Die Halbfinals bei den Australian Open 2019 stehen fest. Dabei ist das ein oder andere Gesicht dabei, mit dem man im Vorfeld des Turniers nicht unbedingt gerechnet hätte. Wir haben uns die Paarungen der Runde der letzten Vier genauer unter die Lupe genommen.

Petra Kvitova (1.24) – Danielle Collins (4.20)

Petra Kvitova mausert sich immer mehr zur absoluten Topfavoritin auf den Titel im Feld der Damen. Die Tschechin hat auf ihrem Weg ins Halbfinale noch keinen Satz abgegeben und macht von den verbliebenen Spielerinnen auch spielerisch den konstantesten Eindruck.

Besonders in ihrem Viertelfinale gegen Ashleigh Barty, in dem sie neben der Gegnerin auch noch das komplette Stadion gegen sich hatte, zeigte sie eine bärenstarke Leistung und ließ ihrer Kontrahentin beim 6:1 6:4 nicht den Hauch einer Chance.

 

Ihre Kontrahentin im Kampf um das Finalticket heißt Danielle Collins und ist die wahrscheinlich größte Überraschung des Turniers. Die Amerikanerin hat vor den Australian Open noch nie ein Match bei einem Grand Slam gewonnen und schreibt ihre persönliche Tennisgeschichte.

Nach Siegen gegen Julia Görges und Caroline Garcia folgte die Sternstunde im Achtelfinale gegen Angelique Kerber (6:0 6:2), bevor sie auch in der Runde der letzten Acht gegen Pavlyuchenkova in drei Sätzen die Oberhand behielt.

Petra Kvitova geht aufgrund ihrer aktuellen Form als Favoritin ins Spiel, doch wie man gesehen hat, ist auch die Amerikanerin Collins immer für eine Überraschung gut.

Karolina Pliskova (2.02) – Naomi Osaka (1.80)

Im zweiten Halbfinale treffen mit Karolina Pliskova und Naomi Osaka zwei Spielerinnen aufeinander, die die Experten auch schon im Vorfeld des Turniers auf dem Zettel hatten.

Dabei machte die Tschechin im Turnierverlauf bereits mit Siegen gegen Giorgi und Garbiñe Muguruza auf sich aufmerksam. Ihr persönliches Highlight folgte dann im Viertelfinale, als sie Serena Williams nach drei umkämpften Sätzen nach Hause schickte und damit den möglichen 24. Grand-Slam-Titel der Amerikanerin verhinderte.

 

Doch auch Naomi Osaka darf nicht unterschätzt werden. Spätestens seit ihrem Triumph bei den US Open ist sie in der Weltspitze angekommen. Nach holprigem Start kam sie in den Matches darauf immer besser in Fahrt und machte ihren Halbfinaleinzug durch Siege gegen die aufstrebende Anastasija Sevastova aus Lettland und Weltmeisterin Elina Svitolina aus der Ukraine perfekt.

Karolina Pliskova geht nach ihrem Achtungserfolg gegen Serena Williams leicht favorisiert ins Spiel, zeigt Osaka ihr bestes Tennis, ist aber auch der Japanerin der Einzug in ihr zweites Grand-Slam-Finale zuzutrauen.

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Rafael Nadal (1.17) – Stefanos Tsitsipas (5.20)

Bei den Herren kommt es im ersten Halbfinale zum Generationen-Duell zwischen Rafael Nadal (32) und dem griechischen Shootingstar und Federer-Bezwinger Stefanos Tsitsipas (20). Die Rollen sind klar verteilt. Rafael Nadal hat seine Verletzungspause Ende des Jahres gut weggesteckt und präsentiert sich in Melbourne bislang in überragender Form. Außerdem ist der Spanier noch ohne Satzverlust. Auf seinem Weg ins Endspiel konnten ich auch der australische Hoffnungsträger Alex De Minaur und Frances Tiafoe, der Vorjahresfinalist Marin Cilic aus dem Turnier warf, nicht aufhalten.

Dass Stefanos Tsitsipas ein talentierter Spieler ist, war spätestens nach seinem Sieg bei den Next Gen Finals in Mailand kein Geheimnis mehr. Doch Erfolge gegen die ganz Großen der Szene hatten ihm bisher noch gefehlt.

Dies hat sich nun bei den Australian Open schlagartig geändert. Durch Siege gegen Roberto Bautista-Agut und Roger Federer hat er allen bewiesen, dass in Zukunft mit ihm zu rechnen sein wird und er in den kommenden Jahren um Grand-Slam-Titel mitspielen wird.

 

Was ganz klar gegen den Griechen spricht, ist die Tatsache, dass er in seinen bisherigen Matches immer mindestens über vier Sätze gehen musste. Nadal hingegen ist ausgeruht und dürfte, auch trotz des Altersunterschieds, einen körperlichen Vorteil haben. Ein Sieg von Tsitsipas wäre eine große Überraschung.

Novak Djokovic (1.06) – Lucas Pouille (11.00)

Im zweiten Halbfinale bekommt es der Weltranglistenerste Novak Djokovic etwas überraschend mit dem Franzosen Lucas Pouille zu tun. Djokovic erwischte eine schwierige Auslosung und hatte mit Tsonga, Shapovalov schon die ein oder andere knifflige Aufgabe vor der Brust, die er allerdings weitestgehend souverän löste. Lediglich gegen Medvedev gab er einen Satz ab und musste über drei Stunden Schwerstarbeit leisten.

So kam es ihm sicherlich ganz gelegen, dass sein Viertelfinalgegner Kei Nishikori nach nicht einmal einer Stunde verletzungsbedingt aufgeben musste und er somit einige Körner für das Duell gegen Pouille sparen konnte.

 

Der Franzose ist zusammen mit Tsitsipas die Überraschung des Turniers. Still und heimlich spielte er sich durch das Feld und machte mit Siegen gegen Borna Coric und Milos Raonic auf sich aufmerksam. Der Schützling macht in Melbourne einen bärenstarken Eindruck, geht gegen Djokovic aber dennoch als Außenseiter ins Spiel.

Neben den üblichen Siegerwetten stehen euch natürlich wie jedes mal auch zahlreiche andere Sportwetten wie zum Beispiel Satzwetten zur Verfügung.

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Über den Autor
Von
Marc Karsten

Marc stammt aus dem schönen Baden-Württemberg und absolviert nach seinem abgeschlossenen Sportmanagement-Studium seit August ein Volontariat bei der Firma mmc sport in München.