Sonst sind die Spurs eigentlich immer in den oberen Rängen der Western Conference zu finden. Doch in dieser Saison ist sogar der Einzug in die Playoffs in Gefahr. Was ist in dieser Saison so anders als in den letzten Jahren?

Stichwort Verletzungspech – auch wenn die Spurs für ihren überragenden Teambasketball bekannt sind, kommt auch das Team von Gregg Popovich nicht ohne Leistungsträger aus. Der Wichtigste ist natürlich Kawhi Leonard. Doch der Finals MVP von 2014 und Defensive Player of the Year 2015 und 2016 fällt mit einer komplizierten Oberschenkelverletzung schon fast die ganze Saison aus. Auf ganze neun Einsätze bringt er es in dieser Spielzeit. Ohne den besten Verteidiger und zugleich Top-Scorer des Teams fehlt den Texanern ein gewaltiges Puzzleteil in ihrem System. Zudem ändern sich die damit die bisher effektiven Rollen von Patty Mills und Pau Gasol deutlich – und das nicht wirklich zum Positiven. Immerhin: Leonard soll für den Saisonendspurt zurückkehren. Dann wird sich zeigen, ob er seine Verletzung vollends überstanden hat und seine Spurs noch in die Playoffs führen kann.

Eine zweite Baustelle ist Power Forward LaMarcus Aldridge. In Abwesenheit von Leonard übernahm er die Rolle des Go-to-Guys und lieferte auch großteils ab. Allerdings fehlte auch er immer wieder in den letzten beiden Monaten.

Gerade wenn solche Spieler verletzt ausfallen, wird deutlich, dass die älteren Spieler nicht mehr über die volle Distanz mitziehen können. Manu Ginobili ist schon 40 Jahre alt, Pau Gasol 37 Jahre und Tony Parker 35 Jahre alt. Ihre enorme Erfahrung bringt dem Team natürlich viel, aber mehr als 20 Minuten kommen die Veteranen im Schnitt nicht mehr zum Einsatz. Das heißt gleichzeitig, dass die jungen Spieler übernehmen müssen. Gerade ein Dejounte Murray reißt mit seinen 21 Jahren schon viele Minuten ab, auch Kyle Anderson steht mit 24 Jahren im Schnitt 27 Minuten auf dem Parkett (zweitmeiste Minuten im ganzen Team). Dass diese Spieler natürlich noch Entwicklungszeit brauchen und nicht auf dem Level eines Kawhi Leonards spielen, sollte klar sein.

Bei Patty Mills, der eigentlich nach und nach die Starterrolle von Tony Parker übernehmen, merkt man, dass er jetzt nicht mehr gegen die Backups der Gegner spielt, sondern meist deren besten Guards als Gegenspieler hat, wenn er startet (immerhin schon 22 Mal in dieser Saison). War er meist eher als verkappter Zweier unterwegs, muss er jetzt kreieren. Das macht sich vor allem in seiner Feldwurfquote bemerkbar (letzte Saison noch 44% aus dem Feld, sind es inzwischen nur noch 41%, auch die Dreierquote ging von 41,4% auf 38,2% zurück).

Die Spurs befinden sich also in einem Umbruch, der ohne die Verletzungen wahrscheinlich auch weitläufig reibungsfrei verlaufen wäre, doch jetzt durch die häufigeren Ausfälle von Leonard und zuletzt auch Aldridge sich doch deutlich bemerkbar macht. Vor allem der Februar und März waren bisher extrem schwach – gerade gegen Playoff-Konkurrenten gab es Niederlagen. Mal sehen, ob die baldige Rückkehr von Leonard das Blatt noch wenden kann.

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