VfB Stuttgart 1991/92

Den Anfang unserer Liste macht ein Dreikampf, der erst in allerletzter Sekunde entschieden wurde. Zu Beginn des letzten Spieltags hatten sowohl der VfB Stuttgart, die Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund mit 50:24 den gleichen Punktestand.

Die Eintracht konnte dank der besten Tordifferenz der drei Teams den ersten Platz beanspruchen und sich den Titel im letzten Spiel gegen die bereits abgestiegenen Rostocker aus eigener Kraft klar machen. In der 85. Minute brachte Stefan Böger die Rostocker jedoch mit 2:1 in Führung und erstickte somit jegliche Frankfurter Hoffnung auf einen Titel.

Deutlich souveräner lösten die Dortmunder ihre Pflichtaufgabe gegen Abstiegskandidaten MSV Duisburg und kletterte somit vorläufig auf Platz 1 der Tabelle.

Parallel hierzu spielte der dritte im Bunde gegen Bayer Leverkusen. Dank des besseren Torverhältnis hatte der VfB Stuttgart mit einem Sieg noch die Chance auf den Titel, in den ersten 80 Minuten des Spiels kamen die Stuttgarter jedoch über ein 1:1 nicht hinaus – bis sich der Riese Guido Buchwald in die Luft schraubte und den VfB per Kopfball zum Titel köpfte.


FC Bayern 1999/00

Mit viel Spannung konnte man am letzten Spieltag der Saison 1999/00 eigentlich nicht rechnen. Bayer 04 Leverkusen hatte mit 73 Punkten drei Zähler Vorsprung auf ihren Verfolger aus München, auch wenn diese die etwas bessere Tordifferenz vorzeigen konnten. Die einzige Chance auf einen Münchner Titel war also eine Niederlage der Leverkusner und ein gleichzeitiger Sieg der Münchner.

Im Umkehrschluss bedeutete die ebenso, dass die Werks-Elf nur einen Punkt benötigte um die Meisterschaft sicher zu gewinnen – gegen den Gegner aus Unterhaching eine durchaus machbare Aufgabe.

bayern

Ein frühes Eigentor des Superstars Michael Ballack brachte Leverkusen jedoch schnell unter Bedrängnis und auch in der zweiten Halbzeit war der Tabellenführer den Kickern aus München unterlegen – 0:2 lautete der Endstand.

Währenddessen liegen die Bayern, die in ihren Köpfen um so gut wie nichts mehr spielen, nach 20 Minuten bereits mit 3:0 in Front und bekommen langsam aber sicher Wind von den Neuigkeiten aus Unterhaching. Zum Abpfiff des Spiels ist bereits klar, dass Leverkusen ihr Spiel verloren hat - Bayern gewinnt damit überraschend seinen 15. Titel und der Name „Vize-kusen“ ist geboren.


FC Bayern 2000/01

Noch viel dramatischer entfaltete sich das Titelrennen des darauffolgenden Jahres. Die Ausgangslage war nahezu identisch zu der des Vorjahrs - nur mit vertauschten Rollen. Die Bayern hatten drei Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten aus Gelsenkirchen und konnten somit mit einem Punktgewinn gegen den Hamburger SV die dritte Meisterschaft in Folge sicher machen.

Die Schalker konnten währenddessen nur ihre drei Punkte holen und auf ein Wunder hoffen. Gegen Unterhaching machten sie auch genau das und erfüllten mit einem 5:3-Sieg ihren Teil der Gleichung – nun fing also das Hoffen an.

Dieses stieß die ersten 90 Minuten auf ein bayerisches Bollwerk, welches um alles versuchte, das Unentschieden über die Zeit zu bringen. Dieser Plan scheiterte jedoch in der letzten Minute der regulären Spielzeit an einem Tor von Hamburg, was zugleich das Schalker Stadion zum Beben brachte.

Nach vier Minuten verstummte jedoch jeder einzelne Schalker Fan, als Andersson in der Nachspielzeit einen indirekten Freistoß in die Maschen zimmerte und Bayern somit wieder an die Tabellenspitze beförderte. Meister für vier Minuten und 30 Sekunden – das schafft nur der Schalke 04.


FC Bayern 2018/19

Das letzte Titelrennen der Liste kommt in einer Phase, in der die Bundesliga von jeder Spannung geraubt ist. Erst kürzlich konnte der FC Bayern seine zehnte Meisterschaft in Folge gewinnen, so gut wie alle davon mit einem komfortablen Vorsprung auf ihre Verfolger – bis auf 2018/19.

Die Dortmunder um Marco Reus und Top-Torschütze Paco Alcacer spielten eine großartige Saison und standen vor dem letzten Spieltag mit 73 Zählern nur zwei Punkte hinter dem ewigen Konkurrenten aus München. Die Borussia hatte den Titel also nicht mehr in eigener Hand, konnte allerdings noch auf Schützenhilfe von Frankfurt hoffen, welche mit einem Sieg gegen Bayern eine Champions League sicher machen würden.

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Davon ließ sich der Rekordmeister jedoch nicht einschüchtern und spielte souverän sein Spiel runter. Der Ausgleich der Eintracht zum 1:1 kurz nach der Halbzeitpause brachte für etwa vier Minuten noch mal die erhoffte Spannung, bevor Alaba die Bayern wieder in Führung brachte.

Schlussendlich gewannen die Münchner das Spiel deutlich mit 5:1, konnten somit gebürtig ihre beiden Abgänger in Franck Ribery und Arjen Robben feiern und den zu diesem Zeitpunkt sechsten Meistertitel in Folge sichern.


 

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Veröffentlichungsdatum: 11.05.22

 

 

Über den Autor
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Linus studiert derzeit im 4. Semester Sportwissenschaft an der Technischen Universität München. Seit März absolviert er im Rahmen seines Studiums sein Pflichtpraktikum bei mmc sport in München.

Neben Fußball interessiert er sich insbesondere auch für Handball und Basketball.

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