Seit vergangenem Sonntag ist es endlich soweit. Die acht besten Spieler des Jahres geben sich bei den ATP Finals in London die Ehre. Nach zwei absolvierten Gruppenspielen ist Novak Djokovic als einziger Spieler bereits sicher für das Halbfinale qualifiziert. Wir geben einen Überblick über die bereits absolvierten Matches und beleuchten die Ausgangssituation vor den abschließenden Gruppenspielen.

Gruppe Guga Kuerten                                                 

Wer soll diesen Mann stoppen? Der frisch gebackene Weltranglistenerste Novak Djokovic knüpft auch bei den Finals in Englands Hauptstadt nahtlos an seine Form der zweiten Jahreshälfte an. Im Juni vor Wimbledon noch auf Platz 22, arbeitete er sich durch zwei Grand-Slam-Titel und zwei Masters-1000-Turniersiege wieder bis ganz nach oben in der Weltrangliste.

Zusammen mit Alexander Zverev, Marin Cilic und John Isner  in die Gruppe Guga Kuerten gelost, bekam zunächst Isner die Topform des Serben zu spüren. Mit 6:4 6:3 ließ Djokovic dem Aufschlagriesen keine Chance und fuhr damit einen souveränen Auftaktsieg ein.

 

Im Parallelspiel setzte sich die deutsche Hoffnung Alexander Zverev denkbar knapp mit 7:6 7:6 gegen Marin Cilic durch und machte damit einen großen Schritt in Richtung erstes Halbfinale bei den Finals. In einem schwachen Match erwischte der gebürtige Hamburger einen schlechten Start und lag bereits mit 2:5 zurück, wurde im weiteren Verlauf aber stärker und behielt letztendlich verdient die Oberhand.

Nach dem Match war Zverev erleichtert: "Es war zu 100 Prozent ein Arbeitssieg. Bei so einem Turnier möchtest du nicht mit einer Niederlage starten", sagte er im Anschluss an die Partie.

Djokovic lässt Zverev keine Chance

Im zweiten Gruppenspiel bekam es Zverev dann mit Novak Djokovic zu tun. In einem erneut eher durchschnittlichen Match konnte der Deutsche bei der 4:6 1:6-Niederlage nur im ersten Satz mithalten.

 

Bis 4:5 im ersten Durchgang konnten beide Kontrahenten ihren Aufschlag halten, bevor Zverev dem Serben den ersten Durchgang mit einem Doppelfehler praktisch schenkte. Nach dem Break zum 3:1 im zweiten Satz lag Djokovic dann endgültig auf Siegkurs. Zverev stemmte sich zwar noch einmal gegen die drohende Niederlage, doch insgesamt 33 unerzwungene Fehler waren einfach zu viel. 

Im  Parallelmatch setzt sich Marin Cilic mit 6:7 6:3 6:4 gegen John Isner durch und schickte Djokovic somit bereits frühzeitig ins Halbfinale.

Zverev braucht Sieg

Im abschließenden Gruppenspiel gegen John Isner braucht Alexander Zverev nun unbedingt einen Sieg, bestenfalls glatt in zwei Sätzen. Gewinnt der Amerikaner aber in zwei Sätzen und schlägt Djokovic Cilic, dann steht Isner im Halbfinale.

Auch Cilic hat noch Chancen aufs Weiterkommen. Dafür muss er aber Novak Djokovic besiegen. Gleichzeitig muss Isner gegen Zverev gewinnen.

Es steht also noch einiges auf dem Spiel und die abschließenden Matches versprechen jede Menge Spannung und Dramatik. Die deutschen Fans hoffen natürlich auf die erste Halbfinalteilnahme von Zverev. Freitagabend wissen wir mehr.

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Gruppe Lleyton Hewitt

Roger Federer hieß hier der große Favorit auf den Gruppensieg. Der Schweizer Superstar sicherte sich zuletzt bei seinem Heimturnier in Basel den 99. Turniersieg seiner Karriere und würde Nummer 100 am liebsten bei den ATP Finals in London einfahren.

In eine Gruppe mit Dominic Thiem, Kevin Anderson und Kei Nishikori gelost, bekam es der Weltranglistendritte in seiner Auftaktpartie mit Nishikori zu tun und wurde böse überrascht. Dem sechsmaligen Finals-Sieger unterliefen während des gesamten Matches 33 vermeidbare Fehler, dazu leistete er sich noch vier Doppelfehler.

 

In einer über weite Strecken schwachen Partie setzte sich deshalb der Japaner mit 7:6 6:3 nicht ganz unverdient durch. "Ich muss viel besser spielen als heute", sagte Federer bereits in Hinblick auf sein zweites Match gegen Dominic Thiem aus Österreich, der seine Auftaktpartie mit 3:6 6:7 gegen Kevin Anderson ebenfalls verlor.

Und er hatte recht. Eine erneute Pleite könnte bereits das Aus in der Vorrunde bedeuten. Bei seinen insgesamt 15 Teilnahmen hat ihn dieses Schicksal nur 2008 ereilt.

Federer locker gegen Thiem, Anderson deklassiert Nishikori

Doch der 37-Jährige zeigte die perfekte Reaktion auf seine Niederlage und ließ Dominic Thiem beim überzeugenden 6:2 6:3-Sieg im zweiten Gruppenspiel nicht den Hauch einer Chance. Anders als noch gegen Nishikori zeigte der Schweizer eine sehr konstante Leistung, setzte sich in beiden Sätzen durch schnelle Breaks bereits frühzeitig vom Österreicher ab und wahrt dadurch seine Chancen aufs Halbfinale.

 

Auch Federer selbst war mit seiner Leistung zufrieden: "Das fühlt sich gut an. Ich bin sehr glücklich. Ich habe eine Reaktion gezeigt nach dem letzten Spiel", sagte er nach dem Match in der O2-Arena, wo ihn die 20.000 Zuschauer nach seinem verwandelten Matchball frenetisch feierten.

Im ersten Spiel des Tages sorgte Kevin Anderson bereits für einen ordentlichen Paukenschlag. Im Duell der beiden Auftaktsieger setzte sich der Südafrikaner überraschend glatt mit 6:0 6:1 gegen Kei Nishikori durch und steht somit bereits mit einem Bein im Halbfinale.

Thiem so gut wie ausgeschieden

Vor den abschließenden Gruppenspielen können theoretisch noch alle vier Spieler das Halbfinalticket buchen. Für Dominic Thiem sind die Chancen nach zwei Niederlagen aber eher gering. Der Österreicher braucht einen hohen Zweisatzsieg gegen Nishikori, gleichzeitig müsste auch Anderson deutlich gegen Federer gewinnen.

Dem Schweizer reicht ein Sieg gegen Anderson, wenn Nishikori verliert. Dasselbe gilt für den Japaner, wenn er gegen Thiem gewinnt und Federer verliert.

Gewinnt Federer glatt gegen den Südafrikaner und holt Nishikori einen klaren Sieg gegen Thiem, dann könnte es sogar für Anderson noch eng werden.

Die Tennisfans dürfen sich also auf spannende freuen. Samstag und Sonntag steigen dann mit den Halbfinals beziehungsweise dem Endspiel die Höhepunkte der diesjährigen Finals, bevor die Tennissaison 2018 mit dem Davis-Cup-Finale vom 23. – 25. November ihren Abschluss findet.

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Über den Autor
Von
Marc Karsten

Marc stammt aus dem schönen Baden-Württemberg und absolviert nach seinem abgeschlossenen Sportmanagement-Studium seit August ein Volontariat bei der Firma mmc sport in München.

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