verzichten.

Mittlerweile sind die Routiniers wieder zurück im Training. Doch die Zeit bis zum ersten Pflichtspiel ist, trotz der abgesagten DFB-Pokal-Partie, kurz.

Außerdem lässt sich nicht leugnen, dass der FC Bayern mit einigen Veränderungen im Kader fertig werden muss. Mit David Alaba und Jérôme Boateng haben zwei absolute Stammspieler die Münchner verlassen. Ob Upamecano und Richards diese Lücke in der Defensive füllen können?

Borussia Dortmund

Auch beim BVB könnte es besser laufen. Der neue Übungsleiter Marco Rose musste während der Vorbereitung auf einige Spieler verzichten. Ein großer Teil seiner Mannschaft verpasste wegen der EM den Vorbereitungsstart.

Und auch die Coronapandemie erschwerte den Dortmundern das Training. Nachdem Julian Brandt und Thomas Meunier positiv getestet wurden, konnten die Trainingseinheiten vor dem Aufeinandertreffen mit Wehen Wiesbaden nur unter starken Einschränkungen stattfinden.

Das Pokalspiel hat jedoch gezeigt, dass die Offensive um den Ausnahme-Stürmer Erling Haaland trotzdem funktioniert. In seiner 60. Partie für Dortmunder schoss der Norweger sein 60. Tor. Das hat kein anderer Stürmer vor ihm geschafft.

Auch der Debütant Donyell Malen, hat sich nach seiner Einwechslung gut präsentiert. Es scheint also, als hätten der BVB einen  guten Ersatz für den zu Manchester United gewechselten Jadon Sancho gefunden.

Vor allem die Defensive dürfte dem neuen Trainer Rose dennoch Sorgen bereiten. Vor kurzem wurde bekannt, dass Mateu Morey für die gesamte Saison 2021/22 ausfallen wird. Das junge Abwehrtalent hatte sich im Halbfinale des DFB-Pokals schwer verletzt und muss nun erneut operiert werden.

Und auch der Routinier Mats Hummels hat momentan mit Beschwerden am Knie zu kämpfen. Noch ist nicht absehbar, ob er beim Start der neuen Bundesliga Saison antreten kann. Nach dem Abgang des Fan-Lieblings Piszczeck in der vergangenen Spielzeit, kommen diese Abwehr-Sorgen ganz und gar nicht gelegen.

RB Leipzig

Ein Sieg, eine Niederlage, ein Remis – das war die Bilanz der Leipziger aus den Testspielen. Doch auch die Bullen mussten während der Vorbereitung auf wichtige Spieler verzichten.

Durch die EM und Olympia stiegen Yussuf Poulsen und Benjamin Henrichs erst spät ins Mannschaftstraining ein. Und während die Leipziger am vergangenen Wochenende bereits im DFB-Pokal antraten, kämpfte Dani Olmo noch um die Goldmedaille bei Olympia.

Im ersten Pflichtspiel der Saison, glänzten die Leipziger dennoch bei einem 4:0-Sieg gegen den SV Sandhausen – und das auch ohne die Stammspieler Olmo, Poulsen und Sabitzer.

Der neue Übungsleiter Jesse Marsch will in der neuen Saison auf schnelle Umschaltmomente setzten. Szoboszlai hat im DFB-Pokalspiel schon einmal gezeigt, wie das geht.

Bereits im Winter wurde der Ungar von den Leipzigern verpflichtet, konnte jedoch wegen einer Verletzung kein Spiel absolvieren. Nach seiner Einwechslung in der ersten Runde des DFB-Pokals am vergangen Wochenende, dauerte es dann nur drei Minuten bis der Mittelfeldspieler das erste Mal netzte.

Angesichts eines möglichen Wechsels des Leipziger Kapitäns Sabitzers zum FC Bayern, kommt die Genesung Szoboszlais also mehr als gelegen. Mit Andre Silva konnten die Leipziger außerdem den zweitbesten Torschützen der vergangenen Spielzeit verpflichten. Ob das ein Torspektakel verspricht?

In der Defensive müssen die Leipziger den Abgang von Upamecano und Konaté verschmerzen. Mit Mohamed Simakan und Josko Gvardiol konnten jedoch zwei talentierte Youngstars verpflichtet werden. 

Fakt ist, dass alle drei Titelanwärter eine schwierige Vorbereitung unter neuen Trainern hinter sich haben. Späte Trainingsstarts, Verletzungssorgen und wilde Transfergerüchte, dürften die Kaderplanung für die neue Spielzeit deutlich erschwert haben.

Besonders für den BVB waren die vergangenen Wochen hart. Im Pokal haben die Borussen jedoch ihre gute Form unter Beweis gestellt – allen voran der Ausnahmestürmer Erling Haaland.

Der FC Bayern konnte während der Vorbereitung nicht wirklich glänzen. Auch auf dem Transfermarkt haben sich die Münchner eher zurückgehalten. Die Führungsriege scheint auf das eingespielte Erfolgsteam der vergangenen Saison setzten zu wollen.

Auf dem Papier scheint RB Leipzig momentan am besten dazustehen. Cheftrainer Jesse Marsch, der die RB-Philosophie bereits kannte, hat sich gut in seinem neuen Verein eingefunden. Starke Neuzugänge und ein klares Spielkonzept lässt viel erhoffen. Aber ob das ausreicht, um den Rekordmeister FC Bayern zu knacken?

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* Die Rechte am Bild liegen bei Sven Hoppe / AP Photos *

 

Über den Autor
Von
Hanna

Hanna studiert Publizistik und Soziologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Seit August absolviert sie ihr Pflichtpraktikum bei mmc sport in München.

Neben Fußball interessiert sie sich insbesondere auch für Handball und Leichtathletik.