Am Sonntag findet mit dem 34. Spieltag auch gleichzeitig der letzte in dieser Saison statt. Während Arminia Bielefeld bereits als Aufsteiger feststeht und Dynamo Dresden sowie Wehen Wiesbaden aufgrund ihres schlechten Torverhältnisses als sichere Absteiger scheinen, kann sich im Rennen um den Relegationsplatz noch einiges tun.

Während der VFB Stuttgart und der 1. FC Heidenheim nur noch theoretisch um den letzten direkten Aufstiegsplatz kämpfen, hofft der Hamburger Sportverein doch noch einmal die Heidenheimer vom Relegationsplatz verdrängen zu können.

Wir haben daher die kommenden Begegnungen, die für den Aufstiegskampf entscheidend sind, für Euch untersucht und die möglichen Aufstiegskonstellationen zusammengefasst.

VFB Stuttgart – Darmstadt 98

Der zweite Platz ist den Schwaben so gut wie sicher. Mit einem Sieg oder Unentschieden können sie sich noch einmal weiter von ihren Verfolgern absetzen und auch mit einer Niederlage sollten sie unter normalen Umständen nicht mehr am Aufstieg gehindert werden können.

Der VFB liegt derzeit nämlich mit drei Punkten und einer besseren Tordifferenz (TD +23) vor den Heidenheimern (TD +12). Falls die Stuttgarter also zu Hause nicht eine riesen Klatsche gegen Darmstadt erleben und Heidenheim kein Kontersieg gegen Tabellenführer Bielefeld gelingt, spielen die Schwaben nächste Saison wieder erstklassig.

Arminia Bielefeld – FC Heidenheim

Während die Arminia den Aufstieg bereits am 32. Spieltag perfekt machen konnte, wollen die Heidenheimer am letzten Spieltag nachziehen. Auch wenn der zweite Platz ziemlich unwahrscheinlich ist, liegen sie dennoch derzeit auf dem Relegationsplatz und wollen diesen um jeden Preis verteidigen.

50 Tore von Bielefelds Fabian Klos.

Mit einem Sieg über die Bielefelder würde der FCH sicher den dritten Platz belegen, egal wie der Konkurrent aus Hamburg spielt. Doch das wird wohl gar nicht so einfach.

Die Arminen haben nämlich schon im Vorfeld der Partie  verkündet, den fairen Wettbewerb wahren zu wollen und daher ihre bestmögliche Leistung zu geben, um sich nicht den Vorwurf der Spielschiebung gefallen lassen zu müssen.

Dennoch wäre ein Aufstieg der Heidenheimer den Bielefeldern doch lieber. Sie bekämen dadurch in der nächsten Saison nämlich mehr Fernsehgeld und hätten aufgrund des geringeren Etats des FCH den vermeintlich leichteren Gegner im eventuell bevorstehenden Abstiegskampf.

Sollte Heidenheim jedoch nicht gewinnen und unentschieden spielen, dann dürfte Hamburg nicht gewinnen. Verlieren die Heidenheimer darf aus ihrer Sicht der HSV überhaupt nicht punkten und muss verlieren, damit der FCH auf dem dritten Rang bleibt. 

Hamburger SV – SV Sandhausen

Wie erwartet spielte der ehemalige Bundesliga-Dino die ganze Saison über um die oberen Plätze mit und lag am 31. Spieltag sogar noch auf einem direkten Aufstiegsplatz.

Doch darauf folgte nur ein Unentschieden beim Tabellenvierzehnten Osnabrück und sogar eine Niederlage gegen den direkten Konkurrenten aus Heidenheim am vorletzten Spieltag, weshalb der HSV auf den vierten Rang abrutschte und im besten Falle nur noch die Relegation erreichen kann.

Dafür müssten die Hanseaten gewinnen und auf ein Unentschieden oder eine Niederlage von Heidenheim hoffen. Holt der HSV selbst  nur einen Punkt und verliert der FCH, dann würden sich die Hamburger punktgleich aber mit besserem Torverhältnis (TD +20 vs. +12) den dritten Platz sichern.

Verliert der HSV hingegen, dann ist der Spielausgang der Heidenheimer nicht mehr entscheidend, da er dann nicht mehr oben eingreifen kann und es würde in der nächsten Spielzeit die dritte Saison in der Zweitklassigkeit für die Hanseaten anbrechen.

Prognose

Insgesamt stehen die Vorzeichen für den Hamburger SV gar nicht so schlecht, denn für einen Aufstiegsaspiranten ist ein Sieg über den Zwölftplatzierten Pflicht! Außerdem haben die Heidenheimer mit dem Tabellenführer den wohl schwierigsten Gegner vor der Nase.

Dennoch hat Heidenheim die bessere Ausgangsposition, da der FCH mit einem Sieg nicht auf das Ergebnis des HSV angewiesen ist und somit selbst und aus eigener Kraft den Relegationsplatz klar machen kann.

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*Die Rechte am Bild liegen bei Michael Sohn / AP Photos*

Über den Autor
Von
Julia Wurdack

Julia studiert aktuell Sportwissenschaft an der TUM und absolviert seit Juni ihr praktisches Studiensemester bei der Firma mmc sport in München.

Neben ihrem Spezialgebiet Fußball verfügt sie außerdem über umfangreiches Wissen in der Formel 1 und im Wintersport.