In der 2. Liga sind Trainerwechsel nicht selten, doch es gibt auch Übungsleiter, die ihre Vereine überzeugt haben und schon längere Zeit im Amt sind. 888sport zeigt sie Euch.

Werder Bremen hat mit Ole Werner seinen neuen Cheftrainer vorgestellt. Der 33-Jährige war zum Beginn der Saison noch Trainer vom Ligakonkurrenten Holstein Kiel, erklärte bei den Störchen allerdings nach sieben Spielen, in denen Kiel gerade einmal zwei Siege holen konnte, seinen Rücktritt. Nach dem Abgang von Markus Anfang beim SV Werder Bremen ist Ole Werner nun der sechste neue Trainer, der in der laufenden Spielzeit 2021/22 einen Klub in der 2. Bundesliga übernommen hat.

 

Für 1 Jahr, 10 Monate und 28 Tage war der 33-jährige Cheftrainer bei Holstein Kiel. Dies hätte zu Beginn der Saison sogar für Rang vier im Ranking der Dienstältesten Zweitliga-Trainer gereicht. Nach seinem Abgang von Kiel und seinem Neustart bei Werder ist er nun aktuell allerdings der dienstjüngste Trainer der 2. Bundesliga.

Trainerwechsel sind in der heutigen Zeit nichts Besonderes mehr. Wenn es bei einem Verein nicht läuft, das Team unter seinen Möglichkeiten bleibt oder die angestrebten Ziele nicht erreicht werden, folgt oftmals zeitnah der Wechsel auf dem Trainerposten. Von allen 18 Zweitliga-Teams haben gerade einmal sechs Mannschaften einen Trainer, der länger als ein ganzes Jahr beim Klub als Cheftrainer aktiv ist. Aber wer sind die dienstältesten Trainer der 2. Bundesliga? 888sport zeigt sie Euch!

Robert Klauß – 1. FC Nürnberg

Mit Robert Klauß hat der 1. FC Nürnberg zwar den zweitjüngsten Trainer der gesamten Liga, aber auch einen der Dienstältesten. Seit 1 Jahr, 3 Monaten und 31 Tagen ist der 36-Jährige nun beim FCN Cheftrainer.

Klauß, der zuvor in der Jugend von RB Leipzig und als Co-Trainer bei den Profis der Leipziger aktiv war, übernahm den „Glubb“ am 30.07.2020 und landete in seiner ersten Saison als Cheftrainer bei einer Profimannschaft auf dem elften Rang. In dieser Spielzeit steht Robert Klauß mit dem FCN aktuell nach 15 Spieltagen und mit 24 eingefahrenen Punkten auf dem siebten Tabellenplatz.

Nach dem Katastrophen-Jahr 2019/20, in dem der FCN in der Relegation gerade noch den Abstieg in die 3. Liga vermeiden konnte und einer schwierigen ersten Saison (2020/21) für den Club und Trainer Robert Klauß, geht der Trend aktuell auf jeden Fall in die richtige Richtung. Lediglich vier Punkte fehlen dem 1. FC Nürnberg aktuell auf den Aufstiegsrelegationsplatz.

Timo Schultz – St. Pauli

Auf dem fünften Rang liegt der Trainer des derzeitigen Tabellenführers der 2. Bundesliga (St. Pauli), Timo Schultz. Der 44-Jährige kam 18 Tage vor Robert Klauß ins Amt und liegt daher mit 1 Jahr, 4 Monaten und 18 Tagen Amtszeit, einen Rang vor dem Nürnberger.

 

Nicht nur als Spieler war Timo Schultz beim FC St. Pauli aktiv, auch als Jugendtrainer und Co-Trainer war er für den Verein tätig, bevor er dann am 12.07.2020 den Posten als Cheftrainer übernahm. Zuvor war er Coach der U19-Mannschaft der Kiezkicker.

In seiner ersten Saison (2020/21) belegte Schultz mit Pauli den zehnten Rang und beendete die Saison damit einen Platz vor Klauß und seinem FCN. Für Timo Schultz und den FC St. Pauli läuft es in dieser Spielzeit aber sogar noch besser als beim „Glubb“. Starke 32 Punkte hat das Team von Coach Schultz nach 15 Spielen bereits geholt und steht damit auf dem ersten Tabellenplatz, drei Punkte vor Platz zwei und sogar sechs Zähler vor Rang vier.

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Christian Eichner – Karlsruher SC

Wiederum vier Tage länger im Amt als Timo Schultz ist der Trainer des Karlsruher SC, Christian Eichner. Der 39-Jährige ist ähnlich wie Schultz bei Pauli, auch schon ewig bei seinem Verein in Karlsruhe. In der Jugend des KSC ausgebildet schaffte Eichner den Sprung zu den Profis, wo er 108 Spiele für die zweite Mannschaft und 137 Spiele für die erste Mannschaft bestritt. 

Seine ersten Schritte im Trainerwesen machte Eichner dann auch beim KSC, wo er 2016 in der Jugend anfing. Über die U17 schaffte er den Sprung zum Co-Trainer der Profis und übernahm dann im Februar 2020 interimsweise die erste Mannschaft als Cheftrainer.

 

In den verbleibenden 15 Spielen der Saison 2019/20 holte Eichner 17 Punkte mit dem KSC und sicherte dem Verein durch Rang 15 den Klassenerhalt. Im August desselben Jahres wurde er dann mit einem langfristigen Vertrag als Cheftrainer der ersten Mannschaft ausgestattet.

In seiner ersten vollen Saison (2020/21) beendete Eichner mit dem KSC die Spielzeit auf dem sechsten Platz. Aktuell liegt der 39-Jährige mit seinen Karlsruhern auf dem neunten Tabellenplatz. Seit 1 Jahr, 4 Monaten und 22 Tagen ist Eichner nun bereits im Amt, mit seinem bis Sommer 2025 datierten Vertrag könnten noch einige Tage hinzukommen.

Mersad Selimbegovic - Jahn Regensburg

Den dritten Rang im Ranking der dienstältesten Trainer der 2. Bundesliga belegt Regensburg-Coach Mersad Selimbegovic. Der 39-Jährige ist seit 2 Jahren, 4 Monaten und 30 Tagen Cheftrainer beim SSV.

Auch Selimbegovic war bereits als Spieler für Regensburg am Ball und stieg ebenso wie Eichner und Schultz bei seinem jetzigen Klub in das Trainerbusiness ein. Neben seinen Tätigkeiten als U19-Trainer und Co-Trainer der 2. Mannschaft führte der 39-Jährige zwischenzeitlich auch das Amt des Nachwuchskoordinators der Regensburger aus, ehe er 2017 zum Co-Trainer der ersten Mannschaft aufstieg.

Zum 01.07.2019 folgte dann die Beförderung zum Cheftrainer des SSV. In den ersten beiden Jahren konnten Selimbegovic und Jahn Regensburg zweimal den Klassenerhalt feiern. In dieser Spielzeit sieht es aktuell wieder gut aus für den SSV. Sogar so gut, dass sie nach 15 Spieltagen auf dem Aufstiegsrelegationsplatz stehen und gerade einmal einen Punkt vom zweiten Tabellenplatz entfernt sind.

Jens Härtel – Hansa Rostock

Auf dem zweiten Platz des Rankings findet sich mit Jens Härtel ein Trainer wieder, der nicht zum ersten Mal eine etwas längere Amtszeit bei einem Verein genießt. Von Sommer 2014 bis November 2018 war der 52-Jährige bereits für mehr als vier Jahre Trainer beim 1. FC Magdeburg.

Am 09.01.2019 übernahm Härtel dann Hansa Rostock und führte den Klub zu zwei sechsten Plätzen in der 3. Liga, ehe in der vergangenen Saison dann der große Coup gelang. Mit 71 Zählern belegte Hansa Rostock am Ende der Drittliga-Saison den zweiten Tabellenplatz und schaffte so den langersehnten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.

In der ersten Saison zurück in der Zweitklassigkeit spielt Rostock unter Härtel eine äußerst respektable Hinrunde. 18 Zähler nach 15 Spielen und damit Platz elf sind der aktuelle Lohn. Trotz des kleinen Etats des Vereins wäre die Liga zu halten für Härtel und Hansa Rostock eine erneute Bestätigung für die gute Arbeit in den letzten Monaten und Jahren.

Frank Schmidt – FC Heidenheim

Für den ersten Platz konnte es eigentlich nur einen Mann geben: Frank Schmidt. Der 47-Jährige ist das Trainer-Urgestein auf der Bank des 1. FC Heidenheim. Unglaubliche 14 Jahre, 2 Monate und 13 Tage ist Frank Schmidt bereits Trainer des FCH.

Im Alter von 33 Jahren übernahm Schmidt mit dem 1. FC Heidenheim seine erste Herrenmannschaft als Cheftrainer. Von der Oberliga Baden-Württemberg, wo er den Club am 17.09.2007 übernahm, führte Schmidt den FCH über die Regionalliga bis in die 3. Liga und schaffte dann 2013/14 den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

 

In der Saison 2019/20 folgte dann fast der nächste unglaubliche Schritt. Heidenheim qualifizierte sich für die Aufstiegsrelegation in die 1. Bundesliga, musste sich allerdings dort dem SV Werder Bremen geschlagen geben. Zwar endeten beide Partien mit einem Unentschieden (0:0, 2:2), aufgrund der Auswärtstorregel blieb allerdings Werder im Oberhaus und Heidenheim in der 2. Bundesliga.

Erst vor kurzem leitete Frank Schmidt sein 500. Spiel als Cheftrainer für den 1. FC Heidenheim und mit seinem bis ins Jahr 2027 datierten Vertrag könnten dort noch einige Spiele hinzukommen. Man möchte es ihm wünschen. Frank Schmidt und der 1. FC Heidenheim, eine der wenigen „Feel-good storys“ im so harten Trainer-Business des Profisports.

Würde der 47-Jährige seinen Vertrag ganz erfüllen, wäre er am Vertragsende knapp 20 Jahre Cheftrainer des 1. FC Heidenheims und damit ewiger deutscher Rekordhalter. Die bisherige Bestmarke hält weiterhin Volker Finke, der 16 Jahre am Stück als Trainer des SC Freiburg tätig war.

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