Am 22. Juni findet der NBA-Draft statt. Wir haben uns mit den diesjährigen Top-Picks beschäftigt und was die Teams an Needs haben – zudem haben wir einen Blick auf die deutschen Talente geworfen.

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Pick 1: Phoenix Suns

Kandidaten: DeAndre Ayton, Luca Doncic, Marvin Bagley III

Die Phoenix Suns haben neben dem ersten Pick auch noch den 16ten, 31ten und 59ten. Doch wer als Erstes die Hand von Commissioner Silver schütteln darf, hat sich den letzten Wochen bereits herauskristallisiert. Die Suns brauchen einen Center und Playmaker – schaut man auf die Center im diesjährigen Draft kann die Wahl eigentlich nur auf DeAndre Ayton fallen – 20,1 PPS, 11,6 Rebounds, 1,6 AST pro Spiel. Mit solchen Zahlen konnte der in seinem Freshman Year bei den Arizona Wildcats beeindrucken.

 

Und mit 113 Kg bei 2.15 Metern ist sein Körper definitiv NBA-Ready. Da Tyson Chandler langsam aber sich in Richtung Rente geht und Alex Len bisher den Durchbruch nicht geschafft hat, wäre Ayton die ideale Besetzung auf der 5 für die Suns. Mit seiner Beweglichkeit, seinem guten Wurf und seinem exzellenten Rebounding kann er auch gleich für Impact auf dem Court sorgen.

Pick 2: Sacramento Kings

Kandidaten: DeAndre Ayton, Luca Doncic, Marvin Bagley III

Die Sacramento Kings haben mit De'Aaron Fox, Bogdan Bogdanovic, Buddy Hield jede Menge Talent in der Guard-Rotation. Trotzdem sollten sie ihren Pick auf Luka Doncic verwenden, wenn Phoenix tatsächlich Ayton nimmt. Der Star von Real Madrid spielt seitdem er 16 ist für eine der besten Mannschaften Europas und hat in die letzten Saisons bewiesen wie vielseitig er ist – EuroLeague Final Four MVP und Regular Season MVP und das mit 19 Jahren! Der Slowene ist ein Jahrhunderttalent und wird seinen Platz in der NBA finden – ob bei den Kings ist fraglich, denn es halten sich hartnäckig die Gerüchte, dass sie eher Marvin Bagley III picken wollen.

Pick 3: Atlanta Hawks

Kandidaten: DeAndre Ayton, Luca Doncic, Marvin Bagley III, Micheal Porter Jr., Jaren Jackson Jr.

Könnte Atlanta der lachende Dritte werden? Egal wen die beiden Teams davor picken, einer der drei höchst gehandelten Spieler bleibt auf jeden Fall übrig – und Atlanta hat die letzte Saison getankt. Das heißt auf so ca. jeder Position besteht Bedarf. Mit John Collins und Taurean Prince hat man zwei viel versprechende Talente in den eigenen Reihen – um diese SF/PF-Rotation zu vertiefen wären neben Bagley auch Michael Porter Jr. und Jaren Jackson Jr. Kandidaten. Was die Hawks aber auf jeden Fall brauchen, ist ein Spieler der potentiell der neue Franchise-Player werden könnte. Es wird auch viel davon abhängen, wer nächste Saison noch bei den Hawks spielt, Stichwort: Dennis Schröder…

Pick 4: Memphis Grizzlies

Kandidaten: Michael Porter Jr., Mikal Bridges, Kevin Knox, Miles Bridges, Zhaire Smith

Bei den Grizzlies ist man sich noch nicht ganz einig – mit dem wieder genesenen Conley könnte man eine durchaus gute Saison spielen, wenn die wenigen Lichtblicke der vergangenen Saison, z.B. Tyreke Evans auch gehalten werden können. Doch jetzt gehen die Gerüchte um, dass man Chandler Parsons + den Nr.4-Pick eventuell in einen Trade verpacken möchte. Die Frage ist nur für wen? An sich braucht Memphis vor allem auf den Wings Verstärkung, auch ein weiterer Playmaker würde nicht schaden. Spielermaterial gibt es dafür genug…

Pick 5: Dallas Mavericks

Kandidaten: Mohamed Bamba, Wendell Carter Jr., Mikals Bridges, Miles Bridges

Die Mavericks haben eigentlich nur auf einer Position keinen Bedarf – PG. Dort hat Dennis Smith Jr. in seiner Rookie-Saison beeindruckend abgeliefert. Mohamed Bamba und Wendell Carter Jr. wären definitiv Kandidaten für die großen Positionen. Aber auch ein Wing wie Michael Porter Jr oder Mikal oder Miles Bridges würde den Texanern weiterhelfen – es kommt auch viel darauf an, wen man sich als Ziel in der Free Agency ausgesucht hat (DeAndre Jordan, DeMarcus Cousins, etc.).

Die deutschen Spieler und ihre Chancen:

Moritz Wagner – University of Michigan

Für einen Big-Man hat er einen sehr guten Wurf, sein Ballhandling lässt auch wenig zu wünschen übrig. Durch seinen hohen Basketball-IQ und seinem vielseitigen Offensiv-Arsenal ist er offensiv schwer für seine Gegner auszurechnen. Bei Michigan spielte er eine tolle Saison und trug die Mannschaft bis ins Championship Game, wo man gegen die Villanova Wildcats aber den Kürzeren zog.

Hört sich eigentlich alles gut an, aber das Problem ist die Defense – seine durchschnittliche Athletik macht es ihm schwer – und auf diese kommt es ja bekanntlich vor allem in der NBA an. Dank seiner Erfahrung und seinen offensiven Skills könnte er von der Bank aus aber auf jeden Fall schnell ein guter Rotations-Spieler in einem NBA-Roster werden.

Isaac Bonga – Fraport Skyliners

Bonga spielte in der abgelaufen Saison bei den Fraport Skyliners in der BBL und war dort fester Bestandteil der Rotation. Bei ihm geht es vor allem um das Potenzial – mit 18 Jahren ist er körperlich noch lange nicht so weit. Was ihn für die NBA als Projekt für die Zukunft interessant macht, ist seine Vielseitigkeit. Seine Maße und seine Athletik machen es ihm möglich gleich mehrere Positionen zu verteidigen. Sein Potenzial ist unbestreitbar, aber es muss sich noch in vielen Bereichen weiterentwickeln. Trotzdem könnte Runde 2 drinnen sein.

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888sport

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